NEWS vom 06.05.2010

Australien: Impfkampagne abgebrochen, 1 Kind tot

06.05.2010 -  Breits am 26. April berichteten wir davon, das es in Australien bei der diesjährigen saisonalen Grippeschutzimpfung (die auch einen Baustein gegen Schweinegrippe beinhaltet) zu mehreren Zwischenfällen bei Kindern kam. Nun wird berichtet, das die Kampagne offiziell abgebrochen werden musste. Zuletzt hatten 20 Kinder stationär behandelt werden müssen, nachdem sie mit "Fluvax Junior" geimpft wurden - siehe Bericht. Inzwischen reagierten 400 Kinder mit Fieber und Krämpfen. Ein zweijähriges Mädchen aus Brisbane starb 12 Stunden nach der Grippeimpfung. Das Brisante: Die WHO hat dieses Grippeserum offiziell für die kommende Saison empfohlen. Und: Es wird auch ab Herbst in Deutschland verimpft. Nun untersuchen Wissenschaftler die Zwischenfälle. Im Moment sollen gesunde australische Kinder nicht mehr geimpft werden. Kindern mit Vorerkrankungen wie Asthma oder einem Herzfehler jedoch rät man weiter zu der umstrittenen Impfung. Thomas Mertens, Direktor der klinischen Virologie an der Uniklinik Ulm und Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland erklärt inzwischen die Vorfälle in Australien damit, das Kinder häufig eine niedrigere Krampfschwelle hätten. Dies sei jedoch unbedenklich und ohne Folgeerscheinungen. Jedoch erschrecken sich Eltern, wenn das Kind unkontrolliert krampft und nicht mehr ansprechbar sei. Weiterhin sei es seit Jahren üblich, das saisonale Grippeschutz-Impfungen Wirkstoffe gegen mehrere Viren enthalten. Gegen die Einführung in Deutschland spräche laut Mertens aktuell nichts. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Focus)

Schweinegrippe Patient 1 bekommt Schmerzensgeld

06.05.2010 - Er war der erste Patient mit Schweinegrippe in Deutschland. Im Mai 2009 war der Bayer mit Freunden aus einem Mexikourlaub zurückgekehrt, als sich die Symptome der Neuen Grippe bei ihm zeigten. Die Zeitungen waren gierig auf diese Story, doch der Mann wollte weder Interviews geben noch seine Krankengeschichte verkaufen. Eine Münchner Zeitung jedoch zog sich aus dem Internet sein Portrait von zwei Vereinsfotos und veröffentlichte sie. In Folge dessen wurde der Mann von Freunden angesprochen aber auch von fremden Passanten auf der Straße. "Mein Gesicht war so schwach gepixelt, dass mich in meinem Umfeld jeder erkennen konnte", sagte der Betroffene nun vor der Pressekammer beim Landgericht München I. Dort wurde der Fall nun verhandelt. Es geht um Schadensersatz für diese ungewollte Publicity. 3.000 Euro zahlte die Zeitung bereits zur Wiedergutmachung. Weitere 7.000 wollte der Mann vor Gericht erstreiten. Dies wurde ihm erst einmal verwehrt mit der Begründung: diese Berichterstattung sei zwar ärgerlich, jedoch nicht ehrverletzend. Der Patient 1 überlegt nun, dagegen in Berufung zu gehen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: München Extra)



7.750 Tote weniger in Italien dank Schweinegrippe

06.05.2010 - Die Schweinegrippe kostete im vergangenen Winter 250 Italiener das Leben. Dabei war sie die vorrangige Grippe Form und verdrängte andere Erreger nahezu vollkommen. Statistiker haben diese Daten mit den Zahlen aus den Jahren 1969 bis 2008 vergleichen. In diesen Jahren starben jährlich ca. 8.000 Menschen an Grippe. Die Schweinegrippe stellte also statistisch einen Glückfall dar, der 7.750 Menschen weniger das Leben kostete, wie in Vergleichsjahren. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Polskaweb)

