NEWS vom 13.01.2010

Kritik an Verhandlungsergebnis mit Pharmaindustrie

13.01.2010 - Die Gesundheitsministerin Niedersachsens, Ross-Luttmann, bestätigte die Vorabinformation der Bildzeitung, das Deutschland nur noch 34 Millionen Impfdosen abnehmen muss. Der Pharmakonzern hatte sich kulant gezeigt bis an seine Schmerzgrenze. Der Verlust durch die erlassenden 16 Millionen Impfdosen beträgt für GSK ca. 112 Millionen Euro (eine Dosis kostet 7 Euro). Dem Gegenüber steht ein Verdienst von 238 Millionen Euro. Birgit-Yvonne Reimann, Mitglied der GSK-Geschäftsführung sagte dazu: "Die Herstellung von Impfstoff ist nicht auf Knopfdruck und zum Nulltarif zu haben." Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Terpe kritisierte das Ergebnis. Es sei "weder fair noch gut." Schon jetzt ist klar, das die 34 Millionen Impfdosen niemals aufgebraucht werden. Der Impfstoff bleibt zwischen 18 und 24 Monaten haltbar. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

WHO stellt sich der wachsenden Kritik

13.01.2010 - Besonders die WHO ist in den letzten Wochen massiv in die Kritik geraten. Sie war es, die Mitte Juni eine Pandemie ausrief und alle Welt in Alarmbereitschaft versetzte für eine Grippe, die weit weniger tötlicher Verläuft, wie saisonale Grippen. In Straßbourg wird ein Untersuchungsausschuß das Vorgehen bei der Schweinegrippe prüfen. Die WHO selbst gab bekannt: "Wir haben mit Kritik gerechnet und sie ist uns willkommen. Wir werden unsere Arbeit später von Experten von außerhalb überprüfen lassen." Man will sich nun Anhörungen stellen. Selbstkritisch fügte die WHO hinzu: "Wir müssen unsere Lehren ziehen, sehen, was wir richtig und was wir falsch gemacht haben, wie wir besser werden und schneller arbeiten können." Eine Abschließende Untersuchung desumgangs mitd er Schweinegrippe sei aber erst nach Ende der Pandemie möglich und das kann noch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzteblatt)





Schweinegrippe wird evaluiert

13.01.2010 - Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, Ross-Luttmann, kündigte an, das die Erfahrungen mit der Neuen Grippe "sehr genau evaluiert" werden. Ross-Luttmann sprach sich bereits dafür aus, Krankheiten künftig nicht mehr nur nach der Geschwindigkeit ihrer Ausbreitung zu beurteilen sondern auch auf den Grad ihrer Gefährlichkeit. Die Pandemie-Pläne der WHO sehen dies aktuell nicht vor - siehe Pandemie Stufen. Viele Deutsche hatten die Schweinegrippe nicht mehr ernst genommen, als bekannt wurde, das sie zumeist milde verläuft. Die Bundesländer sitzen nun auf Millionen Dosen des Impfstoff Pandemrix. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

NEWS vom 12.01.2010

Termin für Schweinegrippe im Europarat bekannt

12.01.2010 - War die Schweinegrippe das "Willkommene Fressen" für die Pharmaindustrie, um die Länder der Erde kräftig abzukassieren? Und wurde zuviel Druck auf die Regierungen ausgeübt, um schnelle Abschlüsse bei den Verträgen zu erwirken? Mit diesen Fragen wird sich der Europarat beschäftigen. Der deutsche Sozialdemokrat und Arzt Dr. Wolfgang Wodarg hat die Anhörung in Straßburg initiiert - wir berichteten. Nun gibt es auch einen Termin: 26. Januar 2010. Mit dabei sind dann Vertreter der Pharmaindustrie und der WHO. Ihnen wirft Wodarg vor, "Millionen gesunde Menschen der überflüssigen Gefahr von Nebenwirkungen nicht ausreichend getesteter Impfstoffe aussetzt" zu haben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

13.837 Tote Weltweit durch Schweinegrippe

12.01.2010 - Europa zählt inzwischen offiziell 2.996 Todesfälle. Erneut hohe Zahlen veröffentlichten laut ECDC Großbritanien (46 neue Todesfälle) und Frankreich (35). Weitere Zahlen kommen aus östlichen Ländern, wie Polen (26 neue Fälle), Rumänien (21), der Tschechei (11) und Georgien (8), wohin die Schweinegrippe abgezogen scheint. Kaum mehr Neuinfektionen gibt es im Westen Europas. Neue Todesfälle dort beziehen sich vor allem auf Menschen, die sich schon vor einigen Wochen infizierten. So meldet Portugal 10 und Italien 7 neue H1N1 Todesfälle. Weltweit betrachtet kommen auffallend hohe Zahlen aus den USA (130 neue Todesfälle), Indien (61) Mexiko (57) und Ägypten (26). Eine Übersicht der Todesfälle aller Länder finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)



