NEWS vom 04.11.2009

Deutschland: Zwei weitere Todesopfer, nun schon 8!

Schweinegrippe Tote

04.11.2009 - Sie sterben öfter und in größer Anzahl - die Deutschen an der Schweinegrippe. 8 Todesopfer hat die meist harmlos verlaufende Schweinegrippe bisher gefordert. 8 Tote bei über 30.000 Infizierten. Das ist verschwindend gering und dennoch 8x zu viel. Eine 52-jährige Frau aus Stuttgart starb heute. Ein 29-jähriger aus Rheinland-Pfalz starb bereits SOnntag am Uniklinikum Heidelberg, wie jetzt erst bekannt wurde. Beide hatten ebenso Vorerkrankungen, wie die 6 Deutschen, die zuvor starben - wir berichteten über die Fälle. Derweil steigen die Infektionen munter weiter: Bayern meldet innerhalb von 4 Tagen 4.350 registrierte Neuinfektionen, Baden-Württemberg 640, Sachsen-Anhalt 117 und Berlin 100. Das ist die zweite Welle der Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP, Ministerien Seiten)



Schweinegrippe schlimmer wie Grippe in anderen Jahren?

04.11.2009 - Wenn WHO und RKI vor der Schweinegrippe und ihrer zweiten Welle warnen, dann hört man oft Stimmen von Kritikern, die sagen: Alles Panikmache! Die Schweinegrippe sie auch nicht schlimmer, wie die Grippe in anderen Jahren. Die normale Grippe war eben nicht so populär, wie die Schweinegrippe und konnte unbemerkt infizieren und töten. Was stimmt nun? Die Macher von Google hatten eine Idee: Sie stellten fest, das immer dann, wenn eine Grippe sich ausbreitet auch automatisch die Suchanfragen bei Google zu dem Begriff "Grippe" steigen. Die Daten lagen sowieso vor. Also bastelte man eine Karte, genannt Flutrends. Nun kann jeder für gesamt Deutschland, einzelne Bundesländer oder ganz andere Länder abgleichen, wie schlimm die jetzige Grippewelle im Vergleich zu anderen Jahren war. Ruhig mal ausprobieren unter Flutrends. Achso: Schweinegrippe wird nicht gesondert ausgewiesen, aber Grippe ist Grippe, zumindest bei Google. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Google)

Zustand der 39-Jährigen in Frankfurt schlechter

04.11.2009 - Der Zustand, der Montag in die Uniklinik Frankfurt eingelieferten 39-jährigen hat sich weiter verschlechtert. Nach wie vor ist sie an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Nur geimpftes Personal behandelt die Frau, von der keine Vorerkrankungen bisher bekannt wurden. Sie liegt in einer Isolierschleuse. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FAZ)



Hessen: Jeder wird ab sofort gegen H1N1 geimpft

04.11.2009 - "Ich habe veranlasst, dass die Gesundheitsämter alle diejenigen impfen, die nicht von ihren Hausärzten geimpft werden. An die Hausärzte appelliere ich, ihren Beitrag zu einer möglichst umfassenden Impfung der Bevölkerung zu leisten", so Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer. Ab heute kann sich jeder Bürger, ganz gleich ob Risikogruppe oder nicht, in Hessens Gesundheitsämtern gegen Schweinegrippe impfen lassen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)



Republik Burjatien ruft Notstand wegen Schweinegrippe aus

04.11.2009 - Burjatien ist eine Republik in Sibirien. Es grenzt an die Mongolei und den Baikalsee. Die transsibirische Eisenbahn geht durch und auf 350.000 Quadratkilometern (ca. so groß wie Deutschland) leben 960.000 Einwohner (etwas weniger wie im Saarland), verteilt auf 6 Städte und 17 Siedlungen. Es braucht nicht viel, bis die wenigen Menschen auffallend oft mit einem Virus infiziert sind. Präsident Wjatscheslaw Nagowizyn musste den Notstand ausrufen, da binnen 1 Woche 4.000 Grippe bekamen. Massenveranstaltungen wurden abgesagt: Konzerte, Sportveranstaltungen oder Demonstrationen. In allen öffentlichen Einrichtungen herrscht Pflicht zum Tragen von Mundschutz. Die Wehrpflicht wurde für Rekruten ausgesetzt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: aktuell.ru)



