NEWS vom 19.11.2009
Die Pandemrix-Verträge
19.11.2009 - Der Pharmakonzern GSK und die Bundesregierung sowie die Bundesländer schlossen 2007 bereits umfassende Verträge für den Fall, das eine Pandemie in Deutschland eintreten könnte. Diese Verträge beinhalteten eine Geheimhaltungsklausel. Niemand sollte erfahren, was genau für geschätzte 500 Millionen Euro ausgemacht wurde. Die Seite Arznei-Telegramm, ein Informationsdienst für Ärzte und Apotheker, veröffentlichte nun die geheimen Verträge. Darin ist zu lesen, das GSK von jeder Haftung bei Nebenwirkungen befreit wird. Weiterhin ist zu lesen, das sogar nutzlose Impfstoffe bezahlt werden müssen auch wenn der Virus mutiert und deswegen neue Impfstoffe produziert werden müssen. Spannend ist auch, das der Impfstoff selbst nur 1 Euro kostet, die enthaltende Adjuvans jedoch 6 Euro. Wer die Verträge lesen möchte, findet hier Teil 1 und Teil 2. Ob dies tatsächlich Original Verträge sind läßt sich nicht einschätzen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Abendzeitung)
Bericht der AG Influenza des RKI für die 46. KW
Polen: Hartnäckig gegen Schweinegrippe Impfung
19.11.2009 - Die Schweinegrippe hat Polen erreicht. Das Europäische Seuchenkontrollzentrum (ECDC) spricht von einer "high Intensity". Deutschland hingegen soll bisher nur "medium" betroffen sein. 4 Polen starben bereits an den Folgen ihrer H1N1 Infektion. Dennoch weigert sich die Regierung Schweinegrippe Impfstoffe zu bestellen. "Solange die Pharmaindustrie nicht garantieren kann, dass die Impfung ohne Risiken ist, lehnt Gesundheitsministerin Ewa Kopacz Massenimpfungen ab" - so die ARD. Das im Nachbarland Ukraine eine Grippe-Epidemie wütet, habe man in Polen zwar registriert, hält es jedoch für ein rein ukrainisches Problem. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Tagesschau, ECDC)
Moldawien: Armee rüstet mit Knoblauch und Zwiebeln gegen H1N1
19.11.2009 - Aus Russland und Serbien haben wir schon von massenhaftem Knoblauch-Verzehr gegen Schweinegrippe berichtet. Nun ist auch Moldawiens Verteidigungsministerium auf diese Idee gekommen und stockt die Rationen an Knoblauch und Zwiebeln für die Streitkräfte auf. Begründung: Wer ein starkes Immunsystem hat, erkrankt in der Regel nicht so schnell. Und so gibt es jetzt täglich 25 Gramm Ziebeln und 15 Gramm Knoblauch für jeden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP online)
Düsseldorf: Genügend Impfstoff aber keine Interessenten mehr
19.11.2009 - Kam es in den letzten 2 Wochen noch zu langen Warteschlangen in den Impfstellen Düsseldorfs, dreht man dort inzwischen Däumchen. "Dass die Nachfrage so eklatant einbrechen würde, hätte ich aufgrund der rund 1.000 Infizierten seit Ausbruch der Schweinegrippe in Düsseldorf nicht gedacht. Das ist absolut nicht nachvollziehbar", sagte Sprecher Michael Bergmann. "Wir vermuten, dass die Zwischenmeldung, der Impfstoff könnte knapp werden, dafür verantwortlich ist. Vermutlich wollen die Düsseldorfer nicht anstehen, um später weggeschickt zu werden, da der Impfstoff ausgegangen ist" - so Bergmann weiter. Vielleicht haben sich die Düsseldorf aber auch angesichts der 7. Todesmeldungen nach H1N1-Impfungen erschreckt und den unzähligen Meldungen zu Nebenwirkungen. Genügend Impfstoff sei jetzt jedenfalls vorhanden und mehrere Ärzte sind Montags bis Freitags von 8 bis 17 Uhr im Gesundheitsamt bereit für Schweinegrippe Impfungen. Seit 26.10. haben sich inzwischen 18.500 Düsseldorfer impfen lassen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP online)
Bayern: Immer mehr schwere Fälle von Schweinegrippe
19.11.2009 - "Mit Zunahme der Fälle von Schweinegrippe wird es nicht nur mehr schwere Fälle sondern auch zu mehr Todesfällen kommen". Mit diesen Worten hatte uns das RKI bereits im Sommer in Aussicht gestellt, was uns ab Herbst erwartet. Leider wird diese Theorie nun besonders in Bayern zur Realität. Inzwischen werden allein in Süd-Ost-Bayern 30 Patienten stationär behandelt. Am Klinikum Passau richtete man sogar eine Quarantänestation ein. "Die Erkrankungen scheinen massiv zuzunehmen", sagt Prof. Matthias Wettstein, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik. "Die Patienten haben Fieber und Lungenentzündungen. Das ist in dieser Heftigkeit neu." Am Tag infizierten sich bis 13.11. (letzter Stand Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: 23.517) knapp 1.200 Bayern neu mit H1N1. Bei nach wie vor anhaltendender Tendenz dürften sich inzwischen fast 31.000 Menschen allein in Bayern seit April infiziert haben. Die genaue Zählung ist seit 14.11. nicht mehr nötig. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Passauer Neue Presse)
Schweiz: Zwei weitere Todesfälle durch Schweinegrippe
19.11.2009 - Gestern erst ging die Meldung vom Tod eines 5 Monate alten Säuglings durch alle Medien. Heute folgen die nächsten Schweinegrippe Todesmeldung aus der Schweiz. Betroffen ist eine 46-Jährige aus dem Kanton Zürich, die zuvor bereits an schwerer Herzinsuffizienz und HIV-Infketion litt. Weiterhin starbe eine 54-jährige Frau aus Winterthur. Die Diabetikerin bekam in Folge ihrer H1N1-Infektion eine schwere Lungenentzündung. Urs Rüegg von der kantonalen Gesundheitsdirektion gab an, das die Frau auch bei einer saisonalen Grippe mit einem sehr schweren Verlauf hätte rechnen müssen. Zudem sterben im Kanton Zürich jedes Jahr rund 100 Menschen an Grippe. Dies dürfte jedoch wenig Trotz für die Angehörigen bedeuten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: blick.ch)
Keine Zusammenhänge zwischen Impfungen und Todesfällen
19.11.2009 - Die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts, Susanne Stöcker, teilte heute morgen wegen der inzwischen 7 Todesfällen nach Schweinegrippe impfungen mit: "Es handelte sich in allen Fällen um Menschen, die sehr schwer krank waren. Die Betroffenen sind zum Teil an Reaktionen gestorben, die direkt im Zusammenhang mit ihrer Krankheit standen, so dass wir bis jetzt davon ausgehen müssen, dass die Impfung zufällig vorher in Anspruch genommen wurde". Das PEI sicherte zu, weiterhin alle Fälle genau zu beobachten. Dazu werden auch weiter Meldungen zu Nebenwirkungen gesammelt - siehe Info. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
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