NEWS vom 05.05.2009

Die Auswirkungen von Pandemiestufe 6

05.05.2009

Die Forschung nach Lösungen für den Fall einer Pandemie beschäftigt vielerorts die Experten. So wurde am Georgia Institute of Technology 2008 ein Pandemie Szenario für die us-amerikanische Stadt Atlanta am Computer simuliert. Dieses Modell hilft nicht gegen eine Pandemie. Aber es hilft, die Logistik für Einsatzkräfte im Ernstfall zu planen. Auch die Universität Tübingen hat eine solche Pandemie-Simulations-Software eingesetzt. Die Firma Explosys nutzt Sie nun und berät anhand der Daten Gesundheitsbehörden weltweit. Ihr Geschäftsführer Dr.-Ing. Markus Schwehm erklärt, das dazu 50 verschiedene Komponenten variiert werden können. Dabei haben sich immer wieder die selben Handlungsanwesungen als einzig sinnvoll herausgestellt:

All das hilft tatsächlich mehr, wie Flüge streichen, Schulen schließen oder vorsorglich Grippemittel wie Tamiflu einnehmen. Als Grundlage dienen wissenschaftliche Erkenntnisse über Grippe-Viren und die letzte Pandemie 1918. (Quelle: Spiegel)

9 Infizierte in Deutschland

05.05.2009

Am Sonntag (3.5.) war der letzte Fall einer Infektion bestätigt worden. Heute nun wurde die Zahl auf 9 erhöht. Der 38-jährige aus Sachsen-Anhalt hat sich ebenfalls bei einer Mexikoreise infiziert. Ihm gehe es allerdings so gut, das er zu Hause behandelt werde. Seine Kontaktpersonen zeigen keine Symptome, werden aber vorsorglich behandelt. (Quelle: Spiegel)

Mexiko kehrt planmäßig zur Normalität zurück

05.05.2009

Am Mittwoch (6.5.) wird die Normalität zurück in der öffentliche Leben in Mexiko kehren. Universitäten und Oberstufenklassen nehmen am Donnerstag wieder den normalen Betrieb auf. Grundschulen, Mittelstufen und Kindergärten folgen dann am Montag (11.5.). Die Behörden werden den Menschen Empfehlungen für die Gesundheit und Hygiene aussprechen. Dieser Schritt sei möglich, da es keine neuen Verdachtsfälle in Mexiko mehr gebe - so Gesundheitsminister Jose Angel Cordova. (Quelle: Spiegel)

Absurde Maßnahmen weltweit

05.05.2009

Absonderliche Verbote oder Anordnungen haben Behörden weltweit angesetzt, um die Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern. So sollen in Neuseeland vermeindlich Infizierte mit dem Auto zur Klinik fahren, davor 3x hupen und im Auto warten. Am Flughafen in Paris weigerten sich Mitarbeiter, das Gepäck von Mexiko-Reisenden zu verladen. Es kam zu massiven Verspätungen für die Urlauber. In Bangkok und Tokio werden Scanner am Flughafen eingesetzt, die erhöhte Körpertemperatur anzeigen. Wer krank wirkt, kommt in Quarantäne. Mehrere Länder haben alle Flüge nach Mexiko gestrichen. Darunter Peru, Ecuador, China, Argentinien und Kuba. Argentinien hingegen läßt alle Landsleute aus Mexiko evakuieren. Die Abneigung gegen Mexikaner steigt in diesen Tagen weltweit. "Haltet euch von Mexikanern fern" rufen Aktivisten in den USA. Aber selbst im mexikanischen Acapulco geht man mit Steinen und Flaschen auf die eigenen Landsleute aus Mexiko Stadt los. Dort war Mitte April die Grippewelle gestartet. (Quelle: Spiegel)

Fieberhafte Entwicklung an Impfstoff

05.05.2009

Bleibt der Virus A / H1N1 so, wie er jetzt ist, dürfte die Entwicklung eines Impfstoffes recht schnell gehen. Die Pharmaindustrie auf der ganzen Welt sei fieberhaft damit beschäftigt, H1N1 unschädlich zu machen. Hörg Hacker vom Robert-Koch-Institut gab bekannt, das der Virus bereits in Laboren in Berlin und Marburg isoliert worden sei - ein wichtiger Schritt, um einen passenden Impfstoff entwickeln zu können. Was allerdings passiert, wenn das Virus mutiert, will derzeit kein Experte vorher sagen. Mischt es sich Beispielsweise mit dem H5N1-Erreger der Vogelgrippe (mehr zur Vogelgrippe), wäre der neue mutierte Virus aller Voraussicht nach sehr gefährlich. Von 421 nachgewiesenen Fällen der Vogelgrippe beim Menschen waren 257 getötet worden. Das sind 61 %. Aktuell tötet der H1N1 Virus nur 1 Menschen von 1.000 Infizierten. (Quelle: Spiegel)



