NEWS vom 17.11.2009
Weitere Todesfälle nach Schweinegrippe Impfung - Nr. 5 - 7
17.11.2009 - Wir werden uns wohl an derartige Meldungen gewöhnen müssen. Oder sind wir es sogar schon? Erschrecken uns noch Todesnachrichten? Die nächste betrifft einen 83-jährigen Mann aus dem Vogtland. Der rüstige Senior war zwar herzkrank, alles in allem aber im besten Gesundheitszustand. Mit seiner Herzkrankheit gehörte er zur Gruppe der chronisch Kranken, denen die Impfung empfohlen wird. 2 Tage nach seiner Schweinegrippe Impfung fand man ihn tot auf. Eine Odbuktion soll nun auch diesen Fall klären. Das Gesundheitsamt im Vogtland rief inzwischen die Bevölkerung angesichts steigender H1N1-Infektionen auf, bei Fieber und anderen Grippe-Symptomen zu Hause zu bleiben. Dann müssten Schulen auch nicht geschlossen werden. Weiterhin starb ein Kind von 21 Monaten, das mit einem Herzfehler und eingeschränkter Lungenfunktion zur Welt kam. Und auch eine 92-jährige überstand die Schweinegrippe Impfung nicht. Sie hatte Bluthochdruck und eine eingeschränkte Nierenfunktion. Zudem bekam sie an zwei aufeinander folgenden Tagen die Impfungen gegen Grippe und Schweinegrippe, wovor Experten warnen. Somit sind 7 Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung bekannt geworden, wobei 2 inzwischen von offiziellen Stellen wiederlegt wurden. Inzwischen hat sich in den gestern bekannt gewordenen Fall eines 66-jährigen, der nach seiner Schweinegrippe Impfung verstarb, die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Anklage richtet sich gegen Unbekannt. Wie die Rechtslage bei Impfnebenwirkungen aussieht, finden Sie hier (ganz unten). (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp, rp-online, Thurgauer Zeitung)
Berlin: Morgen Impfstart für chronisch Kranke Kinder
17.11.2009 - Mit einiger Verzögerung startet morgen (18.11.) die Schweinegrippe Impfung auch für chronisch Kranke Berliner Kinder. Streitigkeiten über die Finanzierung der Impf-Dienstleistung durch die Kinderärzte hatte zur Verzögerung geführt. Nun haben sich mehrere Kinderärzte gefunden, die unentgeldlich picksen. Impfmöglichkeiten soll es jeweils mittwochs von 12 bis 18 Uhr in den meisten Gesundheitsdiensten geben. Weiterhin an Samstag-Vormittagen und Freitag-Nachmittagen in regionalen Schwerpunktpraxen und einzelnen Gesundheitsämtern. Für genaue Infos über Impfstellen wenden Sie sich bitte an die Hotline ihres Berliner Stadtbezirkes. Experten empfehlen die Impfung von Kindern, bedauern jedoch die Zusammensetzung des Impfstoffes mit Wirkungsverstärkern und die zu kurz geratene Testphase - wir berichteten. Die Schweiz ließ den Impfstoff Pandemrix für Kinder gar nicht erst zu. Ein erstes Kind (21 Monate) mit chronischen Erkrankungen starb kurze Zeit nach der Impfung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Neues Problem: Schweinegrippe Tests gehen aus
17.11.2009 - Die ZDF Sendung "heute" kontaktierte mehrere Labore, die Schweinegrippe Tests durchführen, und hörte mehrheitlich die selbe Antwort: Die Labore sind überlastet, die Analysegeräte überfüllt und die Testkids werden knapp. "Es ist in der vergangenen Woche zu Verzögerungen von bis zu vier Tagen gekommen", sagte Wolfgang Hell, Facharzt für Laboratoriumsmedizin im Labor Kramer & Kollegen in Geesthacht. Fatal, denn soll die Schweinegrippe mit Grippemitteln behandelt werden, muss dies mindestens 24 Stunden nach den ersten Symptomen passieren. Anderenfalls erfolgt die Behandlung zu spät und die Medikamente bleiben wirkungslos. Nur wie soll die richtige und rechtzeitige Behandlung ohne Testergebnis entschieden werden? Ein Sprecher des Baseler Pharma-Riesen Roche bestätigte weiterhin: "Es gibt da einen Engpass. Der Bedarf nach den Tests ist so groß, wie nie zuvor." Roche wird es freuen, die Labore hingegen stellt es vor ein echtes Problem. Auch Aufgrund dieser Engpässe kam vermutlich vergangenen Freitag die Anweisung, dass nur noch schwere Erkrankungen labortechnisch getestet werden sollen - wir berichteten. Das Problematische: Nur der Test gibt Aufschluss, ob es sich um Grippe oder Schweinegrippe handelt. In der Symptomatik sind beide Grippe-Formen fast gleich. Im Übrigen wird der Höhepunkt der Grippewelle erst im Dezember/Januar erwartet. Schlecht, wenn jetzt bereits die Logistik versagt. Umso mehr fällt es in die Verantwortung jedes Einzelnen zurück, sich nicht zu infizieren. Dabei können Mundschutz, häufiges Hände waschen, Menschenmassen meiden und Flächen desinfizieren helfen. Zubehör dazu gibt es in unserem Schweinegrippe Shop. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ZDF)
