NEWS vom 17.09.2009

Deutschland: 18.797 Infizierte, 260 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

17.09.2009 - Für Mittwoch bis 15 Uhr wurden dem RKI 260 Neuinfektionen gemeldet. Wir haben unsere Grafiken um eine weitere ergänzt, die Ihnen die Tagesentwicklungen zeigt. Deutlich ist darin der abgeschwächte Trend zu erkennen. Daher sprechen Experten auch davon, das die erste Welle der Schweinegrippe überstanden scheint. 163 Fälle waren in Deutschland erworben. Damit steigen die Inlandsinfektionen erstmals auf über 50 % und machen nun wieder den deutlich größeren Teil aus. Todesfälle in Deutschland sind weiterhin noch nicht offiziell bestätigt. So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (5.597)*
Baden-Württemberg (2.885)*
Niedersachsen (2.648)*
Bayern (2.170)
Rheinland-Pfalz (1.141)*
Hessen (899)*
Schleswig-Holstein (601)*
Berlin (542)*
Hamburg (410)*
Brandenburg (358)*
Sachsen-Anhalt (340)*
Sachsen (347)*
Thüringen (308)*
Saarland (251)
Bremen (154)
Mecklenburg-Vorpommern (146)*
* = neue Fälle hinzugekommen bis 16.09.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)



Knigge-Gesellschaft gibt Verhaltensregeln zum Oktoberfest raus

17.09.2009 - Damit Etikette bewahrt bleibt, gibt es die Knigge-Gesellschaft, die immer wieder die richtigen Benimm-Regeln herausgibt. Dies wurde anläßlich des Oktoberfests 2009 nun auch getan. Die Regeln lauten wie folgt: "Allzu bierselige Nähe mit dem Nachbarn könnte allerdings unliebsame Folgen haben", sagte Ratsgründerin Agnes Jarosch. Ratsmitglied Sabine Schwind von Egelstein ergänzte: "Man sollte auch nach der zweiten Maß immer noch wissen, welche die eigene ist." Der "Bussi-Bussi-Gesellschaft" rate sie, auf die Körpersprache des anderen zu achten und durch verhaltenen Abstand zu signalisieren, das das Begrüßungsküsschen das Ansteckungsrisiko erhöht. Auf Achterbahnfahrten sollte man ein Desinfektionstuch oder ein keimreduzierendes Handgel, wie Wick Erste Abwehr, mitnehmen. In einem waren sich die Kniggevertreterinnen einig: "Feiern ist gut für die allgemeine Immunabwehr und das menschliche Miteinander." Na dann viel Spaß. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)



Wirtschaftsaufschwung dank Schweinegrippe

17.09.2009 - Putz- und Desinfektionsmittel haben seit der Schweinegrippe Hochkonjunktur, genauso technisches Zubehör für Videokonferenzen. Deutschland rüstet sich und die Hersteller kommen kaum hinterher, dem Sicherheitsbedürfnis von Firmen und Privatpersonen gerecht zu werden. So hat das Hamburger Unternehmen Canea Pharma allein wegen der Schweinegrippe Sterimed, ein Desinfektionsmittel für die Hände, entwickelt. Die Firma Bode Chemie in Hamburg musste für das Desinfektionsmittel Sterillium die Produktion auf 60 Tonnen am Tag erhöhen, 45 Mitarbeiter zusätzlich einstellen und arbeitet nun im 3 Schichtsystem. Auch die Firma Dräger in Lübeck stellt nun bedeutend mehr Atemschutzmasken her. Das Berliner Reinigungs-Unternehmen GRG berichtet, das viele Firmen die Reinigungsfrequenz erhöht haben. Kantinen, Fahrstühle und Tagungsräume werden nun mehrmals täglich und mit Desinfektionsmittel gereinigt. Complus setzt bedeutend mehr Videokonferenzsysteme um und Biotechzulieferer Qiagen, der Testverfahren für Viren herstellt, freut sich über die Schweinegrippe. Die Kehrseite der Medallie: Die Preise für diese hochbegehrten Artikel steigen deutlich über das Niveau, das sie vor der Schweinegrippe hatten. Wer schlau ist, deckt sich also schnell ein, bevor alles noch teurer wird. Nutzen Sie dazu auch unseren günstigen Shop, in dem Sie unter anderem Mundschutz, Desinfektionsmittel und Virentests finden.



