NEWS vom 30.10.2009
Deutschland: 3 neue Todesfälle
30.10.2009 - Ein vierter Schweinegrippe Todesfall hat sich heute im Saarland ereignet. Ein fünfeinhalbjähriger Junge starb, nachdem er eine schwere Lungenentzündung erlitt. Zuvor hatte der Junge bereits chronische Lungenprobleme. Zwei Tage lang hatte man ihn im Krankenhaus beatmet. Der fünfte Todesfall ereignete sich heute in Bonn. Es verstarb eine 48 Jahre alte Frau aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die 4-fache Mutter hatte keine Vorerkrankungen. Die Augsburger Allgemeine meldet einen sechsten Todesfall aus Bayern. Hier verstarb ein 16-jähriger Patient aus dem schwäbischen Günzburg. Zuvor starb letzten Freitag ein 65-jähriger Mann aus Mannheim, ein 5 jähriger Junge aus Bayern (7.10.) und eine 36-jährige Frau aus Gelsenkirchen (25.09.). Alle 6 bisher verstorbenen Deutschen hatten Vorerkrankungen. Den Angehörigen unser Beileid. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Schweinegrippe unterschätzt, jetzt Intensivstation
30.10.2009 - Ein 41- jähriger Mann aus Berchtesgaden macht vor, wie es nicht geht: Er versuchte 1 Woche lang seine Schweinegrippe Infektion zu Hause zu behandeln. Dabei unterschätzte er die Gefahr. Nun liegt er auf der Intensivstation in Salzburg seit Mittwoch im künstlichen Koma mit akutem Lungenversagen. Ob er überlebt, kann noch niemand sagen. Auch dieser Mann dachte, die Schweinegrippe sei meist harmlos. Bei ihm jedoch gesellte sich noch eine bakterielle Infektion hinzu. Werte Leser, wenn Sie sich krank fühlen (siehe Symptome), dann scheuen Sie nicht den Gang zum Arzt. Rufen Sie zuvor dort an, damit man sich auf die hoch ansteckende Infektion vorbereiten kann. Bei einem milden Verlauf sind Sie mit viel Ruhe, Trinken und Vitaminen nach 1 Woche wieder fit. Bei einem schweren Verlauf sind Sie in Behandlung, was über Tot oder Leben entscheiden kann. (Text: © Kiwi Vision, Daten: tz-online)
Weltweit: 700 H1N1 Todesopfer in einer Woche
30.10.2009 - Die WHO teilte heute in Genf mit, das in dieser Woche insgesamt 700 Tote auf das Konto der Schweinegrippe gehen. Insgesamt seien damit 5.700 Todesfälle registriert worden. Die meisten neuen Todesmeldungen stammen dabei aus Nord- und Südamerika, insgesamt 600. Hier starben seit April 4.175 Menschen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)
Aufklärung der schwedischen 5 Impftoten
30.10.2009 - Es ist wohl immer eine Frage des Verhältnisses, in das man etwas setzt. Die schwedische Arzneimittelagentur Läkemedelsverket (MPA) bezieht Stellung zu den 5 Todesfällen, die im Zusammenhang mit der Schweinegrippe Impfung stehen. Es seien alles Menschen über 54 Jahren gewesen. Drei sogar über 75. Alle hatten Vorerkrankungen wie Diabetes, Altersdemenz und Nierenprobleme. Und immerhin sterben täglich in Schweden zwischen 200 bis 250 Menschen, meist älter, meist mit Vorerkrankungen. Bei uns startet die Impfung für Personengruppe 2, die chronisch Kranken, ab 9. November. Auch für die 200 Mitarbeiter des schwedischen Gesundheitswesens und die ca. 500 Verbaucher, die Nebenwirkungen meldeten, gibt es eine Erklärung: Es wären Großteils Impf-typische Nebenwirkungen gewesen und der Rest der Fälle wäre auf Allergien zurück zuführen. Die Arzneimittelagentur nehme sich nur den bisher unbekannten und schwer wiegenden Nebenwirkungen an und das sind gerade mal 20. Und dann gibt es noch ein Verhältnis in das alles gerückt wird. 1,4 Millionen Impfdosen wurden bisher in Schweden verimpft. Bei verbleibenden 20 Fällen von Nebenwirkungen und wegerklärten Todesfällen gibt es offiziell in Schweden also kein Problem mit der Schweinegrippe Impfung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Neue Fälle von Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung
30.10.2009 - Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, hatten WZ-Volontärin Frauke Konzak und der Jura-Student Matthias Friemelt nach der Schweinegrippe Impfung eine unruhige Nacht. Beide hatten sich in dieser Woche den Picks mit dem Impfstoff Pandemrix abgeholt. Frauke Konzak sagte im Anschluss: "Kopfschmerzen, Schwindel, in der Nacht leichtes Fieber und Schüttelfrost." Dem Student ging es ähnlich: "Die Einstichstelle am Oberarm ist hart und heiß geworden, ich konnte nicht auf der linken Seite schlafen." Laut Packungsbeilage reagiert einer von 10 Impflingen mit solchen Symptomen. Nur ein Zeichen, das das Immunsystem anspringt beschwichtigen Impf-Befürworter. Über erste Fälle von Nebenwirkungen berichteten Bildredakteure bereits am Mittwoch - siehe News-Archiv. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Westdeutsche Zeitung)
