Nebenwirkungen und Gegenanzeigen der pandemischen H1N1 Impfung
Auf dieser Seite finden Sie alle Nebenwirkungen und wichtigen Hinweise aus den Packungsbeilagen der Schweinegrippe Impfstoffe Celvapan, Focetria und Pandemrix, die in Deutschland erhältlich sind. Wir haben uns um eine leicht verständliche Gegenüberstellung bemüht. So wissen Sie um die Risiken und können gut vorbereitet an der Massenimpfung teilnehmen - oder auch nicht. Allgemeines zur Schweinegrippe Impfung finden Sie hier. Alles Informationen zum Ablauf der Massenimpfaktion finden Sie hier. Erfahrungsberichte zur Schweinegrippe Impfung sammeln wir hier.
Achtung: Melden Sie bitte Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung an ihren Arzt, ihren Apotheker oder das Gesundheitsamt. Diese Stellen übermitteln die Daten an das Paul-Ehrlich-Institut. Das PEI entscheidet daraufhin, ob die Nutzen-Risiko-Bewertung noch stimmt und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen. Sie können ihre Erfahrungen auch direkt hier online an das Paul-Ehrlich-Institut melden (rechts auf der Seite: "Online-Meldung für Verdachtsfälle..."). Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit!
Wann sollten die Impfstoffe nicht angewendet werden?
Alle drei Stoffe empfehlen auf eine Injektion zu verzichten, wenn allergische Reaktionen auf folgende Stoffe bekannt sind:
| Celvapan | Focetria | Pandemrix |
| Formaldehyd, Benzonase, Sucrose | Ei- und Hühnerprotein, Ovalbumin,
Formaldehyd, Kanamycin und Neomycinsulfat (Antibiotika) oder Cetyltrimethyl- ammoniumbromid |
Eier- und Hühnerprotein, Ovalbumin, Formaldehyd, Gentamicinsulfat (Antibiotikum) oder Natriumdeoxycholat |
Eine allergische Reaktion Kennzeichnet sich durch juckende Hautausschläge, Atemnot und Schwellung von Gesicht oder Zunge. Alle drei Impfstoff-Hersteller empfehlen die Impfung dennoch, auch wenn allergische Reaktionen bekannt sind, insofern ein Arzt dabei ist und im Notfall reagieren kann.
Wann sollte die Impfung mit größter Vorsicht durchgeführt werden?
Hier sind die Warnhinweise bei allen Impfstoffen gleich:
- wenn Sie zum Impfzeitpunkt erhöhte Temperatur von über 38 ° Grad haben. In diesem Fall soll die Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
- eine leichte Infektion (Erkältung) stellt kein Problem dar. Bitte jedoch darüber den Arzt informieren.
- wenn in den nächsten Wochen nach der Impfung eine Blutuntersuchung durchzuführen ist, ist der Arzt über die vorangegangene Impfung zu informieren.
Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Hierzu können alle drei Hersteller keine Angaben machen. Die Testphase war wohl zu kurz. Empfohlen wird von allen, das die Einnahme anderer Medikamente (aktuell oder bis vor kurzem) dem Arzt gesagt werden soll. Dieser soll dann entscheiden, ob geimpft werden kann. Ebenfalls keine Daten können die Hersteller machen zu Wechselwirkungen ihres Impfstoffes mit anderen Impfstoffen (Beispielsweise gegen die saisonale Grippe). Alle drei empfehlen jedoch, für unterschiedliche Impfstoffe die Injektion in unterschiedliche Gliedmaßen zu setzen.
Hinweise für Schwangere und in der Stillzeit
Alle drei Hersteller raten hier, dem Arzt mitzuteilen, ob:
- ob eine Schwangerschaft vorliegt
- ob eine Schwangerschaft geplant ist
- ob sie es nicht ausschließen können, schwanger zu sein
Der Arzt soll dann entscheiden, ob geimpft wird oder nicht.
In der Stillzeit dürfen laut Hersteller alle drei Impfstoffe angewendet werden.
Problematische Inhaltsstoffe
Aufgrund der Abpackung enthalten 2 der Impfstoffe das Konservierungsmittel Thiomersal (darin enthalten ist Quecksilber). Bekannte Allergien sollen dem Arzt gemeldet werden:
| Celvapan | Focetria | Pandemrix |
| kein Thiomersal | enthält Thiomersal | enthält Thiomersal |
| keine weiteren Angaben | enthält Natrium (23 mg) und Kalium (39 mg) | enthält Natrium (23 mg) und Kalium (39 mg) |
Dosierung der Impfstoffe
Hier machen die Hersteller geringfügige Unterschiede:
| Celvapan | Focetria | Pandemrix |
| Erwachsene: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
Erwachsene: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
Erwachsene: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
| 6 Monate bis 17 Jahre: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
Kinder & Jugendliche: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
10 bis 17-jährige: 0,5 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,5 ml nach 3 Wochen |
| 3 bis 9-jährige: 0,25 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,25 ml nach 3 Wochen |
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| 6 Monate bis 3 Jahre: 0,25 ml in den Oberarm, Zweitimpfung mit 0,25 ml nach 3 Wochen |
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| unter 6 Monate : Impfstoff nicht empfohlen |
unter 6 Monate : Impfstoff nicht empfohlen |
unter 6 Monate : Impfstoff nicht empfohlen |
Nebenwirkungen der Pandemischen Impfstoffe
Folgende Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftauchen. In jedem Fall ist der Arzt bei Nebenwirkungen zu konsultieren. Die EU-Kommission fordert eine detailgenaue Dokumentation aller Nebenwirkungen um die Massenimpfung so sicher wie Möglich zu gestalten. Notfalls verschwinden Impfstoffe vom Markt:
| Celvapan | Focetria | Pandemrix |
