NEWS vom 24.11.2009

Schweinegrippe durchmachen schützt besser, als Impfung

24.11.2009 - Das zumindest behaupten niederländische Forscher. Wer eine Infektion mit einem echten Erreger durchläuft, also an Grippe erkrankt, hat danach ein viel breiteres Spektrum an Abwehrkräften als derjenige, der sich der saisonalen Grippe-Impfung unterzieht - so das Team um Rogier Bodewes vom Erasmus Medical Center der Universität Rotterdam. Besonders Kinder sind dabei "unbeschriebene Blätter" in Sachen Immunabwehr. Eine sehr frühe Impfung könne den Aufbau eines breiten Abwehrschildes blockieren. Wer eine milde Grippe gut übersteht ist im Anschluss besser gegen weitere Grippewellen geschützt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FAZ)

Kanada: GlaxoSmithKline ruft Impfstoff zurück

24.11.2009 - Demnach sei es bei einer Charge, die 172.000 Einheiten zu überdurchschnittlich vielen Anaphylaxien (Allergischer Schock, der tötlich enden kann) gekommen. Es handelt sich hierbei um den Impfstoff Arepanrix, der in Deutschland nicht verwendet wird. Er sei dem in Deutschland verwendeten Pandemrix "sehr ähnlich, aber nicht identisch", sagte ein Sprecher von GSK. Auch die WHO gibt ein Statement zu den kanadischen Zwischenfällen: "Wir müssen verstehen, was in Kanada passiert ist", sagte WHO-Sprecher Thomas Abraham. Wieviele der nun zurückgerufenen Impfdosen schon benutzt wurden, ist nicht bekannt. "Der Rückruf in Kanada hat keine Auswirkungen auf Deutschland" betonte der Sprecher von GSK. Die in Deutschland gemeldeten Nebenwirkungen und ihre Anzahl lägen bisher im erwartbaren Maß. Wer Nebenwirkungen nach der Schweinegrippe Impfung feststellt, ist aufgerufen, diese drinegnd zu melden. Wohin Sie sich wenden können, finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel, WHO)

Franzosen stürmen Schweinegrippe Impfstellen

24.11.2009 - Nachdem erst niemand die Schweinegrippe Impfung in Frankreich in Anspruch nehmen wollte (wir berichteten), werden nun die Impfzentren gestürmt. Allein letzten Samstag ließen sich 70.000 Menschen immunisieren. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot versprach heute, dass die Öffnungszeiten nun verlängert werden, da sich teilweise stundenlange Wartezeiten ergaben. 25 Todesfälle in der letzten Woche hatten vermutlich die Impflust der Franzosen entfacht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)



Weltweit über 526.060 Fälle von Schweinegrippe, 7860 Tote

Entwicklung Schweinegrippe

24.11.2009 - Die WHO registriert aktuell besonders in der nördlichen Hemisphäre eine Zunahme der Schweinegrippe Fälle. In Nordamerika und Teilen Europas werden besonders starke Ausbreitungen registriert. In Europa betrifft dies Serbien, Moldawien, Norwegen, Litauen und Georgien sowie Weißrussland, Bulgarien, Rumänien und die Ukraine. Einige Länder scheinen den Höhepunkt der Schweinegrippe Welle bereits erreicht zu haben. Dazu zählen Island, Irland und Nordirland. In der tropischen Zone von Nord- und Südamerika zieht langsam Ruhe ein, nachdem dort der Winter vorbei ist. Aus der südlichen Hemisphäre erhält die WHO kaum noch neue Meldungen. Aus 206 Ländern liegen Daten vor, wobei manche Länder die Zählung einstellen mussten - siehe Zahlen Infizierte. Zur Impfkampagne meldet die WHO, das weltweit 80 Millionen Impfdosen verteilt wurden und bereits 65 Millionen Menschen geimpft sind. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO)

Schweinegrippe: Usbekistan schließt Grenze zu Kasachstan

24.11.2009 - Die Grenzen sind zu am Aral See. Wie das kasachische Außenministerium am Montag mitteilte, traf Usbekistan die Entscheidung zur kompletten Grenzschließung zwischen den beiden Ländern. Zuletzt waren immer mehr Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. Vermutlich soll mit der Grenzschließung die Ausbreitung gestoppt werden. Eine offizielle Stellungnahme gab es noch nicht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Reuters)

Schweinegrippe Impfung schützt auch gegen Mutationen

24.11.2009 - Viele Bürger sind beunruhigt, dass die Schweinegrippe Impfung bei den neu entdeckten Mutationen des H1N1 Virus nicht mehr wirken könnte. Das Robert-Koch-Institut gibt Entwarnung. In Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation kann davon ausgegangen werden, dass die verwendeten Spaltimpfstoffe (wie Pandemrix) auch noch bei veränderten Viren wirken. In Norwegen und Großbritannien hatten Ärzte mutierte Erreger nachgewiesen, wobei in Großbritannien eines der Grippemittel versagte. Laut RKI gibt es etwa 60 Fälle, in denen Grippemittel resistente Viren gemeldet wurden. Zudem handele es sich bei den Mutation um Einzelfälle, die isoliert werden konnten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Süddeutsche)