Schweinegrippe-Impfung für Italiens Olympioniken
30.10.2009 - Alle italienischen Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen 2010 und den Paralympics in Vancouver sollen sich nach dem Willen des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) gegen Schweinegrippe impfen lassen. Mit ihnen wird die Impfung auch für alle Delegationsmitglieder gefordert. Dies betrifft 350 Personen. Auch der Team-Chefarztdes Kanadischen Teams hatte dies gefordert und stieß damit auf Ablehnung - wir berichteten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: sportal.de)
Italien: 4 Schweinegrippe Tote in 24 Stunden
30.10.2009 - Die Todesopfer der Schweinegrippe sind in Italien auf 11 gestiegen. Allein in 24 Stunden verstarben 4 Menschen. Abermals ist unter den Todesopfern auch ein Arzt. Auf 100.000 Italiener kommen laut Statistik derzeit 380 Krankheitsfälle. "Zusammen mit Spanien sind wir jetzt das Land mit den meisten Ansteckungen in Europa" so Vize-Gesundheitsminister Ferruccio Fazio. Die Lage sei jedoch "unter Kontrolle". Die italienische Impfung gegen die Schweinegrippe sei hingegen nur schleppend angelaufen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Südtirol Online)
Österreich: Schwangere kämpft in Wien ums Überleben
30.10.2009 - Nach dem heute morgen schwere Schweinegrippefälle mit Intensivbehandlung aus Salzburg und Innsbruck bekannt wurden, wird nun von einer Schwangeren aus Wien berichtet. Für die Frau und ihr ungeborenes Kind besteht Lebensgefahr. Aktuell ist nur bekant, das die Frau aufgrund einer Schweinegrippe Infektion eine schwere Lungenerkrankung erlitt und derzeit beatmet werden muss. (Text: © Kiwi Vision, Daten: KleineZeitung.at)
RKI bestätigt: Inzwischen über 30.000 Fälle in Deutschland
30.10.2009 - Eine Sprecherin des RKI bestätigte heute in Berlin, was wir aus eigenen Hochrechnungen schon die ganze Zeit ahnten: "Die Schweinegrippe breitet sich auch in Deutschland immer schneller aus". Aktuell lägen dem RKI 30.000 Meldungen vor. Am 20. Oktober - letzte Meldung des RKI - waren es noch 25.285 Fälle - wir berichteten. Zuvor waren pro Woche je nur 1.500 Fälle hinzugekommen. Am Montag erfolgt vorraussichtlich die Veröffentlichung der Zahlen aus der 43. KW. Wie Sie sich vor Schweinegrippe schützen können, erfahren Sie hier. Wenn Sie sich krank fühlen, gehen Sie bitte zum Arzt um schnell wieder gesund zu werden und andere nicht anzustecken. Hinweise zum Arztbesuch finden Sie hier. Bitte bleiben Sie gesund. Wir wünschen Ihnen einen schönen Feiertag und ein schönes Wochenende! (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)
Ukraine verhängt Notmaßnahmen
30.10.2009 - Nachdem 30 Todesfälle in der Ukraine in Zusammenhang mit der Schweinegrippe gesetzt worden konnten, wurden heute Notmaßnahmen verhängt. Landesweit wurden alle Schulen für 3 Wochen zwangsgeschlossen. Großveranstaltungen wurden abgesagt. Auch Kinos müssen geschlossen bleiben. Die Menschen auf den Straßen tragen zum Teil Mundschutz. Inzwischen werden 5 weitere Todesfälle mit H1N1 in Verbindung gebracht, so das 35 Todesfälle gezählt werden. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko sprach aber nur von 11 bestätigten Schweinegrippe-Todesfällen. Die Maßnahmen führten spontan zu Hamsterkäufen in Apotheken. Inzwischen wurde die Armee eingesetzt um behandelne Ärzte mit Sanitätern und Reservisten zu unterstützen, da die Flut der Erkrankten nicht abreißt. Aktuell zählt man bereits 81.000 Infizierte. "Die Situation droht völlig außer Kontrolle zu geraten." Der Chef des Sicherheitsausschusses im Parlament, Anatoli Grizenko sagte, die Schweinegrippe breite sich mit "rasender Schnelligkeit" aus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)
Ukraine: 30 Todesopfer durch Schweinegrippe
