NEWS vom 08.03.2010
Berlin sitzt auf 470.000 übrigen H1N1 Impfdosen
08.03.2010 - Die Senatsverwaltung für Gesundheit veröffentlichte aktuelle Zahlen für Berlin. Demnach liegen 470.000 Impfdosen ungenutzt bereit. Nur etwa 150.000 Berliner ließen sich bisher impfen. Bei 3,4 Millionen Einwohnern entspricht das noch nicht mal 5 Prozent. Bis Ende Februar infizierten sich 8.506 Berliner mit der Schweinegrippe. 11 Menschen starben. In Brandenburg ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier infizierten sich bis Ende Februar 5.413 Menschen. "Wir hätten uns aber mehr Impfungen gewünscht", sagte die Sprecherin der Senatsverwaltung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: rbb-online)
Impfstoff Käufer in Pakistan und Irak
08.03.2010 - Aus Regierungskreisen in Berlin drang die Information bis zum "Westfalen-Blatt", das die Bundesregierung übrige Schweinegrippe Impfstoff nach Pakistan verkaufen will. Auch der Irak zeigt Interesse. Weitere 7 Staaten sind ebenfalls im Gespräch. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte diese Informationen noch nicht. Sollte es der zu einem Verkauf kommen, könnten die derzeitigen Kosten im zweistelligen Millionenbereich für gar nicht benötigte Impfstoffe gemindert werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
Die ernste Seite der Schweinegrippe
08.03.2010 - Oft wurde die Schweinegrippe als harmlos dargestellt. Weit weniger Menschen starben an ihr (241 Todesfälle), wie sonst an der saisonalen Grippe (bis zu 30.000). Die Ärztezeitung jedoch lenkt den Blick auf das Alter der Verstorbenen. Diese waren im Schnitt weit jünger, wie bei der saisonalen Grippe, bei der vor allem über 60-jährige sterben. Die meisten Todesopfer gab es in der Altersgruppe der 35 - 59-jährigen und unter Säuglingen. In der Mehrzahl existierten Vorerkrankungen. Diese jedoch waren keinesfalls Lebensgefährlich, wie zum Beispiel ein gut eingestelltes Asthma. Tödlich wurden sie erst in Kombination mit der Schweinegrippe. Genaue Zahlen liegen jedoch erst im Herbst 2010. Bisher bleibt die saisonale Grippe vollständig aus. Experten konnten noch nicht abschließend klären, ob das ein zufälliges ausbleiben ist oder ob H1N1 tatsächlich andere Grippeviren vollständig verdrängt hat. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
NEWS vom 05.03.2010
Sachsen-Anhalt: 485.500 Impfdosen übrig
05.03.2010 - In Sachsen-Anhalt hatte man ursprünglich 1,5 Millionen Impfdosen gegen die Schweinegrippe bestellt und war damit der Empfehlung von WHO und RKI gefolgt. Nachdem bekannt wurde, dass nicht zwei Impfungen für den vollen Impfschutz nötig sind sondern bereits eine reicht, konnte die Liefermenge auf 750.000 begrenzt werden. Der Hersteller Glaxo-Smith-Kline war zu diesem Kompromiss bereit. Dennoch drohen nun Tausende Impfdosen übrig zu bleiben. Bisher ließen sich nur 264.500 Menschen in Sachsen-Anhalt impfen. Das sind etwa 11 % der Bevölkerung. In anderen Bundesländern waren es sogar nur 4 -6% der Bevölkerung. Das Impfinteresse geht derzeit gegen Null. So ließen sich vergangene Woche nur noch 41 Menschen impfen. Bisher infizierten sich in Sachsen-Anhalt 6.700 Menschen und 9 starben. Wie hoch die Kosten für die übrigen Impfdosen sein werden, konnte das Gesundheitsministerium nicht abschließend beziffern. 8,45 Millionen Euro kosten die bestellten 750.000 Impfdosen. 2 Millionen werden die Krankenkassen für die verimpften Dosen übernehmen. Wenn für den Restbestand Käufer im Ausland gefunden werden können, mindern sich nochmals die Kosten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Volksstimme)
Sachsen: 11.030 Fälle registriert
05.03.2010 - Sachsen liegt mit 10.030 registrierten Fällen von Schweinegrippe ganz vorn bei den ostdeutschen Bundesländern. Dies ergab eine Auflistung des RKI. Schlusslicht in Ostdeutschland ist Mecklenburg Vorpommern mit nur 3.784 registrierten Fällen seit Ausbruch der Schweinegrippe. In Westdeutschland führt Bayern mit 45.243 Fällen vor Nordrhein-Westfalen (40.999) und Baden-Württemberg (33.765). Bundesweites Schlusslicht ist Bremen mit 1.453 Fällen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Eschweiler: 51-jähriger stirbt an Schweinegrippe
