NEWS vom 27.10.2009
Schweinegrippe macht Babys dumm!
27.10.2009 - Der Norweger Forscher Willy Eriksen untersuchte Menschen, deren Mütter zur Zeit der Hongkong-Grippe in den 60er Jahren schwanger mit ihnen waren. Die Hongkong-Grippe forderte damals 800.000 Todesopfer. Ihren Höhepunkt erreichte die Grippe im Dezember 1969. In seiner Studie bezog sich Eriksen also auf 1970 Geborene und fand erstaunliches heraus: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Grippe hatten, waren um ca. 7 IQ-Punkte dümmer, als Gleichaltrige. Dabei entscheiden oft schon 15 IQ-Punkte darüber, wer aufs Gymnasium und wer auf die Realschule kommt. Der Hintergrund: "Viren schaden dem Hirn." Schwangeren wird deswegen besonders empfohlen, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Auch Frauen mit Kinderwunsch sollten dies tun, bevor sie aufhören, zu verhüten. Oft sei im ersten Schwangerschaftsmonat noch gar nicht klar, das eine Schwangerschaft vorliegt. Eine Grippe kann hier jedoch das ungebohrene erheblich schädigen, wie die Studie beweißt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: blick.ch)
Bad Tölz: 100 Gymnasiasten krank im Bett
27.10.2009 - Bad Tölz liegt in Bayern, dem Bundesland in dem die zweite Welle der Schweinegrippe angekommen zu sein scheint. Diesmal sind es 100 Schüler des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums, die sich an nur einem Tag krankgemeldet haben. "Die meisten von ihnen liegen mit Erkältung und Kopfschmerzen im Bett und haben sich offenbar gegenseitig angesteckt" sagte Schulleiter Peter Meyer. Gut möglich, das es sich dabei um die Schweinegrippe handelt, bewiesen ist es jedoch noch nicht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: merkur-online)
Elton John hat Grippe - Schweinegrippe?
27.10.2009 - Mehrere Konzerte, darunter in Sheffield, Newcastle und London musste der Sänger Elton John in den letzten Tagen absagen. Der Grund: Grippe. Ob es sich dabei um die Schweinegrippe handele, bestätigte ein Sprecher nicht. Jedoch verdrängt die Schweinegrippe auch in England zunehmend andere Grippeviren. Optimistische Informanten beteuern, der Star würde sicher «schnell gesund» werden. Ob das Konzert morgen in Liverpool stattfinden kann, ist weiterhin unklar. Gute Besserung Elton! (Text: © Kiwi Vision, Daten: news.ch)
Braunschweig: Grundschule von H1N1 betroffen
27.10.2009 - Eine 4. Klasse in Braunschweig hat 6 Schweinegrippe kranke Schüler. 5 Weitere Kinder zeigen eindeutige Symptome. Das Geusndheitsamt ordnete an, das alle 25 Schüler der Klasse 1 Woche zu Hause bleiben und sich auskurieren. Ob sich unter den insgesamt etwa 250 Schülern der Grundschule weitere Erkrankte befinden, müsse noch geprüft werden. Allerdings gibt es bereits Verdachtsfälle. Die Lehrer scheinen alle gesund. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Cellesche Zeitung)
Österreich: Schweinegrippe Impfung hat begonnen
27.10.2009 - Heute lief in Österreich die Impfung gegen Schweinegrippe an. Verwendet wird der Impfstoff von Baxter, der in Deutschland für Schlagzeilen sorgte, weil die Bundeswehr und die Bundesregierung ihn als einzigsten erhalten sollten - wir berichteten. Der Impfstoff ist ohne Adjuvansen und Quecksilberverbindungen. Der Mediziner Christoph Wenisch vom Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) in Wien hät den Impfstoff für "gut getestet". In Bezug auf Nebenwirkungen, die auch dieser Impfstoff haben kann, sagte Wenisch: "Man muss immer die potenziellen Nebenwirkungen dem Nutzen gegenüberstellen." Gleichzeitig räumte Wenisch ein, das er die Zurückhaltung und Zweifel der Bevölkerung verstehen könnte. Die Bevölkerung wolle erst einmal beobachten, wie die Ärte die Impfung verkraften. Diese werden ab heute zu erst geimpft. Im österreichischen Bozen kam es unterdessen zu einem Lungenversagen bei einem elfjährigen Mädchen. Das Kind wird stationär behandelt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Schweinegrippe Alarm in München