| sehr häufig (1 von 10): Schmerzen an der Injektionstselle |
sehr häufig (1 von 10): |
sehr häufig (1 von 10): Kopfschmerzen Müdigkeit Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Verhärtung an der Injektionsstelle Fieber Muskel- und Gelenkschmerzen |
Häufig (1-10 von 100): |
Häufig (1-10 von 100): Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle, Bluterguss oder Verhärtung der Haut an der Injektionsstelle, Fieber, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit, Kopfschmerzen, verstärktes Schwitzen, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen. |
Häufig (1-10 von 100): Wärme, Juckreiz oder Blutergüsse an der Injektionsstelle Verstärktes Schwitzen, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome Lymphknotenschwellung an Nacken, Achsel oder Leiste |
Gelegentlich (1-10 von 1.000): |
Gelegentlich (1-10 von 1.000): Generalisierte Hautausschläge wie Urtikaria (Nesselsucht). |
Gelegentlich (1-10 von 1.000): Kribbeln und Taubheit an Händen und Füßen Schläfrigkeit Schwindel Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit Juckreiz, Hautausschlag Generelles Unwohlsein Schlaflosigkeit, Urtikaria (Nesselsucht) |
Selten (1-10 von 10.000): |
Selten (1-10 von 10.000): Allergische Reaktionen, die zu einer gefährlichen Blutdrucksenkung und, sofern unbehandelt, zu Schock führen. Dies ist Ärzten bekannt und sie haben für solche Fälle eine Notfallbehandlung zur Hand. Außerdem Krampfanfälle, starke stechende oder klopfende Schmerzen entlang eines oder mehrerer Nerven sowie eine erniedrigte Blutplättchenzahl, die zu Blutungen oder Blutergüssen führen kann. |
Selten (1-10 von 10.000): Allergische Reaktionen, die zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen, der unbehandelt zu einem Schock führen kann. Ärzte wissen, dass dies möglich ist, und haben für solche Fälle die Mittel für eine Notfallbehandlung bereitstehen. Krampfanfälle Heftig stechende und pochende Schmerzen entlang eines oder mehrerer Nerven Niedrige Blutplättchenzahl, die zu Blutungen oder Blutergüssen führen kann |
| sehr selten (< 1 von 10.000) Vaskulitis (Entzündung von Blutgefäßen die Hautrötungen, Gelenkschmerzen oder Nierenprobleme verursachen kann) Neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis (Entzündung von Gehirn und Rückenmark) , Neuritis (Nervenentzündungen) und eine Art von Lähmung, bekannt als Guillain-Barré-Syndrom. |
sehr selten (< 1 von 10.000): Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße, die zu Hautausschlägen, Gelenksschmerzen und Nierenproblemen führen kann, neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis (Entzündung des Zentralnervensystems), Neuritis (Nervenentzündung) und eine Art Lähmung, die als Guillain-Barré-Syndrom bezeichnet wird. |
sehr selten (< 1 von 10.000): Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße, was zu Hautausschlägen, Gelenkschmerzen und Nierenbeschwerden führen kann) Neurologische Erkrankungen wie Enzephalomyelitis (Entzündung des Zentralnervensystems), Neuritis (Entzündung von Nerven) und eine Art von Lähmung bekannt als Guillain-Barré- Syndrom. |
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Alle drei Impfstoffe können aufgrund ihrer Nebenwirkungen Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit haben, sowie beim bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies ist jeweils im individuellen Fall zu beurteilen.
Pharmaunternehmen und Herstellungsort
Folgende Unternehmen sind die Hersteller der Impfstoffe gegen H1N1:
| Celvapan | Focetria | Pandemrix |
| Pharma-Unternehmen: Baxter AG Industriestraße 67 A-1221 Wien Österreich |
Pharma-Unternehmen: Novartis Vaccines and Diagnostics S.r.l. Via Fiorentina, 1 – Siena Italien. |
Pharma-Unternehmen: GlaxoSmithKline Biologicals s.a. Rue de l’Institut 89 B-1330 Rixensart Belgien |
Hersteller: |
Hersteller: Novartis Vaccines and Diagnostics S.r.l. Loc. Bellaria 53018 Rosia Sovicille (SI) Italien. |
Hersteller:GlaxoSmithKline NL der SmithKline Beecham Pharma GmbH & Co. KG Zirkusstraße 40 D-01069 Dresden Deutschland |
Wer haftet bei Impfschäden?
Hier muss die Rechtslage genau ermittelt werden. Es haftet:
Der Hersteller - wenn es nachweislich ein Fehler bei der Herstellung und Konfektionierung (Dosierung der Bestandteile) des Impfstoffes gab.
Der Staat - wenn jemand durch eine öffentlich empfohlene Impfung eine Gesundheitsschädigung erleidet, die über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgeht. Hier gibt es eine Entschädigung aus öffentlichen Mitteln.
Der Arzt - wenn es zu Fehlern in der Durchführung der Impfung kam. Hier haftet entweder die Berufshaftpflicht des Arztes, bei Ärzten im öffentlichen Dienst der Staat und bei Krankenhausärzten des Krankenhausträger.
Weitere Informationen
Alle gemachten Angaben entstammen den Packungsbeilagen der Impfstoffe. Diese werden geändert, wenn sich bei der Massenimpfung der Bevölkerung Änderungen ergeben. Hier finden Sie weitere nützliche Anzeigen und Hinweise:
Die Informationen auf dieser Seite stammen von Presseagenturen und Informationsseiten aus dem Internet. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie Beschwerden haben, konsultieren Sie in jedem Fall ihrem Arzt.
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