US-Weihnachtsmänner fordern Schweinegrippe Impfung

24.11.2009 - In einem Monat ist Heilig Abend. In den USA sind die Weihnachtsmänner sehr besorgt und fordern eine Bevorzugung bei der Schweinegrippe Impfung. Agenturen, die Weihnachtsmänner vermitteln, nehmen die Warnung des "Telegraph" sehr ernst, nach der Santa Claus Besuch in unzähligen Wohnzimmern zum Hauptverbreitungspunkt für den Virus werden könnte. Den Weihnachtsmännern wird zudem geraten, die Handschuhe wegzulassen, statt dessen häufig die Hände zu waschen und auch das Kostüm einmal öfter zu reinigen. So gut vorbereitet kann Weihnachten ja kommen - ho ho ho. (Text: © Kiwi Vision, Daten: FinanzNachrichten)

9 weitere Schweinegrippe Todesfälle - Nr. 46 bis 54

Schweinegrippe Tote Deutschland

24.11.2009 - Wie die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Gießen bestätigte, ereignete sich ein weiterer H1N1 Todesfall im Kreis. Es handelt sich um einen 48-jährigen, der "mehrere schwere Grundleiden" gehabt hatte und bei dem die Schweinegrippe ebenfalls festgestellt wurde. Der Mann starb im Gießener Universitätsklinikum. Man erwartet auch hier mit steigenden Fällen mehr schwere Verläufe und weitere Todesfälle. Allein in der letzten Woche wurden im Raum Gießen 140 Fälle neu vom Labor bestätigt. Dabei bildet diese Zahl nur einen Bruchteil der tatsächlichen H1N1-Fälle ab, da die Labordiagnose nicht mehr generell durchgeführt wird. Aus dem Raum Burghausen starb am Samstag eine 59-jährige Frau im Universitätsklinikum Regensburg an ihrer H1N1-Infektion. Auch der Mann der 59-jährigen kam mit schwersten H1N1 Symptomen ins Krankenhaus und wurde komatös weiterverlegt nach München. Dort soll er sich auf dem Weg der Besserung befinden. Dies teilte die Pressestelle des Landratsamtes mit. In Bremerhaven verstarb eine 31-Jährige, die zuvor kerngesund war. Eine Lungenentzündung in Folge der H1N1-Infektion ist die Todesursache laut Obduktion. Die Senatorin Bremens verwies in dem Zusammenhang auf das Impfangebot der Stadt. Seit dieser Woche besteht es auch für Kinder, Jugendliche, Lehrer und Erzieher. In der folgenden Woche können sich dann alle Bremer impfen lassen. Im Kreis Düren ist ein 53-Jährigen aus Langerwehe im Uniklinikum Aachen verstorben. Auch er hatte eine Lungenzündung in Folge einer H1N1 Infektion. Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) äußerte sich betroffen über drei neue Todesfälle. Es starben 47 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Cloppenburg ohne Vorerkrankungen, ein zweieinhalb Monate alter SäuglingRegion Wolfsburg/Gifhorn aus der und eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Osnabrück. In Rheinland-Pfalz verstarb am Montag ein 15-jähriges Mädchen aus Idar-Oberstein. Sie hatte Vorerkrankungen durch die die Lunge geschwächt war. In Solingen starb eine 32 Jahre alte Frau mit erheblichen Vorerkrankungen. Damit sind inzwischen 54 Menschen an Schweinegrippe in Deutschland gestorben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Lauterbacher Anzeiger, PNP, Nordseezeitung, Goettinger Tageblatt)

NEWS vom 23.11.2009

Erstmals Katze an Schweinegrippe gestorben

23.11.2009 - Aus dem US-Bundesstaat Oregon wird von einer Katze berichtet, die an den Folgen des Schweinegrippe gestorben ist. Anfang November war bereits die Meldung eingegangen von einer infizierten Katze aus dem Staat Iowa - wir berichteten. Ein tierischer Todesfall ist nun das erste Mal aufgetaucht.Die Besitzerin der 10 Jahre alten Katze Buddy Lou sagte dazu: "Ich hätte niemals, niemals gedacht, dass eine Katze sich bei Menschen anstecken kann". Auch Puten, Frettchen und Schweine infizierten sich bisher schon mit H1N1. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Vier neue Schweinegrippe Todesfälle, inzwischen 45

