NEWS vom 25.11.2009

Deutschland: Über 132.965 Fälle von Schweinegrippe

25.11.2009 - Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI hat die Zahlen aus der 47. KW veröffentlicht. Mit Datenstand vom 24.11.2009 verzeichnet die AG 132.965 Infektionen mit Schweinegrippe seit Ende April. Der Anstieg in der letzten Woche beträgt erneut 46.311 Neumeldungen. Damit verdoppelten sich in der 5. Woche in Folge die Fälle - siehe Grafik. Die AG erinnert, das Aufgrund der Umstellung der Zählungsweise dies nicht das realistische Bild sein muss. Es wird damit gerechnet, dass das tatsächliche Ausmaß in Deutschland noch viel schlimmer ist. Bundesweit liegen die Werte im stark erhöhten Bereich. In Bayern scheint unterdessen der Höhepunkt der Virusaktivität überschritten zu sein. Bisher zählte man dort 15 Tote. Die Grippewelle breitet sich nun nach Norden und Osten aus, wie die nebenstehende Karte zeigt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: PEI)

451 Fälle von Nebenwirkungen nach Schweinegrippe Impfung

25.11.2009 - Das Paul-Ehrlich-Institut hat Meldungen von Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung gesammelt und mit Stand vom 19.11. veröffentlicht. Inzwischen wurden von Ärzten, Apothekern, Gesundheitsämtern und pharmazeutischen Unternehmern 451 Fälle gemeldet. Fälle, die Bürger direkt an das Paul-Ehrlich-Institut meldeten, wurden nur gezählt, wenn bei Rücksprache mit dem Hausarzt der Fall bestätigt wurde. 149 Meldungen (33 %) beinhalteten schwerwiegende Nebenwirkungen der H1N1-Impfung. 8-10 Millionen Impfdosen wurden bisher ausgeliefert und ca. 4,8 Millionen Dosen wurden verimpft. Von den 1.699 unerwünschten Ereignissen wurde am häufigsten Kopfschmerz, Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Ermüdung, Schwindel und Erbrechen gemeldet. Im Vergleich zu Meldungen von Nebenwirkungen bei der saisonalen Grippeschutzimpfung im Jahr 2000 beobachtet das PEI keine besondere Häufung der Fälle. Weiterhin wurden dem PEI 10 Todesfälle nach der Schweinegrippe Impfung bis 19.11. gemeldet. In allen Fällen konnte die Obduktion die Todesursache bestehenden Vorerkrankungen zuschreiben. Nur in einem Fall bleibt die Todesursache ungeklärt. Laut statistischem Bundesamt starben 2007 in einem Wintermonat 70.000 Deutsche. Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung können also immer vorkommen. Zwei deutsche Verdachtsfälle auf ein Guillain-Barré-Syndrom in Folge der Impfung bestätigten sich nicht. In 8 Fällen kam es zu Entzündungen von Nerven (Neuritis), deren Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. In 6 Fällen gab es Lähmungserscheinungen (Paresen). Auch von Autoimmunreaktionen, Infarkten, Krämpfen und neurologische Störungen wird berichtet - siehe Bericht. Das Paul-Ehrlich-Institut sieht in all dem: "kein Hinweis auf eine geänderte Nutzen-Risiko-Abwägung für Pandemrix." (Text: © Kiwi Vision, Daten: PEI)

Leipziger Ärzteteam rettet Ukrainer das Leben

25.11.2009 - Ein Ärzteteam der Uniklinik Leipzig hat in Zusammenarbeit mit dem ADAC und einem Team der Uniklinik Erlangen einen schwerstkranken Ukrainer nach Leipzig geflogen. Der Mann litt nach einer Schweinegrippe Infektion an einem lebensbedrohlichem Lungenversagen und konnte in der Ukraine nicht mehr adäquat versorgt werden. "Das war schon eine spektakuläre Verlegung und alles andere als banal", sagte Michael Meyer, Medical Director des ADAC-Ambulance-Service. (Text: © Kiwi Vision, Daten: LVZ)



