NEWS vom 28.11.2009

Schweinegrippe-Welle zu Ende?

28.11.2009 - Erste Anzeichen für einen Rückgang der Neuinfektionen mit Schweinegrippe werden von allen Bundesländern verzeichnet. In Bayer sind die Zahlen der Neuinfektionen schon seit 2 Wochen rückläufig. "Das ist ein zarter Trend", so die Sprecherin des Robert-Koch-Institutes. Es gibt aber auch Skepsis, "Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war." so der Chefarzt des hannoverschen Kinderkrankenhauses. Inzwischen sollen 4,8 Millionen Deutsche bereits geimpft sein. Der Impfstoff für Schwangere soll in einer Woche zugelassen werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: rp online)



9,6 Millionen Impfstoffdosen

28.11.2009 - Bis Montag sollen 9,6 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix an die einzelnen Bundesländer ausgeliefert sein, bis Jahresende sogar 20 Millionen Impfdosen. Damit übersteigt die Menge des ausgelieferten Schweinegrippe-Impfstoffes die zugesagte Menge von 9,3 Millionen Dosen Impfstoff zum Ende des Novembers. Damit kann von einer Impfstoffknappheit keine Rede mehr sein. Friedrich Hofmann, Vorsitzender der Ständigen Impfkommision, empfiehlt unterdessen älteren Menschen sich auch gegen Pneumokokken impfen zu lassen, "da diese Viren häufig eine bösartige Verbindung mit den Influenzaviren eingehen". (Text: © Kiwi Vision, Daten: ap)



1000 Schweinegrippe-Tote in einer Woche

28.11.2009 -  Die WHO teilte am Freitag in Genf mit, daß binnen einer Woche die Zahl der Toten durch Schweinegrippe weltweit um 1000 gestiegen ist. In der vergangenen Woche meldete die WHO weltweit 6750 Tote, mittlerweile sind es (Stand Freitag 27.11.2009) 7826 Tote. Außerdem nimmt die WHO an, daß die nördliche Erdhalbkugel den Höhepunkt der Schweinegrippepandemie erreicht hat. (Text: © Kiwi Vision, Daten: afp)



Toter bei Hadsch

28.11.2009 - Wie die saudi-arabischen Behörden mitteilten ist bei der islamischen Pilgerfahrt Hadsch 1 Pilger an der Schweinegrippe gestorben. Der 70jährige stammte aus Pakistan. Um die Infektionen mit Schweinegrippe zu verhindern, hatte Saudi-Arabien strenge Maßnahmen ergriffen. Wie sich jetzt zeigt ohne Erfolg. 2 Millionen Menschen nehmen an der Hadsch teil und schon im vorfeld gab es 4 Tote, die an der Schweinegrippe gestorben sind. Wird durch die Hadsch eine neue Welle der Schweinegrippe ausgelöst? (Text: © Kiwi Vision, Daten: tt.com)

Mutiertes Schweinegrippe-Virus nun auch in Frankreich

28.11.2009 - In Frankreich ist nun auch nach Norwegen und Großbritannien ein mutiertes Schweinegrippe-Virus nachgewiesen worden. Bei 2 Patienten die gestorben sind, wurde das mutierte Virus laut Gesundheitsbehörden in Frankreich festgestellt.  Es wird nun geprüft inwiefern sich das Virus auf den Krankheitsverlauf und die Ansteckung auswirkt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: sueddeutsche.de)

Tote Schweinegrippe Impfung

Junger Mann nach Schweinegrippe-Impfung gestorben

28.11.2009 - Am Freitag ist ein junger Mann in Karben gestorben, der sich am Vortag gegen Schweinegrippe hat impfen lassen. Wie der Wetteraukreis mitteilte hat der junge Mann an einer chronischen Vorerkrankung gelitten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: faz.net)

NEWS vom 27.11.2009

Schweiz: Jeder fünfte Schweizer bereits geimpft

27.11.2009 - Die Schweiz hat 7,7 Millionen Einwohner. Gesundheitsminister Didier Burkhalter sagte heute, das bereits 20 % der Bevölkerung geimpft sind. Experten sprechen davon, das bei einer Durchimpfungsrate von 30 % der Bevölkerung eine Pandemie mit relativer Sicherheit aufgehalten werden kann. Dies scheint bald geschafft. Dabei startete die Impfung in der Schweiz erst Anfang November, 2 Wochen später, wie in Deutschland. Erst seit einer Woche wird die breite Bevölkerung immunisiert. Deutschland ist mit seinen 82 Millionen Einwohnern und nachlassendem Impfinteresse noch weit von der 30 % Marke entfernt. Auch in der Schweiz kam es dabei zu mehreren Zwischenfällen mit Nebenwirkungen. 75 registrierte Fälle gingen auf das Konto des Impfstoffes Pandemrix, der auch in Deutschland verwendet wird. 16 x gab es Auffälligkeiten beim schweizer Impfstoff Focetria und 0 Meldungen verursachte bisher Celtura, was jedoch erst seit kurzem im Einsatz ist. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Thurgauer Zeitung, blick.ch)

