NEWS vom 13.11.2009

Frankreich: Nach Impfung das Guillain-Barré-Syndrom

13.11.2009 - In Frankreich wird seit dem 20. Oktober geimpft. Das Land hält genügend Impfstoffe für alle seine Einwohner bereits. Eine Impfpflicht besteht angeblich aber nicht. Gegen diese würden sich seit heute wohl viele Franzosen wehren. Ein erster Fall von schwersten Impfnebenwirkungen wurde jetzt bekannt. Das Gesundheitsministerium bestätigte, das ein Patient nach der Schweinegrippe Impfung am Guillain-Barré-Syndrom erkrankt sei. Diese Nebenwirkungen wird in den Packungsbeilagen aller in Europa zugelassenen Impfstoffe erwähnt- siehe Nebenwirkungen. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Erkrankung der Nervenenden am Rückenmark. Schrittweise kommt es daraufhin zur Lähmung des Körpers, meist mit den unteren Gliedmaßen beginnend. Eine Lähmung der Atmung ist nicht ausgeschlossen, wobei die meisten Patienten wieder genesen, wenn sie rechtzeitig behandelt werden. 5 % sterben daran, 10 % haben lebenslange Schäden. Laut französische Gesundheitsbehörde erkranken jedes Jahr 1.700 bis 1.800 Menschen an diesem Syndrom. Dabei würde die Erkrankung 70 mal öfter nach einer Grippe auftreten, als nach einer Impfung gegen eine Grippe. Der Fall wird nun untersucht, da noch nicht sicher sei, ob die Impfung tatsächlich die Erkrankung ausgelößt hat. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Hannoversche Allgemeine)

Zweiter Todesfall nach Schweinegrippe Impfung

Schweinegrippe Impfung Tote

13.11.2009 - Erneut kam es zu einem Todesfall, dessen Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung nun untersucht wird. Das ordneten die Behörden an. Es handelt sich dabei um einen 46-jährigen Mann aus Wuppertal, der am Tag nach der Schweinegrippe Impfung tot auf der Toilette seines Unternehmens gefunden wurde. Vermutet wird eine allergische Reaktion, die durch die Obduktion geklärt werden soll. Der Mann selbst hatte bei der Impfung angegeben, keine Allergien zu besitzen. Zuvor war eine 65-jährige Frau aus Weimar nach der Schweinegrippe Impfung verstorben - wir berichteten. Behörden waren schnell dabei, ihren Tot anderen Ursachen zuzuschreiben. Auch im Fall des Mannes aus Wuppertal wird auf Statistiken verwiesen, nach denen es immer wieder zu unerklärlichen Todesfällen kommt. Auch die schwedischen Impftoten wurden weg erklärt - wir berichteten. Da niemand sagen kann, ob die Betreffenden auch ohne Impfung verstorben wären, bleibt die Beweisführung schwierig. Den Angehörigen unser Beileid. Alle Menschen, die nach der Schweinegrippe Impfung Nebenwirkungen erleben, wurden vom Apothekerverband aufgerufen, diese ihrem Arzt oder Apotheker zwingend mitzuteilen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Aachener Nachrichten)

Bremer von I bis Q gehen Montag impfen

13.11.2009 - In Bremen geht es schön der Reihe nach und so sind am Montag alle chronisch Kranken zur Impfung eingeladen, deren Nachnamen mit den Buchstaben I bis Q beginnen. Alle von R-Z können sich die darauf folgende Woche einplanen. Ganz ehrlich - es ist ein Gedicht, wie prima das Bremen organisiert. Dickes Lob und weiter so! Wir wünschen wenig unangenehme Zwischenfälle den Impfwilligen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: bremen.de)

Deutschland: Zwei weitere Schweinegrippe Todesfälle - Nr. 17 und 18

Schweinegrippe Tote Deutschland

13.11.2009 - Ein 44-jähriger Mann aus dem Vogtland in Sachsen ist an der Schweinegrippe gestorben. Vorerkrankungen sind unbekannt. Der Mann hatte Husten und Atemnot und wurde zunächst ambulant und später stationär behandelt. Am Donnerstag Abend verstarb er. Er ist das 17. Todesopfer der Schweinegrippe, das offiziell registriert wurde - siehe Liste. Sachsen zählt inzwischen 1.578 offiziell bestätigte Fälle - wir berichteten. Eine 24 Jahre alte Kölnerin verstarb bereits am Mittwoch nach ihrer Schweinegrippe Erkrankung. Ansich hatte sie ihre Infektion bereits überstanden. Ob nun H1N1 ursächlich den Tod verursacht hat oder eine langjährige Vorerkrankung, klärt die Rechtsmedizin in der kommenden Woche. Auch in Österreich starb heute ein Mann an Schweinegrippe. Der 26-jährige Student hatte einen angeborenen Nierenfehler. Durch die Nierenmedikamente, die er nehmen musste, war er anfällig gegen Viren. "Alle Intensiv-Maßnahmen haben nichts geholfen," so Gernot Brunner, ärztlicher Direktor des LKH Graz. Er ist das 3. Todesopfer in Österrreich. Zuvor starben eine 11-jährige in Innsbruck und ein 38-jähriger in Salzburg. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Sächsische Zeitung, kurier.at)



