NEWS vom 11.11.2009
Ergebnisse des Impf-Gipfels zur Schweinegrippe
11.11.2009 - Heute traf Bundesgesundheitsminister Rösler mit den Kollegen der 16 Bundesländer sowie einem Vertreter des Pharmaunternehmens GlaxoSmithKline zusammen. Bei dem Impf-Gipfel lag der Schwerpunkt auf den Lieferengpässen des Schweinegrippe Impfstoffes. Die Bundesregierung hatte 50 Millionen Impfdosen für die Deutschen bestellt. GSK sicherte zu, das 9,3 Millionen Impfdosen des Schweinegrippe Impfstoffes bis Ende November ausgeliefert sein werden. Weitere 10,7 Millionen Dosen bis Ende Dezember. Nicht einmal die Hälfte der bestellten Impfstoffe ist also bis Ende des Jahres ausgeliefert. Die Zweite Welle der Schweinegrippe jedoch rollt von Süden her kommend über die Bundesrepublik. Allein in Bayern infizierten sich in den letzten 2 Tagen gezählte 3.546 Menschen mit H1N1. Experten raten zu einer Impfung, die Mangels Impfstoffe nicht vollständig durchgeführt werden kann. Um H1N1 zu stoppen, bedarf es einer Durchimpfung der Bevölkerung von 30 % der Deutschen. Mit den zugesicherten Impfdosen von 30 Millionen Dosen bis Ende 2009 ist dies nicht zu realisieren. Um so wichtiger wird des Selbstschutz jedes Einzelnen. Hierzu finden Sie wichtige Schutzhinweise auf unserer Seite. Ein positives Ergebnis brachte die Sitzung noch: Für Schwangere wird ein Impfstoff ohne Wirkverstärker beim Hersteller CSL Biotherapie in Australien bestellt. Der Wehmutstropfen hier: Die Bestellung umfasst 150.000 Dosen und diese reichen gerade mal für knapp 20 % der Schwangeren. Das Mittel soll im Dezember geliefert werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Erster Todesfall in Zusammenhang mit Schweinegrippe Impfung
11.11.2009 - Eine 65-Jährige aus Weimar (Thüringen) ist wenige Stunden nach ihrer Schweinegrippe Impfung gestorben. Die Frau trug einen Herzschrittmacher nach zwei Herzinfarkten. Insofern gehörte sie zu der Risikogruppe, der die Schweinegrippe Impfung empfohlen wird. Direkt nach der Impfung gestern um 14 Uhr verspürte sie noch keine Beschwerden. Jedoch beim Abendbrot kam es zu einem heftigen Herzanfall und sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Reanimationsversuche verliefen dort erfolglos. Der Amtsarzt schließt bislang einen direkten Zusammenhang zwischen Schweinegrippe Impfung und tötlichen Herzanfall aus. Das Gesundheitsamt ist derzeit nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Bereits Ende Oktober hatte die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände die Bevölkerung aufgerufen, dringend alle Nebenwirkungen dem Arzt oder Apotheker zu melden - wir berichteten. Der Impfstoff Pandemrix konnte vor Markteinführung nur wenig getestet werden. Die Rückmeldungen sind also sehr wichtig, um abschließend die Sicherheit gewährleisten zu können. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Merkur Online)
Auto Club warnt vor Fahren nach der Schweinegrippe Impfung
11.11.2009 - Der Auto Club Europa (ACE) warnt vor Autofahrten nach der Schweinegrippe Impfung. "Wer sich gegen die Schweinegrippe impfen lässt und danach grippeähnliche Symptome verspürt, sollte sich besser nicht hinters Steuer setzen", so der Club. Durch die Nebenwirkungen kann die Fahrtüchtigkeit beeinflußt werden. Studien ergaben, das Menschen, die erkältet sind, eine bis zu 11 % schlechtere Reaktionszeit aufweisen. Dies entspricht der Reaktionszeit von "0,5 bis 0,65 Promille". Die Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung entsprechen einer Grippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ACE)
Serbien hat Notstand ausgerufen nach 7 Todesfällen
11.11.2009 - Serbien hat wegen der Schweinegrippe den Notstand ausgerufen. Bisher starben 7 Menschen an der H1N1-Infektion. Offiziell wurden 260 Fälle nachgewiesen. Zum Vergleich: Deutschland zählt inzwischen 14 Todesfälle und über 40.000 Infizierte - ohne Notstand. Die serbische Regierung hofft nun, durch den Epidemie-Notstand die Schweinegrippe eindämmen zu können. Die Maßnahme erlaubt, Massenveranstaltungen zu unterbinden, Schulen zu schließen und Besuche in Krankenhäusern zu verbieten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Kosten der Schweinegrippe Impfung und Behandlung
11.11.2009 - Immer wieder fragen besorgte Bürger an, ob die Schweinegrippe Impfung bezahlt werden muss und wie es mit der Praxisgebühr aussieht. Andere möchten gern mehr erfahren, wer die Kosten des Schweinegrippe Tests übernimmt. Dieser Test bestätigt, ob eine H1N1-Infektion vorliegt oder nicht. Antworten auf diese Fragen haben wir nun bereit gestellt. Privat Krankenversicherte klicken bitte hier. Gesetzlich Krankenversicherte finden die passenden Informationen hier. (Text: © Kiwi Vision)
Hannover: 4 Menschen mit Schweinegrippe auf Intensivstation