Virologe fordert bundes-einheitliche Schutzmaßnahmen
17.11.2009 - Alexander Kekulé ist Virologe und gefragter Mann seit der Schweinegrippe Pandemie. Seiner Meinung nach müssen nun vor allem Schutzmaßnahmen diskutiert werden. Die Impfung steht bis Ende Dezember nur für 24 % der Bevölkerung zur Verfügung, frühestens Ende März für 60 %. Bei 3 Wochen, die es bedarf, bis der volle Impfschutz aufgebaut ist, sind weitere Maßnahmen zusätzlich nötig, um die Pandemie zu stoppen. Vorschläge hat Kekulé ganz konkret parat: "Angesichts der sprunghaft ansteigenden Neuinfektionen sollten Schwangere und chronisch Kranke Massenveranstaltungen und Tätigkeiten mit hoher Infektionsgefahr meiden. Hierfür gibt es jedoch noch keine bundeseinheitlichen Regeln, etwa zur Freistellung von schwangeren Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen. Ebenfalls geklärt werden muss die Frage, ob schulpflichtige Kinder mit bestimmten chronischen Krankheiten zu Hause bleiben dürfen – und ob deren Eltern von der Arbeit freigestellt werden können, um sie zu versorgen." Dabei sind die meisten Entscheidungen Ländersache. Kekulé hofft auf den neuen Gesundheitsminister, denn "Bundeseinheitliche Empfehlungen wären deshalb sinnvoll." (Text: © Kiwi Vision, Daten: Tagesspiegel)
Ukraine: 1.364.939 Grippe Infizierte, 299 Tote
17.11.2009 - Die Grippewelle in der Ukraine scheint nicht zu stoppen. Gestern meldete das ukrainische Gesundheitsministerium, das inzwischen mehr als 1,3 Millionen Menschen verschiedene Arten von Grippe und Erkältungen haben. Landesweit konnten auch 85 Fälle der Schweinegrippe diagnostiziert werden. In 16 Fällen war der H1N1 Virus Todesursache. Wie hoch tatsächlich der Anteil der Schweinegrippe am Grippe und Erkältungsgeschehen ist, kann niemand genau sagen. Die WHO lobte heute Morgen die gute Zusammenarbeit mit der Ukraine. Proben der vorherrschenden Viren zeigen, das es zu keinen Mutationen gekommen ist und daher Impfstoffe wirken müssten. Unterdessen schickte Russland ein Flugzeug mit etwa 200 000 Packungen des Grippemittels Arbidol, eine russische Produktion. Russland bestätigte, dass diese Lieferung die russischen Reserven nicht schmäler. Man habe extra für die Ukraine produziert. Das indische Außenministerium erklärte seinerseits, das es Medikamente im Wert von einer Million US-Dollar in die Ukraine schicken will, sobald Bedarfslisten erstellt sind. Dabei kämpft Indien selbst schwer mit der Schweinegrippe und verzeichnet schon 523 Todesopfer. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO, Rian.ru )
Schweinegrippe für Babys am gefährlichsten
17.11.2009 - "Die Säuglinge tragen definitiv das allerhöchste Risiko" an Schweinegrippe zu erkranken, sagte Professor Reinhard Berner, Oberarzt im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Freiburger Universitätsklinik. Das Problem: Für Säuglinge unter 7 Monaten ist kein Impfstoff zugelassen. Es bleibt also nur die Behandlung mit Grippemitteln nach der Infektion. Doch für Grippemittel wie Tamiflu gibt es keine Dosierungsempfehlung. "Alle Kontaktpersonen, zum Beispiel auch die Hebamme, sollten geimpft sein, das scheint im Bewusstsein aber noch gar nicht so angekommen zu sein", riet BVKJ- Präsident Wolfram Hartmann. Wie viele Säuglinge inzwischen infiziert sind, weiß man nicht. Ihr Schutz vor Infektion ist das aller Wichtigste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Welt.de)
Guillain-Barré-Syndrom und Schweinegrippe