NEWS vom 04.05.2009

Pandemie kostet Billionen

04.05.2009

Zahlenmodelle, die 2006 bei der SARS-Epidemie angestellt wurden, zeichnen ein beunruhigendes Bild im Falle einer Pandemie 2009. Billionen (1.000 Millionen) würde die Kriese kosten, käme es tatsächlich zu einem wirtschaftlichen Stillstand. Gewinner wären nur die Pharmaindustrie, die Unterhaltungselektronik sowie Telefon- und Internetdienstleister. Nachvollziehbar, wenn ein Großteil von zu Hause aus Arbeiten würde. Die Verlierer wären die Tourismusbranche, Flug-Anbieter, die Freizeitindustrie und Einzelhändler. Einzig gute Nachricht in den dunklen Prognosen: Nach Ende der Pandemie würde sich die Wirtschaft schnell wieder erholen, da die Geschäfte nur ausgesetzt werden. (Quelle: N24)

Steht die höchste Stufe einer Pandemie bevor?

04.05.2009

Die WHO überlegt, die sechse und höchste Stufe einer Pandemie auszurufen (mehr zu den Warnstufen hier). WHO-Chefin Margaret Chan bestätigt dies mit den Worten: "Es gibt deutliche Anzeichen für eine Pandemie (weltweite Ausbreitung). Gleichzeitig bedeutet dies nicht das Ende der Welt". Über die Schwere der Grippe und mögliche Todesraten sagt Stufe 6 nichts aus. Gleichzeitig äußert sich die WHO besorgt über die schnelle Wandlungsfähigkeit des Virus. Man hoffe zwar, das das A/H1N1 Virus sich demnächst totläuft. Gleichzeitig kann aber nicht ausgeschlossen werden, das eine zweite Welle startet. Deren folgen seien aller Voraussicht heftiger, als bisher. (Quelle: WHO)

Massenschlachtung von 300.000 Schweinen in Äqypten

04.05.2009

Am gestrigen Sonntag kam es in Kairo zu massiven Protesten. Die Regierung wollte 300.000 Schweine schlachten. 1.000 aufgebrachte Bürger versuchten dies zu verhindern. Sie blockierten Zufahrtsstraßen, warfen mit Flaschen und Steinen. Es kam zu 14 Festnahmen. Die WHO erklärte zum wiederholten Mal, das keine Gefahr von Schweinen ausgehe, bei deren Haltung alle Hygienemanahmen beachtet wurden. (Quelle: Spiegel)



Weltweit 999 Infektionen

04.05.2009

14 Tage nach bekannt werden der "Neuen Seuche" Schweinegrippe haben weltweit die Behörden 999 Infektionen gezählt. Davon sind 8 in Deutschland bestätigt. Die meisten Todesfälle gab es in Mexiko. Einen weiteren Fall in den USA. Dort gibt es mit 244 bestätigten Erkrankungen auch die zweit meisten Infektionen. (Quelle: Spiegel)

Mexiko kehrt zurück zur Normalität

04.05.2009

Seid Dienstag (28.04.2009) lag das öffentliche Leben in Mexiko Stadt lahm. Schon für diesen Mittwoch (6.5.2009) sei die Rückkehr zur Normalität vorgesehen. Der mexikanische Gesundheitsminister José Ángel Córdova musste zwar den 22 Todesfall bekannt geben. Dennoch sprach er davon, das die Epedimie in einer abnehmenden Phase sei. Aktuell gäbe es noch 568 Infizierte. Die Behörden hätten jedoch rechtzeitig und richtig reagiert. (Quelle: Spiegel)

Mexikaner fühlen sich diskriminiert

04.05.2009

Felipe Calderón, Mexikos Präsident, ist empört, wie einige Länder wegen der Schweinegrippe reagieren. China hätte Mexikaner inhaftiert, um eine Ansteckung zu verhindern. Dabei seien die Landsleute gar nicht infiziert. China kommentierte die Kritik mit der Erklärung: Bei den isolierten Personen handele es sich nicht ausschließlich um Mexikaner und man hoffe, Mexiko würde mit dem Problem in einer objektiven und ruhigen Art umgehen. (Quelle: Spiegel)



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