NEWS vom 11.10.2009
Kuba: Drei Schwangere gestorben
11.10.2009 - Kuba zählt 3 Todesopfer. Dies sagte der Gesundheitsminister José Portal im Fernsehen. Alle 3 H1N1-Toten waren schwanger. Weiter erklärte der Minister, das Kuba insgesamt 621 Infizierten zähle, von denen 110 in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Die meisten Infektionen gab es durch die Heimkehr von Kubanern aus dem Urlaub. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)
Impfstoff unbedenklich und gut verträglich?
11.10.2009 - Jakob Cramer vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) bestätigte nun, das der Impfstoff gegen die Schweinegrippe gut verträglich sei. Bei Studienteilnehmern sei es nur zu leichten Nebenwirkungen wie Hautrötungen und Gliederschmerzen gekommen. Dieses Ergebnis sei repräsentativ. Cramer modifiziert auch auch die Packungsbeilagen der Impfstoffe, die viele Nebenwirkungen aufzählt. Es hätte sich gezeigt, das Erwachsene bis 60 Jahren nur eine Dosis benötigen. Kinder brauchen die halbe Menge 2x und Personen über 60 Jahre ebenfalls 2 Impfungen. Schwangeren rät der Forscher, auf einen Impfstoff ohne Adjuvansen zu bestehen. Ab 19. Oktober können die Impfstoffe von den Bundesländern in Berlin abgeholt werden und mit dem impfen begonnen werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Fuldaer Zeitung)
H1N1-Jugendherberge bleibt geöffnet
11.10.2009 - Die Jugendherberge in Leer/Ostfriesland bleibt geöffnet. 100 Schukinder aus NRW hatten sich hier mit Schweinegrippe infiziert und mussten vorzeitig wieder abreisen. Das Gebäude wurde nun kräftig desinfiziert und Textilien gewechselt. Das Leeraner Gesundheitsamt geht davon aus, das der Virus sowieso nur 48 Stunden auf Gegenständen überlebensfähig ist. Das Gesundheitsamt war es auch, das die Schüler aus Gladbeck und Dortmund heim schickte. Die Mitarbeiter der Jugendherberge sind nun aufgerufen, sich gegenseitig zu beobachten und beim Auftreten von Grippesymptomen einen Arzt aufzusuchen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: General Anzeiger)
USA: Kinder sterben vermehrt an Schweinegrippe
11.10.2009 - In den USA ist die Zahl der Kinder, die an der Schweinegrippe gestorben sind in der letzten Woche sprunghaft angestiegen. Diese Daten lieferte jetzt das Zentrum für Gesundheitsschutz und Prävention (CDC). Demnach sind in der 40. Kalenderwoche 16 Kinder nachweißlich an einer H1N1-Infektion gestorben. Seit Ausbruch der Schweinegrippe Ende April sind es bereit 76 Kinder in den USA. Anders als bei einer saisonalen Grippe, bei der vor allem ältere Menschen sterben, fordert die Schweinegrippe weltweit vor allem unter Kindern, Jugendlichen und Schwangeren Todesopfer. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
NEWS vom 09.10.2009
Deutschland: 22.399 Infizierte, 289 Neu-Infektionen, 2 Tote
09.10.2009 - Das RKI meldet für die letzten 24 Stunden 289 Neuinfektionen mit Schweinegrippe. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Zahlen von Neuinfektionen abermals angestiegen. Dieses Bild können Sie auch unserer Grafik entnehmen, auf der wir täglich die neuen Zahlen eintragen. So verteilen sich die Fälle auf die Bundesländer: erste Zahl = Infizierte, zweite Zahl = Todesfälle
Nordrhein-Westfalen (6.013 - 1)*
Bayern (3.696 - 1)*
Baden-Württemberg (3.262)*
Niedersachsen (2.838)*
Rheinland-Pfalz (1.280)*
Hessen (1.053)
Berlin (679)
Schleswig-Holstein (682)*
Thüringen (536)*
Brandenburg (476)*
Hamburg (467)*
Sachsen (437)*
Sachsen-Anhalt (393)*
Saarland (262)
Mecklenburg-Vorpommern (163)
Bremen (162)
* = neue Fälle hinzugekommen vom bis 08.10.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Zwei Todesfälle gibt es in Deutschland. Das RKI liefert erst am Montag die Zahlen von Freitag und erst Dienstag die Zahlen von Samstag und Sonntag. Wir wünschen ihnen also bereits jetzt ein schönes Wochenende und bitte: Bleiben Sie gesund! (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Bayern: Schüler desinfizieren Türklinken
09.10.2009 - Die Ismaninger Realschule (bei München) setzt nun ein deutliches Zeichen angesichts 256 Fälle von Schweinegrippe im Landkreis München. Hier wurden nicht nur die Putzpläne überarbeitet sondern auch die Schüler aktiv mit einbezogen. Diese wischen nun in den Pausen nicht nur die Tafel sondern desinfizieren auch die Türklinken. Schulleiter Johann-Wolfgang Robl freut sich, denn die Schüler sind begeistert dabei und verstehen so aktiv, wie sie sich gegen die Schweinegrippe Welle schützen können. Auch Eltern wurden einbezogen, indem ihnen ein Merkblatt geschickt wurde, das sie auffordert, erkrankte Kinder zu Hause zu behalten. "Oft schicken Eltern die Kinder ja noch einmal zum Unterricht mit der Option, wenn es nicht besser wird, immer noch zum Arzt gehen zu können." Deutschland bereitet sich vor! (Text: © Kiwi Vision, Daten: merkur-online)
