NEWS vom 09.12.2009
Deutschland: Über 192.348 Fälle von Schweinegrippe, 92 Tote
Fallzahlen in den Bundesländern
09.12.2009 - So verteilten sich die Schweinegrippe Zahlen in der 49. KW auf die Bundesländer. Die Zahl ist die Summe der gemeldeten Fälle seit April. Wir haben Die Bundesländer nach Fallzahlen sortiert:
Bayern (39.628)
Nordrhein-Westfalen (36.263)
Baden-Württemberg (27.972)
Niedersachsen (17.920)
Rheinland-Pfalz (14.753)
Hessen (13.321)
Sachsen (8.117)
Berlin (7.347)
Sachsen-Anhalt (5.338)
Hamburg (4.876)
Thüringen (4.747)
Brandenburg (3.679)
Schleswig-Holstein (3.337)
Mecklenburg-Vorpommern (2.359)
Saarland (1.388)
Bremen (1.303)
(Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Pharmafirma GlaxoSmithKline gesprächsbereit
09.12.2009 - Nach Auskunft von GlaxoSmithKline liegen noch keine Anfragen aus den Bundesländern vor, ob alle bestellten Impfstoffe abgenommen werden müssen. Unternehmenssprecher Markus Hardenbicker sagte jedoch: "Sollte uns eine solche Anfrage seitens unserer Vertragspartner zugehen, so werden wir uns dialogbereit zeigen". Diese Aussage gibt Hoffnung, das bei geringer Nachfrage nach den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe und veränderten Impfempfehlungen (eine Impfung reicht, statt wie zunächst erwartet zwei) eine Verhandlung zwischen Bundesländern und Pharmaindustrie möglich sein wird. Große Freude indessen äußern die Krankenkassen. Da sie nur bezahlen, wenn auch tatsächlich geimpft wird, bleiben die Kosten gering. Ursprünglich war man von 25 Millionen Euro Kosten ausgegangen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Lübecker Nachrichten)
Simulator für Pandemie im Betrieb entwickelt
09.12.2009 - Die Fachhochschule ST. Gallen hat einen Simulator entwickelt, mit dem man den Pandemiefall im eigenen Unternehmen testen kann. So lässt sich abschätzen, wie viele Personen erkranken werden und wie lange man mit Ausfallzeiten rechnen muss. Zudem kann man testen, wie sich verschiedene Schutzmaßnahmen wirken würden. In einer Maske gibt man einfach alle Betriebsdaten ein und erhält dann den zu erwartenden Verlauf der Krankheitswelle. "Die Idee dazu kam, als die Weltgesundheitsorganisation die höchste Pandemiestufe für H1N1 ausrief", sagt Dozent Christian Conrad. Ein Prototyp des Simulators finden Sie hier (Java wird benötigt). Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bereits Interesse angemeldet. Auch wir haben aus aktuellem Anlass den Simulator getestet. Seit heut gibt es einen Schweinegrippefall in der Redaktion von Kiwi Vision - siehe Erfahrungsberichte. (Text: © Kiwi Vision, Daten: 20min.ch)
Niedersachen: Schweinegrippe Impfchaos kostet Millionen
09.12.2009 - Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring ist sauer: "Das Impf-Chaos kostet uns Millionen". Zwar zahlen die Krankenkassen die Impfung aber nur für alle Impfdosen, die verimpft wurden. Lagerbestände muss das jeweilige Bundesland selber bezahlen. "Die Länder stehen in der Pflicht, für das Impf-Chaos zu bezahlen. Und das in Zeiten, wo wir um jedes Radiergummi feilschen müssen", so Möllring weiter. Für 40 Millionen Euro hat Niedersachsen Impfstoffe bestellt. Auf Impfstoffen im Wert von 30 Millionen Euro droht man nun sitzen zu bleiben. Der Minister hofft nun, die übrigen Impfdosen schnell nach Afganistan oder die Ukraine verkaufen zu können. Ein Verlust-Geschäft wird es damit ganz sicher, aber "Das spült dann vielleicht noch ein paar Euro in die Kassen". Betroffen sind alle 16 Bundesländer! (Text: © Kiwi Vision, Daten: die Welt)
Nordkorea bestätigt erstmals Fälle von Schweinegrippe
09.12.2009 - Das Grippe Virus ist nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, die sich auf das Gesundheitsministerium beruft, in der Hauptstadt Pjöngjang und in Sinuiju nachgewiesen worden. "Das zuständige Organ verbessert das Quarantänesystem gegen die Verbreitung dieses Grippevirus weiter, während die Prävention und die medizinische Behandlung weiterbetrieben werden" hieß es in der Meldung. Todesfälle wurden nicht bestätigt. Die buddistische Hilfsorganisation "Good Friends" sprach jedoch von einem Dutzend Toter in Nordkorea. Weiterhin wusste die Hilfsorganisation, das es kaum Medikamente im isolierten Nordkorea gibt, weswegen das Land fast Schutzlos der Schweinegrippe ausgeliefert ist. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung, n-TV)
Erneut Schweinegrippe Todesfall - Nr. 83
09.12.2009 - In Leer/Niedersachsen ist eine 54-Jährige an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Sie wurde Ende November auf die Intensivstation des Borromäus-Hospital gebracht. Dort verstarb sie vergangene Woche Freitag. Sie hatte mehrere Vorerkrankungen. Die Frau ist das 13. Todesopfer in Niedersachen und vermutlich das 83. in Deutschland - siehe Liste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: General-Anzeiger)
NEWS vom 08.12.2009
Südkorea will Nordkorea gegen Schweinegrippe helfen
