NEWS vom 18.11.2009
Schweiz: Nun auch hier die ersten schweren Impf-Nebenwirkungen
18.11.2009 - Auch in der Schweiz bleiben Nebenwirkungen nach der Schweinegrippe Impfung nicht aus. Dabei werden dort 2 verschiedene Impfstoffe verwendet. Insgesamt 11 Fälle von Nebenwirkungen sind bisher bekannt. 8 Meldungen betrafen den Impfstoff Pandemrix (der auch in Deutschland geimpft wird), 3 Meldungen den Impfstoff Focetria. Zwei Personen erlitten nach der Spritze eine allergische Reaktion und mussten vorübergehend stationär überwacht werden. Eine Schwangere erlitt drei Tage nach der Impfung eine Totgeburt. Ihr Fall wird untersucht. Schweizer sind von Swissmedic dazu aufgerufen, Nebenwirkungen an ihren Arzt oder Apotheker zu melden. Diese können dann direkt Online über das PaniFlow System Meldung erstatten. "Eine Direktmeldung durch Patienten ist nicht vorgesehen". Anfang nächster Woche steht der Impfstoff für alle Schweizer bereit. (Text: © Kiwi Vision, Daten: nachrichten.ch)
Saudi-Arabien: Islamische Prediger sollen sich kurz fassen
18.11.2009 - Das Ministerium für religiöse Angelegenheiten in Riad bat die islamischen Prediger ihre Freitagspredigten absofort auf das nötigste zu beschränken. Gläubige dürfen sich nicht länger als unbedingt notwendig in überfüllten Moscheen aufhalten müssen. Zudem sollen die Prediger Hinweise geben, wie man sich vor Schweinegrippe schützen kann. Gott soll in den Predigen gebeten werden: "die Krankheit von ihnen und von den islamischen Ländern fernzuhalten". In Saudi-Arabien starben bisher 66 Menschen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Weihnachtsmann fit - Weihnachten findet statt
18.11.2009 - "Ich schwöre euch, dass Weihnachten dieses Jahr nicht ausfallen wird", sagte der Weihnachtsmann jetzt von seinem Domizil in Lappland aus. Viele Kinder auf der Welt sind besorgt, das sich der Weihnachtsmann mit Schweinegrippe infizieren könnte und Weihnachten deswegen ausfallen muss. Deswegen meldete sich der bärtige Alte jetzt im finnischen Fernsehsender YLE zu Wort. Er betonte, das er Dank der Fürsorge seiner Frau nicht krank wird. Auch seine Elfen sind topfit. Dann hatte er noch einen guten Tipp für seine besorgten kleinen Fans: "Gebt auf euch Acht. Aber wenn ihr an der Schweinegrippe erkrankt, bleibt ruhig und folgt den Ratschlägen von eurem Vater, eurer Mutter und den Ärzten", sagte der Weihnachtsmann. Endlich mal gute Nachrichten - danke Weihnachtsmann! (Text: © Kiwi Vision, Daten: news.ch)
Frankfurt: Krankenstand von 30 % befürchtet
18.11.2009 - In Frankfurt am Main folgen die Betriebe der Empfehlung der Stadt und aktivieren ihre Pandemiepläne. Am 14.11. hatte man offiziell das Eintreten der Pandemie für die Millionenstadt ausgerufen - wir berichteten. Die Stadtverwaltung drehte selber eine Lehrfilm für ihre 10.000 Angestellten und stellte ihn ins Intranet. Darin wird erklärt, das in der Endphase der Pandemie ein Mindestabstand von 2 Metern zum Kollegen einzuhalten ist, der Fahrstuhl nur noch alleine benutzt werden darf, Mundschutz zu tragen ist und Flächen sowie Hände regelmäßig desinfiziert werden müssen. Handschlag zur Begrüßung wird dann auch verboten sein. Mitarbeiter wichtiger Ämter könnten vorsorglich nach Hause geschickt werden um in Kriesenzeiten gesund und abrufbar zu sein. Ähnlich wie die Stadtverwaltung haben auch mehrere Großbetriebe in der Stadt ihre Pandemiepläne bereit. Bei Sanofi-Aventis können im Notfall einige der 7.000 Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Auch bei der Deutsche Bahn AG könnten einige Mitarbeiter von zu Hause aus Arbeiten. Stellwerker und Lokführer natürlich nicht. Ihnen wird die Impfung empfohlen. Die Messe Frankfurt hat Desinfektionsmittel auf allen Toiletten angebracht. Die Lufthansa hält inzwischen Infektionskits bei den Flügen bereit. Darin enthalten Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel - falls bei einem Passagier Grippesymptome auftreten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FAZ)
NRW: Wegen Schweinegrippe werden Blutkonserven knapp
18.11.2009 - Der DRK-Blutspendedienst West schlägt Alarm: Die lebensrettenden Blutkonserven gehen aus. "Fast 15 Prozent in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf" - so groß ist der Rückgang an Spenderblut berichtete die Breitscheider Zentrale. Grund: Nach einer Grippe müssen Spender 2 Wochen warten bis zur nächsten Spende. Bei der Schweinegrippe ist sogar eine Zwangspause von 4 Wochen pflicht. Und immer mehr Rheinländer sind Grippekrank. "Eine kurz zuvor erfolgte Impfung gegen die Schweinegrippe ist kein Hinderungsgrund für eine Blutspende", betont Dr. Thomas Zeiler, Ärztlicher Direktor des DRK-Blutspendedienstes West. Deshalb sei es umso wichtiger, dass gerade jetzt gesunde Menschen Blut spenden, denn Schwerkranke und Unfallopfer sind weiterhin auf Blutspenden angewiesen. In anderen Bundesländern wird die Situation nicht anders aussehen. Dabei kann jeder Blutspenden, der zwischen 18 bis 68 Jahre alt ist und mehr als 50 Kilogramm wiegt. Wenn Sie helfen wollen, erkundigen Sie sich auf der Internetseite des DRK, wo sie die nächste Möglichkeit zum Blutspenden finden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Kölnische Rundschau)
Deutschland: weitere H1N1-Todesfälle - Nr. 22 und 25
18.11.2009 - In Delmenhorst/Niedersachsen ist eine 57-jährige Frau an den Folgen der Schweinegrippe gestorben - so teilte es das niedersächsische Gesundheitsministerium mit. Sie sei infiziert von einer Reise in die Ukraine zurück gekehrt. Der Fall ereignete sich bereits in der Vorwoche. Nach ihrer Rückkehr hatte sich die Frau an ihren Hausarzt gewendet. Sie besaß Vorerkrankungen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab bekannt, das bereits am 31.10. ein nur 7 Monate alter Säugling in München an seiner H1N1-Infektion gestorben sei. Auch hier sollen Vorerkrankungen bestanden haben. Das Mädchen ist bisher das jüngste Opfer in Deutschland. In Regensburg starben am vergangenen Freitag und am Montag zwei Patientinnen im Alter von 57 und 78 Jahren im Krankenhauses Barmherzige Brüder. Beide litten zuvor an Vorerkrankungen.
Es handelt sich um die Fälle 22 bis 25 von tötlich verlaufenden H1N1-Infektion, die bekannt geworden sind - siehe Liste. Unterdessen wird aus der Schweiz das erste Todesopfer gemeldet, das in Basel ein 5 Monate alter Säugling an Schweinegrippe verstorben sei. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung, n-TV, Schweizer Fernsehen)
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