Deutschland muss 34 Millionen Impfdosen abnehmen

12.01.2010 - Laut Vorabinformationen der Bildzeitung haben sich Bundesländer und Pharmakonzern GlaxoSmithKline auf die Abnahme von 34 Millionen Impfdosen geeinigt. Bestellt wurden ursprünglich 50 Millionen. Viel zu viel, wie sich angesichts der großen Impfmüdigkeit der Deutschen und der Erkenntnis, das eine einzige Impfung ausreicht, herausstellte. Bisher haben sich nur knapp 6 Millionen Deutsche impfen lassen. Für heute Mittag ist geplant, das das niedersächsische Gesundheitsministerium offiziell die Ergebnisse aus der Verhandlung mit der Pharmaindustrie bekannt gibt. Die erzielte Einigung erspart den Bundesländern ca 112 Millionen Euro, da eine impfung in etwa 7 Euro kostet. Für die immernoch zu vielen Impfstoffe werden Käufer in anderen Ländern der Erde gesucht. Ebenfalls besteht die Hoffnung, das sich doch noch ein paar Menschen impfen lassen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

NEWS vom 11.01.2010

Keine Entwarnung von offiziellen Stellen

11.01.2010 - Die Ständige Impfkommission (STIKO) im RKI fordert weiterhin die Bevölkerung zur Impfung gegen die Schweinegrippe aus. Auch das US-amerikanische Seuchenkontrollzentrum tut dies. Hier verweist man auf den Winter 1957. Damals hatte man nach einer ersten großen Welle Entwarnung gegeben und dann kam die Grippe im März totbringend zurück. Zwar verläuft die Schweinegrippe nur 25 % so tödlich, wie die Grippe 1957 in den USA. Dennoch hält man an der Impfempfehlung fest. In den USA haben sich erst 60 Millionen Menschen impfen lassen. Für 136 Millionen stehen Impfstoffe zur Verfügung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Heise)



Schweiz: Vogelgrippe kostet mehr wie Schweinegrippe

11.01.2010 - Überall wird Rechnung gemacht, wo die Schweinegrippe vorüber scheint. In der Schweiz stehen Verhandlungen mit Kaufinteressenten für restliche Schweinegrippe Impfstoffe kurz vor einem Abschluss. Weiter Impfstoffe will man an die WHO spenden. Der Verlust hält sich also in Grenzen. Ganz im Gegensatz zu den Impfstoffen, die man Mitte 2007 für die Vogelgrippe einlagerte. Damals wurden 8 Millionen Impfdosen gegen H5N1 eingelagert. Seit dem entstehen jedes Jahr Lagerungskosten von 6.000 Franken (ca. 4.050 Euro). Ob die eingelagerten Impfstoffe überhaupt noch verwendbar sind, ist ebenfalls fraglich. Die Haltbarkeit wird vom Hersteller GlaxoSmithKline (produzierte auch den Schweinegrippe Impfstoff) mit 1,5 bis 3 Jahre angegeben. Diese werden dieses Jahr erreicht. Außer aus Ägypten war jedoch weltweit lange nichts mehr von der Vogelgrippe zuhören. (Text: © Kiwi Vision, Daten: nzz.ch)

Schaden durch Schweinegrippe bisher überschaubar

11.01.2010 - Bisher hat die Schweinegrippe keinen größeren wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Dies bestätigte der Gesundheitsexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Boris Augurzky. Bei einem schweren Verlauf hatte man 40 Milliarden Euro Schaden erwartet. Bei einem Verlauf mit maximal 15 Millionen Infizierten wurde ein Schaden von 10 Milliarden Euro erwartet. Jedoch blieb die Schweinegrippe mit 215.000 Infizierten plus einer unbekannten Dunkelziffer an nicht registrierten Fällen weit unter den Erwartungen. "Die Folgen sind vernachlässigbar. Sie bewegen sich im Promillebereich", so Augurzky. Hinzu kam bisher der Fakt, das viele Unternehmen durch die Wirtschaftskriese auf Kurzarbeit umgestellt hatten. Fehltage durch Krankheit fielen so wirtschaftlich weniger ins Gewicht. Außerdem waren unter den Infizierten vor allem Kinder und Jugendliche, die wirtschaftlich nicht ins Gewicht fallen. Auch von Massenpanik war keine Spur, die Innenstädte leer gefegt und so den Einzelhandel empfindlich getroffen hätte. Die schlechte Nachricht ist, dass eine weitere Welle der Schweinegrippe im Februar erwartet wird. Für eine abschließende Entwarnung ist es also zu früh. Außerdem sind durch die Krankenhausbehandlungen der Schweinegrippe Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden. Hinzu kommen die Kosten für die Impfstoffe. Mit einem Schaden im Wert von 5,1 Milliarden Euro wird aktuell gerechnet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Reuters)

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