Schweinegrippe Tote Deutschland

23.11.2009 - Im niedersächsischen Kreis Grafschaft Bentheim ist ein 11-jähriges behindertes Mädchen an Schweinegrippe verstorben. Auch seine Familie hatte sich infiziert. Zuvor starben bereits 2 Menschen (52 und 57 Jahre) in Niedersachsen - siehe Liste. In der Berliner Charité starb bereits am Sonntag eine 64-Jährige, die sich mit Schweinegrippe infizierte und zudem eine bakterielle Lungenentzündung bekam. Sie ist die zweite H1N1 Tote in Berlin. In Rheinland Pfalz starb am Freitag eine 8-Jährige. Das Kind hatte weder Vorerkrankungen noch sonstige Risiken, wie die Uniklinik in Mainz bekanntgab. Das Kind ist der zweite Schweinegrippe Fall in Rheinland-Pfalz. Am Samstag ist ein 56-jähriger Mann aus dem Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg verstorben. Er hatte laut Klinikum Herzberg bereits mehrere Vorerkrankungen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: newsclick.de, ddp, AFP, Lausitzer Rundschau)



Das steht uns bevor - Lehren aus Australien

23.11.2009 - In Australien herrschte die Schweinegrippe im Zeitraum von April bis Oktober besonders heftig. Da war in Australien Winter. Die Erfahrungen von dort können helfen, das bevorstehende Szenario realistisch einzuschätzen. Australien ist vom Lebensstandard und der Gesundheitsversorgung der Deutschen recht ähnlich, auch wenn es sehr viel dünner besiedelt ist. In Australien mutierte das Virus nicht. Inzwischen jedoch ist es weitere Monate unterwegs. Das es seine Struktur versucht zu ändern, zeigte sich am Wochende in Norwegen, Kanada und England. Weiterhin starben in Australien 169 Menschen. In normalen Grippejahren sind es bei uns bis zu 3.000 Menschen. Besonders oft kämpften Ärzte um das Leben von Menschen mit Lungenentzündungen. Die große Masse der Infizierten überwand die Infektion ohne Probleme. Jedoch waren besonders oft junge Menschen infiziert. Einziges Problem, was uns laut australischen Erfahrungen bevor steht: Die Zahl der Intensivbehandlungen lag um 15 mal höher, wie üblich im Winter. Sonst jedoch machte H1N1 alles andere als den Anschein, besonders gefährlich zu sein. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Göttinger Tageblatt)



Mannheim: Schwangere Lehrerinnen können zu Hause bleiben

23.11.2009 - Für den Raum Nordbaden empfiehlt das zuständige Schulamt in mit Sitz in Mannheim schwangeren Lehrerinnen absofort zu Hause zu bleiben. Nach wie vor geht für Schwangere und ihr ungebohrendes Kind die größte Gefahr von der Schweinegrippe aus. Mehrfach kam es durch Schweinegrippe Infektionen zu komplizierten Stationären Behandlungen, Früh- und Fehlgeburten sowie Todesfälle. Zudem steht eine Grippe in der Schwangerschaft in dem Verdacht, die ungeborenden Kinder nachweislich in ihrer Intelligenz einzuschränken - wir berichteten. Eine Impfung für Schwangere soll erst Anfang Dezember zur Verfügung stehen. Deswegen geht es für schwangere Lehrerinnen in Baden-Württemberg jetzt in den Zwangsurlaub. Diese Maßnahme hat natürlich nur Sinn, wenn die Schwangeren auch im Zwangsurlaub Ansteckungsquellen meiden. Partnern von Schwangeren wird empfohlen sich impfen zu lassen. Menschenmassen (einkaufen gehen, Veranstaltungen) sollten gemieden werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Rhein-Neckar-Zeitung)



Weltweit 7.632 Schweinegrippe Tote, 579 in der letzten Woche

Schweinegrippe Tote

23.11.2009 - Wie jeden Montag veröffentlichen wir die aktuellen Zahlen der Schweinegrippe Toten weltweit. Die Zahlen stammen vom Europäischen Zentrum für Seuchenkontrolle (ECDC) und beinhalten die bis 22.11.2009 gemeldeten Todeszahlen. Dabei ist zu beachten, das nicht alle Nationen regelmäßig ihre Zahlen melden, nicht überall gleich gezählt wird und sich in der Zwischenzeit auch wieder ein neuer Stand ergeben haben kann. Insofern geben die Zahlen immer nur ein statistisches Abbild der Wirklichkeit, kein 100 prozentiges. In Europa gab es erstmals Todesfälle in der vergangenen Woche in Dänemark, Littauen, Bosnien und Mazedonien. Spitzenreiter in der vergangenen Woche war erneut die Türkei mit 33 neuen Todesfällen, ebenso Italien (33), gefolgt von Großbritannien (31). Danach folgten Spanien (27) und Frankreich (25). Mit etwas Abstand meldete Deutschland 11 neue Todesfälle. Serbien (7), Schweden (6), die Niederlande (6) schließen sich an. Finnland (5), Norwegen (5) und Portugal (5) trieben ebenfalls die Statistik nach oben. So zählt Europa inzwischen 746 Todesfälle. Das Land mit den meisten Todesfällen in der vergangenden Woche war Mexiko (91), gefolgt von Kanada (89) und dem Iran (50). In Indien (39) kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Weltweit starben in der 47. KW 579 Menschen an Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)

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