NEWS vom 12.11.2009
Katholische Gottesdienste werden verändert wegen Schweinegrippe
12.11.2009 - Bereits im Juli wendeten sich Bischöfe in Großbritanien an ihre Gläubigen und baten darum, den Gottestdienst abzuändern, um die Ansteckungsgefahr mit Schweinegrippe zu minimieren - wir berichteten. 4 Monate später ist die Virulenz von H1N1 auch in Deutschland spürbar gestiegen. Zeit für die deutschen Bischöfe dem Englischen Beispiel zu folgen. 12.000 Pfarrgemeinden wurden aufgefordert beim Empfang der Kommunion die Handkommunion zu bevorzugen. Weiterhin soll Händeschütteln und die Verwendung von Weihwasser vermieden werden. "Die Benutzung eines Desinfektionsmittels ist empfehlenswert", so die Bischofskonferenz der Katholischen Kirche. Priester und Gläubige, Leiter von Wort-Gottes-Feiern, Ministranten und Kommunionhelfer werden gebeten, schon bei Verdacht auf Erkrankung auf die Teilnahme an Gottesdiensten zu verzichten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: kathpress.at)
Schweinegrippe erreicht erste Bundesliga
12.11.2009 - Die Kinder von Fußball Star Miroslav Klose haben Schweinegrippe. Daher wurde auch der Spieler der National Elf in Quarantäne gesteckt. Es ist der erste Fall in der 1. Bundesliga. In der zweiten Bundesliga und in mehreren Lokalvereinen gab es schon viele Fälle von Schweinegrippe. Mitte Oktober zeigte man sich bei den Fußball-Clubs der ersten Liga noch unentschlossen, ob die Spieler gegen Schweinegrippe geimpft werden sollten - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: TopNews)
Deutschland: 15-Jährige stirbt an Schweinegrippe in Augsburg
12.11.2009 - Erneut ist im Landkreis Augsburg in Bayern ein Mensch an Schweinegrippe gestorben. Es handelt sich diesmal um ein 15-Jähriges mehrfach behindertes Mädchen, das seit langem unter chronischen Erkrankungen litt. Zuvor war bereits ein 16-Jähriger im Landkreis verstorben. Das Mädchen ist der 16. offiziell registrierte Todesfall der Schweinegrippe - siehe Liste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Augsburger Allgemeine)
Italien: 13 Todesfälle durch Schweinegrippe in 4 Tagen
12.10.2009 - In Italien werden immer mehr Todesfälle durch Schweinegrippe bekannt. Das beunruhigende: Die Geschwindigkeit, mit der es Tote gibt. Noch zu Wochenbeginn waren es 29 gemeldete Fälle. Inzwischen ist die Zahl auf 42 angestiegen. 5 Menschen starben allein innerhalb von 24 Stunden. Unlängst stufte das Europäische Seuchenzentrum (ECDC) Italien als eine der schwerst getroffenen Regionen Europas ein. Die Regierung hatte bereits mehrfach betont, dass die Schweinegrippe weit weniger tödlich sei als die saisonale Grippe, aber leider ansteckender. In der norditalienischen Region Emilia-Romagna sind aktuell 18,6 % der Schüler krank. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Schweinegrippe Welle erreicht Sachsen
12.11.2009 - Innheralb einer Woche haben sich die Fälle von Schweinegrippe in Sachsen verdoppelt. Dies teilte das Gesundheitsministerium mit. Waren es letzte Woche Freitag noch 867 Fälle, wurden bis heute bereits 1578 Erkrankungen gezählt. Dabei sind die 10- bis 14-jährigen am schlimmsten betroffen mit 34 % gefolgt von den Grundschülern mit 24 %. Seit Wochenbeginn können sich alle Sachsen bei den impfenden Ärzten die Immunisierung holen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Freie Presse)
Großkonzerne impfen Belegschaft gegen Schweinegrippe
12.11.2009 - Ein Mittel gegen Schweinegrippe ist die Impfung. Im beruflichen Bereich am einfachsten umzusetzen, als viel Hände waschen, Arbeitsflächen und Türklinken desinfizieren sowie Menschenansammlungen meiden. Mehrere Großkonzerne impfen daher ihre Belegschaft. "Wir impfen schon" sagte man bei ThyssenKrupp. Alle 180.000 Mitarbeitern sollen dazu die Möglichkeit bekommen. Adidas impft ab nächsten Monat: "Für den Dezember sind Impftermine geplant, Mitarbeiter können sich dann bei Interesse freiwillig impfen lassen", teilte die Unternehmensleitung mit. Bei der Telekom muss man noch warten: "Wann und in welcher Menge uns diese zur Verfügung stehen werden, hängt von der Entscheidung des Gesundheitsamts ab". Daimler und Deutsche Bank planen keine betriebsinternen Aktionen: "Es gibt in Deutschland ja eine breite Vorsorge über die Gesundheitsstellen", sagte Christoph Blumenthal. Können die Arbeitnehmer die Impfung im Konzern auch verweigern? Ja, "es besteht derzeit keine Impfpflicht", sagt Sonja Riedemann, Fachanwältin für Arbeitsrecht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Großbritannien: Neuinfektionen rückläufig
12.11.2009 - Ganz Großbritannien hustet und niest. Vor 2 Wochen waren es noch 84.000 Neuinfektionen mit Schweinegrippe. Zum Vergleich: Deutschland zählt seit April insgesamt 40.271 gemeldete Fälle. In der letzten Woche gingen nur noch 64.000 Engländer zum Arzt und wurden somit registriert. Experten sind angesichts der rückläufigen Fälle jedoch noch Vorsichtig. Niemand wisse, ob dieser Trand anhält. Seit Oktober wird in Großbritannien gegen Schweinegrippe geimpft. Inzwischen starben 156 Menschen an der Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Massenhaft Deutsche wollen sich in Österreich impfen lassen