08.12.2009 - Seit 1948 sind die beiden Länder auf der koreanischen Halbinsel in Asien getrennt. Der Koreakrieg von 1950 bis 1953 besiegelte die Trennung. Seit dem ist Nordkorea weitgehend isoliert. Dennoch will Südkorea einen Weg finden, dem nördlichen Nachbarn zu helfen, seit von dort Todesfälle gemeldet wurden. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hat heute sein Kabinett angewiesen, die Berichte zu überprüfen und Wege zu finden, wie Nordkorea schnell mit Medikamenten gegen die Grippe versorgt werden könnte. Nach Berichten von der buddistischen Hilfsorganisation "Good Friends", die Informanten in Nordkorea haben, breitet sich die Schweinegrippe schnell aus. Etwa ein Duzent Jugendliche sei bereits verstorben. Nordkorea selbst meldete bisher weder Infektionszahlen noch Todesfälle. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Weiterer Todesfall durch Schweinegrippe - Nr. 82
08.12.2009 - In Fulda starb ein 26 Jahre alter Mann im Klinikum nach einer H1N1 Infektion. Mit einer schweren Lungenentzündung kam der junge Mann am Sonntag ins Krankenhaus, wo sich sein Zustand verschlechterte und er am Montag verstarb. Gesundheitsminister Stefan Kortüm geht von Vorerkrankungen aus, da es keinen Grund gäbe, dass ein Mann in diesem Alter an Lungenversagen verstirbt. Die Todesursache wird geklärt. Der Mann ist der 82 Todesfall, der gegenwärtig bekannt ist - siehe Liste. Vergangenen Freitag verstarb eine 22-jährige Schwangere ebenfalls in Fulda. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Fuldaer Zeitung)
Keine Entwarnung bei Schweinegrippe
08.12.2009 - Nachdem gestern der Gesundheitsminister Philipp Rösler mit den Spitzen von Ärzten und Krankenkassen sprach, sind sich heute alle einig: Es kann noch keine Entwarnung bei der Schweinegrippe gegeben werden. Eine Grippe tritt stets in Wellen auf. "Von einem Wellental soll man sich nicht täuschen lassen", sagte Rösler. Epidemiologen sind sich einig, das schon im Januar oder noch im Frühjahr eine nächste Welle kommen könnte - und möglicherweise eine schwerere. Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. Über 80 Deutsche sind bereits an den Folgen der Schweinegrippe gestorben und das zu einer Zeit, wo die Grippe noch als mild und ungefährlich eingestuft wird. Je länger jedoch der Virus unterwegs ist, desto höher ist die Gefahr, dass es zu Mutationen kommt, die dann auch gefährlicher sein könnten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Passauer Neue Presse)
NRW will nicht mehr alle Impfstoffe abnehmen
08.12.2009 - Laut Verträge mit dem Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline sind die Bundesländer verpflichtet, georderte Impfstoffe abzunehmen. NRW will nun dennoch das Gespräch mit dem Hersteller suchen. 10 Millionen Dosen waren einst bestellt worden. Da galt noch, das 30 % der Bevölkerung geimpft werden müssten und zwar mit 2 Impfungen. Nun weiß man, das eine Impfung bereits völlig ausreicht und gerade mal 12 % haben sich impfen lassen. Impfstoff für ca. 55 % der Einwohner Nordrhein-Westfalens wird also in den nächsten Wochen geliefert, die definitiv niemand mehr nutzt. Es ist ruhig geworden in den Impfstellen. Und das, obwohl die STIKO nun Eltern von Kleinkindern und schwer chronisch kranken Kindern zur Impfung aufgerufen hat. Ihnen sollen Kinder und Jugendliche folgen, so das in den nächsten 2 Wochen die nächste Risikogruppe, die gleichzeitig der Hauptüberträger der Schweinegrippe ist, geschützt wäre. Doch nichts, kein Impfinteresse mehr. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Finanznachrichten)
Schweiz hat ebenfalls zu viele Impfstoffe
08.12.2009 - Auch die Schweizer wollen sich nicht in dem Umfang impfen lassen, wie ihre Regierung vorgesorgt hat. Bisher haben sich 12 % der Schweizer die Schweinegrippe Impfung geholt. In Deutschland sind erst 6 % immunisiert. 13 Millionen Dosen hatte die Schweiz bestellt - Impfstoffe also für fast 100 % der Bevölkerung. Ursprünglich ging man davon aus, das 2 Impfungen nötig seien, um den vollen Impfschutz zu erlangen. "Wir prüfen allfällige Verkäufe von Impfstoff an Drittstaaten», sagt Katrin Holenstein, Sprecherin des Bundesamt für Gesundheit (BAG). Weiterhin gibt es die Überlegung, der WHO im Rahmen einer Spende überzählige Impfstoffe zur Verfügung zu stellen, so das Entwicklungsländer versorgt werden können. 10 % des gekauften Impfstoffes (770.000 Impfdosen) werden in jedem Fall gespendet, das hat der Bundesrat bereits beschlossen. Die endgültige Entscheidung, was mit überzähligen Impfdosen passiert, fällt jedoch erst, wenn die Versorgung der Schweizer Bevölkerung sicher gestellt ist. In jedem Fall kostet die Impfaktion die Schweiz knapp 53 Millionen Euro (80 Millionen Franken). (Text: © Kiwi Vision, Daten: Blick.ch)
Ältere News
Hier können Sie zurück gehen zu älteren news >>>
oder Sie geben einen Suchbegriff ein und durchsuchen dieses Portal:Die Informationen auf dieser Seite stammen von Presseagenturen und Informationsseiten aus dem Internet. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie Beschwerden haben, konsultieren Sie in jedem Fall ihrem Arzt.