27.10.2009 - In München beginnt derzeit das Szenario, was als zweite Welle der Schweinegrippe lange angekündigt wurde. Wartezimmer in Arztpraxen, besonders bei Kinderärzten, sind knadenlos überfüllt. Vor allem Kinder und Schüler sind betroffen. Waren bis Freitag noch 1.100 Fälle registrierte Fälle in der Stadt, kletterten die Meldungen gestern bereits auf 1.700 Fälle. 600 Neumeldungen binnen 24 Stunden! 125 Schulen melden infizierte Schüler. Der Kinder- und Jugendarzt aus München und Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Dr. Heinz Reiniger sagte: "Bislang sind die Krankheitsverläufe größtenteils milde. Wir hatten aber auch schon schwere Fälle, die wir sofort in die Klinik eingeliefert haben." Ganz Deutschland sieht am Beispiel München, was uns in wenigen Wochen Deutschlandweit erwartet. Schutz bietet nur die Impfung (jedoch erst nach 3 Wochen) und penible Hygiene. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte im Netz)
Achtung: Impf-Nebenwirkungen bitte melden!
27.10.2009 - Wer sich gegen die Schweinegrippe hat Impfen lassen und dabei Nebenwirkungen feststellt (angefangen bei Kopfschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle bis hin zu Alpträumen oder Lähmungserscheinungen), sollte diese dringend seinem Arzt oder Apotheker mitteilen. Dazu hat die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände aufgerufen. "Soweit wir derzeit wissen, ist die Impfung gut verträglich. Um seltene Nebenwirkungen zu entdecken, bitten wir alle Patienten, ihren Arzt oder Apotheker über beobachtete Nebenwirkungen zu informieren." Dann könne die Häufigkeit und der Schweregrad besser eingeschätzt werde. Das Paul-Ehrlich-Institut nimmt die Bedenken der Bevölkerung inzwischen sehr ernst und verschließt sich auch nicht vor Meldungen über Impf-Zwischenfälle in Schweden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung, PEI)
H1N1 - mehr als nur ein Grippevirus
27.10.2009 - Das die Schweinegrippe mehr als nur ein Virus ist, der zu Fieber, Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen führt, haben wir schon oft berichtet. Sie ist ein globales Ereignis, das seine Kreise zieht. Einerseits spühlt sie Milliarden-Umsätze in die Taschen der Pharmaindustrie. Andererseits ließ sie frühzeitig die Tourismusbranche in Mexiko ausbrechen, weil Urlauber von den Bildern menschenleerer Straßen im April verschreckt ausblieben. Auch die Hatsch, das größte Ereignis im Muslimischen Kalender, wird dieses Jahr wohl weniger Besucher finden. Die Saudi Arabische Tourismusbehörde merkt dies schmerzlich. Aber die Kreise ziehen sich noch weiter. Nachdem in Ägypten Anfang Mai 300.000 Schweine geschlachtet wurden (wir berichteten) versinkt Kairo nun im Müll. Die Schweine hatten ihn sonst gefressen. Das ganze Müllsystem ist zusammen gebrochen. Und nun werden auch noch die Steuersenkungs Pläne der neuen Bundesregierung ins Wanken kommen. Das Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird nach optimistischen Schätzungen 0,4 Prozent zurückgehen. In Zahlen gesprochen sind das geschätzte 40 Milliarden Euro. Das fand das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) heraus. Hintergrund: Wenn nur 15 % der werktätigen Bevölkerung wegen H1N1 Erkrankung ausfallen, kann nicht mehr im vollen Umfang Produziert und Verkauft werden. Realistische Schätzungen gehen sogar von einem Rückgang des BIP von 0,8 % aus. Die Steuersenkungspläne sind dann nicht mehr realisierbar. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Kinderarzt erklärt Schweinegrippe Impfstoff für unbedenklich
