Schweinegrippe h1n1

Impfung gegen die Schweinegrippe

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Hintergrundinformationen zur Schweinegrippe Impfung leicht verständlich erklärt. Es wird die erste Massenimpfung der Deutschen Bevölkerung seit 41 Jahren. Wir erklären Ihnen, wie sich die Impfung finanziert, wieso eine Impfung Sinn macht, wie gut sie wirkt und vieles mehr. Alle Infos zum Ablauf der Impfung finden Sie hier:


Schweinegrippe-Impfung verläuft wie im Vorjahr!

Wie schon in der Wintersaison 2010/2011, wird auch in der Grippesaison 2011/2012 keine separate Schweinegrippe-Impfung mehr vorgenommen. So, wie im Vorjahr, wurde auch dieses Jahr der Wirkstoff gegen Schweinegrippe in die aktuelle Grippeimpfung integriert. So wirkt die Grippeimpfung gegen insgesamt drei aktuell auftretende Virenstämme. Man sichert sich so mit der aktuellen Grippe-Impfung vor den Influenza-Typen A/H1N1, A/H3N2 und B. Der Typ A/H1N1 bezeichnet den in Südamerika aktuellen Virenstamm der Schweinegrippe. Dabei ist auch die häufig gestellte Frage, ob der Impfstoff ebenfalls wie die separate Schweinegrippe-Impfung, „Pandemrix“ enthalte, zu negieren. Dabei sollte man aber bedenken, dass der wirksame Schutz der Impfung, erst etwa zwei Wochen danach einsetzt.  

Keine separate Schweinegrippe Impfung mehr

Für die Wintersaison 2010/2011 ist keine extra Impfung gegen Schweinegrippe nötig, da die normale Grippeschutzimpfung bereits Antikörper gegen das H1N1-Virus enthält. Das diesjährige Serum schützt gegen 3 unterschiedliche Virentypen und soll gut verträglich sein. Jeder sollte sich rechtzeitig impfen lassen da der Körper etwa 14 Tage benötigt, um gegen den Virus einen wirksamen Schutz aufzubauen.

Wer wird gegen Schweinegrippe geimpft?

Die WHO hat eine Impfempfehlung herausgegeben. An dieser orientiert sich Deutschland. So ergibt sich eine Impfreihenfolge, die sie unter wer impft wo finden können. Die Bestellung von 50 Millionen Impfdosen reicht für 30 % der deutschen Bevölkerung. Für jeden Bürger sind 2 Spritzen nötig, da sich erst nach der zweiten Impfung der volle Impfschutz entwickelt. Prinzipiell versichert aber die Regierung, dass sich jeder impfen lassen kann, der es will. Sollten Impfstoffe übrig bleiben, dann gehen diese an Entwicklungsländer. Sollten die Impfstoffe nicht reichen, dann hat sich die Bundesregierung die Option offen gelassen, Impfstoffe nachzubestellen.

Wann wird gegen Schweinegrippe geimpft?

Deutschland hat am 24. Juli 2009 die Impfdosen beim Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) bestellt. Zunächst musste ein Impfstoff entwickelt werden (Juni/Juli), an Testpersonen auf die Wirksamkeit geprüft und die richtige Dosierung gefunden werden (Juli/August), dann die Zulassung erwirkt werden (ca. August) und dann die Produktion anlaufen (ca. September). Die Auslieferung an die Bundesländer hat nun am 19. Oktober begonnen. Ab 26. Oktober wird mit der Schweinegrippe Impfung in Deutschland begonnen.

Wo wird gegen die Schweinegrippe geimpft?

Die Durchführung der Impfung ist Ländersache. Das heißt, jedes Bundesland findet seine eigene Umsetzung. Verantwortlich sind die Gesundheitsämter und führen die Impfung auch teilweise durch. Ob niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern oder Ärzte im Ruhestand mithelfen, ist noch nicht abschließend geklärt. Auch nicht, ob teilweise Schulen und Turnhallen dafür genutzt werden. Es wird in jedem Fall eine logistische Herausforderung 24,6 Millionen Bundesbürger (30 %) zu impfen.

Wie erfährt man von der Impfung?