12.11.2009 - Impftourismus ist ein neues Phänomen, was die Schweinegrippe hervorbringt. Unzählige Anrufe verzeichnen alle 4 österreichischen Bundesländer, die an Deutschland grenzen. "Interessenten wollten aus Hamburg einfliegen. Andere wollten in Bussen kommen", bestätigt der tiroler Landessanitätsdirektor Christoph Neuner. Dabei ist die Siuation in Österreich die Selbe, wie in Deutschland: "Wir hätten gerne alle geimpft, aber wir haben leider zu wenig Impfstoff." Dabei gibt es ganz klare Bedingungen für eine Impfung in Österreich: Nicht-Österreicher werden nur geimpft, wenn sie einen Wohnsitz in Österreich haben oder dort arbeiten und somit in Österreich krankenversichert sind. Die Pressesprecherin der Salzburger Gebietskrankenkasse, Karin Hofer, wirbt um Verständnis bei den Deutschen: "In Stadt und Land Salzburg leben rund 500 000 Menschen, in Bayern rund 12,5 Millionen. Wenn nur ein Bruchteil der Bayern bei uns geimpft würde, hätten wir keinen Impfstoff mehr für unsere Bevölkerung." (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Schweiz: 12 Menschen auf Intensivstationen mit Schweinegrippe
12.11.2009 - Patrick Mathys, Leiter der Sektion Pandemievorbereitung im schweizer Bundesamt für Gesundheit, gab Informationen zur Situation. "12 Personen befinden sich derzeit in der Intensivpflege." In kürzester Zeit haben sich die Fälle in der Schweiz verdoppelt: "Die Pandemiewelle in der Schweiz ist da." Waren im Sommer vor allem ältere Menschen betroffen, die von Reisen zurück kehrten, sind es jetzt vor allem Schulkinder. "Das Virus hat die ganze nördliche Hemnisphäre erreicht." Sie Situation in der Schweiz entspricht der der Nachbarländer. Das Gesundheitsamt verzeichnet einen hohen Informationsbedarf der Bürger und registrierte über 190.000 Seitenaufrufe ihrer Internetpräsenz. Die beiden Impfstoffe Focetria und Pandemrix sind inzwischen an alle Kantone ausgeliefert. Die Verteilung im jeweiligen Kanton laufe nach Plan: "Es gibt keinen Grund für zu viel Aufregung." Über erste Impf-Zwischenfälle sei nichts bekannt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Thurgauer Zeitung)
Russland: Mit Wodka, Honig und Knoblauch gegen Schweinegrippe
12.11.2009 - Von Hysterie ist in Moskau nichts zu merken. Immerhin zählt man in Russland inzwischen 25 Todesfälle und 4.560 bestätigte Infektionen mit H1N1. Die russische Mentalität bleibt jedoch gelassen. "Immerhin sterben in Russland täglich 110 Menschen an Alkoholvergiftung und 93 Menschen bei Autounfällen." Aus diesem Blickwinkel ist die Schweinegrippe für viele weniger gefährlich. Man setzt auf altbewährte Mittel: "Paracetamol, Tee mit Honig, Wodka zum Einreiben und viel Knoblauch." In den Apotheken sind Antivirale Mittel und Gesichtsmasken ausverkauft. Wohl aber mehr, weil Strafen drohen, sollte Mundschutz in den Betrieben fehlen. Seit Montag können sich Mitarbeiter der kommunalen Hausverwaltung sowie der Strom- und Wasserwerke - Russlands größte "Risikogruppe" - impfen lassen. Die Schweinegrippe Impfung stößt jedoch bisher auf wenig Resonanz. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Die Zeit)
Jeder Zehnte über 70 Jahre stirbt an Schweinegrippe Infektion
12.11.2009 - Zu diesem Ergebnis kam eine mexikanische Studie, bei der 6.945 H1N1 Infizierte untersucht wurden. Darunter waren 63 Todesfälle. Die höchste Sterberate beobachteten die Forscher bei den über 70 Jährigen. Hier starben 10 % - jeder zehnte Infizierte also. Bei den 60 bis 69-jährigen waren es 5,7 %. Nur 0,9 % waren es bei den 20 bis 29-Jährigen und winzige 0,2 % bei den 10 bis 19-Jährigen. Die meisten Erkrankungen jedoch, nämlich 56 % aller Fälle, gab es in der Altersgruppe der jungen Menschen zwischen 10 und 39 Jahren. Diese Altersverteilung bei den Infizierten beobachtet auch das RKI für Deutschland - wir berichteten. Bisher starben in Deutschland jedoch mehr Menschen im Alter von 30 und 65. Ebenfalls interessant bei der Mexikanischen Studie: 6 % der Toten waren schwanger. Keine der Frauen war gegen Schweinegrippe geimpft und bei keiner hatte man versucht, die Schweinegrippe Infektion mit Grippemitteln einzudämmen. Die Forscher empfehlen daher eine unverzügliche Behandlung, sobald Schwangere Grippesymptome aufweisen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung, RKI)
USA: Inzwischen mindestens 4.000 Schweinegrippe Tote
12.11.2009 - Das US-Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) hat seine Zahlen aktualisiert und teilte gestern mit, das inzwischen von über 4.000 Todesfällen in Zusammenhang mit der Schweinegrippe in den USA ausgegangen werden muss. Zuletzt wurden am 2. November die Zahlen von 593 auf 1.004 korrigiert. Nun, 2 Wochen später spricht die Behörde von mindestens 4.000 Toten. 17.838 Menschen mussten seit April in Krankenhäusern behandelt werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP, CDC)
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