NEWS vom 06.11.2009
Polnischer Regierungspräsident misstraut Impfstoffen
06.11.2009 - Polens Ministerpräsident Donald Tusk misstraut den angebotenen Impfstoffen gegen Schweinegrippe. Seine Regierung werde keine Vakzine kaufen, die nicht gründlich getestet seien oder von Herstellern stammten, die sich von der Verantwortung für mögliche Nebenwirkungen freistellen ließen. Tatsächlich drängen laut Tusk die Pharmerfirmen die Regierungen zum Kauf und forderten zugleich, dass sie die Haftung für Nebenwirkungen übernähmen. Angesichts bisher weniger Schweinegrippefälle mit durchweg mildem Verlauf und keinerlei Todesfälle in Polen läßt man sich nun also Zeit, bis es einen überzeugenden Impfstoff gegen H1N1 gibt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Kassel: 15-jährige verstorben
06.11.2009 - Aus bisher noch ungeklärter Ursache ist eine 15-jährige in Kassel heute morgen gestorben. Das Mädchen war Schülerin der Hegelsbergschule. Sie litt an einem Herzfehler, dies ist bekannt. Ob eine H1N1 Infektion den Tot ausgelößt hat, ist zur Stunde nicht bekannt. Eine Wahrscheinlichkeit dafür besteht jedoch, da mehrere Schüler der Schule an Schweinegrippe erkrankt sind. Das Mädchen wäre das 10. Todesopfer der Schweinegrippe in Deutschland. Die Schulleitung hat am Freitag alle Schüler nach Hause geschickt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: HNA.de)
Gespanschte Medikamente aus dem Internet
06.11.2009 - Die Schweinegrippe ist für viele ein willkommender Anlass, Umsatz zu machen. Auch Kriminelle werden immer häufiger Trittbrettfahrer der Grippewelle, zum Beispiel mit falschen Medikamenten aus dem Internet. Die Europäische Arzneimittelagentur ist alarmiert: "Wer solche gefälschten Präparate ersteht, bringt sich oder die Gesundheit seiner Familie in Gefahr." Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte kürzlich Angebote des Grippemittels Tamiflu aus dem Internet genauer untersucht. Tamiflu soll Grippebeschwerden senken und ist generell verschreibungspflichtig. Bei den getesteten Arzneimitteln handelte es sich um Mischungen aus Paracetamol und Talkum, teilweise durchsetzt mit giftigen Stoffen. Die Kriminellen möchtegern Apotheker sind schwer zu fassen. Wenn Grippemittel knapp werden, wittern sie jedoch ihr Geschäft. Viele Bürger suchen dann andere Beschaffungswege, wenn ansässige Apotheken leer gekauft sind. Die Europäische Arzneimittelbehörde warnt noch einmal dringend vor Medikamenten gegen die Schweinegrippe aus dem Internet. Achtung: Nicht nur Tabletten-Fälschungen sind unseriös. Dem FDA sind inzwischen 140 vermeindlich heilende Mittel gegen Schweinegrippe bekannt geworden. Angefangen von Anti H1N1 Shampoo, über Getränke mit verbotenen Nanopartikeln bis hin zu kostenpflichtigen Medidationsanleitungen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: wz-news)
Schweinegrippe: Bordell Personal geimpft in Hannover
06.10.2009 - Da in Zeiten der Schweinegrippe Umsatzeinbußen auch in Bordellen drohen, setzt man in Hannover auf plakative Hinweise und Aktion. Die Damen für gewisse Stunden sind gegen Schweinegrippe geimpft. Darauf verweißt ein international verständliches Hinweisschild mit der Aufschrift: "All IMMUN! NO GRIPPE". Zahlreiche Prostituierten ließen sich Mitte der Woche gemeinsam im Gesundheitsamt in Hannover impfen. Die Aktion geht soweit, das in einigen Bordellen inzwischen nur noch Frauen arbeiten dürfen, die eine Impfung nachweisen können. Da kann ja fast nichts mehr schief gehen... (Text: © Kiwi Vision, Express.de)
Erstmals zentrale Impftermine an Schulen