Ärzte suchen Leitlinien im Umgang mit Patienten

17.09.2009 - Das die Schweinegrippe sehr ansteckend ist und daher Menschenmassen gemieden werden sollen, haben wir oft betont. Was machen aber Ärzte, die unweigerlich auf Tuchfühlung mit ihren Patienten gehen müssen? Hier herrscht bei vielen Medizinern ein wenig Ratlosigkeit. Die WHO hat deswegen eine Checkliste veröffentlicht, die diese Fragen beantwortet (liegt in englisch vor). Der Infektiologe Privatdozent Tomas Jelinek spricht sich ganz klar gegen Händeschütteln aus: "Bei Kontakt per Handschlag besteht eindeutig ein erhöhtes Risiko zur Übertragung von Schweinegrippe", sagt der wissenschaftliche Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Weiterhin hat das RKI eine Grafik erstellt, die Ärzten noch einmal genaue Hinweise gibt, wie die Schweinegrippe diagnostiziert und gemeldet werden muss. Diese Übersicht finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Bremen legt als erstes Pläne zur Impf-Durchführung vor

17.09.2009 - Die Schweinegrippe Impfung ist in der Durchführung Ländersache. Als erstes legt nun das Bundesland Bremen erste konkrete Pläne vor, wie die Impfung in Bremen ablaufen wird. Demnäch werden ab Oktober zunächst 15 Betriebsärzte und die Gesundheitsämter die erste Personengruppe impfen. Dazu gehören Mitarbeitern im Gesundheitswesen und öffentlichem Dienst, Beschäftigte in Arztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten sowie Krankenhauspersonal. Dazu Feuerwehr und Polizei. Im Anschluß werden 30 beauftragte Arztpraxen die zweite Personengruppe, die chronisch Kranken, impfen und dafür Pro Patient 4,08 von den Krankenkassen erhalten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Berlin: erste Entschädigungsforderungen ausgezahlt

17.09.2009 - Wer als Angehöriger eines Schweinegrippe-Patienten unter Quarantäne gestellt wird, hat Verdienstausfälle, die weder Krankenkasse noch Arbeitgeber bezahlen. Um nicht "ohne" dazustehen, gibt es das Infektionsschutzgesetz mit dem Passus in § 56 ff, das der Staat für die Quarantänezeit eine Entschädigung zahlt. Davon haben bereits 12 Berliner erfolgreich gebrauch gemacht und 3.000 Euro wurden von der Finanzverwaltung ausgezahlt. Berlin sieht nun eine Entschädigungswelle auf sich zurollen. Die Sprecherin der Gesundheitsverwaltung, Marie-Luise Dittmar, sagte zur erwarteten zweiten Grippewelle im Herbst: «Dann kann es auch sein, dass die Ansprüche an das Land steigen». Wir halten einen Link ins Infektionsschutzgesetz für Sie in unserer Linksammlung bereit, wo Sie auch kostenlose Downloads und Infomaterialien finden. Berlin zählt momentan 545 Schweinegrippe Fälle seit Mai 2009. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

Bolivien: Sparkassen verbieten Gesichtsmasken

17.09.2009 - In Santa Cruz/Bolivien haben Ganoven die Schweinegrippe ausgenutzt, um mit Schutzmasken unerkannt Banken zu überfallen. Nach einer ganzen Serie solcher Zwischenfälle bei der "Kooperative für die Familie" Bank hat diese nun Schutzmasken verboten. Nur noch die Angestellten dürfen welche benutzen. Die Stadt hat die höchste Zahl von Schweinegrippe-Erkrankungen in Bolivien. Die Behörden hatten daher das Tragen der Masken als Schutzmaßnahme empfohlen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

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