NEWS vom 06.01.2010

Schweinegrippe weniger ansteckend, wie vermutet

06.01.2010 - Forscher des US-Amerikanischen Seuchenkontrollzentrums CDC haben zusammen mit Experten des Imperial College in London die Schweinegrippe beobachtet. Grundlage waren 200 Haushalte mit über 800 Bewohnern. In jedem Haushalt war zunächst ein Mensch mit H1N1 infiziert. Das Überaschende: In 72 % steckte sich keine weitere Person der Haushaltsgemeinschaft mit H1N1 an. In 21 % der Fälle eine weitere Person. In 6 % der Fälle mindestens zwei weitere Bewohner. Als hochansteckend kann man die Schweinegrippe demnach nicht bezeichnen. Jedoch räumten die Experten ein, das Minderjährige häufiger dazu neigen, sich ebenfalls zu infizieren. Hintergrund sei wohl, das ältere Menschen eine natürliche Immunität besäßen aus vorangegangenen Grippe-Erkrankungen. Einige Viren seien dem H1N1 Virus sehr ähnlich und das Immunsystem kann somit reagieren. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Unikosmos)



Schweinegrippe Impfstellen werden eingestampft

06.01.2010 - In den großen Krankenhäusern im schweizerischen Frauenfeld und Münsterlingen werden die Impfstellen abgeschafft. Sie waren als Sondermaßnahme im November 2009 eingeführt worden. Da die Impfbereitschaft deutlich abgenommen hat, kann die Maßnahme aufgehoben werden. Ebenfalls wurde die Pflicht für Schulen abgeschafft, bei mehr wie 3 Erkrankten Meldung zu erstatten. Eine neue Sorglosigkeit beim Thema Schweinegrippe macht sich breit. Vor allem begründet ist diese durch dierasch sinkenden Fallzahlen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Thurgauer Zeitung)



Schweiz storniert nicht seine Impfstoffe

06.01.2010 - Deutschland verhandelt am Donnerstag mit dem Pharmahersteller GSK, ob die gesamte Menge an Impfstoff abgenommen werden muss. Frankreich ist sich mit dem Hersteller Sanofi-Pasteur bereits einig, das storniert werden kann. Mit GSK und Novartis laufen harte Verhandlungen. Die Schweiz will davon nichts wissen. Zwar hat man auch hier zu viele Impfstoffe, die nun verstauben. Dennoch hieß es aus dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), das übrige Impfstoffe nur der WHO gespendet und an interessierte Länder verkauft werden könnten. Einen ausreichenden Teil will man in Lagern behalten, falls die dritte Welle der Schweinegrippe kommt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Handelszeitung.ch)

NEWS vom 05.01.2010

Schulen müssten länger als 2 Wochen geschlossen werden

05.01.2010 - Eine kürzere Schließung aufgrund der Schweinegrippe sei kontraproduktiv. Dies bestätigen US-Wissenschaftler in einer aktuellen Publikation. "Schulschließungen erscheinen auf den ersten Blick als sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung einer Grippewelle. Wir haben jedoch festgestellt, dass sie nur dann wirksam sind, wenn die Schulen mindestens acht Wochen geschlossen bleiben", so Professor Bruce Lee von der Universität in Pittburgh. 8 Wochen wird freilich keine Schule schließen wollen, auch wenn dieses Ergebnis die Schüler freuen wird. Die Ergebnisse basieren auf Computersimulationen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)



Deutschland hofft auf Stornierung und Käufer

05.01.2010 - Wärend man in Frankreich schnell gehandelt hat und die anhaltenden Impfstofflieferungen stoppen konnte sowie Käufer für überschüssige Impfstoffe finden, hofft Deutschland noch auf positive Verhandlungsergebnisse mit der Pharmaindustrie sowie Interessenten für übrige Impfstoffe. Ein Verhandlungstermin mit dem Hersteller GlaxoSmithKline ist für diesen Donnerstag angesetzt. Dann wollen die 16 Bundesländer darauf drängen, nur noch die Hälfte der 50 Millionen Impfdosen abnehmen zu müssen. Und auch die verbleibende Menge von 25 Millionen ist noch hoch gegriffen. Zu hoch? Bisher ließen sich nur 6 Millionen Deutsche impfen. Man bräuchte noch Impfstoffe für den Ausbruch einer dritten Welle heißt es aus den Gesundheitsministerien. Dies macht jedoch wenig Sinn. Auch in einer dritten Wellen wird die Impfbereitschaft nicht plötzlich ansteigen. Und außerdem braucht der Impfstoff 3 Wochen, bis der volle Schutz aufgebaut ist. Jetzt wäre der richtige Moment um zu impfen, nicht in der dritten Welle. Kaufinteresse für deutschen Impfstoff bekundeten bisher der Iran, der Kosovo, die Ukraine und die Türkei. Nicht, das Deutschland es verpasst und sich die Ukraine vorher mit Frankreich einig wird. Den finanziellen Schaden aus der Impfaktion tragen die Bundesländer. Die Krankenkassen übernehmen nur die Kosten für verimpfte Dosen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Tagesspiegel)



Frankreich kommt aus Impfstoff Verträgen

05.01.2010 - Frankreich ist es gelungen, die Bestellung von 50 Millionen Impfdosen zu stornieren. Damit spart der Staat 350 Millionen Euro, so Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot. Insgesamt wurden 94 Millionen Impfdosen im Sommer bestellt. 5 Millionen wurden bisher erst verimpft. Für die verbleibenden überzähligen Impfdosen sind bereits erste Käufer gefunden. Ägypten und Katar nehmen 2,5 Millionen Dosen ab. Mit Mexiko und der Ukraine laufen noch die Verhandlungen.  Bachelot sagte, sie würde bei gleichem Informationsstand heute wieder genauso handeln wie im Sommer. Außerdem sei die Gefahr der Schweinegrippe noch nicht gebannt. Eine dritte Welle sei im aktuellen Winter durchaus denkbar. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

13.277 Schweinegrippe Tote weltweit

05.01.2010 - Seit dem 23.12. gab es erneut 1.079 Todesfälle aufgrund der Schweinegrippe weltweit. In Europa liegt immer noch die Türkei vorn (415 Tote), gefolgt von Großbritannien (309), Spanien (271), Frankreich (230), der Ukraine (202) und Italien (193). Deutschland belegt den 7. Rang mit 132 Todesfällen. Dicht dahinter folgt Polen mit 122 Todesmeldungen, das keine Impfstoffe besitzt. Europaweit starben bisher 2.756 Menschen am H1N1 Virus. Seit der 51 Kalenderwoche sind die wöchentlichen Todesmeldungen kontinuierlich zurückgegangen. Weltweit sind es seit April 13.277 Schweinegrippe-Tote - siehe Liste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)

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