Schweinegrippe h1n1

Der Erreger H1N1

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu dem Schweinegrippe-Erreger H1N1, seine Historie und seinen neuartigen Subtyp A/H1N1, der nun aus Mexiko kommend die Welt bedroht.

 


Historisches zum A/H1N1-Virus

H1N1
Quelle: Pixelio/Gerd Altmann

Der Grippevirus A/H1N1 ist nicht neu. Bereits 2x ist er historisch dokumentiert worden und hatte jedesmal für eine weltweite Erkrankung (Pandemie) mit vielen Millionen Toten gesorgt:

1918 - 1920 wurde die Grippewelle "Spanische Grippe" genannt. Bei ihrer ersten Runde um die Welt war sie noch verhältnismäßig harmlos. Erst bei der zweiten Runde schlug sie extrem Totbringend zu. Sie forderte insgesamt  geschätzte 50 Millionen Todesopfer weltweit. Zum Vergleich: Deutschland hat aktuell (2008) 82 Millionen Einwohner. Beachten Sie hierzu unsere Buchempfehlung: "Tollkirschen und Quarantäne: Die Geschichte der Spanischen Grippe". Sie finden das Buch unter Service - Bücher.

1977 - 1978 tauchte der Erreger wieder auf unter dem Namen "Russische Grippe". Weltweit starben dabei geschätzte 700.000 Menschen. Von einer Pandemie wurde damals nicht gesprochen, da vor allem junge Menschen unter 23. Jahren starben, nicht Menschen aller Altersklassen. Begründet wird das damit, dass ältere Menschen damals einen gewissen Immunschutz durch die erste Grippewelle von 1918 - 1920 besaßen.

2009 nun taucht der Erreger erneut auf und wird in den Medien überall als "Schweinegrippe" betitelt. Die Zahl der Todesopfer kann noch nicht abgeschätzt werden. Die Kraft, eine weltweite Pandemie auszulösen, wird dem Erreger aber zugesprochen. Am 11. Juni 2009 rief daher die WHO die Pandemie aus. Erstmals in der Geschichte wird es gegen H1N1 Erreger einen Impfstoff geben. Dieser wird fieberhaft seit Juni entwickelt.


Das Schwein als Namensgeber

1930 wurde der Erreger H1N1 erstmals bei Schweinen nachgewiesen. Für diese Tiere ist er aber nicht gefährlich und verläuft nicht tödlich.

Da Mensch und Schwein für Viren ähnlich angreifbar sind, kam es in der Vergangenheit schon oft vor, das Menschen, die direkten Kontakt zu Schweinen hatten, sich infizierten. Allerdings war damit die Übertragungskette beendet.

Der nun aufgetauchte Subtyp A des H1N1-Erregers hat sich weiter entwickelt. Er ist eine Mischung aus Schweine, Vogel und Menschenvirus und kann sich daher auch von Mensch zu Mensch weiter verbreiten. Mehr über die Ansteckungswege lesen Sie hier.

 

Wirkung des A/H1N1

Der A/H1N1 Virus gehört zur Familie der Influenza-Viren (Grippe-Viren). Insgesamt gibt es dabei 16 H-Typen und 9 N-Typen. Dabei stellt "H" die Hämagglutinie dar und "N" die Neuraminidase.

Die Zusammensetzung H1N1 des Subtypen A, auch Schweinegrippe genannt, wirkt also wie eine Grippe, da sie dieser Familie angehört.

Zur Information: Jährlich sterben in Deutschland an der üblichen Influenza ca. 5.000 - 15.000 Grippe Patienten. 4,5 Millionen Krankschreibungen bringt eine Grippewelle mit sich - so das Robert-Koch-Institut. Durch Impfstoffe können diese Zahlen relativ gering gehalten werden. Für die aktuelle Schweinegrippe fehlt ein Impfstoff. Damit ist mit deutlich mehr Toten zu rechnen.

 

Vermehrung des H1N1

Mensch oder Tier dienen dem Virus als Wirt. Ansonsten sind sie ihm "egal". Sein einziges Anliegen ist, sich selbst zu vermehren und zu überleben. Dass er dabei seinen "Wirt" so sehr schwächt, das dessen Immunsystem zusammen bricht und er dabei sterben kann, ist nicht vordergründig beabsichtigt.

Der Virus befällt vorzugsweise die Atemwege und nistet sich dort in einer Wirtszelle ein. Dort bilden sich dann bis zu 100.000 neue Influenzaviren, bevor die Wirtszelle abstirbt. Dabei werden die Viren freigesetzt und befallen neue Zellen. Entweder nisten sie sich in benachbarten Zellen ein oder suchen sich einen neuen Wirt (Mensch oder Tier). Da jedesmal Hunderttausende neue Viren produziert werden, erklärt sich die rasend schnelle Ausbreitung.

 

So überlebt H1N1 ohne Wirt

Ohne Wirt wird es schwierig für den Virus zu überleben:
Bei einer Temperatur von 20 °C kann der Virus immer noch 2 bis 8 Stunden "angetrocknet" überleben.
Bei 22 °C übersteht er nur noch in Exkrementen (Kot) und in Gewebe verstorbener Tiere.
Wasser mit einer Temperatur von 0 °C bis 30 °C hält ihn ca. 4 Tage am Leben.
In Eis (unter 0 °C) ist er praktisch unendlich lange überlebensgefährlich.
Jenseits von 22 °C wird es für den Virus schwierig: So kann es bei über 56 °C nur noch 3 Stunden überleben.
Bei 60 °C stirbt er nach 30 Minuten.
Ab 70°C stirbt der Virus ab.

 



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