NEWS vom 07.08.2009
Deutschland: 9.213 Infizierte, 594 Neu-Infektionen
07.08.2009 - Abschließend für diese Woche veröffentlichte das RKI heute 594 Neuinfektionen. Die Zahl der infizierten Deutschen stieg damit auf 9.213 Fälle. Heute vor 100 Tagen gab es den ersten Deutschen Fall von Schweinegrippe in Deutschland. Binnen einer Woche (Stand 31.07. bis heut) gab es damit 3.151 registrierte Fälle von Schweinegrippe bei uns. Folgendermaßen verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (3.365)*
Niedersachsen (1.667)*
Baden-Württemberg (902)*
Bayern (813)*
Hessen (477)*
Rheinland-Pfalz (417)*
Schleswig-Holstein (247)*
Berlin (244)*
Sachsen-Anhalt (165)*
Hamburg (156)*
Sachsen (155)*
Saarland (152)*
Thüringen (122)*
Brandenburg (110)*
Bremen (86)*
Mecklenburg-Vorpommern (81)*
* = neue Fälle hinzugekommen bis 06.08.2009, 15 Uhr
Erfahrungsgemäß werden am Wochenende keine neuen Daten veröffentlicht. Am Montag sind dann die Zahlen für den heutigen Freitag zu erwarten. Hoffen wir, das es am Wochenende nicht die Meldung eines ersten Todesfalls in Deutschland gibt. Bleiben Sie bitte gesund! Unsere Schutz Hinweise verraten Ihnen, wie das geht. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
aktuelle Zahlen: 202.166 Infizierte in 155 Ländern, 1.551 Tote
07.08.2009 - Es wird immer schwieriger, aktuelle Zahlen zur Schweinegrippe zu erlangen. Die USA hat die Zählung eingestellt und veröffentlicht nur noch Krankenhaus Fälle und Todeszahlen. Für Thailand und Großbritannien gibt es Medienberichte, das die Infektionen pro Woche um 10.000 Fälle steigen und weit über 500.000 Fälle im Land grassieren. Die offiziellen Zahlen jedoch sprechen nur von einigen Tausend Infizierten. Spanienurlauber berichten, das die Menschen in ganze Städten husten und verschnupft sind, jedoch die offiziellen Zahlen stagnieren bei 1.500 Fällen. Die Länder, die noch brav alle Fallzahlen zählen und regelmäßig an die Gesundheitsbehörden der Welt melden, haben in den vergangen 5 Tagen die Zahl der Infizierten um 17.300 Fälle auf insgesamt 202.166 Schweinegrippe Infektionen hochgetrieben. Zumindest bei den gemeldeten Todesfällen scheint verlass auf die Zahlen. Diese werden aktuell mit 1.551 Fällen notiert. Das ECDC gibt für Europa offiziell 30.310 Infizierte und 42 Todesfälle an. Deutschland meldete gestern 8.619 Infizierte. Auf unserer Grafik läßt sich der unveränderte Aufwärtstrend der Schweinegrippe ablesen. Aber wie gesagt, diese Angaben sind inzwischen mit berechtigten Zweifeln zu betrachten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO, CDC, ECDC)
Fatale falsche Diagnose auf Schweinegrippe
07.08.2009 - In Braunschweig hat sich nun ein beunruhigender Fall der Schweinegrippe zugetragen. Eine 25- jährige Arzthelferin kam von ihrem Ibiza Urlaub mit Beschwerden zurück. Der Schnelltest, den die Hausärztin durchführte, verlief negativ. Das hatte fatale Folgen. Die Hausärztin schickte die Patientin zurück an den Arbeitsplatz. Der Labortest allerdings bestätigte die Schweinegrippe Infektion. Inzwischen hatte die junge Frau 60 Patienten in der Braunschweiger Klinik bereut und mit 13 Kollegen Kontakt. Alle werden derzeit auf eine Ansteckung untersucht. "Es war fahrlässig, sich bei dieser Patientin mit deutlichen Grippe-Symptomen nur auf den Schnelltest zu verlassen und sie wieder zur Arbeit zu schicken, ohne das Laborergebnis abzuwarten", sagte der Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, Thomas Spieker. Einige Experten schätzen die Schnelltest als sehr unzuverlässig ein, wie dieser Fall bestätigt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
Angela Merkel und ihr Kabinett bekommen Impfung
07.08.2009 - Auch das Bundeskabinett um Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und ihre 14 Minister bekommt eine Schweinegrippe Impfung. Das bestätigte nun eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Sämtliche Mitglieder des Bundeskabinetts können sich auf freiwilliger Basis gegen den H1N1 Virus impfen lassen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. Grund zum Unmut gibt es nicht. Immer wieder wurde betont, das zwar nur für 30 % der Bevölkerung Impfstoffe bestellt wurden. Dennoch bekommt jeder, der es will eine Impfung. Sollte die bestelle Menge nicht ausreichen, dann hat die Bundesregierung sich eine Option zur Nachbestellung offen gelassen. Was Angela Merkel und Co ermöglicht wird aufgrund ihres Posten im Ministerium steht als Möglichkeit auch jedem Bundesbürger zur Verfügung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)
Apotheken sollen sich auf Bürgeranfragen vorbereiten
