NEWS vom 08.10.2009
Packungsbeilagen der H1N1 Impfstoffe veröffentlicht
08.10.2009 - Die Seite Impfbrief.de hat die Packungsbeilagen der in der EU zugelassenen Schweinegrippe Impfstoffe online gestellt. Mit ihnen soll in Deutschland Ende Oktober geimpft werden. Hier kann jeder nachlesen, wie die Impfstoffe Celvapan, Focetria und Pandemrix anzuwenden sind und welche Nebenwirkungen erwartet werden. Alle Impfstoffe rufen unter anderem Kopfschmerzen, Fieber, Muskel- und Gelenksschmerzen hervor und führen in seltenen Fällen zu Multiple Sklerose und dem Guillain-Barré-Syndrom. Auf einer Sonderseite zu den Nebenwirkungen der H1N1 Impfung haben wir die drei Impfstoffe gegenüber gestellt. So können Sie am besten vergleichen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Impfbrief.de)
Deutschland: 22.110 Infizierte, 507 Neu-Infektionen, 2 Tote
08.10.2009 - Das RKI meldet für die letzten 24 Stunden 507 Neuinfektionen mit Schweinegrippe. Dies ist der höchste Anstieg an Infektionen seit dem 24. August in Deutschland. Damals spielten Reiserückkehrer die wichtigste Rolle bei den Neuinfektionen. Dieses Mal sind es fast ausschließlich Inlandsinfektionen. Ob es der Beginn einer zweiten Welle ist, bleibt abzuwarten. Unsere Grafiken deuten darauf hin. So verteilen sich die Fälle auf die Bundesländer: erste Zahl = Infizierte, zweite Zahl = Todesfälle
Nordrhein-Westfalen (5.987 - 1)*
Bayern (3.543 - 1)*
Baden-Württemberg (3.246)*
Niedersachsen (2.827)*
Rheinland-Pfalz (1.268)*
Hessen (1.053)*
Berlin (679)*
Schleswig-Holstein (663)
Thüringen (524)*
Brandenburg (468)*
Hamburg (460)*
Sachsen (416)*
Sachsen-Anhalt (389)*
Saarland (262)
Mecklenburg-Vorpommern (163)
Bremen (162)
* = neue Fälle hinzugekommen vom bis 07.10.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Zwei Todesfälle gibt es in Deutschland. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Bayern impft schon ab 20. Oktober
08.10.2009 - Bundesweit einheitlich galt der 26. Oktober als Impf-Start in Deutschland. Bayern will nun schon am 20. Oktober anfangen zu impfen. Das süddeutsche Bundesland ist am dritt schlimmsten bisher betroffen und zählt bereits einen ersten Todesfall. Man will keine Zeit verlieren. Und wärend in NRW viele niedergelassene Ärzte die Impfung in ihrer Praxis verweigern, haben sich in Bayern bereits 3.000 Ärzte freiwillig für die Durchführung gemeldet. Der Krankenkassenvereinigung Bayern wurde seitens der Ärzte 7,67 Euro für die Durchführung der ersten Impfung vorgeschlagen und 5 Euro für die Wiederholungsimpfung. In Bremen sollen die Ärzte für 4,08 Euro impfen, in Brandenburg für 4,50, was für Empörung sorgte - wir berichteten. Unklar ist in Bayern jedoch noch so einiges: Wie viel Milligramm sollen geimpft werden? Wer haftet für Impfschäden? Reicht eine Impfung oder braucht es zwei? Fragen, auf die selbst Vize-Vorsitzende der KVB, Dr. Gabriel Schmidt, noch keine Antworten weiß. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Schnelleres Testverfahren für Schweinegrippe entwickelt
08.10.2009 - Die Analytik Jena AG hat ein neues Testverfahren hergestellt, mit dem der H1N1-Virus binnen 2 Stunden nachweisbar ist. Der bekannte Grippe-Schnelltest für 24 Euro liefert nur zu 50 % richtige Angaben und ist daher nicht zu gebrauchen. Der aufwendige PCR-Test kann nur im Labor durchgeführt werden und kostet 130 Euro. Seine Durchführung wird von Krankenkassen aufgrund der Kosten nicht für jeden Patienten empfohlen. Timo Hillebrand von der Analytik Jena AG sagt über das neue Testverfahren: "Der große Vorteil ist, dass das System in einem normalen Laborequipment funktioniert und nicht erst eine teure Maschine gekauft werden muss. Ein mobiler Einsatz des Testsystems an Orten mit hohem Menschenaufkommen, wie zum Beispiel auf Flughäfen, wird damit bald möglich sein." Eine Zulassung für die medizinische Anwendung wird gerade angestrebt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)
Nicht mehr Grippefälle wie in anderen Jahren
08.10.2009 - Das RKI teilte mit, das es in Deutschland derzeit nicht mehr Grippefälle gibt, wie in anderen Jahren zu dieser Jahreszeit. Auch wenn in der Vorwoche mehr Grippefälle gemeldet wurden, waren die Werte im normalen Bereich für Oktober. Und auch um die Schweinegrippe ist die Lage laut RKI noch ruhig. Nach wie vor ist sie "nicht auf Bevölkerungsebene als zusätzliche Krankheitslast messbar" so das RKI. Durch das schnelle Reagieren der Behörden mit Quarantänemaßnahmen konnte die Neue Grippe bisher stets schnell eingedämmt werden. Damit Sie sich gar nicht erst anstecken, beachten Sie bitte die einfachen Schutzmaßnahmen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Autohersteller kontrolliert Mitarbeiter auf Schweinegrippe
08.10.2009 - Der japanische Autohersteller Nissan hat seine Mitarbeiter aufgrund der Schweinegrippe im Land angewiesen, nicht mit Fieber zur Arbeit zu kommen. Damit sich auch alle daran halten, wurden am Werkstor Wärmesensoren installiert - das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Yokohama mit. Eigentlich wird das Bauteil zur Temperaturüberwachung im Motorraum und bei den Heckscheiben benutzt. Nun müssen die Mitarbeiter im Abstand von 15 Zentimentern für 3 Sekunden davor stehen bleiben. Bei 38 Grad Celsius geht eine rote Warnlampe an. Nissan-Sprecher Hitoshi Kawaguchi kommentiert die Maßnahme so: "Nicht, dass wir unseren Mitarbeiten nicht trauen würden. Aber einige gehen selbst dann zur Arbeit, wenn sie sich nicht wohl fühlen. Dann könnte das Virus zu anderen Mitarbeitern wandern." Das Gerät kostet umgerechnet 2.300 Euro. Thermoscanner, die an Flughäfen benutzt werden, sind laut Nissan gut 30x so teuer. Die Idee soll nun auch an anderen Produktionsstätten von Nissan umgesetzt werden. Japan zählt inzwischen 20 Tote. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
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