NEWS vom 31.10.2009

Ukraine: 48 Todesopfer, Hamsterkäufe, Grenzen dicht

Schweinegrippe Tote

31.10.2009 - Inzwischen wird in der Ukraine von 48 Schweinegrippe Todesopfern ausgegangen, wobei sich weiterhin die offiziellen Berichte wiedersprechen. Auch die Zahl der erkrankten korrigierte Präsident Viktor Juschtschenko nochmal nach oben. Er schätzt 150.000 Infizierte. In Apotheken kam es zu Hamsterkäufen von Desinfektionsmitteln, Mundschutz und Grippemitteln (siehe Shop). Die Regierung zapfte einen Fond an, um schnell Grippemittel nachbestellen zu können. Polen überlegt unterdessen, die Grenze in die Ukraine zu schließen, sollten sich in Polen die Fälle häufen und in einem Zusammenhang stehen. Weißrussland schloß bereits gestern seine Grenze. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP, N24)



Schweinegrippe Impfstoff entsteht auf angebrüteten Eiern

31.10.2009 - Tierschützer werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen angesichts der Veröffentlichung des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline, der den sowieso bereits umstrittenden Impfstoff Pandemrix für Deutschland produziert. Dieser erklärte nun, wie der Impfstoff entsteht: Er gedeiht in Hühnereiern. Befruchtete wohlgemerkt und angebrütete. Mitten in dieses frühe Stadium eines künftigen Kückens wird der H1N1 Virus gespritzt. Dann wird weiter gebrütet für ein paar Tage bei 37 Grad. Dadurch vermehrt sich der Virus und kann danach als virushaltige Flüssigkeit abgezogen werden. Nun geht es chemisch weiter, da für den Impfstoff nur gewisse Anteile des Viruses benötigt werden. Deswegen wird in zahlreichen Schritten unter anderem abgetötet, gereinigt, in die Bestandteile zerlegt, wiederum aufgereinigt und dann konzentriert. So ergeht es täglich rund 380.000 Eiern, die von Tieren stammen, die unter speziellen Bedingungen gehalten werden. Achso: Das PEI empfiehlt die Impfung mit Pandemrix nicht für Menschen mit Hühnereiweiß-Allergie. In Schweden kam es mehrfach zu allergischen Schockreaktionen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Solinger Tagesblatt, AP)



Mit Rotwein gegen Schweinegrippe

31.10.2009 - Die Schweinegrippe ist ja eigentlich nicht lustig. Lustig sind nur die Ideen, mit denen ganz ernstgemeint versucht wird, sich zu schützen. In diesem Fall sollen die Affen in einem Zoo in Krasnojarsk/Sibirien geschützt werden, weil diese - so die Theorie des Tierarztes - wegen ihrer Verwandschaft zum Menschen die Schweinegrippe bekommen könnten. Nun gibt es täglich ein Schluck Rotwein. "50 Gramm Wein ist alles, was sie zum Schutz brauchen," so der Gelehrte. Die Affen sind begeistert, schnalzen dabei sogar mit der Zunge. Nun hat das Personal allerdings alle Hände voll zu tun, denn: "Die Affen versuchen nämlich, die ganze Flasche auszutrinken." Na dann Prost, hoffentlich hilfts. (Text: © Kiwi Vision, Daten: tagblatt.ch)



Experte sagt: Impflust erwacht noch

31.10.2009 - In der ersten Woche, seit die Schweinegrippe Impfung in Deutschland möglich ist, zeigte sich ein eher verhaltendes Interesse an der Impfung. Im Düsseldorfer Gesundheitsamt kamen knapp 2.000 Interessenten und holten sich den Picks. Dort ist man damit bereits zufrieden. Anderenorts waren Impfstellen nur wenig besucht. Impfstoff-Experte Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) prognostiziert, das das Interesse noch erwachen wird: "Ich weiß, dass die Stimmung über Nacht umschlägt, sobald wie jetzt in den USA die Zahl der Schwerkranken steigt und die Krankenhausbetten knapp werden." Die Diskussion um Impfstoffe mit Wirkungsverstärker ist in seine Augen "unglaublicher Blödsinn". Es sei schlicht Falsch, das: "Hilfsstoffe, die die Wirkung eines Impfstoffs mit Virusbruchstücken verstärken, völlig neu und unerprobt seien und große Nebenwirkungen hätten." Adjuvanz-Impfstoffe hätten ein akzeptables Nebenwirkungsprofil, seien in saisonalen Grippe-Impfstoffen seit 10 Jahren enthalten und schon über 40 Millionen Mal geimpft worden. Das sogar Ärzte Vorbehalte gegen die Schweinegrippe Impfung gezeigt hätten, "hätte ich mir nicht träumen lassen", so Pfleiderer. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

