NEWS vom 05.10.2009
NRW: Ärzte boykottieren die Schweinegrippe Impfung
05.10.2009 - Die Bereitschaft der Deutschen sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen, liegt laut einer aktuellen Umfrage bei gerade einmal 21 %. - wir berichteten. Dieses Interesse könnte nun noch weiter schrumpfen. Ärzte sprechen sich zunehmend gegen die Schweinegrippe Impfung aus. Viele wollen weder die Impfung in ihrer Praxis durchführen, noch lassen sie sich und ihr Praxisteam impfen. Der Grund. "Es ist bisher nicht bekannt, was im Impfstoff enthalten ist" sagt zum Beispiel Michael Blondin, Allgemeinmediziner in Neukirchen-Vluyn. Damit handeln die Ärzte gegen eine Empfehlung von WHO, RKI und Paul-Ehrlich-Instituts, die alle die Impfung empfehlen. Die Regierung sollte nun schnellstens die Inhaltsstoffe offenlegen und vernünftige Argumente für die Schweinegrippe Impfung finden, will sie nicht ca. 1 Milliarde Euro für die Impfaktion in Sand setzen. Unglücklicherweise forderte das Bundesgesundheitsministerium inzwischen selbst einen alternativen Impfstoff ohne Wirkungsverstärker (Adjuvansen) und Quecksilberverbindungen. Die Schweinegrippe Impfung könnte sich gerade zu einer der größten Verschwendungen von Beitrags- und Steuergeldern entwickeln. Wir werden natürlich darüber berichten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: rp-online)
Deutschland: 21.283 Infizierte, 154 Neu-Infektionen, 1 Todesfall
05.10.2009 - Bis Freitag 15 Uhr wurden dem RKI nochmals 154 Neuinfektionen mit Schweinegrippe gemeldet für die vorangegangenen 24 Stunden. Nach wie vor überwiegen die Inlandsinfektionen, was sich mit den Herbstferien absofort wieder ändern kann. In Bremen und Niedersachsen begannen heut die Ferien. Nächste Woche folgen Hamburg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Im Sommer hatten die Sommerferien dazu geführt, das die Fallzahlen in Deustchland explodierten. Teilweise meldeten sich bis zu 900 Reiserückkehrer mit Schweinegrippe an einem Tag - siehe Grafik. So verteilen sich die Fälle auf die Bundesländer: erste Zahl = Infizierte, zweite Zahl = Todesfälle
Nordrhein-Westfalen (5.913 - 1)*
Baden-Württemberg (3.171)*
Bayern (3.036)*
Niedersachsen (2.773)*
Rheinland-Pfalz (1.253)*
Hessen (1.042)*
Berlin (661)
Schleswig-Holstein (657)*
Thüringen (499)*
Brandenburg (460)*
Hamburg (451)*
Sachsen (400)*
Sachsen-Anhalt (386)*
Saarland (260)*
Bremen (161)*
Mecklenburg-Vorpommern (160)
* = neue Fälle hinzugekommen vom bis 02.10.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Ein ersten Todesfall gibt es seit dem 25.09.2009. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Schweinegrippe: 4.432 Tote weltweit, 184 in Europa
05.10.2009 - In der vergangenen Woche starben weltweit erneut 98 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe. Nach wie vor ist Indien das Land, indem es die meisten neuen Todesopfer zu beklagen gibt. Weltweit am schlimmsten hat es Brasilien mit 899 Toten getroffen, gefolgt von den USA (593), Argentinien (538) und Indien (315). Deutschland zählt seit dem 25.09.2009 ein erstes Todesopfer. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)
Zahl der schweren Schweinegrippe Fälle steigt in Europa
05.10.2009 - Für Herbst hatten Experten die zweite Welle der Schweinegrippe vorausgesagt. Anfang September sanken die Neuinfektionen in Deutschland - siehe Grafik. Auch im Rest von Europa wurde es ruhiger. Doch nun steigen die Zahlen wieder. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest der EU. So befinden sich aktuell 218 Menschen in Großbritannien mit Schweinegrippe im Krankenhaus, 25 davon sogar auf der Intensivstation. In Italien sind es 80. Auch in Portugal mussten 21 Menschen mit H1N1 ins Krankenhaus. Frankreich und die Niederlande melden je 10 Krankenhaus Behandlungen. In Deutschland verläuft die Schweinegrippe bisher meist mild und kann zu Hause behandelt werden. Der Anfang der zweiten Welle scheint jedoch auch bei uns angekommen zu sein. Letzte Woche stiegen die Zahlen hierzulande auf ein Niveau, das zuletzt im August gemessen wurde. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ECDC)
Schweinegrippe Gefahr durch Grippeimpfung?