17.11.2009 - Letzten Freitag entfachte die Meldung über eine Erkrankung am Guillain-Barré-Syndrom (GBS) in Frankreich nach der Schweinegrippe Impfung neu die Diskussion um Risiken und Sicherheit der Massenimpfung - wir berichteten. Dabei erkrankte eine Französin 10 Tage nach ihrer Immunisierung an den tückischen Lähmungserscheinungen. Auch die Beipackzettel der Impfstoffe verweisen auf diese Möglichkeit - siehe Beipackzettel. Befürworter der Impfung machen nun ein Rechenbeispiel auf: Demnach erkranken sowieso bei 10 Millionen Menschen 22 im Zeitrahmen von 6 Wochen an GBS. 50 Millionen Impfdosen sind für Deutschland bestellt. 50 Millionen Menschen können sich immunisieren lassen, da eine einmalige Impfung ausreicht. Bei 50 Millionen Menschen erkranken demnach sowieso 100 Menschen an GBS im Zeitraum der nächsten Wochen und dies unabhängig von der Schweinegrippe Impfung. Soweit die Statistik. Für die Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung gibt es im Übrigen auch eine erklärende Statistik: Letztes Jahr starben laut statistischem Bundesamt 844.439 Menschen in Deutschland. Also 2.314 am Tag. Wenn sich jetzt Millionen Menschen impfen lassen, sei ein ganz natürlicher Prozentsatz darunter, der "sowieso" im Herbst/Winter 2009 gestorben wäre. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung, Tagesspiegel)
Paul-Ehrlich-Institut verärgert über Bundesländer
17.11.2009 - Das Paul-Ehrlich-Institut überwacht die Sicherheit der Schweinegrippe Impfung. Alle Meldungen über Nebenwirkungen werden hier gesammelt. Ärzte, Apotheker und Gesundheitsämter melden Komplikationen im Zusammenhang mit der H1N1 Immunisierung dort hin. Bürger können sich auch direkt ans PEI wenden - siehe Anleitung. So kamen bis 12.11. schon 197 Meldungen zusammen mit 652 unerwünschten Reaktionen. Doch wie sind diese Rückmeldungen zu bewerten? Das weiß das Paul-Ehrlich-Institut leider auch nicht. Denn die Bundesländer sagen nicht, wie viel Impfdosen schon verspritzt sind. "Wir haben alle Bundesländer gebeten, uns Impfzahlen zu übermitteln, aber nur fünf haben uns zugesagt, das auch zu tun und nur drei Bundesländer haben bisher überhaupt Zahlen geliefert", sagte eine Sprecherin des PEI. Nun lassen sich die gemeldeten Fälle von Nebenwirkungen in kein Verhältnis setzen. "Dazu haben wir kaum valide Daten und das macht eine Bewertung sehr schwer." (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Umfrage auf Studi-VZ, Mein-VZ und Schueler-VZ
17.11.2009 - Die Betreiber der VZ-Netzwerke - nach eigener Aussage die größten sozialen Netzwerke Deutschlands - haben eine Umfrage unter ihren Usern gestartet. 1,3 Millionen Nutzer beteiligten sich. Dabei gaben 52.000 an, sie denken sich bereits mit H1N1 infiziert zu haben. 260.000 fühlen sich über die Schweinegrippe zu wenig informiert. Daher sind sie auch unentschlossen, ob sie sich impfen lassen sollten oder nicht. 805.000 Nutzer wollen sich nicht impfen lassen mit der Begründung "Nein, so schlimm wirds nicht". 168.000 Nutzer gaben an, bereits geimpft zu sein beziehungsweise dies noch tun zu wollen. Eine Kooperation zwischen RKI, Paul-Ehrlich-Institut und den VZ-Netzwerken scheint hier sinnvoll. Die User repräsentieren vor allem die Altersgruppe, die sich am stärksten mit H1N1 bisher angesteckt hat: die 14 bis 35 Jährigen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Manche scheinen immun gegen Schweinegrippe
17.11.2009 - Scheinbar sind Teile der Bevölkerung immun gegen die Schweinegrippe. Dies fand eine US-Forschergruppe am La Jolla Institute for Allergy and Immunology in Kalifornien heraus. Sie verglichen die Oberflächenstruktur des H1N1 Virus mit anderen Grippeviren. Diese ist teilweise (zu 49 %) identisch. Die Oberflächenstruktur ist es, anhand der das Immunsystem Antikörper entwickelt. Dr. Björn Peters, Forschungsleiter, schließt daraus, dass somit zwar nur ein geringer Schutz gegen die Schweinegrippe in der Bevölkerung besteht, dies aber eine Erklärung für die meist milden Krankheitsverläufe wäre. Das Paul-Ehrlich-Institut rechtfertigt die Adjuvansen im Impfstoff unter anderem damit, dass es keine Grundimmunität in der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe gäbe und daher eine starke Immunantwort hervorgerufen werden müsste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
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