06.11.2009 - Der Westen setzt auf alt bewährtes aus dem Osten. Hier war es generell üblich, das Schüler im Klassenverband gemeinsam geimpft wurden. Dies soll nun an 3 Grundschulen im Rhein-Sieg-Kreis wieder eingeführt werden. Die zentrale Impfung ist dabei frei für alle (nicht nur Schulkinder). Wer sich am 16.11., 20.11., 25.11., 1.12 oder 4.12. in der Zeit von 17 bis 19 Uhr an einer der Grundschulen in Ruppichteroth, Winterscheid oder Schönenberg impfen lassen möchte, soll Kontakt mit seinem Hausarzt aufnehmen oder im Rathaus unter 0 22 95 / 490 anrufen. Eine schöne Idee, die vielleicht Schule macht. Ärzte beklagen inzwischen, das sie wegen den unzähligen Anrufe zur Schweinegrippe kaum mehr andere Sachen machen können. Dabei gibt es ja nicht nur Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Kölnische Rundschau)
Impfstellen erleben bundesweit Ansturm
06.11.2009 - Bundesweit werden in der zweiten Woche die Impfstoffe erstmals knapp. Nach der Zurückaltung in der ersten Impfwoche erlebten die Impfstellen vielerorts einen großen Andrang. "Der Ansturm ist wahnsinnig" - so Ulrike Zimmermann aus einer Düsseldorfer Praxis. Bürger mussten längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Teilweise ergeben sich jetzt schon Wartelisten bis Dezember. Inzwischen gibt es noch vereinzelt Meldungen zu kleinen und größeren Nebenwirkungen (siehe Community). Die befürchteten Impf-Skandale blieben jedoch bisher aus. Davon motiviert und verunsichert durch die 2. Welle und ihre inzwischen 9 deutschen Todesopfer holen sich viele den kostenlosen "Picks" gegen die Schweinegrippe. Immernoch wird Personengruppe 1 und 2 der Vorrang gewährt. Offizieller Impfbeginn für gesunde Erwachsene und Kinder soll Ende November sein. Vielfach ist die Impfung für Jedermann jedoch schon jetzt möglich. Die Impfstoffe verlassen unterdessen weiter wöchentlich das Werk in Dresden und gelangen in alle Bundesländer. Wer diese Woche nicht mehr geimpft werden konnte, hat somit schon nächste Woche wieder die Chance, wenn die nächste Teillieferung da ist. Bis Ende Dezember sollen auf diese Weise die bestellten 50 Millionen Impfdosen ausgeliefert sein. Mehr zur Impfung bei ihnen vor Ort hier. (Text: © Kiwi Vision, RP-online)
Bulgarien: EU um Hilfe gegen Schweinegrippe angerufen
06.11.2009 - Bulgarien hat die EU um Hilfe gegen die Schweinegrippe gebeten. 200.000 Packungen Grippemittel werden benötigt, so Gesundheitsminister Boschidar Nanew. Die Apotheken des Landes erlebten einen Massenansturm. Nun sind Grippemittel knapp geworden. Bisher starben in Bulgarien 5 Menschen an dem H1N1 Virus. In 11 Regionen gilt Grippe-Epidemie. Allein in der Hauptstadt schlossen 48 Schulen, nachdem Lehrer und Schüler in großen Zahlen fehlten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Schweinegrippe Impfung wichtiger wie Grippe Impfung
06.11.2009 - Zu dieser Erkenntnis kamen Experten. Begründung: "Der Erreger der Neuen Influenza ist hoch infektiös - teilweise muss davon ausgegangen werden, dass er sogar doppelt so ansteckend ist wie der Erreger der saisonalen Grippe" so Lungenfacharzt Tom Schaberg vom Diakoniekrankenhauses Rotenburg. Die Saisonale Grippe hat ihren Höhepunkt erst im Januar und Februar. Die Schweinegrippe ist jetzt massiv im Anmarsch. Auch ihr Gefahrenpotential schätzt der Chefarzt des Zentrums für Pneumologie höher ein: Der H1N1 Virus könne sehr viel tiefer in die Atemwege eindringen, bis in die Lungenbläschen. Dadurch können besonders schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen auftreten. Eine weitere Gefahr: Das Immunsystem der meisten Menschen kennt diesen neuen Virus nicht. Nur Menschen über 65 scheinen aus vergangenen Grippewellen des H1N1-Erregers (1918 und 1977) eine Rest- bzw. Kreuzimmunität zu besitzen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Schweinegrippe durch nägelkauende Menschen vorangetrieben?
