NEWS vom 07.10.2009
Deutschland: 21.603 Infizierte, 66 Neu-Infektionen, 1 Todesfall
07.10.2009 - Das RKI meldet für die letzten 24 Stunden 66 Neuinfektionen mit Schweinegrippe. Damit sind seit April insgesamt 21.603 Fälle in Deutschland gezählt worden. Zwei Menschen starben. So verteilen sich die Fälle auf die Bundesländer: erste Zahl = Infizierte, zweite Zahl = Todesfälle
Nordrhein-Westfalen (5.946 - 1)*
Baden-Württemberg (3.222)*
Bayern (3.183 - 1)*
Niedersachsen (2.821)*
Rheinland-Pfalz (1.259)*
Hessen (1.045)
Berlin (670)
Schleswig-Holstein (663)
Thüringen (506)*
Brandenburg (462)*
Hamburg (451)
Sachsen (400)
Sachsen-Anhalt (388)*
Saarland (262)*
Bremen (162)*
Mecklenburg-Vorpommern (163)
* = neue Fälle hinzugekommen vom bis 06.10.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Ein ersten Todesfall gibt es seit dem 25.09.2009. Der Verlauf ist auf unseren Grafiken nachvollziehbar. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Zweiter H1N1 Todesfall in Deutschland
07.10.2009 - Wie das RKI mitteilt, ist in der Nacht von Montag auf Dienstag ein 5 jähriger Junge an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Der Fall trug sich im Landkreis München zu. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit informierte darüber. Demnach verstarb der Junge im Schwabinger Klinikum an einer Lungenentzünding, bei der auch der H1N1 Virus der Schweinegrippe eine Rolle spielte. Von Anfang an der Behandlung war der Junge isoliert untergebracht, so das es keine H1N1-Infektionen im Zusammenhang mit diesem Fall gab. Das Kind war durch eine Vorerkrankung bereits geschwächt. Den Eltern und Angehörigen unser herzliches Beileid! (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Impfung in Deutschland startet am 26. Oktober
07.10.2009 - Nun scheint es offiziell: Die Impfung gegen die Schweinegrippe startet in Deutschland am 26. Oktober 2009. Die sächsische Gesundheitsministerin Christiane Clauß erklärte dazu, das die Impfung traditionell als Picks in den Arm durchgeführt wird und zunächst mit medizinischem Personal, Ärzten und Polizei begonnen wird. Sachsen hat als eines der ersten Bundesländer einen Impfplan vorgelegt - wir berichteten. Alle anderen Länder haben dazu noch 2 Wochen Zeit. In Sachsen können sich dann ab dem 9. November interessierte Bürger impfen lassen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Sachsen Fernsehen)
Backstreet Boys: Brian Littrell hat Schweinegrippe
07.10.2009 - Nun hat sich die Schweinegrippe das nächste Prominente Opfer gesucht. Diesmal ist es Brian Littrell von den Backstreet Boys. Und hat es einer, haben es alle. Die Bandkollegen nehmen vorsorglich Grippemittel, sind aber bisher nicht infiziert. Aufgrund der H1N1-Infektion musste eine Autogrammstunde ausfallen. Brian selbst teilte von seiner Erkrankung via youTube Botschaft mit: "Die Backstreet Boys hatten ein tolles Ereignis für heute Nachmittag geplant… wo wir die Möglichkeit bekommen sollten, uns mit einigen unserer Fans zu treffen sowie Geld für die Brustkrebsaufklärung zu sammeln. Leider wurde am Sonntag bei mir Schweinegrippe diagnostiziert und meine Aufgabe ist es jetzt, mich von so vielen Leuten fernzuhalten wie möglich." Hier gehts zum Video. Na dann: Gute Besserung! (Text: © Kiwi Vision, Daten: lieblingsstars)
Schweiz: Zwei Impfstoffe vor der Zulassung
07.10.2009 - Die Schweiz als Nicht-EU Land profitiert nicht von der EU-weiten Zulassung der zwei Impfstoffe Focetria und Pandemrix®. Hier muss ein eigenes Zulassungsverfahren durchlaufen werden. Und nun liegen nach Medienberichten zufolge für zwei Impfstoffe Anträge zur Prüfung bei Swissmedic vor. Das Bundesamt für Gesundheit zeigt sich zuversichtlich, das spätestens Anfang November auch in der Schweiz geimpft werden kann. In der Schweiz mussten bis jetzt 23 Menschen im Krankenhaus mit Schweinegrippe behandelt werden. Todesfälle gibt es keine. (Text: © Kiwi Vision, Daten: search.ch)
Russland: Produktion von Impfstoff hat begonnen