30.10.2009 - In der Ukraine hat die Schweinegrippe inzwischen 30 Todesopfer gefordert, wie jetzt erst bekannt wurde. Das teilte der Gesundheitsminister Wassili Knjasewitsch in Kiew mit. Die Regierung sei wegen dem dramatischen Anstieg zu einer Eilsitzung zusammen gekommen. Premierministerin Julia Timoschenko will noch am Nachmittag in die betroffenen Gebiete reisen. Präsident Viktor Juschtschenko hat für heute 13 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt. Vermutet wird, das er den Notstand in den betroffenen Gebieten verhängt. Auch im Nachbarland Russland steigen die Fälle. Hier zählt man inzwischen 5 Tote und rechnet mit 2.000 Infizierten. Eine Übersicht aller Todesopfer der Schweinegrippe finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Russland News)
USA: Resümee über ersten Monate der Schweinegrippe
30.10.2009 - Das US-Zentrums für Seuchenbekämpfung (CDC) hat Zahlen veröffentlicht, nach denen sich von April bis Juli 2009 geschätzte 1,8 bis 5,7 Millionen Amerikaner mit Schweinegrippe infizierten. Gezählt wurden weiterhin zwischen 9.000 und 21.000 Krankenhausbehandlungen. Wie das Zentrum auf solch gigantische Zahlen und geschätzte Werte kommt, wird so begründet: Da in vielen Fällen die Infektion mild verlief, kann pro gemeldeten Fall eine Dunkelziffer vn weiteren 80 Personen angenommen werden. Und jeder Klinikaufenthalt weißt nochmals auf 3 weitere Fälle in der Bevölkerung hin. Schon seit Anfang August hat die USA die Zählung der Infizierten eingestellt. Das Statistiken auch hierzulande immer nur die Spitze des Eisbergs mit einer hohen Dunkelziffer bedeuten, betonen Experten immer wieder. Statistisch lässt sich das wirkliche Geschehen nicht abbilden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Österreich: Zwei schwere Schweinegrippe Fälle auf Intensivstationen
30.10.2009 - Aktuell kämpft ein Mann mit Schweinegrippe in Salzburg ums Überleben. Der 41 jährige wurde auf die Intensivstation des Krankenhauses gebracht. Von dort hieß es, sein Zustand sei leicht besser aber das Leben noch nicht außer Gefahr. Zu der Schweinegrippe Infektion habe er sich eine beidseitige Lungenentzündung zugezogen. Die Ärzte versetzten ihn in einen künstlichen Tiefschlaf. Ein 11 jähriges Mädchen kam bereits vor 7 Tagen auf die ITS in Innsbruck. Auch ihre Lungen transportieren nicht mehr genügend Sauerstoff nach einer H1N1-Infektion. Österreich meldet bisher keine Todesfälle. Wir drücken die Daumen, das es so bleibt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ORF)
Schweiz: Zulassung für Impfstoff erteilt
30.10.2009 - Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic hat 2 Impfstoffe für die Schweiz zugelassen. Da die Schweiz kein EU-Mitgliedsland ist, war eine seperate Zulassung nötig. In der Schweiz kann damit nun mit der Impfung begonnen werden. Verimpft werden dürfen die Impfstoffe Focetria des Herstellers Novartis (in Deutschland nicht erhältlich) und Pandemrix von GlaxoSmithKline, den es auch in Deutschland gibt. Beide Impfstoffe enthalten Adjuvansen. Dabei gilt die Zulassung von Swissmedic nur eingeschränkt. Pandemrix darf in der Schweiz nur für Erwachsene verwendet werden, da auch nur für diese Gruppe Testergebnisse vorliegen. Pandemrix darf nicht für Schwangere, Kinder unter 18 Jahren und Erwachsene über 60 Jahre benutzt werden. In Deutschland gibt es diese Beschränkung nicht. Der Impfstoff Focetria darf laut Schweizer Zulassungsbehörde zumindest auch an Kinder ab 6 Jahren und Senioren verabreicht werden. Beschränkungen gibt es hier nur für Schwangere und stillende Mütter. Der Pharmakonzern Novartis hat noch seinen Impfstoff Celtura in die Zulassung gegeben. Celtura basiert ebenfalls auf Adjuvansen und beinhaltet Quecksilberverbindungen. Geschätzter Impfstart in der Schweiz ist in 10 bis 14 Tagen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Handelszeitung)
Zahl der Deutschen Infizierten steigt unaufhörlich
30.10.2009 - Wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte, stiegen bis Ende letzter Woche die Zahlen in NRW um 391 Fälle im Vergleich zur Vorwoche. Insgesamt waren es dort 6.770 Infizierte bis 25. Oktober. Das sind 67 % mehr wie in der Vorwoche. Dieser Trend setzte sich auch in dieser Woche in vielen Bundesländern fort. So meldet Bayern inzwischen 8.091 Fälle (2.445 Fälle in 6 Tagen) und steigt damit um 28 %. In Baden-Württemberg sind es nun schon 4.126 Schweinegrippe-Fälle (474 Fällen in 6 Tagen) und somit eine Steigerung von 64 % zur Vorwoche. Der Süden Deutschlands ist aktuell deutlich schlimmer von Schweinegrippe getroffen, wie der Norden. Die Statistik für die 43. KW präsentiert das RKI voraussichtlich am Montag. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
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