05.03.2010 - Auch wenn die Schweinegrippe fast aus den Medien und Statistiken verschwunden ist, ist der H1N1 Erreger noch nicht vollständig verschwunden. Ein 51-jähriger Mann aus Eschweiler ist gestern an den Folgen seiner Schweinegrippe Infektion verstorben. Er hatte keine ernsthaften Vorerkrankungen. Das örtliche Gesundheitsamt mahnt erneut zu erhöhten Hygienemaßnahmen und empfiehlt die H1N1 Impfung. Eine zweite Welle kann noch nicht ausgeschlossen werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Aachener Nachrichten)
NEWS vom 04.03.2010
2009 mehr Kranke durch Schweinegrippe
04.03.2010 - 2009 fehlten mehr Menschen am Arbeitsplatz, wie 2008. Schuld war die Schweinegrippe. Die Techniker Krankenkasse gab bekannt, dass von den 3,4 Millionen Versicherten der Krankenstand bei 3,32 % lag. Das waren im Durchschnitt 12,1 Tage. 2008 war es noch 1 Tag weniger. Am längsten krank waren dabei Versicherte aus Mecklenburg-Vorpommern (15,2 Tage). Am wenigsten waren die Versicherten aus Baden-Württemberg krank (10 Tage). Nach Erkältungskrankheiten registrierte die Krankenkasse vor allem eine Zunahme bei den psychischen Erkrankungen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Koppers)
Schweinegrippe kostete Düsseldorf 500.000 Euro
04.03.2010 - Der Düsseldorfer Gesundheitsamtschef Heiko Schneitler zieht Bilanz nach der nun abklingenden Schweinegrippe: "Unterm Strich war die Impfstelle eine einfache und vor allem sichere Sache", sagt der Experte. "Sie brauchen eine leere Lagerhalle, ein paar Ärzte und Mitarbeiter." Kosten von 500.000 Euro waren dafür der Stadt entstanden. Dabei gingen nur etwa 10 % der Düsseldorfer impfen. Viel zu wenig um eine gefährliche Pandemie aufzuhalten. Im gesamten Stadtgebiet hatten sich seit Ausbruch der Schweine Grippe 1.920 Düsseldorfer infiziert. 2 Menschen starben. Auch über andre Maßnahmen ist Schneitler zufrieden: "Unsere Entscheidung, Infizierte zu isolieren, ist richtig gewesen". So konnten Infektionsherde schnell gestoppt werden, während sie sich im Rest des Landes und in Deutschland schneller ausbreiteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Westdeutsche Zeitung)
Deutschland: 225.828 Infizierte, 241 Tote
04.03.2010 - In der 8. KW des neuen Jahres wurden moderat erhöhte Aktivitäten des H1N1 Virus im gesamten Bundesgebiet festgestellt. Die gemeldeten Fälle liegen weiter unter den Daten aus den Grippejahren 2008 und 2009. So verteilten sich die Schweinegrippe Zahlen in der 8. KW 2010 auf die Bundesländer (Stand vom 02.03.2010). Die Zahl sind die gemeldeten Fälle seit 1.1.2010. Wir haben die Bundesländer nach Fallzahlen sortiert.
Brandenburg + Berlin (1.180)
Sachsen (1.136)
Bayern (1.098)
Schleswig-Holstein + Hamburg (1.083)
Rheinland-Pfalz + Saarland (1.026)
Niedersachsen + Bremen (1.018)
Hessen (1.012)
Baden-Württemberg (1.011)
Nordrhein-Westfalen (916)
Sachsen-Anhalt (897)
Thüringen (880)
Mecklenburg-Vorpommern (876)
(Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Schweinegrippe weiter kaum ein Thema
04.03.2010 - In der 8. KW konnten nur gering erhöhten Influenza-Aktivitäten in Deutschland festgestellt werden. Nur 69 Fällen betrafen die 8 KW. Das die Statistik dennoch um 3.468 Fäll anstieg hat mit einer neuen Aufbereitung der Fallzahlen zu tun. Hierbei wurde noch einmal manuell nachgebessert. Die Vielen Fälle betreffen vor allem die Schweinegrippe intensiven Wochen im Jahr 2009. Die Grenzen der Statistik werden somit deutlich. Die Zahl, die zuverlässig stimmt, sind die Todesfälle. Diese belaufen sich inzwischen auf 241. Dabei starben 121 Menschen zwischen 35 bis 59 Jahren, 50 über 60-jährige und 42 zwischen 15 bis 34 Jahren. 28 Todesfälle betrafen Babys und Kinder bis 14. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
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