07.10.2009 - Russland war lang Zeit von der Schweinegrippe verschont geblieben. Offiziell zumindest. So sollen Ende Juli erst 9 Menschen im ganzen Land infiziert gewesen sein. Gestern bestätigte Chefhygienearzt Gennadi Onischtschenko, das es nun bereits 591 offizielle Fälle im Land gibt. Und da binnen zwei Tagen 21 neue Fälle dazu gekommen sind, wird nun ein Impfstoff produziert. Zum Vergleich: China, die USA und Australien impfen bereits, Deutschland erhält diese Woche die ersten Auslieferung. Der Impfstoff soll in Russland bis zum 1. Januar zur Verfügung stehen. Von 10.000den Infizierten und sogar einem ersten Todesfall in Russland sprach vor zwei Wochen der Chef des Virologischen Instituts in Moskau, Dmitri Lowow und machte sich sofort Feinde - wir berichteten. Undurchsichtige Informationspolitik hin oder her - hauptsache niemand muss deswegen in Russland sterben. Genau das war nämlich 1918 bei der Spanischen Grippe passiert, als erstmals der H1N1-Virus um die Welt ging. Die Verheimlichung der Infektionsgefahr seitens der Regierungen hatte ca. 50 Millionen Menschen weltweit das Leben gekostet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: rian.ru + russland.ru)
WHO hält Schweinegrippe Impfung für sicher
07.10.2009 - Kurz vor dem Start der groß angelegten Impfkampagne gegen die Schweinegrippe in Deutschland ist sie mächtig in die Kritik geraten. Ärzte weigern sich, den "zu wenig getesteten" Impfstoff an Patienten zu geben, ein Proband der Tests berichtet von schlimmsten Nebenwirkungen, selbst das Paul-Ehrlich-Institut hält Kopfschmerzen für häufig möglich und rät Schwangeren eher ab. Das Bundesgesundheitsministerium selbst fordert inzwischen ein verträglicheres Mittel - (siehe News-Archiv). Die Impfkampagne droht zum finanziellen Disaster zu werden, denn für ca. 1 Milliarde Euro hat Deutschland bestellt, aber das Interesse für den Impfstoff liegt unter 21 %. Die WHO kommt daher mit beruhigenden Worten zu Hilfe geeilt: In China wird seit knapp 2 Wochen geimpft und von inzwischen 39.000 Chinesen haben nur 4 von Kopfschmerzen und Muskelkrämpfen an der Einstichstelle berichtet. Was nicht berichtet wird ist, wie der Impfstoff in China zusammengesetzt ist. Besonders die Adjuvansen und Quecksilberverbindungen machen hierzulande den Deutschen Angst. Die USA hat gestern Impfstoffe ausgeliefert, ohne Adjuvansen. Wenn uns also beruhigende Meldungen von dort in den nächsten Tagen erreichen, sind auch diese relativiert zu betrachten. Wir werden berichten... (Text: © Kiwi Vision, Daten: Focus)
NEWS vom 06.10.2009
Deutschland: 21.537 Infizierte, 254 Neu-Infektionen, 1 Todesfall
06.10.2009 - Zum Wochenbeginn meldet das RKI gleich 254 neue Fälle der Schweinegrippe in Deutschland. Bei Dauer der Krankheit von ca. 7 Tagen sind somit aktuell 1.470 Menschen wegen Schweinegrippe krank geschrieben. Seit April infizierten sich schon 21.537 Personen in Deutschland. Eine Frau starb. So verteilen sich die Fälle auf die Bundesländer: erste Zahl = Infizierte, zweite Zahl = Todesfälle
Nordrhein-Westfalen (5.926 - 1)*
Baden-Württemberg (3.200)*
Bayern (3.183)*
Niedersachsen (2.812)*
Rheinland-Pfalz (1.257)*
Hessen (1.045)*
Berlin (670)*
Schleswig-Holstein (663)*
Thüringen (500)*
Brandenburg (460)
Hamburg (451)
Sachsen (400)
Sachsen-Anhalt (386)
Saarland (260)
Bremen (161)
Mecklenburg-Vorpommern (163)*
* = neue Fälle hinzugekommen vom bis 05.10.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Ein ersten Todesfall gibt es seit dem 25.09.2009. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Bayern: Neue Schweinegrippe Fälle
06.10.2009 - In Neuburg-Schrobenhausen (nahe Ingolstadt/Bayern) sind erneut zwei Fälle der Schweinegrippe aufgetreten. Eine Frau scheint sich bei ihrer Tätigkeit auf dem zu Ende gegangenen Münchner Oktoberfest infiziert zu haben. Ein 16 Jahre alter Schüler des Schrobenhausener Gymnasiums zeigt ebenfalls typische Symptome: Fieber über 38,5 Grad, Kopf - und Gliederschmerzen sowie Husten. Das Gesundheitsamt informierte daraufhin die Schule des jungen Mannes und ließ Merkblätter an die Schüler verteilen. Beide sind auf dem Weg der Besserung. In Bad Tölz (südlich von München) wurde eine H1N1 Infektion bei einem Kind an der Südschule festgestellt. Die Eltern wurden in einem Elternbrief alarmiert und die Kinder zu häufigem Hände waschen aufgefordert. Der Zuständige Gesundheitsamts-Chef Dr. Franz Hartmann bestätigte inzwischen, dass es an so gut wie jeder Schule im Landkreis Fälle von Schweinegrippe gibt, ohne dass sie als solche diagnostiziert wurden. Wir wünschen allen Erkrankten eine schnelle Genesung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Augsburger Allgemeine, Merkur Online)
