NEWS vom 16.12.2009

Schweinegrippe Fall muss vor Europarat

16.12.2009 - Initiator ist der ehemalige deutsche Budnestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg, seines Zeichens Arzt und Epidemiologe. Er fordert eine Dringlichkeitsdebatte in der Parlamentarischen Versammlung und einen Untersuchungsausschuß. Der Vorwurf: Der "größte Medizinskandal des Jahrhunderts" soll durchleuchtet werden. Wodargs Meinung nach wurden Wissenschaftler und Behörden durch geschäftssüchtige Pharmaunternehmer beeinflußt, Millionen gesunder Menschen seien dem Risiko unerprobter Wirkungsverstärker ausgesetzt worden und die Pharmakonzerne hätten sich mit Steuermitteln bereichert. Zudem sei die Kontrolle und Dokumentation der Nebenwirkungen durch die Impfung mehr als lückenhaft. Dabei sei die Schweinegrippe "erheblich harmloser" als die saisonale Grippe und hätte "nicht einmal ein Zehntel der hierbei üblichen Todesfälle." Auch der WHO will Wodarg an den Kragen, die im Juni die höchste Pandemie-Warnstufe aufrief, nachdem dafür die Richtlinien zweifelhaft verändert wurden. Wie groß der Einfluß von Pharmavertretern auf WHO und auch auf RKI und PEI ist, soll ab Januar geprüft werden. Zuvor hatte bereits der Schweizer Gesundheitsminister Zweifel an der Seriösität der WHO angebracht - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Tagesspiegel)



939 x Nebenwirkungen nach Schweinegrippe Impfung

Nebenwirkung H1N1 Impfung

16.12.2009 - Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sammelt weiter Daten von Nebenwirkungen aufgrund der Schweinegrippe Impfung. Patienten können sich an ihren Arzt, Apotheker oder das Gesundheitsamt wenden. Von Kopfschmerz bis Schock wird alles gezählt, was gemeldet wird. So kam es bis zur 49 Kalenderwoche zu 939 Meldungen, die insgesamt 3091 unerwünschte Ereignisse umfassten. Die Personen waren zwischen 6 Monaten und 92 Jahren alt. 343 Meldungen waren dabei schwerwiegend. Das PEI geht davon aus, das inzwischen knapp 6,7 Milllionen Dosen verimpft wurden, genaue Zahlen fehlen. Dennoch steigt damit die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Impfreaktion von 0,011362 % bis zur 48. KW auf nun 0,014015 % bis zur 49 KW. In der Schweiz liegt diese Wahrscheinlichkeit sogar bei 0,015924 %. Der aktuelle Bericht spricht von 25 Todesfällen nach der Impfung gegen Schweinegrippe. Dabei ist 1 Fall ungeklärt und in 5 Fällen erwartete man Untersuchungsberichte. Alle anderen Fälle werden nicht ursächlich der Impfung zugeschrieben. Weiterhin sieht sich das PEI nicht veranlaßt, das Risiko der Impfung neu zu bewerten. Hier finden Sie den aktuellen Bericht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: PEI)

Weitere Schweinegrippe Todesfälle Nr. 104 - 106

Schweinegrippe Tote Deutschland

16.12.2009 - Eine 45 Jährige aus Chemnitz/Sachsen ist an den Folgen ihrer H1N1-Infektion gestorben. Die Frau war nicht gegen Schweinegrippe geimpft und besaß Vorerkrankungen. Die Impfbereitsschaft in Chemnitz ist unterdessen auf einem Tiefstand angekommen. Ließen sich Anfang November noch 402 Chemnitzer in einer Woche immunisieren, sind es inzwischen nur noch 49. In Sachsen-Anhalt gab es 2 Todesfälle. Es starb ein 7-jähriges Mädchen in Halle nach einer H1N1-Infektion. Hier führte eine Lungenentzündung zum Tod. Das Mädchen war schwerstbehindet. Im Landkreis Dessau-Rosslau starb ein 66-jähriger schwerkranker Krebs-Patient seine H1N1-Infektion nicht überlebt. Der Fall ereignete sich bereits im November, wurde jetzt aber erst durch die Obduktion bestätigt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: freie Presse)



USA: 800.000 H1N1 Impfstoffe aussortiert

16.12.2009 - Aus noch ungeklärter Ursache hat sich in 800.000 Schweinegrippe Impfungen, die für Kinder im Alter von 6 bis 35 Monaten bestimmt waren, die Wirkungskraft reduziert. Die fiel bei Tests auf. Die Spritzen waren bereits fertig und 800.000 Dosen der Charge bereits ausgeliefert. Grund zur Besorgnis bestünde jedoch nicht, so das Seuchenkontrollzentrum. Kinder, die diesen Impfstoff der Firma Sanofi Pasteur bereits erhalten hätten, müssten auch nicht noch einmal neu geimpft werden. Die Wirkungskraft habe sich nur leicht abgeschwächt. Dennoch reagierte man mit einem Rückruf. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)



