NEWS vom 07.12.2009
RKI ruft weiter zur Impfung auf
07.12.2009 - Die Deutschen Fallzahlen sinken leicht. Todesfälle gibt es jedoch unverändert viele jede Woche, inzwischen über 80. Und ob die Fallzahlen tatsächlich sinken oder durch die Umstellung der Meldepflicht nur weniger Fälle bekannt werden, ist aktuell noch nicht eindeutig zu sagen. Das RKI bemerkt sogar einen Anstieg der Fälle im Nord-Osten Deutschlands, etwa in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb rät das RKI weiterhin zur Impfung gegen Schweinegrippe. Laut Jörg Hacker, Präsident des RKI, sind die Nebenwirkungen der Impfung im erwarteten Rahmen und inzwischen weiß man sicher, dass eine einzelne Impfung ausreiche und zwar für alle Bevölkerungsgruppen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Die Welt)
Was passiert mit überzähligen Impfstoffen?
07.12.2009 - Bisher haben sich erst etwa 6 Millionen Deutsche gegen Schweinegrippe impfen lassen. Gab es zunächst Engpässe bei den Impfstoffen und Unmut machte sich breit, zeichnet sich jetzt bereits ab, das Impfstoffe übrig bleiben werden. 50 Millionen Impfdosen sind bereits bestellt und müssen bis Ende März abgenommen werden. Ob bis dahin die Impfmüdigkeit der Deutschen noch verfliegt, bleibt abzuwarten. Es bedarf also einem Plan B. Hier bestätigte der Staatssekretär des Gesundheitsministerium in Thüringen, Hartmut Schubert, dass es üblich sei, Impfstoffe zu spenden. Die Ukraine und Moldawien hätten bereits angefragt. Nähere Überlegungen gehen dahin, die neu ausgelieferten Impfstoffe aus der Woche zwischen Weihnachten und Silvester zu spenden. Dabei handelt es sich um 2 Millionen Impfdosen. Auch der Verkauf von Impfstoffen an andere Staaten wäre denkbar - Plan C. Dieses Geschäft jedoch kann nur die Bundesregierung übernehmen. Die Bundesländer wollen für diesen Fall aus der Haftung bei Impfschäden genommen werden. Da sich die Impfstoffe aus Krankenkassenbeiträgen und Steuermittel der Bundesländer finanzieren, bitten die Länder weiterhin um eine Lösung, überzählige Impfdosen nicht bezahlen zu müssen. Steuermittel können vor Ort besser gebraucht werden als das man sie in Impfstoffe steckt, die zum Schluss verschenkt werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
9.797 H1N1 Todesfälle weltweit, 1.462 in Europa
07.12.2009 - Auch in den letzten 7 Tagen gab es 334 neue Todesfälle in Europa. Das ist etwas weniger, wie in der Vorwoche. Die vierte Woche in Folge war die Türkei dabei besonders heftig getroffen. Hier starben binnen 7 Tagen 80 Menschen. Weiterhin verzeichneten viele Tote Frankreich (39 neue Todesfälle), Spanien (34), Deutschland (32) und Großbritannien (24). Italien (18) und die Tschechei (14) folgen mit etwas Abstand. Ebenso Rumänien und Griechenland mit jeweils 9 Toten in einer Woche. Inzwischen starben auch erstmals in Albanien und Montenegro Menschen an der Schweinegrippe - siehe Liste. Gesamt Europa verzeichnet laut ECDC Schweinegrippe Aktivitäten. Sehr hohe Infektionsraten meldeten dabei Griechenland und Littauen. Für Deutschland, Polen, Finnland, Schweden und Irland werden nach wie vor hohe Aktivitäten der Schweinegrippe gemeldet. Die vielen Toten pro Woche und die weiterhin vorhandene Ansteckungsgefahr haben jedoch scheinbar keinen Einfluss auf die niedrige Impfbereitschaft der Deutschen. Da mit dem nahenden Winter auf der Nordhalbkugel inzwischen fast nur noch die Nördliche Hemisphäre betroffen ist, kommen weiterhin erhöhte Todeszahlen aus den USA (652 neue Fälle in 7 Tagen), Mexiko (61) und Kanada (48). In Asien sind besonders China (76) und Indien (39) auffällig. Im südlichen Teil der Erde sterben kaum mehr Menschen an H1N1. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)
NEWS vom 06.12.2009
Nordamerika: Schweinegrippe hat Höhepunkt erreicht
06.12.2009 - Die Schweinegrippe hat laut UN-Exerten ihren Höhepunkt in Nordamerika erreicht und nimmt nun allmählich wieder ab. Wie die WHO mitteilte, ist auch die Ausbreitung in großen Teilen Westeuropas dem Höhepunkt nahe, so dass ein allmähliches Abklingen zu erwarten sei. Dem entgegen verzeichnet man in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien weiterhin zunehmende Infektionsraten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)
Neuer Schweinegrippe Schnelltest erhält endlich Zulassung
06.12.2009 - Die Analytik Jena AG berichtete bereits Anfang Oktober, dass sie ein verlässliches Schnellverfahren zum Nachweis der Schweinegrippe entwickelt hat. Das Verfahren sei zuverlässig, billiger wie der teure Labortest (der inzwischen abgesetzt wurde) und funktioniere mit der üblichen Laborausstattung. Außerdem sei das Verfahren auch mobil, beispielsweise an Flughäfen, einsetzbar - wir berichteten. Nun hat der Schnelltest endlich die Zulassung erhalten. Der Test liefert in Abhängigkeit vom eingesetzten Gerät bereits innerhalb von zwei bis vier Stunden ein Ergebnis. Damit können endlich wieder alle Bürger erfahren, ob sie Schweinegrippe haben oder nicht. Wir wünschen, dass die Markteinführung schnell gelingt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ostthüringer Zeitung)