Thüringen: 1.400 Ärzte impfen gegen Schweinegrippe
09.10.2009 - 2.200 impfberechtigte Ärzte in Thüringen wurden angefragt, ob sie helfen, die Schweinegrippeimpfung an die thüringer Bevölkerung zu bringen. 1.400 Ärzte machen mit (63 %). Die thüringer Kassenärztliche Vereinigung (KV) lobte diesen Einsatz. Ohne die Unterstützung der Mediziner wären die Gesundheitsamter überfordert. In Bayern wollen 3.000 Ärzte impfen, in NRW boykottiert ein Großteil der Ärzte die Impfaktion. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Thüringer Allgemeine)
Die Schwierigkeit einer Schulschließung
09.10.2009 - Was für die Schüler scheinbar die größte Freude bedeutet, ist für das Direktorzimmer der absolute Ausnahmezustand. Gemeint ist eine Schulschließung wegen Schweinegrippe. Schulleiterin Angelika Ottersbach geriet in Deutschland als erstes in die "ungeheure Maschinerie", wie sie selbst sagt, als Mitte Juni ihr Irmgardis Gymnasium in Köln für eine Woche schloß. Ihr Fazit heute: Das Schwierigste war, keine Panik aufkommen zu lassen. Nur offene Kommunikation mit den Eltern half, dies zu verhindern. Die Internetseite der Schule wurde zum Dreh und Angelpunkt und war stündlich aktuell. Ihr Protokoll der Ereignisse kann anderen Schulleitern als Leitfaden dienen. Es ist hier beim Focus nachzulesen. Schulschließungen werden von Experten als eine der wirksamsten Methoden angesehen, um die Ausbreitung der Schweinegrippe zu verhindern. Auch die WHO empfielt es. Allein im September schlossen 5 Schulen Bundesweit ganz oder teilweise. Gut also, wenn sich Schulleiter darauf einstellen.(Text: © Kiwi Vision, Daten: Focus)
Wie können sich Impfgegner vor H1N1 schützen?
09.10.2009 - Die Impfbereitschaft für die Schweinegrippe Impfung lag bei einer letzten Umfrage bei nur knapp 21 % (wir berichteten). Die lange Liste der gestern veröffentlichten Nebenwirkungen könnte diese Zahl weiter sinken lassen. Was tun also Impfgegner, um sich vor der Schweinegrippe zu schützen? Sie haben 4 Möglichkeiten, die immer wieder vom RKI empfohlen werden:
- häufig Hände waschen. den hier befinden sich die meisten Keime, die über die Hände einfach ins Gesicht gelangen und zur Infektion führen
- richtig Husten und Niesen. Damit ist gemeint, nicht die Hände vors Gesicht zu halten, sondern die Armbeuge. Taschentücher nur 1x benutzen.
- Kranke gehören ins Bett. Um nicht noch mehr Menschen anzustecken, sollten Sie Krankheitszeichen ernst nehmen, zum Arzt gehen und dann ohne Umwege ins Bett/Quarantäne.
- Viel Lüften. Wo viele Menschen sind (Büros, Schulklassen), sind auch besonders viele Viren im Raum. Deswegen häufig und ausgibig bei offenen Fenster lüften.
Weitere ganz einfache Tipps mit Videos und Links zu einer Broschüre vom RKI haben wir auf unserer Seite über Schutz vor Schweinegrippe zusammen gefasst. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
Ständige Impfkommission empfiehlt H1N1 Impfung
09.10.2009 - Die Ständige Impfkommision (Stiko), mit Sitz im Robert-Koch-Institut, hat sich offiziell für die Schweinegrippe Impfung ausgesprochen. Alle Bevölkerungsgruppen würden von den angebotenen Impfstoffen proftieren. In Hinblick auf die lange Liste der Nebenwirkungen sagte die Stiko, müsse eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung zusammen mit dem Arzt stattfinden. Dies wird besonders Schwangeren empfohlen. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, nur den Impfstoff ohne Adjuvanzen zu nutzen, da das Risiko der Wirkungsverstärker auf werdene Mütter und ihr Ungeborenes nicht abschließend geklärt ist. Infrage kommt für Schwangere also nur der Impfstoff Celvapan von Baxter. Allen Mitarbeitern im medizinischen Bereich und der Wohlfahrtspflege sowie Polizei und Feuerwehr empfielt die Kommission zuerst die Impfung. Abschließend wies die Stiko darauf hin, das besonders Menschen mit chronischen Grunderkrankungen besonders gefährdet sind, schwere bis tötliche Verläufe der Schweinegrippe zu erleben. Hier wird eine Impfung als Schutzmöglichkeit besonders ans Herz gelegt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)
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