NEWS vom 03.11.2009

Düsseldorf: 1.000 Impfungen an einem Tag + Nebenwirkungen

03.11.2009 - Die anfängliche Impfmüdigkeit der Deutschen scheint zu verfliegen. gestern wurde die Impfstelle des Gesundheitsamtes in Düsseldorf (Erkrather Straße) förmlich gestürmt. 1.000 Menschen kamen und holten sich den "Picks". Dabei erlitt vor 2 Tagen ein 30-jähriger einen lebensgefährlichen Immun-Schock. Der junge Mann klagte nach der Impfung über Übelkeit, Zitteranfälle und eine unregelmäßige Atmung. Der Blutdruck sank rapide und der Puls stieg auf 120, so der Impf-Arzt Christian Wittig. Der Kreislauf des Patienten ließ sich erst wieder nach fünf Medikamenten, Infusionen und Sauerstoff stabilisieren. "Bei so einer Überreaktion hat man höchsten 90 Sekunden Zeit, um zu reagieren". Sofort wurde ein Rettungswagen gerufen, jedoch am selben Tag konnte der Mann das Krankenhaus wieder verlassen. Die meisten anderen Impflinge verkrafteten die Impfung erst einmal gut. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP-online)

Schweinegrippe Impfung für alle Nationalitäten verständlich machen

03.11.2009 - Dies ist das erklärte Ziel der Integrationsbeauftragten. Es nutzt nichts, wenn deutschsprachige Bürger geimpft sind und 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund und nicht so guten Deutschkenntnissen die Vorgehen nicht verstehen und sich daher infizieren. Bekanntlich liegt bei türkischen Mitbürgern sogar eine höhere Impfbereitschaft vor, wie bei den Deutschen. Nur bei einer hohen Durchimpfungsrate der Bevölkerung kommt der Virus zum erliegen - darauf hatte heute morgen der Vizepräsident der Bundesärztekammer hingewiesen. Deutsche profitieren also schlußendlich auch von der Impfung der Migranten in unserem Land. Der Virus kennt keine Nationalitäten und Rassenunterschiede. Deswegen gibt es die Faltblätter der Regierung jetzt auch in 12 weiteren Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch. Sie finden diese in unserer Materialsammlung. Bitte empfehlen Sie diese Seite ausländischen Mitbürgern weiter, so das alle Zugang zu Informationen haben. 

Rumänien: Rücktritt wegen Panikmache zu Schweinegrippe

03.11.2009 - Er hat sich vermutlich nichts Böses gedacht, als der Staatssekretär des Bukarester Gesundheitsministerium die Bevölkerung vor der Schweinegrippe warnte und von möglicherweise 20.000 Toten sprach. Nun durfte er dafür abtreten. Vorwurf: Panikmache. In Rumänien sind bisher 581 Infizierte bestätigt. In Deutschland passierte Professor Dr. med. Adolf Windorfer, als er am 21.10. von 25 000–35 000 Toten in Deutschland sprach - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)



Schweiz: 70 Rekruten an Schweinegrippe erkrankt

03.11.2009 - Es begann am Wochende und nun liegt schon jeder vierte der 324 Wehrdienstleistenden der kleinen Kasserne in Chur/Schweiz flach. 11 Rekruten mit Grippesymptomen mussten sogar auf die Krankenstation verlegt werden. Im Moment überlegt man in der Justiz- und Gesundheitsdirektion eine Ausgangssperre über das Kasernenareal zu verhängen, da es sich direkt in der Stadt befindet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: tagblatt.ch)



Südkorea: Höchste Warnstufe ausgerufen wegen Schweinegrippe

03.11.2009 - Wegen der unaufhaltsamen Ausbreitung der Schweinegrippe wurde in Südkorea die höchste Warnstufe ausgerufen. Dies bedeutet, das Behörden nun schneller eingreifen können um Aktionen durchzusetzen. Beschränkungen für Reisende können so schnelelr angeordnet werden. Ebenso wird das Verbot von Veranstaltungen erwartet. In der vergangenen Woche wurde laut des Gesundheitsministeriums in Seoul pro Tag 8.857 neue H1N1 Fälle registriert. 42 Menschen starben bereits. Aus Nordkorea fehlen alle Angaben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)



Russland: 14 Todesfälle und keine Hilfe für Ukraine

03.11.2009 - In Russland hat sich die Zahl der Schweinegrippe Toten an einem Tag um 4 auf insgesamt 14 erhöht. Die Regierung sieht kein Grund für Panik und relativiert, das jeden Monat in Russland 4.000 Menschen an Herzerkrankungen, 24.000 an Krebs und 2.600 an Infektionskrankheiten sterben würden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln Mundschutz zu tragen. An der Grenze zum kleinen Bruder Ukraine hat man die ärztlichen Untersuchungen verschärft. Wer Symptme hat, bekommt ärztliche Behandlung oder direkt in Quarantäne. Ob man Hilfsgüter in die Ukraine schickt ist noch nicht entschieden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: aktuell.ru)