China: Knoblauch Aktien klettern um 286 %
06.12.2009 - Seitdem Gerüchte aufkamen, Knoblauch schütze vor der Schweinegrippe, ist die Nachfrage und der Preis für die Wunderknolle stark gestiegen. China produziert rund 10 Millionen Tonnen Knoblauch im Jahr und deckt damit fast 80 Prozent der Weltnachfrage. Und jetzt, da Knoblauch sich so gut verkauft, steigt auch der Preis. Der Großhandelspreis für das Lauchgewächs ist in den Städten zehnmal so hoch wie vor 9 Monaten, im ganzen Land im Schnitt etwa 3x so hoch. Insofern kann man im Moment mit Knoblauch mehr verdienen, wie mit Immobilien oder Edelmetallen. Verrückte Welt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FAZ)
Schweinegrippe Impfstoff auf Krebszellen gezüchtet
06.12.2009 - Der gängige Schweinegrippe Impfstoff Pandemrix® wird auf Hühnereiern gezüchtet - wir berichteten. Der Impfstoff Celvapan® hingegen entsteht auf Hundenierenzellen. Man kann zur Impfstoffherstellung nur Zellkulturen verwenden, die sich über einen langen Zeitraum bei Beibehaltung gleicher Eigenschaften vermehren können. Diese Anforderungen erfüllen nur sogenannte "Krebszellen". Dabei unterliegen Impfstoffe, die durch dieses Verfahren entstehen, höchsten Sicherheitsauflagen. Die Krebszellen werden vor Fertigstellung entfernt. Zudem wird alles genetische Material durch Enzyme zerstört. Im fertigen Impfstoff ist auch mit empfindlichsten Methoden (PCR) kein genetisches Material vom Hund, bzw Krebszellen mehr nachweisbar. Dennoch besteht der Hinweis, das Hundehaar Allergiker nicht mit diesem Impfstoff geimpft werden sollen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Russland: Panik vor Schweinegrippe und Schlimmeren
06.12.2009 - 30 Todesfälle ohne Vorerkrankungen in der Stadt Saratow haben die Bevölkerung in Panik versetzt. Schulen bleiben geschlossen. Der Bischhof lässt Messen verlesen. Es ist die Schweinegrippe. Offiziell sind 466 Fälle registriert worden. Die Bevölkerung jedoch fürchtet, das die Behörden etwas anderes verschweigen: Die Pest sei zurück. Die 800.000 Einwohner Stadt ist deswegen wie ausgestorben. Geschäfte bleiben geschlossen, Menschenansammlungen werden gemieden. Nach 8 Uhr sind die Straßen wie leergefegt. Gerüchte verbreiten sich schneller, wie Medienberichte. Etwa die Geschichte, die Stadt soll aus der Luft desinfiziert werden. Aus der anfänglichen Sorge ist Panik geworden. Das Mobilfunknetz bricht zusammen, nachdem Hunderte gleichzeitig Ärzte und Behörden sprechen wollen. Die Bevölkerung glaubt den Behörden nicht mehr. Zuviel wurde in der Vergangenheit gelogen. 65 % der Bürger sind davon überzeugt, das "alle versuchen, den tatsächlichen Umfang der Epidemie zu vertuschen". (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel.de)
Gesundheitsministerium: Schweinegrippe noch nicht vorbei
06.12.2009 - Gesundheits-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz mahnte die Bevölkerung, die Schweinegrippe weiterhin ernst zu nehmen. Aktuell gäbe es in Deutschland 182.000 registrierte Krankheitsfälle und es gäbe immer weitere Neuerkrankungen. 77 Menschen starben, wobei 14 zuvor keine Gesundheitsbeschwerden hatten. Das Virus verbreitet sich deutlich früher, wie man das von der saisonalen Grippe kennt. Aktuell hätten über die Hälfte aller Menschen, die an Atemwegserkrankungen litten, mit der Schweinegrippe zu tun. "Wir schließen nicht aus, dass es eine weitere Welle gibt", sagte Widmann-Mauz. Weiterhin empfahl die Gesundheitssekretärin, das insbesondere Eltern von kleinen Kindern sowie Kinder ab sechs Monaten und Jugendliche sich verstärkt impfen lassen sollen. In diesen Bevölkerungsgruppen herrsche ein besonders hohes Erkrankungsrisiko. Die derzeit geschätzten 6 Millionen geimpften Bundesbürger reichen nicht aus, um die Schweinegrippe aufzuhalten. Dazu benötigt es eine Durchimpfung von 30 % der Bevölkerung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
Gesundheitsminister nun auch gegen Schweinegrippe geimpft
06.12.2009 - Nachdem zu Anfang der Woche die STIKO die Schweinegrippe Impfung stufenweise für die gesamte Bevölkerung empfohlen hat, ließ sich Gesundheitsminister Rösler nun ebenfalls impfen. Die Impfung sei der "sicherste und wirksamste Schutz", betonte Rösler. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
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