06.11.2009 - In den Niederlande sollen Menschen, die an ihren Fingernägeln kauen, bevorzugt gegen Schweinegrippe geimpft werden . so das Institute for Pathological Onychophagy (IPO). Immerhin betrifft dies 2 Millionen Menschen von 16 Millionen Einwohnern. Der Grund: Grippevieren wandern unter anderem von Hand zu Hand und dann in den Nasen-Rachenraum. Eingesammelt werden sie auf Gegenständen. Menschen, die regelmäßig an ihren Nägeln kauen haben einen höheren Kontakt von Hand zu Mund. Der Rotterdamer Virologe A. Osterhaus wiedersprach dieser Idee: Es sei "nicht nachgewiesen, dass Nägelkauen zu einem erhöhten Gripperisiko führt." Die WHO nennt die Risikogruppe der Onychophagie (Nägelkauer) ebenfalls nicht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: 20min.ch)
Designer kreiert Mundschutz für 50 Euro
06.11.2009 - Schwarz und weiß mit ein bisschen silber ist das Unisex-Modell eines Mundschutz, welche das kleines Modelabel leonidmatthias für 50 Euro auf den Markt gebracht hat. Es gibt zunächst nur eine limitierten Auflage von 20 Stück. Mundschutz im 50er Pack und das für unter 10 Euro gibt es bei uns im Shop. Schick anmalen kann man ihn sich jederzeit, gern auch schwarz und weiß. Wichtiger ist wohl, das er vor Schweinegrippe schützt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Cellesche Zeitung)
Düsseldorf: 50-jährige ringt mit dem Tod nach H1N1 Infektion
06.11.2009 - In der Düsseldorfer Uni-Klinik liegt eine Frau mit Schweinegrippe. Ihr Zustand ist "lebensbedrohlich", so Professor Dieter Häussinger, Chef der Klinik für Infektiologie. Die Frau muss künstlich beatmet werden. Unterdessen hat sich der Zustand der 39-Jährigen in der Uniklinik Frankfurt leicht gebessert. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Der Westen)
USA: Schweinegrippe in jedem Wal-Mart zu haben
06.11.2009 - Nicht eine absurde Geschäftsidee steckt hinter dieser Erkenntnis, sondern die Firmenpolitik der größten Supermarkt Kette von den USA. Diese nämlich zwingt seine 1,4 Millionen Angestellten auch krank zur Arbeit zu erscheinen. In den rund 4.200 US-Filialen gibt es für die Angestellten keinen Lohn bei Krankheit. Das heißt, jeder schleppt sich in den Job. In der Einkaufstüte trägt der Kunde dann also nicht nur Lebensmittel nach Hause sondern auch Millionen Viren. NLC (keine Regierungsorganisation) wirft Wal-Mart vor, für die rasante Verbreitung der Schweinegrippe in den USA verantwortlich zu sein. In Deutschland werden Arbeitnehmer aufgefordert, bei Krankheit zu Hause zu bleiben, als Angehörige von H1N1 Infizierten in staatlich bezahlte Quarantäne zu gehen, auf seltene Großeinkäufe umzuorganisieren während der Pandemie und viel und regelmäßig die Hände zu waschen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: 20min.ch)
Mailänder Dom ändert Gottesdienst
06.11.2009 - Luigi Manganini, der Pfarrer des Mailänder Doms, hat die Gläubigen aufgefordert, während der Messe den Friedensgruß durch ein Kopfnicken zu ersetzen. Während des Abendmahls werden Priester den Gläubigen die Hostien nicht mehr in den Mund legen, sondern auf die Hand. Die Weihwasserbecken im Dom bleiben unterdessen trocken. Schon im Juli forderte ein britischer Bischhof die Kirchgemeinden auf, die Gottestdienste an die Schweinegrippe Situation anzupassen - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Der Standard)
