NEWS vom 26.11.2009

Nachruf Experten am Telefon zu H1N1

26.11.2009 - Die Besorgnis zur Schweinegrippe ist nachwievor groß in der Bevölkerung. Das stellte sich heute in der Expertensprechstunde heraus, die die Bild-Zeitung durchführte. Demnach gingen über 30.000 Anrufe ein und gut 1.500 Fragen kamen im Live-Chat an. Die wichtigste Frage war dabei: Wie lange geht das jetzt noch? Die Expertenantwort von Dr. Lars Schaade lautete: "Influenza-Pandemien verlaufen in Infektionswellen, die jetzige Welle wird in einigen Wochen abebben. Es ist möglich, dass es eine weitere Welle im Frühjahr 2010 gibt. Man kann auch davon ausgehen, dass das neue H1N1-Virus danach nicht verschwinden wird, sondern in den nächsten Jahren als normale saisonale Grippe zirkuliert." (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild)



Mönchengladbach: Todesfall nach Schweinegrippe Impfung

Tote Schweinegrippe Impfung

26.11.2009 - Ein 51-jähriger Mann ist 5 Tage nach seiner Impfung gegen Schweinegrippe gestorben. Der Mann litt zuvor bereits an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), eine tödlich verlaufende Nervenerkrankung, für die es keine Heilung gibt. Die Experten, bestehend aus Hausärztin, Neurologe und Gesundheitsamt, gehen jedoch davon aus, das es keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfall gibt. Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden inzwischen 10 weitere Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gemeldet. Nahe Mönchengladbach in Heinsberg starb ein 67-Jähriger am Mittwoch an den Folgen seiner Schweinegrippe Infektion. Der Mann war chronisch krank. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP-online)



Umfrage: Mehr Nebenwirkungen nach Impfung, wie publiziert

26.11.2009 -  Die Mitarbeiter der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg befragten telefonisch 310 Personen, die sich dort gegen die Schweinegrippe impfen ließen. Das Ergebnis: 82 % gaben Nebenwirkungen an der Injektionsstelle an und 43 % allgemeine Nebenwirkungen sagte Prof. Andreas Plettenberg, Leiter des ifi-Instituts. Damit hatte mindestens jeder zweite Probleme nach der Impfung. Von 10 Menschen hatten 8 Schmerzen. Meist waren die Nebenwirkungen nach 2 Tagen wieder verschwunden. Jedoch führten die Nebenwirkungen in einigen der Fälle zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit von 1 bis 2 Tagen. "Es stellte sich heraus, dass Frauen etwas mehr unter Nebenwirkungen litten als Männer, wofür wir noch keine Erklärung gefunden haben", so Pletztenberg weiter. 8 % würden sich in keinem Fall nochmal gegen Schweinegrippe impfen lassen. 204 hatten bereits Erfahrungen gesammelt mit der saisonalen Impfung. Experten betonen immer wieder, dass die umstrittenen Adjuvansen bereits seit Jahren in saisonalen Grippeimpfungen eingesetzt werden. Jedoch fanden 31 % der Patienten die Schweinegrippe Impfung schlechter verträglich. Das Paul-Ehrlich-Institut hatte gestern in seinem Wochenbericht erklärt, die Nebenwirkungen wären auf dem "üblichen Niveau". (Text: © Kiwi Vision, Daten: Hamburger Abendblatt)

Desinfektionsmittel bescheren Rekordumsätze 2009

26.11.2009 - "Das A und O bei der Infektionsprävention sind saubere Hände", sagt Dr. Michael Streek, Prokurist bei Schülke & Mayr. Das ist ein weltweit führender Hersteller von Desinfektionsmitteln in Norderstedt bei Hamburg. Bis zu 10 Millionen Bakterien leben im Durchschnitt auf einem Quadratzentimeter Haut auf der Hand des Menschen. 4.700 unterschiedliche Bakterienarten lokalisierten amerikanische Forscher. 150 verschiedene Arten trägt dabei jeder Mensch auf seinen Händen. Frauen etwas mehr, wie Männer. Schülke & Mayr´s Desinfektionsmittel basieren auf Alkohol. "Damit sind alle Bakterien und Viren auf der Hand innerhalb von 30 Sekunden abgestorben", so Streek. 2008 war bereits das erfolgreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte. 2009 toppt die Schweinegrippe und der dadurch mögliche Absatz an Waschlotionen, Handdesinfektionsmittel und Tücher für die Flächendesinfektion (siehe Shop) nochmals das Vorjahresergebnis. In drei Schichten und sogar am Samstag wird produziert. 368 Mitarbeiter sind in Nordersted beschäftigt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Hamburger Abendblatt)



Experten zur Schweinegrippe am Telefon

26.11.2009 - Die Bildzeitung hat eine Telefonaktion ins Leben gerufen, bei der Bürger die Experten des Gesundheitswesens zur Schweinegrippe und der Impfung ausfragen können. Die Aktion geht von 11 Uhr bis 12:30 Uhr. Hier die Telefonnummern, unter denen Sie die Experten erreichen:

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler - 01802/ 4688 01
Ministerialdirigent im BGM Dr. Arnold Schreiber - 01802/ 4688 08
Experte übertragbare Infektionen BGM  Dr. Walter Haas - 01802/ 4688 04
Experte für Infektionsschutz & Hygiene Dr. Lars Schaade - 01802/ 4688 07
Präsident des RKI Professor Jörg Hacker - 01802/ 4688 03
Robert Koch-Institut Dr. Ole Wichmann - 01802/ 4688 06
Präsident des PEI Professor Johannes Löwer - 01802/ 4688 02
Paul-Ehrlich-Institut Dr. Michael Pfleiderer - 01802/ 4688 05

Die Anrufe kosten je 6 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobil kann abweichen. Im Anschluss ist Dr. Lars Schaade, Experte auf den Gebieten Infektionsschutz, Hygiene & Epidemiologie sowie Impfempfehlung, ab 13 Uhr im Live-Chat unter Bild.de und beantwortet noch über 1 Stunde ihre Fragen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bildzeitung)



Schweiz: Viertes Schweinegrippe Todesopfer

26.11.2009 - Ein 45-jähriger Schweizer ist im Kanton Obwalden vergangenen Samstag tot aufgefunden. Der gesundheitlich vorbelastete Mann starb laut Untersuchung an einer Schweinegrippe Infektion. Zuvor waren zwei Frauen im Alter von 54 und 46 Jahren gestorben sowie ein Säugling. Damit zählt die Schweiz 4 Todesfälle. In Österreich sind es bisher 3 H1N1 Todesfälle. Deutschland zählt schon 54 - siehe Liste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Schweizer Fernsehen)

China: Mutierte Schweinegrippe Viren nun auch hier

26.11.2009 - Ein genetisch veränderter H1N1-Virus wurde in 8 Fällen auf dem chinesischen Festland entdeckt. Der Direktor des nationalen Influenza-Zentrums, Shu Yuelong, gab sofort Entwarnung. Sowohl Grippemittel schlagen an wie auch die Impfstoffe. Da Viren immer mutieren, werden wir auch in Zukunft solche Berichte erhalten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

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