China: zwei neue Todesfälle und 45.000 Infizierte

31.10.2009 - Das selbe Bild, wie in Deutschland ergibt sich aktuell in China. Hier starben an nur einem Tag 2 Menschen (bei uns 3), so das 6 Tote gezählt werden wie bei uns. Meldungen über 2.972 Krankheitsfälle wurden innerhalb von nur 2 Tagen bestätigt. Die massiv steigenden Fälle in Bayern von bis zu 600 Neumeldungen pro Tag lassen auch bei uns die Bundesweiten Fälle auf eine ähnliche Größe steigen. China meldet insgesamt 45.000 bestätigte Fälle, Deutschland 30.000. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RP online)

Neuer Gesundheitsminister läßt sich 2x impfen

31.10.2009 - Es war einmal Ulla Schmidt... Sie hielt es 2 Amtsperioden als Gesundheitsministerin in der Bundesregierung. Nun gibt es neue Minister. Ulla Schmidt ging diese Woche mit Abschiedstränen und einer ihrer Verdienste sind reichlich Impfstoffe gegen Schweinegrippe für die Deutschen. Ihr Zepter schwingt nun Philipp Rösler (36) und der gab nun bekannt, das er sich 2x impfen lassen wird. Einmal gegen Schweinegrippe und zuerst gegen die normale Herbstgrippe: "Die ist momentan noch gefährlicher. Und danach gegen die Schweinegrippe." Laut Rössler soll jeder selbst im Gespräch mit dem Hausarzt entscheiden, ob eine Impfung gegen Schweinegrippe Sinn macht. "Gefährdete Personen sollten sich aber, wie von der Ständigen Impfkommission empfohlen, jetzt gegen die Schweinegrippe impfen lassen", so Rössler. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

Ukraines Nachbarland macht Grenzen dicht

31.10.2009 - Nachdem gestern in der Ukraine der Notstand verhängt wurde und Schulen für 3 Wochen schließen mussten sowie Großveranstaltungen, Konzerte und Kinos verboten wurden, reagiert das Nachbarland Weissrussland und verschärft die Grenzkontrollen. Man fürchtet, das sich die Grippewelle ausbreiten könnte. Gegenwärtig sind 80.000 Menschen in der Ukraine infiziert, 2.500 Menschen liegen in Krankenhäusern, 35 Menschen starben. Auch im fernen Moskau sieht man inzwischen immer mehr Menshcen mit Mundschutz. Hier gibt es 2 Todesfälle, Russlandweit sind es 5 bei 2.000 registrierten Fällen. Auch am "Ende der Welt", der Vulkanhalbinsel Kamtschatka, wurden 32 Fälle von Schweinegrippe registriert. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Russland-News)

USA: Alle Grippemittel Reserven freigegeben

31.10.2009 - Aufgrund des Mangels an Impfstoffen gegen die Schweinegrippe geben die US-Gesundheitsbehörden Vorräte des Grippemittels Tamiflu für Kinder frei. Hat man sich einmal mit der Schweinegrippe infiziert, soll Tamiflu helfen, die Symptome zu mildern und verkürzt die Erkrankung um knapp 1 Tag. Es handelt sich dabei um 234.000 Packungen. Anfang Oktober wurden bereits 300.000 Packungen Tamiflu für Erwachsene aus den Reserven frei gegeben. Aktuell beklagt die USA über 1.000 Todesopfer, darunter über 70 Kinder. Vor einer Woche wurde daher der nationale Notstand ausgerufen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

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