Hier wird geimpft: Liste impfender Ärzte

Schweinegrippe Impfung

13.11.2009 - Knapp 3 Wochen nach Impfbeginn gegen Schweinegrippe in Deutschland haben 12 von 16 Bundesländern Ärzte Listen veröffentlicht, wer sich an der Schweinegrippe Impfung beteiligen. Diese Listen finden Sie auf unserer Unterseite "Wer impft wo". Ebenso sind dort die Hotlines der Bundesländer bzw. die Internetseiten der Gesundheitsministerien zu finden. Da die Impfung Ländersache ist, kann es lokal zu Unterschieden kommen. Wenden Sie sich bitte mit ihren Anfragen dort hin. Wir hoffen, Ihnen schnell auch die Listen von impfenden Ärzten aus den verbleibenden Bundesländern nennen zu können. Fast überall wird die Impfung auch in den Gesundheitsämtern durchgeführt. Achten Sie dazu bitte auf Hinweise in ihrer Lokalpresse. (Text: © Kiwi Vision)



Österreich: Schulklassen werden immer leerer

13.11.2009 - In Südtirol (Österreich/Nord-Italien) drücken normalerweise 80.000 Schüler die Schulbank. Teilweise fehlen nun bereits 30 % durch die Schweinegrippe, tausende Schüler also. Das ist jeder 5 Schüler. In Trentino waren es vergangene Woche noch 9,1 % der Schüler. Diese Woche sind es schon 16 %. Am schlimmsten sind die Grundschüler getroffen (17 %), gefolgt von den Mittelschulen (16,35 %) und den Oberschulen sowie Berufsschulen (14,65 %). In Nordtirol wurden schon 15 Schulen und 5 Kindergärten geschlossen. In Südtirol sieht man das anders: "Wenn die Schule geschlossen wird, verschwindet ja damit nicht die Grippe", sagte Hygienedienstleiter Simeoni. (Text: © Kiwi Vision, Daten: stol.it)



Bremen bremst Impftouristen aus Niedersachsen

13.11.2009 - Nicht nur Deutsche drängen nach Österreich, um sich dort die Impfung gegen Schweinegrippe zu holen - wir berichteten. Auch Niedersachsen drängen nach Bremen. Hintergrund: Scheinbar wird in Niedersachsen unstrukturiert geimpft. Matthias Gruhl vom Bremer Gesundheitsressort sagt: "Da (Niedersachsen) wird geimpft, was den Ärzten vor die Nadel kommt." Folglich ist in Niedersachsen schneller der Impfstoff zu Ende. In Bremen hält man sich strickt an die empfolende Impfreihenfolge: "Wir haben uns streng an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission gehalten", so Gruhl weiter. Deswegen gibt es in Bremen noch Impfstoffe. Das Bremer Landesgesundheitsamt hat nun entschieden, keine Niedersachsen mehr zu impfen. Begründung: Der bestellte Impfstoff reicht nur für die eigene Bevölkerung, nicht aber für die Nachbarn. Die Anordnung gilt zwar nur für die staatlichen Gesundheitsämter, Ärzte sollen sich aber auch daran halten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: brennessel.com)



Mehrheit der Deutschen lehnt Schweinegrippe Impfung ab

13.11.2009 - Das Meinungsforschungsinstitut Infratest hat im Auftrag der ARD eine Umfrage gestartet. Befragte wurden am 10. und 11. November 1.000 Bundesbürger. Im Ergebnis halten inzwischen 43 % der Deutschen die Schweinegrippe Impfung für unnötig. Mitte Oktober waren es nur 39 %. Gerade mal 14 % wollen sich wahrscheinlich den Impfschutz abholen. In den letzten zwei Wochen wurde immer wieder der Lieferengpass beim Schweinegrippe Impfschutz bemängelt. Dabei wurde bereits im Sommer die Impfreihenfolge festgelegt und erwartet, das Personengruppe 3 (gesunde Menschen zwischen 15 und 49 Jahren) sowieso nicht vor Dezember/Januar beim Impfen an die Reihe kommen werden - siehe Reihenfolge. Diese Planung und das scheinbar geringe Interesse an der Impfung machen die Diskussion um zu wenig Impfstoff unverständlich. Für Personengruppe 1 und 2 (medizinisches Personal, Polizei, Feuerwehr sowie chronisch Kranke) reichen die zugesicherten 20 Millionen Impfdosen bis Ende 2009 ganz sicher. Jede Woche erfolgen zudem neue Lieferungen in die Bundesländer. Mit etwas Geduld kommt jeder dran, der will. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

Schweinegrippe Infizierte müssen nicht mehr gezählt werden

13.11.2009 - Das Bundesgesundheitsministerium (BGM) hat angeordnet, das reine Verdachtsfälle auf Schweinegrippe sowie Grippekranke ohne Labornachweis ab sofort nicht mehr gemeldet werden müssen. Hintergrund ist die schnell steigende Zahl der Fälle in den letzten 2 Wochen. Ärzte sollen so von Verwaltungsaufgaben freigestellt werden. Dadurch wird es natürlich schwierig, die aktuelle Situation einschätzen zu können. Die Statistik war bisher zwar auch nur eine vage Abbildung der Realität, da nicht jeder Grippe Infizierte zum Arzt ging und folglich auch nicht registriert wurde. Nun jedoch wird die Einschätzung der Lage noch schwieriger. Einzig laborbestätigte Schweinegrippe Fälle und H1N1 Todesfälle sind weiterhin meldepflichtig. Laboruntersuchungen werden in der Mehrzahl der Fälle jedoch nicht mehr durchgeführt, da bekannt ist, dass nahezu jede Grippeerkrankung inzwischen auf den H1N1-Virus zurückzuführen ist. Eine Laborprobe kann ab sofort nur noch angefordert werden, wenn ein sehr schwerer Krankheitsverlauf vorliegt oder ein größerer Ausbruch (in Schulklassen zum Beispiel) vorliegt. Gesundheitsbehörden schätzen, dass sich inzwischen mehr als 55.000 Menschen in Deutschland mit Schweinegrippe infiziert haben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)

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