NEWS vom 05.05.2010

Schleswig-Holstein: 1 Millionen Impfdosen übrig

05.05.2010 - Auch in Kiel ist man sich inzwischen sicher, die übrigen Impfstoffe gegen Schweinegrippe nicht mehr los zu werden. 1.174.000 Dosen liegen hier vorrätig. 8 Millionen Euro wird dies das Land kosten. In 2 Wochen will die Landtagsfraktion die endgültigen Zahlen in einem Abschlussbericht vorlegen. Nur 7,6 % der Schleswig-Holsteiner ließen sich impfen, gerade einmal 215.328 Menschen. Der Kieler Gesundheitsminister sieht es dennoch gelassen: "Die Entwicklung war selbst für Fachleute schwer kalkulierbar. Wenn eine Regierung zwischen dem Risiko für das Leben der Bürger oder dem Risiko für deren Steuergeld entscheiden muss, ist sie gut beraten, sich für das finanzielle Risiko zu entscheiden." Das sich noch Käufer finden lassen, wird inzwischen ausgeschlossen. Die letzte Hoffnung besteht darin, dass die Schweinegrippe im kommenden Winter zurückkehrt und die Impfdosen dann noch haltbar sind und im zweiten Durchlauf impfwillige Bürger finden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Lübecker Nachrichten)



NEWS vom 03.05.2010

Schweinegrippe weiter ernst nehmen

03.05.2010 - Jörg Hacker, Präsident der Nationalakademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle und während der Schweinegrippe Leiter des RKI, mahnt auch weiterhin die Schweinegrippe ernst zu nehmen. Im vergangenen Winter habe sie nahezu alle anderen Grippeviren vollständig verdrängt. Das zeigt das Potenzial des H1N1 Viruses. Außerdem gab es in der letzten Saison bereits erste Mutationen, auf die Grippemittel wie Tamiflu nicht mehr anschlugen. Mutationen sind typisch für Viren. Dadurch passen sie sich immer wieder auf die Umweltbedingungen an. Ein Großteil der Bevölkerung hat inzwischen Antikörper gegen die Schweinegrippe entwickelt, sowohl durch Infektion als auch durch die Impfungen. Der Virus ist förmlich gezwungen, sich zu verändern, wenn er auch im kommenden Winter überleben will. Hacker sagte, es müsse weiter mit Mutationen gerechnet werden. Erfahrungen mit anderen Viren haben gezeigt, dass dadurch oft die zweite oder dritte Grippewelle die gefährlichere war. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Volksstimme)



NEWS vom 30.04.2010

Pharma dank Schweinegrippe im Gewinnrausch

30.04.2010 - "Wo ist mein Jeld blos jeblieben" - dieses alte Lied von Helga Hahnemann werden wohl die Finanzminister aller Bundesländer Abend für Abend im Kopf haben. Es gibt jemand, der es weiß, wo das ganze Geld geblieben ist. Das sind die Pharmakonzerne. Deren Meldungen zu Gewinnsteigerungen reißen nicht ab. Nun meldet Sanofi-Aventis, das die Gewinne aus der Schweinegrippe und ein paar Übernahmen im ersten Quartal 2010 auf 2,427 Milliarden Euro gestiegen sind. Der Umsatz sogar auf 7,385 Milliarden Euro. Und auch Glaxo Smith Kline kann sich über den Jahresstart nicht beschweren. Der nämlich steht mit 1,8 Milliarden Euro in den Büchern. Dabei lassen sich schon seit Januar kaum mehr Menschen gegen Schweinegrippe impfen. Verdient wurde dennoch eifrig weiter mit H1N1 Impfstoffen. Die Finanzminister der Länder grübeln derweil, wo sie 230 Millionen Euro hernehmen sollen für Impfstoffe, die niemand mehr haben will. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Reuters)



Bundesgesundheitsministerium will alles richtig gemacht haben

30.04.2010 - Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gibt an, die richtigen Maßnahmen in Bezug auf die Schweinegrippe ergriffen zu haben. Gravierende Fehler seien nicht unterlaufen. Die SPD hatte eine schriftliche Anfrage gestellt, die der Staatssekretär des BMG, Stefan Kapferer, beantwortet hat. Kritikpunkt war vor allem, ob es bei der Information der Bürger zu Fehlern gekommen seien könnte. Anstoß für die Anfrage der SPD war die Aussage von Dr. Gern Antes von der Stiko. Er hatte die Kommunikation zur Schweinegrippe als Desaster bezeichnet. Die Reaktion auf H1N1 sei ein intellektuelles, strategisches und logistisches Chaos gewesen und millionen Menschen seien monatelang verunsichert worden. Laut Antwort des BMG konnte man bei einem neuartigen Virus wie dem H1N1 nicht genau sagen, was passieren wird und hat deswegen über die Möglichkeiten informiert. Inzwischen geht man aber davon aus, das die Schweinegrippe auch im Winter 2010/2011 vorrangig sein wird. Die Bundesregierung will nun prüfen, was zur Verunsicherung der Bevölkerung und zur mangelnden Impfbereit geführt hat. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Apotheke-Adhoc)

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