NEWS vom 20.11.2009
H1N1 Virus beim mutieren "erwischt"
20.11.2009 - Der Fall war so: Ein 13-jähriger Junge in Kanada infizierte sich mit Schweinegrippe. Er bekam das Grippemittel Tamiflu, genauso wie seine 50-jährige Mutter, die 15 und 18 Jahre alten Schwestern und der 59-jährige Vater. Bei ihm jedoch schlug Tamiflu nicht an. Die Forscher vom Centre Hospitalier Universitaire untersuchten die Viren des Jungen und des Vaters und kamen H1N1 auf die Schliche. Es war mutiert! Das Fatale: Das Grippemittel selber hatte den Virus dazu gebracht. Tamiflu blockiert normalerweise eines der Viren-Proteine. Das Virus hatte also einfach eine Aminosäure ausgetauscht und war somit um 400x weniger empfindlich gegen das Grippemittel. Schon kleine Mengen von Tamiflu im Körper des Vaters hatten zur Mutation geführt. In Deutschland wird Tamiflu nur sparsam in schweren Fällen eingesetzt. In Japan ist es ganz verboten für alle unter 18 Jahren. In Norwegen ist es inzwischen frei in der Apotheke erhältlich. (Text: © Kiwi Vision, Daten: n-TV)
Infizierter Bayer in Salzburg gestorben
20.11.2009 - Sein Fall ist schon etwas besonders: Weil der 41-Jährige Mann aus Bayern seine Schweinegrippe Infektion unterschätzte und nicht behandeln ließ, musste er Ende Oktober in die Salzburger Landeskliniken eingeliefert werden - wir berichteten. Dort blieb sein Zustand 14 Tage lang schlecht. Mit akutem Lungenversagen lag er im künstlichen Koma. Schließlich besserte sich sein Zustand. Man überlegte sogar, ihn auf eine Normale Station zu verlegen. Dann heute der Schock: Gehirnblutungen - Tot. Nehmen Sie diesen Fall als Mahnung. Verschleppen Sie nicht ihre Grippe sondern gehen Sie damit zum Arzt. Besonders, wenn Sie gesundheitlich vorbelastet sind. Die Schweinegrippe verläuft zwar in der Regel mild. Es gibt aber immer die berühmten Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Die Liste der Deutschen Schweinegrippe Todesfälle ist inzwischen auf 37. Fälle angewachsen. Wir wünschen ihnen ein schönes Wochenende. Bitte bleiben Sie gesund! (Text: © Kiwi Vision, Daten: derStandard.at)
Schweinegrippe Panik ist schlimmer wie der Virus
20.11.2009 - Britische Forscher haben in Computermodellen aufgezeigt, welchen Volkswirtschaftlichen Schaden die Pandemie haben wird. Dabei ergab sich eine Verringerung des Bruttosozialproduktes um 4,5 Prozent für den Fall, das viele Menschen sterben. Hingehen ist der wirtschaftliche Schaden bedeutend höher, wenn Menschen aus Angst vor Ansteckung der Schule oder dem Arbeitsplatz fern bleiben, so die Gesundheitsökonomen der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Schulschließungen sollten also nur bei außergewöhnlichen Umständen in Erwägung gezogen werden. Denn schließen Schulen sind Eltern schulpflichtiger Kinder ebenfalls gezwungen, der Arbeit fern zu bleiben und die Kinderbetreuuung zu übernehmen. Die Schweinegrippe Impfung ist aus Volkswirktschaftlicher Sicht sogar billiger, als die Wirtschaftsverluste bei Millionen kranken Arbeitsnehmern. Panik ist also denkbar ungünstig. Ein Fakt, der den Machern des britische National Health Service sicher nicht bewusst war. Ihre Videoanleitung zum richtigen Niesen schürt in der Bevölkerung mehr Ängste als das deutsche Video des Robert-Koch-Institut. (Text: © Kiwi Vision, Daten: taz, Süddeutsche)
Frankreich: Franzosen verweigern die Schweinegrippe Impfung
