NEWS vom 14.09.2009

Deutschland: 18.232 Infizierte, 295 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

14.09.2009 - Das RKI meldet bis Freitag 15 Uhr nochmal 295 Neuinfektionen mit Schweinegrippe in Deutschland. Die Inlandsinfektionen machen inzwischen die Hälfte der neuen Fälle aus (141). Todesfälle in Deutschland sind weiterhin noch nicht offiziell bestätigt. So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (5.530)*
Niedersachsen (2.615)*
Baden-Württemberg (2.773)*
Bayern (2.109)*
Rheinland-Pfalz (1.100)*
Hessen (868)
Schleswig-Holstein (582)*
Berlin (483)*
Hamburg (396)*
Brandenburg (330)*
Sachsen (329)
Sachsen-Anhalt (328)*
Saarland (251)*
Thüringen (246)*
Bremen (152)*
Mecklenburg-Vorpommern (140)*
* = neue Fälle hinzugekommen bis 11.09.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Morgen erwarten wir die abschließenden Zahlen für die Vorwoche. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)



Lieferschwierigkeiten bei Schweinegrippe Impfstoff

14.09.2009 - Deutschland hat Impfstoffe gegen die Schweinegrippe bei GSK (Deutschland) und Novartis (Schweiz) bestellt. Novartis musste nun Lieferschwierigkeiten einräumen. So hatten die Niederlande 18 Millionen Dosen bestellt, erhalten aber nur 6 bis höchstens 10 Millionen Dosen bis Ende Oktober. Der Grund sei eine Umstellung im Herstellungsprozess, der zunächst vielversprechend war, dessen Ausbeute sich aber als sehr viel geringer herausstellte. Da Novartis auch Deutschland beliefern wird, bleibt abzuwarten, ob es auch hierzulande zu Engpässen kommen wird. Die Produktionsstätte von GSK in Dresden meldet bisher keine Probleme. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)



Frankreich: Zahlen steigen, Regierung plant Notstand

14.09.2009 - In Deutschland sinken die Zahlen der Schweinegrippe seit einigen Wochen. Gleichwohl gibt es täglich zwischen 100 und 350 Neuinfektionen. Nichts gegen das, was aus Frankreich gemeldet wird. In unserem Nachbarland steigen die Zahlen und zwar auf einen ersten Höhepunkt hin. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot ist besorgt. Die Regierung plant nun den Notstand. Wichtige Bürgerrechte sollen außer Kraft gesetzt werden. Die Bevölkerung reagiert empört. So plant die Regierung Sarkozys zum Beispiel, Verdächtige bis zu 6 Monate in Untersuchungshaft zu nehmen. Kinder sollen vor Strafgerichte gestellt werden können und Beistand durch einen Anwalt soll es erst 24 Stunden nach der Festnahme geben. Die Schweinegrippe und der Notstand sind die Legitimation für dieses Handeln. Weiterhin soll es Pläne geben, das alle Bürger Frankreichs zwangsgeimpft werden. Sinnvolle Maßnahmen, wie das Begrüßungsküsschen "Bisou" wegzulassen, sind hingegen keine Regierungsmaßnahmen sondern Initiativen einzelner Bürgermeister. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Hamburger Abendblatt & Kopp Verlag)



Sachsen: Schweinegrippe-Stab gegründet

14.09.2009 - Sachsen hat einen Schweinegrippe Stab gegründet. Bei der 13-köpfigen Expertenrunde sind Juristen, Krankenkassen-Experten, Mediziner und Vertreter der Gesundheitsministeriums vertreten. 1x pro Woche wird der Stab sich treffen um ein schlimmes Szenario in Sachsen zu verhindern. Befürchtet wird, dass viele Menschen sterben könnten. Großveranstaltungen abgesagt werden müssten, Schulen geschlossen werden müssten und Panik ausbrechen könnte, die nur mit Polizeigewalt unterbindet werden könnte. Rechtzeitige Entscheidungen für einen guten Verlauf der Schweinegrippe in Sachsen ist das Ziel. Viel Erfolg! (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)

WHO empfiehlt Schulen schließen

14.09.2009 - Die WHO empfahl den Regierungen, frühzeitig Schulen im Land zu schließen, wenn eine Epidemie durch die Schweinegrippe droht. Damit sollte man nicht warten, bis mehr als 1 % der Bevölkerung infiziert sind (= 820.000 Menschen). Die Bundesregierung geht sogar von 30 % Infizierten in den kommenden Monaten aus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

Erste Schweinegrippe Impfung in 4 Wochen

14.09.2009 - Deutschland ist zuversichtlich, das in 4 Wochen (Mitte Oktober) mit der Impfung gegen Schweinegrippe begonnen werden kann. Das sagte Gesundheits-Staatssekretär Klaus Theo Schröder nach dem Treffen der G7 Staaten und Mexiko in Brüssel. Für Mitte Oktober erwartet die Regierung die Lieferung von den ersten 4 Millionen Impfdosen. In den USA stellte man inzwischen bei klinischen Studien fest, dass eine Dose des Impfstoffes oft bereits ausreicht. Bisher war man von zwei benötigten Dosen ausgegangen. Schröder zeigte sich erfreut: "Wenn wir nur eine Impfdosis brauchen, haben wir schlagartig doppelt so viel Kapazität zur Verfügung und können sehr viel mehr Menschen impfen." (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

NEWS vom 13.09.2009

Industriestaaten uneins über Schweinegrippe-Impfung

13.09.2009 - Die Führenden Industriestaaten sind sich nicht einig über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Schweinegrippe. In den G7-Staaten gebe es große Unterschiede bei der Bewertung der Risikogruppen und bei der Dosierung des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe. In Kürze soll mir den Impfungen gegen die Schweinegrippe begonnen werden, einen genauen Termin kann aber zur Zeit niemand sagen. Einig ist man sich dagegen darin, die Entwicklungsländer beim Kampf gegen die Schweinegrippe zu unterstützen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ärztezeitung online)

Zur Schweinegrippe-Impfung raten dringend Tropenmediziner

13.09.2009 - Rostocker Tropenmediziner raten dazu, sich unbedingt gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Die Schweinegrippe verliefe zwar in der Regel sehr mild, aber von einer Entwarnung könne keine Rede sein. Erst kürzlich waren in Spanien wieder zwei Menschen an der Schweinegrippe gestorben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

NEWS vom 12.09.2009

Nur eine Impfung gegen Schweinegrippe

12.09.2009 - Einer Studie zufolge reicht möglicherweise eine Impfdosis gegen das Schweinegrippe-Virus. Geprüft wurden zwei verschiedene Impfstoffe in verschiedenen Dosierungen bei über 200 Probanden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass bei einem der beiden Impfstoffe schon nach drei Wochen nach der Impfung Antikörper festgestellt werden konnten und das bei 97% der Probanden. Impfkomplikationen traten nicht auf. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ärztezeitung online)

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