Ferseh-Serie muss Produktion stoppen. Grund: Schweinegrippe
06.10.2009 - Am Set der US-Fernsehserie "Bones - Die Knochenjägerin" (läuft in Deutschland beim Sender RTL), ist die Schweinegrippe ausgebrochen. Auch Hauptdarsteller David Boreanaz ist betroffen. Via Twitter ließ Produzent Hart Hanson die ganze Welt wissen: Zum ersten Mal in der Bones-Geschichte mussten wir die Produktion dicht machen. Verdammte Schweinegrippe! Das müssen wir in den Weihnachtsferien nacharbeiten." (Text: © Kiwi Vision, Daten: serienjunkies.de)
Hamburg: Erstmals Schule wegen Schweinegrippe geschlossen
06.10.2009 - Am Gymnasium Hamm sind mindestens fünf Kinder am H1N1-Virus erkrankt. Das Gesundheitsamt Hamburg, Bezirk Mitte, reagierte daraufhin und schickte eine 5. Klasse, die gesamte Oberstufe und alle 10. Klassen des Gymnasiums für eine Woche nach Hause. Damit beginnen für etwa 300 Schüler die Herbstferien in Hamburg eine Woche eher, wie erwartet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Hamburger Abendblatt)
"Sanfter" H1N1 Impfstoff vor der Zulassung
06.10.2009 - Zwei Impfstoffe sind in Europa bereits zugelassen worden. Es sind die H1N1 Impfstoffe Focetria des Schweizer Herstellers Novartis und Pandemrix® vom britischen Hersteller GSK, produziert in Dresden. Beide Impfstoffe enthalten die Quecksilberverbindung Thiomersal, die Bakterienwachstum verhindern soll (ein Konservierungsmittel also) und Adjuvansen, die die Wirkung verstärken. Die EU-Arzneimittelagentur EMEA hat empfohlen, einen dritten Impfstoff für die EU zuzulassen. Es ist der Impfstoff Celvapan® des Herstellers Baxter. Celvapan® enthält zumindest keine Adjuvanzien und dürfte damit auf breitere Zustimmung bei der Bevölkerung stoßen. Das Paul-Ehrlich-Institut hatte zwar erklärt, das sowohl Adjuvansen ungefährlich seien, wie auch die Quecksilberverbindung die Grenzwerte um ein vielfaches Unterschreiten. Dennoch waren die verwendeten Stoffe in die Kritik geraten, sowohl bei Ärzten wie auch durch Berichte über Nebenwirkungen von ersten Testpersonen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Schwangere nur bei chronischer Erkrankung impfen
06.10.2009 - Im Apothekenmagazin "Baby und Familie" äußert sich Dr. med. Michael Wojcinski, Sprecher der "AG Impfen in der Gynäkologie" des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. zur Schweinegrippe Impfung bei Schwangeren wie folgt: Eine Schwangere muss wegen der Schweinegrippe nicht in Panik verfallen. "Sie soll weiterleben wie bisher und darauf achten, sich immer gründlich die Hände zu waschen. Solange die Grippe relativ harmlos verläuft, empfehle ich die Impfung nur Schwangeren mit Risikofaktoren wie z. B. Diabetes." Auch das Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt eine "individuelleRisiko-Nutzen-Abschätzung" bezüglich der Impfung wärend der Schwangerschaft. Schwangere sollten sich also vertrauensvoll an ihren Arzt wenden, die einfachen Schutzmaßnahmen beachten und vor allem Ruhe bewahren. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Baby und Familie)
USA: Impfung gegen Schweinegrippe hat begonnen
06.10.2009 - Am 16. September hatte die USA 4 Pharmaunternehmen grünes Licht für ihre Schweinegrippe Impfstoffe gegeben - wir berichteten. 3 Wochen später hat die Massenimpfung begonnen. In Form von Nasenspray wurden die ersten Lieferungen in den Bundesstaaten Indiana und Tennessee ausgeliefert. Dort sollen zunächst Krankenhausmitarbeiter immunisiert werden. Insgesamt hat die USA 195 Millionen Dosen in Form von Nasenspray und Injektionen bestellt. Pro Woche sollen nun 10 bis 20 Millionen Dosen ausgeliefert werden sagte Jay Butler von der CDC dem Sender CNN. Die USA war lange Zeit das Land mit den meisten Erkrankungen und Todesfälle. Inzwischen ist sie jedoch von Brasilien überholt worden. In der EU wurde am 24. September über die Zulassung der europäischen Impfstoffe entschieden. Hierzulande werden die ersten Lieferungen in der dritten Oktober Woche erwartet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
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