NEWS vom 09.07. - 30.07.2010

Bolivien zuversichtlich für Grippe Winter

30.07.2010 - Bolivien hofft, dieses Jahr die Neuinfektionen der Schweinegrippe gering zu halten. Bislang gab es landesweit 30 Neuerkrankungen im aktuell herrschenden Winter. Der Leiter des Instituts für Epidemiologie, René Lenis, sagte: "Das Land ist gegen die zweite Welle der Grippe besser vorbereitet als im Vorjahr, die dadurch leichter ausfallen könnte. Wobei wir wissen, dass sie leichter bei gesunden Menschen ausfällt und schwerer bei Personen mit Vorerkrankungen". 1,3 Millionen Einheiten eines Impfstoffes besitzt das Land, wovon seit April bereits 72 % der Bevölkerung geimpft wurden. Aufgrund neuer Krankheitsfälle, die in den bolivischen Medien in den vergangenen Tagen bekannt wurden, stieg die Nachfrage noch einmal an. 2009 hatte Bolivien 2.500 Infizierte registriert und 59 Todesfälle aufgrund der Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: latina-press.com)





Niederlande vernichten Schweinegrippe Impfstoffe

30.07.2010 - Knapp 18 Millionen Impfdosen will die niederländische Regierung in den nächsten Monaten vernichten lassen, da das Verfallsdatum naht. 31 Millionen Impfdosen hatte die Regierung eingekauft. Da war man noch davon ausgegangen, dass jeder Bürger 2 Impfungen benötige. 11 Millionen Dosen wurden verwendet. Im Frühjahr gelang es der Regierung noch 250.000 Dosen des Impfstoffes nach Estland und Mazedonien zu verkaufen. 2,2 Millionen Dosen will man aufheben, so lange sie haltbar sind, falls die Schweinegrippe zurück kehrt. Der Rest wird entsorgt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Stern, AFP)

WHO will sich besser beraten lassen

30.07.2010 - Die Stiftung Warentest meldet in ihrer Ausgabe 08/2010, das die Weltgesundheitsorganisation aktuell Wege sucht, um sich besser vor kommerziell orientierten Beratungen zu schützen. So verdiente der Pharmakonzern Novartis allein im ersten Quartal 2010 noch 1,1 Milliarde Dollar zusätzlich an der Schweinegrippe. Derweil lagern allein in Deutschland 27 Millionen Impfdosen im Wert von 225 Millionen Euro ungenutzt in Kühlhäusern und verfallen demnächst. Die WHO will "Maßnahmen ergreifen". Welche genau ließ man bisher offen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Stiftung Warentest)

Mehrwertsteuer Verzicht gefordert vom Bund

27.07.2010 - Die Kosten der unverbrauchten Schweinegrippe Impfstoffe bewegen sich in Höhe von 250 Millionen Euro. Tragen sollen diese Kosten die Bundesländer. Diese fordern nun, dass der Bund ihnen die Mehrwertsteuer erlässt. Das sind immerhin 1,33 Euro pro Impfung. Das die Impfstoffe noch verwendet werden, ist nicht mehr zu erwarten. Käufer hatten sich nicht gefunden. Die ersten Chargen verfallen im Oktober und in der Grippeschutz-Impfung 2010/2011 ist ein Wirkstoff gegen Schweinegrippe regulär enthalten. Der Bund äußerte sich bisher nicht, ob er auf diese Steuereinnahme bereit ist zu verzichten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Focus)

Mainz: Neues Hochschulfach - Epidemiologie

19.07.2010 - Der Mangel an Experten zur Zeit der Schweinegrippe wurde häufig beklagt. Es fehlte an Fachkräften, die die Seuchengefahr richtig einschätzen konnten. Dem steuert jetzt die Uni Mainz entgegen. Ab dem Wintersemester gibt es dort das Fach Epidemiologie. Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist nach wie vor enorm. Im Studienfach wird gelehrt, gesundheitliche Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene zu analysieren. Berufschancen gibt es danach in klinischen oder pharmazeutischen Einrichtungen, sowie in Behörden und bei Krankenkassen. Außer in Mains lässt sich Epidemiologie auch noch in Bielefeld, Berlin und München studieren, siehe hochschulkompass.de (Text: © Kiwi Vision, Daten: Süddeutsche)



Husten und Schnupfen mitten im Sommer

19.07.2010 - Die Sommergrippe geht um und fesselt viele derzeit ans Bett statt sie ins Freibad und ins Eiscafé zu lassen. Dahinter steckt nicht eine weitere Welle der Schweinegrippe. Die kommt aktuell nur noch höchst selten vor, ist jedoch nicht ganz verschwunden. Hinter der Sommergrippe stecken Enteroviren. Sie rufen Husten, Schnupfen, Kopfweh, Fieber und Halsschmerzen hervor. Anders wie bei der Grippe im Winter fehlen jedoch oft die Muskel und Gelenkschmerzen. Das einzige, was hilft ist 2-3 Tage das Bett hüten und viel trinken. Besonders Klimaanlagen stehen unter Verdacht, die Sommergrippe zu fördern. Zum einen werden aus den Filtern millionen Viren in die Raumluft geschleudert. Zum anderen sind die starken Temperaturschwankungen von Außentemperatur auf klimatisierten Raum ein Kraftakt fürs Immunsystem, dem es oft nicht gewachsen ist. Und auch die derzeit erhöhten Ozonwerte führen zu Halsschmerzen, Schlickbeschwerden und Husten. Hier ist der Expertenrat ganz einfach: Zu Hause bleiben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: 20min)



"WHO hätte Schweinegrippe herabstufen müssen"

09.07.2010 - Paul Flynn ist Berichterstatter im Europarat und untersuchte den Umgang mit der Schweinegrippe. Nach seinen Aussagen hätte die WHO bereits im September 2009 die Schweinegrippe von Pandemiestufe 6 herabstufen müssen. Da lagen bereits Daten vom Winter auf der Südhalbkugel vor und es war klar, dass es keine totbringende Seuche wird. Dennoch wurden weiterhin Familien in Angst und Schrecken versetzt und für Milliarden Impfstoffe gekauft, die dann niemand benutzte. Laut Fynn untersucht derzeit Harvey Fineberg den Umgang der WHO mit der Schweinegrippe und genießt den Ruf, wirklich unabhängig zu sein. Fynn beklagt außerdem, das die WHO nicht bereit ist, die Namen ihrer Berater preiszugeben. Es bleibt also unklar, wer sie sind und welche Interessen sie vertreten haben könnten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: TAZ)

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