27.10.2009 - Der Mainzer Impfexperten Professor Fred Zepp erklärte den aktuellen Schweinegrippe Impfstoff auch für Kinder ab dem 6 Monat als geeignet. Aktuell lägen Daten zur Impfung von 40.000 Testpersonen vor und dies wäre eine sichere Datenbasis, sagte der Direktor der Kinder-Uniklinik im ARD-Mittagsmagazin. Das Risiko einer Infektion sei demnach höher als die Risiken der Schweinegrippe Impfung. Die Nebenwirkungen entsprächen im Wesentlichen den üblichen möglichen Begleiterscheinungen wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle. Zeitgleich werden in Schweden 4 Todesfälle untersucht, die sich nach der Impfung gegen die Schweinegrippe ereigneten. Zusammenhänge sollen ausgeschlossen werden. Bei den 2 Männern und 2 Frauen handelte es sich um Menschen zwischen 50 und 90 Jahren, bei denen Vorerkrankungen existierten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa, Spiegel)
Russland: erneut erste Schweinegrippe Tote
27.10.2009 - So recht sieht wohl niemand mehr durch in Russland bezüglich der Schweinegrippe. Deswegen werden heut zum wiederholten Male die ersten Todesfälle bekannt gegeben. Dies geschah bereits am 24. September - wir berichteten. Diesmal nun teilte Russlands oberster Behördenarzt Gennadi Onischtschenko mit, das eine 29-jährige Schwangere sowie eine 50 Jahre alte Frau in der Stadt Tschita/Südostsibirien an der Schweinegrippe verstorben seien. Das Kind der Schwangeren konnte nicht mehr gerettet werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
WHO: Milliarden Impfdosen fehlen weltweit
27.10.2009 - Es ist schon etwas verrückt. Bei der gestern angelaufenden Impfaktion gegen Schweinegrippe in Deutschland gab es nur ein verhaltenes Interesse. Erst mal abwarten, wie andere den "Picks" so vertragen scheint das Motto. Unterdessen musste in Norwegen sogar die Polizei eingreifen, weil es zu Tumulten um den begehrten Impfstoff kam. In den USA weiß man inzwischen, das es falsch war, nur auf adjuvanzien-freie Impfstoffe zu setzen. Hierfür braucht man viel mehr Vakzine, um die Impfdosen herzustellen. Folglich entsteht ein Produktionsengpass und Lieferschwierigkeiten. Hier kam es zu langen Warteschlagen vor den impfenden Krankenhäusern. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan sagte gestern in Kuba, das für die Entwicklungsländer der Welt "Milliarden von Impfdosen" fehlen werden. Die europäischen Gesundheitsbehörden entscheiden in Kürze, ob nur eine Impfdosis, statt wie bisher angenommen zwei Dosen, bereits den vollen Impfschutz aufbauen. Für diesen Fall haben mehrere Industrienationen angedeutet, übrige Impfstoffe spenden zu wollen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
EU: Jeder dritte Europäer könnte Schweinegrippe bekommen
27.10.2009 - EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou sagte gestern: "Nach allem, was wir wissen, können sich bis zu 30 Prozent der Bevölkerung mit der Schweinegrippe infizieren." Sollte dies eintreffen, müsste mit einer "erheblichen Zahl" von Toten gerechnet werden. "Wir müssen wachsam bleiben". Die Gesundheitskommissarin geht davon aus, das sich das H1N1 Virus in den kommenden Monaten verändern werde und dabei deutlich aggressiver werde. Auch vor wirtschaftlichen und sozialen Folgen warnte die Kommissarin. Besonders Tourismus- und Freizeitindustrie könnten unter den Auswirkungen des hohen Krankenstandes leiden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
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