Weitere Schweinegrippe-Tote in Niedersachsen und NRW

Schweinegrippe Tote

27.11.2009 - In Göttingen starb ein 38-Jähriger an den Folgen seiner Schweinegrippe Infektion. Laut Sozialministerium gab es somit bereits 7 Tote in Niedersachen, 65 in ganz Deutschland. Der Mann galt als Risikopatient mit mehreren Vorerkrankungen. Nach wie vor herrscht in Niedersachsen zudem ein Impfstoffmangel. Das Land wartet insgesamt auf 4,85 Millionen Impfdosen. In Düsseldorf starb ein 3-Jähriger an der Uniklinik. Er war mit H!N1 infiziert, was zu Lungenversagen führte. (Text: © Kiwi Vision, Daten: newsclick, RP-Online)

Münster: 73-Jährige stirbt nach Schweinegrippe Impfung - Nr. 12

Tote Schweinegrippe Impfung

27.11.2009 - Erneut kam es zu einem Todesfall im zeitlichen Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung. Dieses Mal starb eine 73 jährige Frau aus Münster, die sich hatte gestern impfen lassen. Heute starb sie. Eine Obduktion wurde angesetzt, so die Staatsanwaltschaft Münster. Die Frau ist der 12. Fall in Deutschland, der bekannt geworden ist. Zu den ersten 10 Fällen wird von offizieller Seite ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen. Gestern wurde der Fall eines 51-jährigen aus Mönchengladbach bekannt, der ebenfalls nach der Impfung verstarb. An der Schweinegrippe selber starben laut RKI und Medienberichten inzwischen 64 Menschen - siehe Liste. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Münstersche Zeitung)

Berlin: Schweinegrippe in der Hauptstadt angekommen

27.11.2009 - Binnen 1 Woche diagnostizierten Berliner Labore 2.000 Neuinfektionen bei den Hauptstädtern. Dies ist der stärkste Anstieg seit April, der verzeichnet wurde und das, obwohl nur noch schweren Krankheitsverläufen eine Laboruntersuchung zugestanden wird. Die Dunkelziffer an Infizierten sollte also um ein Vielfaches höher liegen. Insgesamt zählt man in der Hauptstadt nun 5.231 Schweinegrippe Infizierte und 2 Todesfälle. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Berliner Zeitung)



Behörden raten zu zwei Impfungen - überflüssig?

27.11.2009 - Kinder bis 9 Jahre und Menschen über 60 Jahre sollen laut Zulassungsbehörden 2 Impfungen gegen die Schweinegrippe erhalten. Mehrfach wurde bereits bestätigt, das Aufgrund der Wirkungsverstärker (Adjuvansen) eine genügend hohe Immunantwort auch bei der ersten Impfung hervorgerufen wird. 98 - 100 % der geimpften entwickeln demnach auch schon nach der ersten Impfung den vollen Schutz. Dennoch hat sich an der Empfehlung der Zulassungsbehörden noch nichts geändert. Ärzte werden aufgerufen daher keine individuellen Entscheidungen zu treffen und weiter Kinder und Erwachsene über 60 zweimal zu impfen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)

Schweinegrippe und die Weihnachtsmärkte

27.11.2009 - In 2 Tagen ist der 1. Advent und überall im Land eröffnen die ersten Weihnachtsmärkte. Dabei warten nicht nur geröstete Mandeln und Glühwein auf die sich dicht drängenden Besucher sondern auch Schweinegrippe Viren. In Wetterau (Hessen) kapitulierte jetzt der erste mittelalterliche Weihnachtsmarkt vor den strengen Auflagen der Behörden in diesem Jahr und wurde abgesagt. Dort wollte man die Bevölkerung schützen, in dem die Marktbetreiber nur Plastikgeschirr aus Vakuumverpackungen hätten nutzen dürften, offene Suppen waren gar nicht erlaubt und Porzellan musste nachgewiesener Maßen bei 70 Grad gespült werden. Unlösbare Anforderungen für die Handelstreibenden. Wie Sie sich im Menschengedränge gegen Schweinegrippe schützen können, lesen Sie in unseren Schutzmöglichkeiten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Wettauer Zeitung)