Darüber herrscht gegenwärtig noch keine Einigkeit. Es sind offizielle Impfaufrufe denkbar. Diese können Sie der lokalen Presse entnehmen. Überlegt wird auch, ob die Krankenkassen Impfaufforderungen per Post an ihre Patienten rausschicken. Hier ist jedoch noch nicht ganz klar, ob das aus Gründen des Datenschutzes möglich ist (wer hat welche chronische Krankheit?). Außerdem erfassen die Krankenkassen nicht alle Krankheitsbilder, bei denen eine Impfung gegen den H1N1 Virus nötig wäre (Bsp: AIDS, Fettleibigkeit oder Lebererkrankungen). Hier wird es aber eine Lösung geben. Sie werden nicht verpassen, wenn Sie geimpft werden können. Wir halten ebenfalls auf dem Laufenden.

Wer bezahlt die Impfung?

Die Impfung ist auf 28 Euro festgelegt worden. In diesen Kosten ist der Impfstoff enthalten sowie die Dienstleistung der Verabreichung von 2 Impfungen. Die Krankenkassen (privat wie gesetzlich) tragen die Kosten für 50 % ihrer ca. 77 Millionen Versicherten. Also knapp 35 Millionen Deutsche. Für jeden weiteren, der sich dann impfen lassen möchte, werden Steuermittel von Bund und Ländern genommen. Im Moment wird von 600 Millionen bis 1 Milliarde Euro gesprochen (je nach Impfandrang), die aus dem Gesundheitsfond genommen werden. Im Gesundheitsfond landen ihre Krankenkassenbeiträge und Steuermittel übers Jahr verteilt. So füllt sich der Fond. Das Bundesversicherungsamt verwaltet die Gelder zentral für alle Krankenkassen und gibt sie je nach Bedarf wieder heraus. Dass die Impfung kostenlos ist, kann man so also nicht sagen. 

Was kostet mich die Schweinegrippe Impfung beim Arzt?

Auf Unterseiten finden Sie dazu gesonderte Informationen. Wählen Sie bitte ihren Versicherungstyp aus:

privat Krankenversichert                oder             gesetzlich Krankenversichert

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Ja! Wir haben ihnen den Inhalt der Packungsbeilagen der drei in Deutschland erhältlichen Impfstoffe Celvapan, Focetria und Pandemrix auf einer Sonderseite zusammengefasst. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung mit allen Gegenanzeichen und Nebenwirkungen. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Schweinegrippe unbehandelt in seltenen Fällen zu der Europäischen Schlafkrankheit (Encephalitis lethargica) und zum Tot führen kann. Ob man sich impfen läßt oder nicht, muss jeder selbst abwägen.

 

Wirkt die Schweinegrippe Impfung?

Weiterhin muss man wissen, dass ein Grippeimpfstoff erfahrungsgemäß einen Wirkungsgrad von 50 bis 60 Prozent hat. Das heißt, jeder Zweite, der geimpft wird, ist auch wirklich geschützt. Die Impfung wird nicht ihr absoluter Freibrief für die Schweinegrippe. Tests der Schweinegrippe Impfstoffe zeigten, das 80 % der Probanden nach der ersten Impfung geschützt waren, 90 % nach der zweiten. Beachten Sie auch, dass mit der Impfung der volle Impfstoff erst nach 3 Wochen aufgebaut ist. Bis dahin bleiben Sie noch infizierbar. So lange die H1N1 Pandemie um die Welt geht (mindestens bis Sommer 2010) müssen sie verstärkt auf Hygiene achten.

Wieso wird überhaupt gegen Schweinegrippe geimpft?

Die Menschheit kennt 3 Möglichkeiten, der Schweinegrippe zu begegnen: Durch Impfung sowie Hygiene Infektionen verhindern und mit den Grippemitteln Tamiflu und Relenza bei einer Infektion die Symptome zu mildern. Ohne Impfung bleiben nur Hygiene und Grippemittel. Diese beiden Möglichkeiten bestehen schon seit Ausbruch der Schweinegrippe. Dennoch gab es in den ersten 14 Wochen mit Schweinegrippe über 150.000 Infizierte und kapp 1.000 Todesfälle weltweit. Eine weitere Maßnahme gegen die Schweinegrippe nutzbar zu machen kann nur im Interesse der Menschheit sein. Auch, wenn die Impfung zu recht kritisch betrachtet werden darf.

Weitere Informationen

Wir hoffen, das damit die wichtigsten Fragen zur Schweinegrippe Impfung beantwortet sind. Sobald sich Neuerungen ergeben, werden diese automatisch eingearbeitet. Unsere Seite zur Schweinegrippe Impfung bleibt also aktuell. Schauen Sie deswegen wieder rein. Wenn Sie weitere Informationen besitzen, die auf dieser Seite fehlen, benutzen Sie bitte unser Kontaktformular, um sie uns mitzuteilen. Bis dahin geben folgende Anzeigen sicher nützliche Hinweise:



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