20.11.2009 - Zwei von drei Franzosen wollen sich auf keinen Fall impfen lassen. Nur jeder Zehnte Krankenhausmitarbeiter machte von der kostenlosen Schweinegrippe Impfung in Frankreich bisher gebrauch. Meldungen über Nebenwirkungen verunsichern die Bevölkerung. Dabei stehen Impfstoffe für jeden Franzosen zur Verfügung. Inzwischen starben 48 Menschen an Schweinegrippe, 150 Schulen sind zur Zeit geschlossen. Die Regierung hofft nun auf höheres Impfinteresse, wenn auch Hausärzte impfen. Bisher war die Impfung nur in eigens eingerichteten Impfzentren in Schulen oder Turnhallen möglich. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ARD)
Weltweit 65 Millionen Menschen geimpft - WHO zufrieden
20.11.2009 - Die WHO zieht eine erste positive Bilanz. Grundlage dazu sind Daten aus 16 von 40 Ländern. 80 Millionen Impfdosen wurden demnach verteilt. Laut Hochrechnungen haben sich bisher ca. 65 Millionen Menschen weltweit gegen Schweinegrippe impfen lassen. Dabei habe sich die Sicherheit der verwendeten Impfstoffe als ausgezeichnet erwiesen. "Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend", so die WHO. Dabei sehen die Gesundheitsexperten die "Notwendigkeit einer strengen Überwachung der Sicherheit." Meldungen über "Schwellungen, Rötungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle" hatte man häufig erwartet. Seltene Fälle vom Guillain-Barré-Syndrom wurden bisher in 10 Fällen gemeldet, soviel wie auch ohne Impfung bei dieser Menschenmasse aufgetreten wären. "Eine kleine Anzahl von Todesfällen ist bei Menschen aufgetreten, die geimpft worden sind." Keiner der Fälle stand laut WHO im Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung. Immer hätten schwere Vorerkrankungen bestanden, die auch zum Tot führten. Man wird weiter die Massenimpfung beobachten um zu zeigen, das Pandemische Impfstoffe die gleiche "hervorragende Sicherheit haben, wie saisonale Influenza-Impfstoffe". (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO)
Sarah Conner hat Schweinegrippe
20.11.2009 - Die deutsche Pop-Queen liegt flach. Grund: Schweinegrippe. Die 29-jährige Ex von Marc Terenzi und Mutter von 2 Kindern meldete sich jetzt auf ihrer Homepage zu Wort: "Leider hat die Schweinegrippe vor ein paar Tagen auch Sarah Connor erwischt." Sie selber kommentiert dies so: "Hey ihr Süssen, ich wollte mich nur schnell melden und euch versichern, dass es uns dreien gut geht." Ein Auftritt in einer Kindersendung musste jedoch verschoben werden. Jetzt fährt Sarah erstmal den Schongang um Kräft zu sammeln. Zuvor hatten sich bereits andere Promis infiziert. Darunter Sarah Kreuz (DSDS 2009), die Sugababes, Rupert Grint aus Harry Potter sowie Backstreet Boy Brian Littrell. Alle haben die Infektion gut überstanden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: blick.ch)
Deutschland: Erneut Schweinegrippe Tote - Nr. 26 bis 38
20.11.2009 - Erneut gab es Todesfälle nach Schweinegrippe Infektionen. Erstmals starb in Mecklenburg-Vorpommern eine 56-jährige Frau aus dem Landkries Ludwigslust. Sie hatte zuvor Diabetis und Adipositas. Die genaue Todesuirsache wird noch untersucht. Hingegen ist bei einem 43-Jährigen aus Thüringen H1N1 als Todesursache bereits bestätigt. Der Mann war gesistig behindert und litt an einer Muskelerkrankung. Vor zwei Tagen starb eine 24-jährige Frau aus Sonneberg, ebenfalls Thüringen. Auch hier haben Risikofaktoren vorgelegen. Eine 21-Jährige Frau aus dem Raum Gießen/Hessen ging mit deutlichen Grippesymptomen ins Bett und wurde morgens leblos gefunden. Ob H1N1 die Todesursache war, klärt im Moment die Gerichtsmedizin. In Schleswig-Holstein starb heute ein 83 -Jähriger. Der Mann aus Kiel litt an einer Lungenentzündung und chronischen Erkrankungen. Zusammen mit Fällen die dem RKI vermittelt wurden und nicht durch die Deutsche Presse gingen zählen wir nun 38 Todesfälle durch die Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp, Schenefelder Tageblatt, Gießener Anzeiger)
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