WHO betrachtet Schweinegrippe Impfmüdigkeit mit Sorge

04.11.2009 - “Es bereitet schon Sorge wenn Menschen, die Zugang zu Impfstoffen haben, dies nicht nutzen“, sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl in Genf. Begründung: "Der Impfstoff ist eines der besten Mittel, die es zur Bekämpfung der Pandemie gibt. Die Vorteile, sich impfen zu lassen, wiegen die Nachteile bei weitem auf." Vor allem die Berichte über erhöhte Nebenwirkungen hatten die Bevölkerung in der ersten Impfwoche in Deutschland noch abgehalten. Inzwischen beobachtet man, das schwere Nebenwirkungen zwar auftreten, aber nur bei einem ganz geringen Prozentsatz der Impflinge. Zeitgleich infizieren sich immer mehr Menschen und erkranken dabei auch schwer. Das bringt langsam Schwung in die anfängliche Impf-Zurückhaltung. Inzwischen beurteilte eine unabhängige Expertenkommission (SAGE), die die WHO berät, den deutschen Impfstoff Pandemrix mit dem Prädikat "gut". "Bezüglich Nebeneffekte ist nichts besonderes bemerkt worden", sagte Marie-Paule Kieny, WHO-Direktorin für Impfstoff-Forschung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: tz-online, Handelsblatt)

Slowakei riegelt Grenze zur Ukraine ab

04.11.2009 - Die Slowakei schloss gestern 2 Grenzübergänge zur Ukraine, da besonders der angrenzende Westen des Landes von der Schweinegrippe Epidemie schlimm getroffen ist. Reisende müssen sich nun stichprobenweise auf Fieber und Grippesymptome kontrollieren lassen. Die Grenzdörfer in der Slowakei bekamen unverzüglich 300.000 Schutzmasken geliefert. Die Lage in der Ukraine wird inzwischen als Epidemie bezeichnet. 250.000 Menschen sollten infiziert sein, 235 gegenwärtig auf Intensivstationen und 71 verstorben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Schweizer Fernsehen)

Erste Impfstoff Engpässe im Norden

04.11.2009 - Das Interesse an der Schweinegrippe Impfung ist deutlich gestiegen. seit den 3 Todesfällen vom Freitag - wir berichteten. Diese Woche wurde zudem das Impfangebot in vielen Bundesländern vorzeitig auf weitere Personengruppen, außer Polizei, Feuerwehr und medizinisches Personal erweitert. Der Ansturm bringt erste Engpässe mit sich, das erklärten das Kieler Gesundheitsministerium und die Apothekerkammer. Dabei wurden vergangene Woche 84.000 Impfdosen nach Schleswig-Holstein gebracht. Nun erneut 52.000. Fälle von Impfnebenwirkungen gibt es aus Schleswig Holstein derzeit nicht. Gestern jedoch erlitt ein 30-jähriger in Düsseldorf einen schweren Schockzustand nach dem Picks. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Lübecker Nachrichten)

Schweinegrippe Schulschließungen des Tages

04.11.2009 - Wie auch gestern gibt es heute wieder viele Meldungen über Schulschließungen im Land. Wir werden über den Tag diese Liste fortschreiben. Geschlossen wurden: Die Gerhard-Tersteegen-Grundschule in Stockum/Düsseldorf. Die gesamte dritte Klasse bleibt bis zum Wochenende zu Hause, nachdem 14 Kinder erkrankten. An der Fritz-Henkel-Hauptschule in Garath sind 10 von 25 Lehrern krank und 120 Schüler fehlen. So lange wie möglich soll die Schule offen bleiben. An der Regelschule "Otto Dix" in Untermhaus (Thüringen) wurde die komplette 5. Klasse nach Hause geschickt bis Freitag, da sich hier 11 Schüler krank gemeldet hatten. In Remscheid wurden die Schüler der Grundschule heimgeschickt bis kommenden Dienstag. (Text: © Kiwi Vision, Daten: diverse)

Mannheim: Junge an Speziallunge wegen Schweinegrippe

04.11.2009 - Es mehren sich die Meldungen über schwere Fälle von Schweinegrippe, die auf Intensivstationen enden. Gestern wurde der Fall einer 39-jährigen gemeldet, die in Frankfurter Uniklinikum an der Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste. Heute nun erfahren wir von einem 3-jährigen Jungen, der in Mannheim an der Speziallunge liegt. Wieder war es die Schweinegrippe, die dazu führte.  Das Klinikum bezeichnet den Zustand des Jungen inzwischen als "stabil und nicht akut lebensbedrohlich", der bereits seit Sonntag hier liegt. Zuvor war er aus einem anderen Krankenhaus nach Mannheim überwiesen worden. Mannheim gerät immer wieder in die Schlagzeilen mit schweren Verläufen der Schweinegrippe. So musste erst kürzlich eine Frau Anfang 30 ebenfalls an die Speziallunge angeschlossen werden nach einer H1N1 Infektion. Ein 65-jähriger Mannheimer schaffte die Infektion nicht und verstarb am 23. Oktober - wir berichteten. H1N1 spielte laut Obduktionsbericht eine zentrale Rolle als Todesursache. (Text: © Kiwi Vision, Daten: morgenweb.de)

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