Schweinegrippe Fälle in Deutschland steigen weiter

25.11.2009 - Vergangene Woche registrierte man in Nordrhein-Westfalen erneut 5.600 Neuinfektionen mit Schweinegrippe. Dabei müssen seit 14.11. nur noch schwere Fälle gemeldet werden. Die Meldepflicht für alle Schweinegrippe Fälle ist weggefallen. Die tatsächliche Zahl liegt also vermutlich deutlich höher. Ein ähnliches Bild ergibt sich in Bayern: Hier registrierte man ohne Meldepflicht für alle Fälle immer noch 4.624 neue Fälle von Schweinegrippe in der letzten Woche. Aus Baden-Württemberg werden 1.748 Neuinfektionen in der vergangenen Woche gemeldet. Bundesweit starben laut Medienberichte bereits 54 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe - siehe Liste. Das RKI bestätigte inzwischen 46 der gemeldeten Fälle als eindeutig durch den H1N1-Virus verursacht. An der Schweinegrippe Impfung starb laut offiziellen Berichten niemand. Nur 7 Todesfälle fielen in einen zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. H1N1 soll in keinem der Fälle die Todesursache gewesen sein sondern immer bestehende Vorerkrankungen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WDR, RKI, Seiten der Gesundheitsministerien)



Düsseldorf: Impfzeiten werden gekürzt

25.11.2009 - Ließen sich in den letzten 2 Wochen täglich tausende Düsseldorfer im Gesundheitsamt impfen und bildeten sich dadurch lange Warteschlangen, ist es nun ruhig geworden. Gestern kamen gerade mal 426 Düsseldorfer zur Immunisierung. Der Ansturm ist vorbei. Die 3 Ärzte sind längst nicht mehr Ausgelastet. Es herrscht Ratlosigkeit und der Verdacht, Ärztekollegen hätten Impf-Angst geschürt. "Jeder kann erzählen, was er will und muss nichts belegen", kritisiert Gesundheitsamts-Chef Heiko Schneitler. Inzwischen verbringe man viel Zeit damit, Impfängste zu nehmen. Wartezeiten gibt es inzwischen nicht mehr. Für kommende Woche überlegt man nun, wie man die Öffnungszeiten anpassen kann und die Bestellung neuer Impfstoffe reguliert werden müsste. Samstag soll gar nicht mehr geimpft werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP-online)



Schweinegrippe Folgen: Mexiko erhält Milliardenkredite

25.11.2009 - Mexiko ist ein Schwellenland. Von der Wirtschaftskrise und der Schweinegrippe schwer getroffen, gewährt die Weltbank einen Kredit von 1,3 Milliarden Euro. Damit sollen die Folgen der Schweinegrippe bezahlt werden und die mögliche zweite Grippewelle, die in diesem Winter erwartet wird, abgefedert werden. Mexiko kündigte an, damit unter anderem 10 Millionen Spritzen Schweinegrippe Impfstoff zu kaufen sowie 10 Millionen antivirale Mittel. Ende April war Mexiko 3 Wochen in einen Ausnahmezustand versetzt worden, woraufhin die Tourismusindustrie zusammenbrach. Damals lockte man Touristen sogar mit gratis Urlauben - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Nachrichten.at)

Mekka: Hadsch beginnt ohne Hatschi

25.11.2009 - In Mekka hat die größte Veranstaltung der Muslime begonnen - die Hadsch. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit deutlich weniger Besuchern. Nur knapp 2 Millionen Menschen werden erwartet. Viele Gläubiger verschoben die wichtigste Pilgerfahrt im Leben eines Muslim ins nächste Jahr. Am Flughafen in Dschiddah hat man Wärmebildkameras installiert, um fiebrige Passagiere identifizieren zu können. Zu den 100.000 Sicherheitskräften, die das Großereignis begleiten, kommen in diesem Jahr 20.000 Mediziner. Die Herkunftsländer der Pilger wurden aufgerufen, nur gesunden Menschen die Ausreise zu erlauben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Deutsche Welle)



Oliver Pocher hat Schweinegrippe

25.11.2009 - Am Donnerstag vergangene Woche zeigten sich bei Oliver Pocher die ersten Symptome. Da sich sein Zustand übers Wochenende nicht besserte, ließ er sich Montag untersuchen und sagte einen Termin ab. Das Testergebnis war positiv - Schweinegrippe. Das Gefährliche: Pochers Freundin Sandy Meyer-Wölden ist im 7 Monat schwanger. Sie ließ sich ebenfalls untersuchen und scheint gesund. Pocher zeigte sich darüber sehr erleichtert: "Mir geht es zwar aktuell nicht richtig gut. Aber das Wichtigste ist momentan, dass Sandy und unser Baby nicht vom Virus infiziert sind." Nach Sarah Kreuz (DSDS), Sarah Conner (Sängerin) und Tennisstar Tommy Haas ist er der vierte Deutscher Promi, dessen Schweinegrippe Infektion bekannt wurde. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Abendzeitung)

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