NEWS vom 15.12.2009

Schweiz: 289 Fälle von Nebenwirkungen in 4 Wochen

15.12.2009 - Swissmedic, zuständig für die Zulassung und Überwachung von Impfstoffen in der Schweiz, meldet bis 4. Dezember 289 Fälle von gemeldeten Nebenwirkungen der Impfung. 250 Meldungen betreffen dabei den Impfstoff Pandemrix®, der auch in Deutschland verwendet wird. 30 Meldungen gingen auf das Konto von Focetria® und 9 auf das von Celtura®. Auch 8 Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung wurden beobachtet, wobei alle Patienten Vorerkrankungen hatten und 6 von ihnen älter als 70 Jahre waren. Ausgeliefert wurden 1,57 Millionen Dosen Pandemrix, 286.000 Dosen Forcetria und 980.000 Dosen Celtura. In Deutschland wurden letztmalig am 2. Dezember Nebenwirkungen durch das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht. Da zählte man 659 Meldungen bei 5,8 Millionen ausgelieferter Impfstoffe. Rechnet man nun die Prozente aus wie häufig es zu Nebenwirkungen im Verhältnis zum ausgelieferten Impfstoff Pandemrix kam, so kommt man in Deutschland auf einen Wert von 0,011362 % und für die Schweiz auf 0,015924 %. Scheinbar vertragen die Schweizer Pandemrix schlechter, als die Deutschen. Wahrscheinlicher ist aber, das in Deutschland nicht alle Fälle von Nebenwirkungen gemeldet wurden oder weit weniger Impfdosen verbraucht wurden, wie ausgeliefert. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Swissmedic, PEI)



Schweizer setzen eher auf Hygiene und Immunabwehr stärken

15.12.2009 - Eine repräsentative Studie von GfK Switzerland ergab, das inzwischen mehr Schweizer fürchten, sich mit Schweinegrippe zu infizieren. Waren im Frühling noch 60 % der Befragten der Meinung, das nur ein sehr geringes Risiko zur Infektion bestünde, sind es inzwischen nur noch 33 %, die optimistisch geblieben sind. Inzwischen geben nur noch 29 % an, keinerlei Maßnahmen zum Virenschutz zu ergreifen. Im Frühjahr waren es noch 64 %. Jedoch ist die Schweinegrippe Impfung nicht die beliebteste Schutzmaßnahme, sondern 56 % setzen auf verstärkte Hygiene und waschen öfter die Hände. 25 % nehmen vermehrt Vitaminpräparate zu sich. Nur 12 % der Befragten gaben an, geimpft zu sein und nur 8 % haben dies noch vor. Besonders häufig (66%) sprachen sich Frauen gegen die Impfung aus. Bei Männern waren es nur 50 %. (Text: © Kiwi Vision, Daten: yahoo) 

Aufruf zur Impfung gegen Schweinegrippe

15.12.2009 - Wer die Schweinegrippe Impfung haben wollte, hat sie längst. Anfangs überschlugen sich die Wogen. Lange Wartezeiten, Frust auf allen Seiten, zu wenige Impfstoffe. Nun ist es ruhig geworden um die Immunisierung. Nur vereinzelt kommen noch Bürger zum Picks. Mehrere Stellen rufen deshalb erneut die Bürger zur Imfpung gegen Schweinegrippe auf. Zunächst die Fachgesellschaft für Hämatologie und Onkologie. Ihr Apell richtet sich an alle Tumorerkrankten, deren Immunsystem stark genug dafür ist. Eine Infektion sei bei dieser Zielgruppe schlimmer, als die Impfung. Die Gesundheitsministerin von Thüringen, Heike Taubert, rief ebenfalls nochmals zur Impfung auf und erinnerte, das es noch keinen Grund zur Entwarnung gibt. Nach wie vor würden sich zahlreiche Menschen jeden Tag neu anstecken und eine zweite Welle sei nicht auszuschließen. Und auch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin, Malu Dreyer, schloss sich der Aufforderung an. Sie erinnerte, das die STIKO die Immunisierung allen Bevölkerungsgruppen empfiehlt. Wo sie sich impfen lassen können, erfahren Sie an der Hotline ihres Bundeslandes. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Usinger Anzeiger, Ostthüringer Zeitung, Ärztezeitung) 

Weiterer Todesfall durch Schweinegrippe - Nr. 103

Schweinegrippe Tote Deutschland

15.12.2009 - In Mössingen bei Stuttgart in Baden-Württemberg ist am Sonntag ein 66-jähriger an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Der Mann hatte verschiedene Vorerkrankungen und bereits vor der Infektion mit H1N1 eine Lungenentzündung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Schwäbisches Tagblatt)

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