NEWS vom 08.11.2009

Montag bundesweit Schweinegrippe Impfstart für alle

08.11.2009 - Nachdem die ersten 2 Wochen der Schweinegrippe Impfung vor allem für Medizinisches Personal, Feuerwehr und Polizei reserviert waren, beginnt morgen am 09.11.2009 die Impfung für Jedermann, der will. Die Bundesländer haben jede Woche weiteren Nachschub vom GSK-Werk in Dresden erhalten und sehen sich mehrheitlich gut vorbereitet. Sachsen bestätigte bereits, das genügend Impfstoff vorhanden ist. Auskunft über die Impfenden Ärzte vor Ort finden Sie in ihrer Lokalpresse oder unter der Hotline ihres Bundeslandes hier. Berichte über Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung haben wir hier gesammelt. Schwere oder lebensbedrohliche Nebenwirkungen wurden bisher nicht berichtet. Einem Mann, der in Düssledorf durch die Impfung einen Schock erlitt, konnte schnell geholfen werden. Auf leichte Nebenwirkungen wie Fieber, Gliederschmerzen und Schmerzen an der Einstrichstelle müssen Sie sich einstellen. Die Impfung entwickelt nach 3 Wochen ihren Schutz. Bis dahin bleibt es wichtig, die Schutzmaßnahmen zu beachten. Die Fälle von Neuinfektionen der Schweinegrippe haben sich bundesweit massiv erhöht. Genaue Fallzahlen veröffentlicht das RKI Anfang kommender Woche. Bleiben Sie bitte gesund! (Text: © Kiwi Vision)



Deutschland: Erneut Schweinegrippe Todesfall

Schweinegrippe Tote

08.11.2009 - Am Samstag Abend verstarb eine 55-jährige Frau an den Folgen der Schweinegrippe im Uniklinikum Düsseldorf. Die Frau stammte aus dem Iran und war für eine H1N1-Behandlung nach Düsseldorf gekommen. Sie hatte zuvor bereits Erkrankungen und musste seit 1 Woche nun künstlich beatmet werden. Als eine  bakterielle Infektion hinzukam verlohr sie den Kampf. Sie ist das 11. Opfer der Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FinanzNachrichten)

NEWS vom 07.11.2009

Karneval wird zum Übertragungsrisiko für Schweinegrippe

07.11.2009 - Die 5. Jahreszeit steht kurz bevor. Menschengedränge, Schunkeln, Knutschen. Köln gilt als eine der Hochburgen Deutschlands für die Jecken. Von dort her meldet sich nun Prof. Herbert Pfister, Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln. Er sagt: "Man wäre eigentlich gut beraten, wenn man in diesen Zeiten solche Massenveranstaltungen meidet." Vielleicht nicht allen, aber mindestens chronisch Kranken, Patienten mit Immunschwäche sowie Schwangeren gibt er diesen Rat. "Denen würde ich wirklich nicht empfehlen, sich am 11.11. in den Trubel zu stellen." Dabei birgt das "Bützchen" - das Küssen auf die Wange - die selbe Gefahr, wie angehustet zu werden. Die positiven Befunde im Institut in Köln haben sich in dieser Woche versechsfacht. "Die Ausbreitung ist massiv." (Text: © Kiwi Vision, Daten: Lübecker Nachrichten)

Gesundheitsminister ruft zum Schweinegrippe-Gipfel

07.11.2009 - Nein, er sei nicht in Panik. Er will einfach nur alles richtig machen. Deswegen will sich am Montag der neue Gesundheitsminister mit den Länderkollegen telefonisch beraten. "Ich möchte mich bei meinen Länderkollegen über ihre Erfahrungen vor Ort informieren, um herauszubekommen, wo es mögliche Schwachstellen etwa bei der Versorgung mit Impfstoff geben könnte." Diese Woche war es zu ersten Engpässen bei der Versorgung mit Impfstoffen gekommen, da nach 9. Todesfällen (eventuell bereits 10) Schwung in die Impfkampagne gekommen ist. Inzwischen hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Hausarzt gegen Schweinegrippe impfen lassen. Sie bekam den Impfstoff Pandemrix, der auch allen Bürgern zur Verfügung steht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)



H1N1 infizierte Schwangere auf ITS hatte Frühgeburt

07.11.2009 - Die in Wien behandelte 18-jährige Schwangere hatte eine Spontangeburt in der 24. Schwangerschaftswoche. Seit Ende Oktober schwebt die junge Frau in Lebensgefahr - wir berichteten. Das Baby liegt nun im Brutkasten und ist in einem lebensbedrohlichen Zustand. Der Zustand der Mutter konnte weiterhin stabil gehalten werden. Anlaß zu Optimismus ist jedoch nur vorsichtig angebracht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ORF)



Norwegen: Grippemittel jetzt ohne Rezept erhältlich

07.11.2009 - Erstmals in der Geschichte Norwegens dürfen Apotheker absofort ein verschreibungspflichtiges Medikament in Eigenregie herausgeben. Wegen inzwischen 175.000 Schweinegrippe infizierten Norwegern und 15 Todesfälle kam der Beschluss. Man will schnelle Hilfe garantieren. Nun müssen Patienten in der Apotheke ein Formular ausfüllen. Stimmen die Angaben mit denen einer Grippe überein, dürfen Relenza und Tamiflu, die beiden Grippemittel, für umgerechnet 8,50 Euro rausgegeben werden. Im Preis enthalten ist noch eine Abgabegebühr. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)



WHO ruft zu internationaler Hilfe für Ukraine auf

07.11.2009 - Nachdem die WHO am Montag die Lage in der Ukraine nicht als schlimmer, wie anders wo einschätzte (wir berichteten), fordert sie nun die Staatengemeinschaft dennoch zur Hilfe auf. Es fehlt einfach an allem:  Medikamente, medizinisches Personal und Diagnosemittel. 109 Grippetote gibt es inzwischen, wobei wegen fehlender Labortests nicht 100-prozentig gesagt werden kann, ob es der H1N1-Erreger war. Nur 47 Fälle sind bereits bestätigt. "Angesichts der Situation in den besonders stark befallenen Gebieten im Westen des Landes können wir vermuten, dass wir es dort mit einer H1N1-Epidemie zu tun haben könnten", sagte Jukka Pukkila, Leiter der WHO-Delegation. Die WHO schätzt, das inzwischen über 763.000 infiziert sind. leider fällt auch ein viertel des medizinischen Personals aus, da auch Ärzte und Krankenschwestern Grippe haben. "Für eine Impfkampagne ist es in der Ukraine noch nicht zu spät", sagte Pukkila. Seit gestern unterstützen nun EU-Experten die Ukraine dabei, die Hilfe zu koordinieren, Empfehlungen zu geben und der Ursprung der Epidemie soll ermittelt werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)

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