Weltweit 441,661 Menschen infiziert

Schweinegrippe Zahlen

03.11.2009 - Mit dem letzten Update der WHO (25.10.) wird das Ausmaß der Schweinegrippe nach 6 Monate (Beginn April) klar. Weltweit haben sich 441.661 Menschen in ärztliche Behandlung gegeben. Befund: Schweinegrippe. Die Spitze eines Eisberges. Denn nicht jeder Infizierte war bei einem Arzt. Nicht jeder Infizierte auf der Welt hat überhaupt einen Arzt. Und nicht jeder Arzt meldete es dann weiter. In Europa wird schon lange nicht mehr gezählt. Hier sollen sich die Zahlen irgendwo über 64.000 bewegen. Da Deutschland allein 30.000 Infizierte beisteuert und es seit Anbeginn in Großbritannien, Spanien und Frankreich schlimmer aussah, stimmt die Statistik sicher nicht. So ahnen wir also nur, was H1N1 bisher wirklich angerichtet hat und takten die Welt wie folgt ein:
Platz 1: Nord-, Mittel- und Südamerika mit 174.565 Infizierte und 4.175 Toten.
Platz 2: Australien, Neuseeland, Phillipinen und Westpazifische Länder mit 129.509 Infizierte und 465 Tote.
Platz 3: Europa mit über 64.000 Infizierten und 281 Toten.
Platz 4: Süd-Ost-Asien mit 42,901 Infizierte und 605 Tote.
Platz 5: Mittelmeer und Eurasien mit 17.150 Infizierten und 111 Tote.
Platz 6: Afrika mit 13.536 Fällen bei 75 Toten.
Eine Übersicht der Infizierten in den Ländern finden Sie hier. Todeszahlen veröffentlichen wir hier.

Schweinegrippe: Wieder Frau in Lebensgefahr

03.11.2009 - Im Frankfurter Universitätsklinik liegt eine 39-jährige Frau an der Herz-Lungen-Maschine. Nähere Details fehlen zur Stunde. (Text: © Kiwi Vision, Daten: N24)

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erleben H1N1 Epidemie

03.11.2009 - Das RKI registriert alle Fälle von Schweinegrippe in Deutschland und werten sie statistisch aus. Inzwischen leuchten in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern kleine rote Warnlampen. Der Grund: Die Virulenz der Schweinegrippe hat extrem zugelegt. Das RKI spricht von einer Epidemie. Statistisch bedeutet das, das bei 100.000 Menschen in Bayern 12,85 infiziert sind, in Meck-Pomm 10. Woher der plötzliche Anstieg in Mecklenburg kam, ist weiter unklar. Aussagen gibt es aber zu den Fällen. So sind vor allem die unter 18-jährigen schwer betroffen. 20 mussten bereits ins Krankenhaus. Am schlimmsten traf es die Kreise Luswigslust und Ostvorpommern sowie Strahlsund. Im Bundnesdurschnitt liegt die virulenz noch bei knapp 4 Infizierte auf 100.000 Einwohner. (Text: © Kiwi Vision, Daten: MVregio)

Erneut Schulen dicht wegen Schweinegrippe

03.11.2009  - Kein Tag vergeht im Moment ohne Schulschließungen - dem wirksamsten Mittel um eine Epedimie unter Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Die sind genau die Personengruppe, unter der sich Viren am schlimmsten verbreiten. Aktuell sind geschlossen: Die katholische Grundschule an der Böhmerstraße in Buchholz (NRW) bis 9. November - 24 Schüler krank. Das Gymnasium in Laucha (Sachsen-Anhalt) bleibt bis Freitag geschlossen, nachdem hier 43 Schüler erkrankten. Dann die Evangelische Grundschule in Bernburg wegen 8 bestätigten Fällen. Hier bleiben die Kinder bitte bis nächsten Dienstag zu Hause. In Niedersachen ist die Rotenburger Lindenschule betroffen und bleibt bis Montag zu. Hier erwischte es 30 Schüler. Das Landesgymnasium „Latina August Hermann Francke“ in Halle (Sachsen-Anhalt) wird bis Montag geschlossen. Hier sind 13 Schüler und eine Lehrerin infiziert. Wir setzen die Liste über den Tag fort. (Text: Kiwi Vision, Daten: diverse)

Berliner Charité: über 500 Mitarbeiter geimpft

03.11.2009 - Nach der ersten Woche sind an der Berliner Charité 568 gegen Schweinegrippe geimpft worden. "Die Resonanz ist außerordentlich hoch", so der Ärztliche Direktor Professor Ulrich Frei. Dabei wurde niemand zur Impfung gezwungen, sondern das hohe Interesse kam von allein. Frei freuts: "Es ist unsere Aufgabe, im Falle einer größeren Infektionswelle eine funktionierende Krankenversorgung zu gewährleisten. Dafür müssen möglichst viele Beschäftigte auf den Stationen vor einer Ansteckung geschützt sein." Bisher hätte die überwiegende Mehrheit die Inmpfung gut vertragen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)

Schweinegrippe Impfung sozialmedizinisch wichtig

03.11.2009 - Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, rät zur Schweinegrippe Impfung. Dies hat für ihn vor alem auch sozialmedizinische Gründe. "Unsere Chance, eine Viruserkrankung auszurotten, liegt darin, das Virus gar nicht zur Ausbreitung kommen zu lassen" sagte der Experte. Eine hohe Durchimpfzungsrate in der Bevölkerung schützt dann auch Kranke und Schwache, für die die Impfung ein gesundheitliches Risiko darstellen könnte. Er selbst habe sich am Montag impfen lassen und empfielt dies besonders Menschen, die viel Personenkontakt haben. Von einer Impfpflicht hält er allerdings nichts: "Ich bin kein Freund davon, das führt zu ideologischen Debatten." (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

WHO: Ukraine nicht besonders schlimm getroffen

03.11.2009 - Die gestern Abend in Kiew/Ukraine eingetroffene Delegation der WHO hat sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Sie kam zu dem Entschluß, das keine besonders schlimme Situiation vorherrsche, berät aber die Regierung. Die Ukraine forderte dessen ungeachtet die Staatengemeinschaft abermals zu Hilfe auf. 70 Menschen sollen bereits verstorben sein. Auch der polnische Präsident Donald Tusk rief die EU an, der Ukraine zu helfen. Polen selbst behält sich vor, die Grenzen zur Ukraine zu schließen, sollte eine Gefahr fürs eigene Land bestehen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Deutsche Welle)

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