Berichte zu Impf-Nebenwirkungen
06.11.2009 - Sind die Nebenwirkungen der Impfung so schlimm, wie die Symptome der Schweinegrippe? Dies ist wohl die wichtigste Frage bei der Entscheidung, ob man sich gegen Schweinegrippe impfen läßt oder nicht. Berichte über Nebenwirkungen der Impfung sammeln wir daher absofort in unserer Community, genauso wie seit längerem Berichte von H1N1-Infizierten. Schauen Sie mal vorbei. (Text: © Kiwi Vision)
Das Positive an der Schweinegrippe
06.11.2009 - Theoretisch wären jetzt saisonale Grippe-Erreger im Umlauf und würden ältere Menschen schwächen, vielleicht sogar zum Tod führen. 2009 ist die Schweinegrippe unterwegs und eventuell der Retter in der alljährlichen Grippe-Not. Die Schweinegrippe verläuft nämlich bisher milde. Milder als die saisonale Grippe, die gut und gern diesen Winter in Australien 1.000 Todesopfer hätte fordern können. Dank Schweinegrippe waren es nur 180. Ist die Schweinegrippe also statistisch gesehen ein Segen? Ein amerikanischer Epidemiologe meinte dazu: "Für solche Schlussfolgerungen ist es zu früh, das geben die Zahlen noch nicht her. Aber möglich ist eine solche Entwicklung schon." Auch Hans Dörr, Professor für Virologie an der Uniklinik in Frankfurt am Main meint: "Denkbar ist das auf jeden Fall". Dies sei auch schon beim Influenza-Kongress in Erfurt "diskutiert worden". Die WHO freut sich deswegen nicht allzu überschwenglich über diese positive Denkweise. Noch immer bedeutet die Schweinegrippe eine massive Gefahr für Schwangere und chronisch Kranke sowie Jugendliche, die alle auffallend häufig schwere Infektionen erlitten. Und ob der Virus so mild wie bisher bleibt, ist leider auch noch nicht raus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Thurgauer Zeitung)
8 Sport-Weltverbände wappnen sich gegen Schweinegrippe
06.11.2009 - Die Sportverbände FIFA (Fußball), IIHF (Eishockey), IHF (Handball), FIBA (Basketball), FINA (Schwimmen), IBAF (Baseball), ICC (Cricket) und FIVB (Volleyball) einigten sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise gegen die Schweinegrippe. Man will die Verbreitung stoppen mit den Maßnahmen, die so ein Verband eben mit sich bringt. So soll von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, sportliche Großveranstaltungen auch annullieren und absagen zu könen. Infizierte Sportler sollen 7 Tage keinen Sport treiben und isoliert werden. Alle Sportler und ihr Umfeld werden demnächst über die Schweinegrippe und ihre Prävention aufgeklärt werden. Alle Verbände wollen die Ereignisse auf der Internetseite der WHO beobachten, um Entscheidungen über Reisen und die Durchführung von Sportveranstaltungen treffen zu können. Unterdessen überlegen die Profifußballer von Hertha BSC, VfB Stuttgart und Schalke 04 ihre Kicker impfen zu lassen. Eine Impfpflicht gäbe es nicht, aber Schalkes Trainer Felix Magath beurteilt die Situation inzwischen so: "Unser Mannschaftsarzt ist davon überzeugt, dass für die Spieler die möglichen Nebenwirkungen der Impfung ein geringeres Risiko darstellen als eine Ansteckung mit der Schweinegrippe." (Text: © Kiwi Vision, Daten: ka-news)
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