05.10.2009 - Forscher in Britisch Columbia/Kanada wollen bei einer Grippestudie und bei Beobachtungen in der Bevölkerung festgestellt haben, das sich mit der normalen Grippeschutzimpfung das Risiko verdoppelt, an Schweinegrippe zu erkranken. So der Inhalt einer Vorabveröffentlichung. Für den Virologie Stephan Becker vom Marburger Universitätsinstitut sei dies ein „unerwarteter“ Befund und „nicht überprüfbar". "Die Studie ist noch nicht veröffentlicht, es gibt bislang nur Gerüchte" so Becker weiter. Sollten sich die Erkenntnisse wissenschaftlich bestätigen, hätten sie Auswirkungen auf die saisonale Grippeschutzimpfung. In Kanada will man aufgrund dieser Studie nun zunächst nur noch über 65-jährigen die saisonale Impfung anbieten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Focus)
WHO fordert finanzielle Hilfe für Entwicklungsländer
05.10.2009 - Die sogenannte Schweinegrippe breitet sich mit einem "explosionsartigen Ausbruch" in den Entwicklungsländern der Erde aus. Die WHO beobachtet dies mit größter Sorge und hat zu finanziellen Soforthilfen aufgerufen. Einige Pharmakonzerne sowie Industrieländer, darunter Deutschland, haben Spenden von Impfstoff-Chargen zu gesagt. Ein UN-Koordinator warnte jedoch davor, dass diese Chargen nur für einen Bruchteil der Bevölkerung in den Entwicklungsländern reichen würden. Das größte Problem sei, das nicht einmal das Krankenhauspersonal und Personen im öffentlichen Dienst in Entwicklungsländer rechtzeitig und ausreichend geimpft werden könnten. Deutschland hat neben der Zusage, überflüssige Impfstoffe zu spenden weiterhin eine Soforthilfe von 20 Millionen Euro im September bewilligt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
NEWS vom 04.10.2009
Nebenwirkungen: Neue Impfstoff gefordert
03.10.2009 - Das Bundesgesundheitsministerium will angeblich einen neuen Impfstoff gegen die sogenannte Schweinegrippe testen, so berichtet es das Westfalen-Blatt. Hintergrund: Der jetzt angebotene Impfstoff enthält Wirkungsverstärker und Quecksilberverbindungen. In den USA gibt es Impfstoffe gegen die Schweinegrippe auch ohne diese Stoffe, deren Wirkung speziell auf Kinder heftig umstritten ist. Die Wirkungsverstärker werden damit begründet, das sich so mehr Impfstoff in kurzer Zeit produzieren läßt, da eine Knappheit des Wirkstoffes vorliegt. Das quecksilberhaltige Konservierungsmittel Thiomersal sei angeblich nötig, um den Wirkstoff haltbar zu machen. Er wird nur in Fläschchen mit je zehn Einheiten geliefert, die mit Einzelspritzen abgezogen werden. Einzeldosen würden das Konservierungsmittel überflüssig machen. Ein solcher neuer Impfstoff läge frühestens Ende November vor. Der jetzige Impfstoff wird zunächst ab Ende Oktober medizinischem Personal, Polizei und Feuerwehr sowie Beamten verabreicht. Prost Mahlzeit! (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Gesonderter Impfstoff gegen H1N1 für Schwangere?
03.10.2009 - Zu einer der ersten Personengruppen, denen die Impfung gegen Schweinegrippe empfohlen wird, gehören Schwangere - siehe Impfplan. Bei einem Arbeitstreffen der Gesundheitsminister wurde beschlossen, die Pharmafirmen nach Impfstoffen zu fragen, die keine Wirkungsverstärker (Adjuvanzen) beinhalten. Laut Robert-Koch- und Paul-Ehrlich-Instituts sei der Impfstoff zwar grundsätzlich für Schwangere geeignet, die Minister wollen aber auf Nummer sicher gehen. Daher werden die Pharmafirmen nun angefragt, ob es einen Impfstoff gibt, "der sich noch besser speziell für Schwangere eignet", sagte ein Sprecher nach dem Treffen. So bekämen Schwangere beziehungsweise deren behandelnde Ärzte eine Auswahlmöglichkeit, so der Sprecher weiter. Die Wirkung des jetzigen Impfstoffes auf werdende Mütter und ungeborene Kinder halten einige Wissenschaftler für problematisch. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
Keine weiteren Impftsoffbestellungen geplant
03.10.2009 - Die Gesundheitsministerien der Bundesländer beschlossen bei einem Arbeitstreffen in Berlin, keine weiteren Impfstoffe nachzubestellen. Aktuell erwartet die Bundesregierung 50 Millionen Impfdosen Mitte Oktober, die für 50 % der Krankenversicherten reichen würden. Als die Impfstoffe Ende Juli bestellt wurden, ging man noch von einer Doppelimpfung aus. Inzwischen ergaben aber Test, das oftmals schon eine einmalige Impfung den nötigen Impfschutz herstellt. Die Gesundheitsministerkonferenz will eine Bestandsaufnahme im November auswerten, ob tatsächlich ene Einmal-Impfung gegen Schweinegrippe reicht. Weiterhin war bei der Impfstoffbestellung nicht klar, wie hoch die Impfbereitschaft der Bevölkerung ist. Umfragen ergaben inzwischen, das sich nur 21 % überhaupt impfen lassen wollen. All das sind Entscheidungsgründe, das vorerst keine Nachbestellung ausgelößt wurde. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
Mekka Wallfahrt muss ausfallen
03.10.2009 - Aufgrund der Schweinegrippe werden dieses Jahr deutlich weniger Muslime an die Heiligen Stätten in Mekka und Medina kommen. So hat der ägyptische Gesundheitsminister Hatem al-Gabaliam Freitag erklärt, das die Hadsch für seine Landsleute ausfallen muss, wenn die internationalen Pharmakonzerne bis Mitte Oktober keinen Grippe-Impfstoff an Ägypten geliefert haben sollten. Das tunesische Ministerium für religiöse Stiftungen rief am Freitag alle Gläubigen, die zu den heiligen Stätten nach Saudi-Arabien wallfahrten wollten, auf, diese Reise um ein Jahr zu verschieben. Aus Saudi-Arabien selbst melden die Tourismusbüros, das die Buchungen für die Wallfahrtzeit deutlich herunter gegangen seien. Normalerweise befinden sich jedes Jahr im November knapp 2 bis 3 Milllionen Menschen gleichzeitig an den heiligen Stätten. Die Hadsch ist die Haupteinnahme Quelle für die Tourismusbranche in Mekka und Medina. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
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