Kanada: Gerücht um 200 Tote nach Schweinegrippe Impfung

27.11.2009 - Mehrere Medien berichten seit gestern, das die zurückgerufenen Impfstoffe des Herstellers GSK in Kanada zu 200 Toten geführt haben. Der Pharmakonzern hatte 172.000 Einheiten eines Impfstoffes zurück rufen müssen, weil es überdurchschnittlich häufig zu Schockreaktionen gekommen war. Inzwischen dementierte GSK, das es sich bei der Zahl 200 um Tote aufgrund des kritischen Impfstoffes gehandelt haben soll. Bestätigt ist bisher nur, dass 24 Menschen im Zusammenhang mit der Impfung allergische Reaktionen zeigten. Das Gerücht um 200 Tote jedoch hält sich hartnäckig. (Text: © Kiwi Vision, Daten: blick.ch)

Impfstoff für Schwangere immer noch nicht bestellt

27.11.2009 - Am 11.11. tagte Gesundheitsminister Rösler mit seinen Amtskollegen beim Schweinegrippe Gipfel. Die Impfung war dabei Hauptthema - wir berichteten. Unter anderem wurde dabei beschlossen, 150.000 Dosen eines adjuvansfreien Impfstoffes gegen die Schweinegrippe in Australien zu bestellen, der speziell an Schwangere verteilt wird. Inzwischen ist bekannt, dass 2 Wochen später immer noch keine Bestellung ausgelöst wurde. Das Gesundheitsamt Thüringen teilte mit, das man noch in der Abstimmung mit den Länderkollegen sei. "Wir hoffen, dass der Impfstoff im Dezember zur Verfügung steht", hieß es aus Thüringen. Mitte November hieß es, das Mittel soll im Dezember geliefert werden. Ob dieser Zeitplan nun noch einzuhalten ist? "Das Ziel Monatsende für die Vertragsunterzeichnung haben wir noch nicht aus den Augen verloren.", hieß es dazu aus Thüringen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Pharmazeutische Zeitung)

USA: Kinderärztin bekam 2x Schweinegrippe

27.11.2009 - Die Frage wird oft gestellt: Bin ich gegen Schweinegrippe immun, wenn ich die einmal infiziert gewesen war? Bei einem neuen Virus, wie dem H1N1 konnte das bisher niemand zweifelsfrei beantworten. Nun wurde der Fall einer Kinderärztin aus den USA bekannt, die sich tatsächlich 2x infizierte. Dr. Debra Parsons vom Kid Care West Krankenhaus in Cross Lanes (West Virginia) hatte im Sommer das erste Mal Schweinegrippe. Ein zweites Mal infizierte sie sich nun und es verlief schlimmer als beim ersten Mal. Das US-Seuchenkontrollzentrum gibt Entwarnung: Fälle von zweimaligen Ansteckungen gäbe es auch bei saisonaler Grippe, dies sei nichts Ungewöhnliches. Experten jedoch verweisen darauf, dass eine zweimalige Infektion eigentlich nur bei einer Immunschwäche auftritt. Die Kinderärztin aus Virginia jedoch ist eigentlich völlig gesund. Auch in Süd Korea erkrankte ein 2-jähriges Mädchen 2x an der Schweinegrippe, wie Gesundheitsbehörden mitteilten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de, Korea Times)

Schulfrei kann Pandemie bremsen

27.11.2009 - Nach einer europäischen Studie zufolge sind Schulschließungen das geeignete Mittel, um eine Grippewelle wie die Schweinegrippe um 21 % zu reduzieren. Das fand ein Forscherteam der Universitäten Hasselt und Antwerpen in Belgien heraus. Sie vergleichen dabei Daten von Ansteckungen an Schultagen mit Daten von Wochenenden und Ferien aus 8 Ländern. Sie fanden heraus, dass Kinder rund 10 % weniger Kontakte haben, wenn Schulen geschlossen sind. In Deutschland werden Schulschließungen nicht generell durchgeführt, wenn eine Häufung an Grippefällen auftritt. Gegner dieses Ansatzes behaupten, dann verlagert sich das Problem in die Freizeit und außerdem könne man  Schulen nicht Monate lang schließen. Auch das Forscherteam gab zu bedenken, das Schulschließungen immer auch ökonomische Folgen hätten, etwa wenn Eltern der Arbeit fern bleiben, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Insofern bleibt die Schulschließung als Mittel gegen Schweinegrippe weiterhin genau abzuwägen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: uena)

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