07.08.2009 - Viele Fragen bewegen die Menschen diesen Sommer zur Schweinegrippe. Das merken Internetdienste aufgrund erhöhter Anfragen und Apotheken aufgrund vieler Bürgerfragen. Der Angst vor der neuen Grippe und der Unwissenheit begegnen Apotheker am besten, indem sie sich auf die Bürgerfragen einstellen. Eine gute Liste dazu hat die Ärzte Zeitung zusammen getragen. Interessierte Bürger finden hier Antworten auf die wichtigsten Fragen. Apotheker sollten diese Antworten im Hinterkopf bereit halten. Zur Liste >>> (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Thailand: Ex-Gesundheitsministerin hat Schweinegrippe
07.08.2009 - Thailands ehemalige Gesundheitsministerin Sudarat Keyuraphan ist an Schweinegrippe erkrankt. Die 48-jährige wurde in eine Klinik eingeliefert. Dort bekommt sie derzeit Grippemittel und sei schon wieder auf dem Weg der Besserung. Das teilte heute morgen der Direktor des Internationalen Krankenhauses in Bangkok mit. Hätte es eine Gesundheitsministerin nicht besser wissen müssen, wie man sich vor Schweinegrippe schützt? In Thailand starben bisher 81 Menschen an Schweinegrippe. Die Zahl der Infizierten kann nur noch geschätzt werden. Experten gehen von 350.000 bis 500.000 Infizierten aus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Großbritannien: Endlich weniger Infizierte
07.08.2009 - Europaweit ist Großbritannien am schlimmsten von der Schweinegrippe betroffen. 36 Menschen starben bereits. Aktuell werden 530 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt. Dennoch gibt es Grund zur Freude im Vereinten Königreich: Die Gesundheitsbehörde HPA teilte mit, das sich in der vergangenen Woche nur noch 30.000 Menschen neu infiziert hätten. Immerhin! In der Vorwoche waren es noch 100.000 Neuinfektionen. RKI Chef Jörg Hacker betonte unterdessen, das eine weitere Ausbreitung weltweit und auch in Deutschland nicht zu vermeiden sei. Die Bilder und Informationen, die uns aktuell aus den Schweinegrippe Kriesengebieten der Erde erreichen, sind also schon einmal ein Vorgeschmack darauf, was uns in Deutschland im Herbst erwartet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Experten: Im Herbst schwere Verläufe und Tote
07.08.2009 - Impfexperten am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) schätzen die Schweinegrippe so ein, das im Herbst die Krankheitsverläufe schwerer werden und dann auch definitiv mit ersten Todesfällen in Deutschland zu rechnen sei. PEI-Chef Johannes Löwer sprach von einer erwarteten "breiten Vermehrung" der Krankheit. Impfstoffe würden dann "rasch in großen Mengen gebraucht". Noch gibt es in Deutschland erstaunlicher Weise noch keine Todesfälle. Damit dies auch noch lange so bleibt, hilft vor allem Ansteckungen vermeiden - zum Beispiel mit Hände waschen (siehe Schutzmaßnahmen). Wer angesteckt ist, sollte sich schnell beim Arzt behandeln lassen. Eine Verschleppung einer H1N1-Infektion hatte in China einer ansonsten gesunden Frau das Leben gekostet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
Krankenkassenstreit um Impfkosten
07.08.2009 - Seit Ende Juli streiten sich die Krankenkassen um die zu erwartenden Kosten für die Schweinegrippe Impfung. Die Impfdosen allein kosten ca. 700 Millionen Euro in der Anschaffung und Lagerung. Dieses Kostenmodell funktionieren nur, wenn die Gesundheitsämtern die Impfung durchführen. Hinzu kommen jedoch noch Verwaltungskosten der Krankenkassen zur Benachrichtigung der Bürger über freie Impftermine. Und da niedergelassene Ärzte bei der Verabreichung der Impfung helfen müssen, entstehen auch da noch einmal Abrechnungskosten. So rechnet man inzwischen mit ca. 1 Milliarden Euro. Ein gewaltiger Zankapfel, den die Krankenkassen nicht aus dem Gesundheitsfond bezahlen wollen. Deswegen stellten die Krankenkassen in Aussicht, das sich die Beiträge für die Bürger schon zum 1. Oktober erhöhen. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär des Gesundheitsministeriums sagte nun, der Ruf nach Beitragserhöhung sei: "völlig unangemessen." Die Krankenkassen seien in der Pflicht diese Kosten zu tragen. Sie hätten nach 2008 auch im ersten Quartal dieses Jahres wieder Überschüsse gehabt. "Insofern ist die Finanzierungsfrage geklärt, ohne dass irgendwelche Beitragssatzerhöhungen nötig sind". Schröder sagte weiter, das eine Impfung als Vorbeugemaßnahme gilt und daher keine Praxisgebühren fällig werden. Kommenden Mittwoch wird in Berlin eine Impfverordnung im Bundeskabinett entschieden und verabschiedet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Ältere News
Hier können Sie zurück gehen zu älteren News >>>
oder Sie geben einen Suchbegriff ein und durchsuchen dieses Portal:Die Informationen auf dieser Seite stammen von Presseagenturen und Informationsseiten aus dem Internet. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie Beschwerden haben, konsultieren Sie in jedem Fall ihrem Arzt.