11.11.2009 - "Mit steigenden Fallzahlen werden auch die Zahlen der schweren Fälle und Todesfälle deutlich zunehmen". Dies wurde Ende des Sommers immer wieder vom RKI für Herbst prognostiziert. Nun zeigt sich, was gemeint war. Allein in Hannover liegen derzeit 3 Menschen in der Medizinischen Hochschule und werden künstlich beatmet. Ein weiterer Patient wird im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover behandelt. Alle Vier haben sich mit der Schweinegrippe infiziert, alle 4 haben Vorerkrankungen und der Zustand aller 4 ist nun lebensbedrohlich. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Neue Presse)
Mann aus Minden stirbt nach H1N1-Infektion
11.11.2009 - Ein Mann aus dem Mühlenkreis (bei Hannover) ist nach einer Infektion mit der Schweinegrippe gestorben. Bei Notarzt und Hausarzt des Mannes bestand allerdings Einigkeit darin, das die Schweinegrippe nicht ursächlich den Tot des Mannes verschuldet hat. Seine Infektion war bereits im abklingen. Viel mehr sei der Mitte 50-jährige an einem Herzleiden gestorben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Mindener Tageblatt)
Stiko beschuldigt Ärzte der Verantwortungslosigkeit
11.11.2009 - Nur 25 % des medizinischen Personals haben sich seit 26. Oktober gegen Schweinegrippe impfen lassen. Die Ständige Impfkommision (Stiko) findet dies verantwortungslos, denn ein nicht geimpfter Arzt kann Patienten infizieren. Nicht immer verläuft eine Infektion mit Symptomen, bleibt deswegen aber ansteckend. In der Ukraine fiel inzwischen ein Viertel des medizinischen Personals aus, weil es ebenfalls infiziert war - wir berichteten. In der Hamburger Uniklinik in Eppendorf (UKE) wurde festgelegt, das jeder der Angestellten, der nicht geimpft ist, mit Mundschutz arbeiten muss. Die unverblümte Aufforderung, sich impfen zu lassen, kam bei vielen der Mitarbeiter nicht gut an. Jetzt durch die Mundschutz-Pflicht für ungeimpftes Personal ist die Impfung längst nicht mehr freiwillig. Impfung oder stigmatisiert. Die Stiko lobte in dem Zusammenhang nochmals den Impfstoff, der dank der Adjuvansen auch gegen Mutationen des H1N1 Erregers helfen wird und außerdem in dieser Form viel schneller herstellbar sei. (Text: © Kiwi Vision, Daten: MDR, Hamburger Morgenpost)
Bundesärztekammer erinnert Pharma an Liefervereinbarung
11.11.2009 - "So wie diese uns immer daran erinnern, dass wir den Vertrag erfüllen müssen über 50 Millionen Impfdosen, muss man sie daran erinnern, dass sie den Impfstoff auch liefern müssen." Das sagte jetzt der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery in Bezug auf die Pharmaindustrie. Hintergrund ist die schleppende Auslieferung der bestellten Impfdosen, so das es nun schon in der zweiten Woche in Folge zu Engpässen kommt. Gleichzeitig entschuldigte sich Montgomery bei der Bevölkerung: "Wir machen das erste Mal diese Impfung mit einem neuartigen Impfstoff. Und immer, wenn etwas das erste Mal ist, fragen die Menschen zurecht nach der Sicherheit." Er versprach: Beim zweiten Mal werde alles leichter. Uns reicht jedoch eine Pandemie - Danke. (Text: © Kiwi Vision, Daten: koeln.de)
USA: Mit Google impfende Arztpraxen finden
11.11.2009 - Der Suchmaschinen Betreiber Google hat einen neuen Service zur Schweinegrippe eingerichtet. Mit dem Kartenverzeichnis Google Maps kann man ab sofort Arztpraxen ausfindig machen, die gegen Schweinegrippe, normale Grippe oder beides impfen. Der Dienst befindet sich unter www.google.com/flushot und funktioniert bisher nur für die USA. Integriert ist ebenfalls als Neuheit der Google Street View. Mit ihm kann man direkt durch Fotos der Straße spazieren und hat die Liveansicht von vor Ort. Wie schnell der Google Flushot auch in Deutschland funktionieren wird ist nicht klar. Derzeit finden Sie Listen von impfenden Ärzten in ihrer Lokalpresse oder in unserer Liste mit Hotlines. (Text: © Kiwi Vision, Daten: IT-Times)
Nicht genügend Schweinegrippe Impfstoff für Schwangere
11.11.2009 - Nur für maximal jede dritte Schwangere Frau in Deutschland wird ab Ende November ein geeigneter Impfstoff gegen Schweinegrippe zur Verfügung stehen. Schwangeren wird zwar die Impfung dringend empfohlen, da eine Grippe in der Schwangerschaft mit Fieber dem Kind Schaden zufügen kann - wir berichteten. Dennoch wurde bisher vor der Impfung mit Pandemrix gewarnt, da der Impfstoff umstrittene Adjuvansen beinhaltet und nie an Schwangeren erprobt wurde. Die Bundesregierung hat nun die Bestellung von 150.000 bis 200.000 Dosen eines adjuvans-freien Impfstoffes im Gespräch. Bei 683.000 Neugeborenen, die im letzten Jahr das Licht der Welt erblickten, dürfte die angedachte Menge also nur für jede dritte Schwangere reichen. Gesundheitsminister Rösler bespricht dieses Thema heute mit seinen Länderkollegen beim Impfgipfel in Berlin. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
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