NEWS vom 11.08.2009

Keine längeren Ferien in NRW

11.08.2009 - Die Sommerferien in NRW enden ganz normal am 17. August 2009. Zu diesem Entschluss kam am Vormittag eine medizinische Expertenkommission am Mittag in Düsseldorf. Eine Verlängerung der Sommerferien war als Maßnahme zur Eindämmung der Schweinegrippe Epidemie diskutiert worden. Spätestens im Herbst werden sicher einige Schulen in ganz Deutschland tagelang schließen, wie wir es vor den Sommerferien bereits einige Male erlebt hatten und wie es in Mexiko und Argentinien landesweit geschah. Dann nämlich wird die zweite Welle der Schweinegrippe in Deutschland und Europa erwartet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)



Leipziger Kita Hummelnest bleibt geöffnet

11.08.2009 - Die Leipziger Kita "Hummelnest" im Stadtteil Plagwitz bleibt geöffnet. Hier hatte eine Familie die Schweinegrippe aus Kalifornien eingeschleppt. 7 Kinder erkrankten und zwei Mütter. Die Gesundheitsbehörden konnten alle Kontaktpersonen ausfindig machen. Geschwisterkinder sowie die infizierten Kita-Kinder und Mütter kamen in Quarantäne. Da sich die Infektion auf nur eine Kindergartengruppe beschränkte, bleibt das "Hummelnest" für die weiteren 66 Kinder geöffnet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: MDR)



KKH erhebt keine Zusatzbeiträge von Versicherten

11.08.2009 - Das versprach der Vorstandsvorsitzende der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit. Die Versicherten der KKH-Allianz würden nicht zusätzlich belastet und könnten sich sicher sein, dass ihre Krankenkasse die Kosten für die Impfung übernehme. Gleichzeitig forderte er die Pharmaindustrie auf, faire Preise für den Impfstoff zu machen. "Denn es ist derzeit ein Monopol. Das ist wie die Cola in der Wüste. Wer sie anbietet, bestimmt den Preis", erklärte Kailuweit. Weiterhin forderte er von Pharmaindustrie, Ärzten, Krankenkassen und Politikern einen Schweinegrippen-Gipfel. Es gäbe noch viele offene Fragen bezüglich der Schweinegrippe Impfung zu klären. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)



NRW entscheidet heute über Ferienende

11.08.2009 - Eine Expertenkommission entscheidet heute, ob für die 2,8 Millionen Schüler und 192.000 Lehrer in Nordrhein-Westfalen regulär am kommenden Montag (17.8.) die Schule wieder beginnt oder ob Aufgrund der Schweinegrippe die Ferien verlängert werden. Dazu will man sich Daten aus Bundesländern ansehen, wo die Schule bereits wieder begonnen hat. Zwischenfälle wurden bisher keine bekannt. Weiterhin sind die Infektionszahlen in NRW in den letzten Tagen rückläufig. Die Entscheidung will Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann der Öffentlichkeit präsentieren. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Schweinegrippe Impfung kann zu Multiple Sklerose führen

11.08.2009 - Diese Nebenwirkungen bestätigte Johannes Löwer vom Paul-Ehrlich-Institut in einem Interview mit der Ärztezeitung. "Wenn wir so viele Menschen impfen, werden wir mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Impflinge haben, die nach der Impfung zufällig Reaktionen wie ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Multiple Sklerose entwickeln". Hier sei die Häufigkeit solcher Erkrankungen in Relation zu stellen. Aktuell liegen keine Daten vor, bei wie vielen Menschen in einem durchschnittlichen Herbst MS diagnostiziert wird. Eine solche Erkrankung kann, muss aber nicht im Zusammenhang mit der Impfung stehen. "Aber wir werden auch Antworten schuldig bleiben müssen" - sagte Löwer weiter. Dennoch hält er die Impfung für sehr sicher: "Wir haben mit Grippeimpfungen jahrzehntelange Erfahrungen. Diese Impfstoffe sind exzellent verträglich". Nur die beigemischten Adjuvanz (Katalysator) sei neu. Deswegen könne es zu Reizungen an der Einstichstelle kommen und leichte Grippesymptome auftreten. Auch Löwer spricht dem H1N1 Virus eine größere Gefährlichkeit, als der jährlichen Grippe zu: "Dass sich die H1N1-Grippe in den Monaten Juli und August auf der Nordhalbkugel ausbreitet, ist sehr bemerkenswert. In diesen Monaten haben wir sonst überhaupt keine Grippeaktivität." Deswegen rechnet auch er im Herbst, wenn durch die kühleren Temperaturen bessere Bedingungen für Viren herrschen, mit einer rasanten Ausbreitung. Sein Fazit ist:" Da wir die saisonale Influenza für gefährlich genug erachten, um Risikopatienten eine jährliche Impfung zu empfehlen, dann wäre es gelinde gesagt etwas unlogisch, bei H1N1 nicht zu impfen". Das gesamte Interview finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Deutsche Impftests sorgten für Massenansturm

11.08.2009 - Letzten Mittwoch gab das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg bekannt, das es Testpersonen für den neuen Schweinegrippe Impfstoff sucht. Seit dem konnte sich die Universitätsklinik Eppendorf nicht mehr vor Anfragen retten. Die Motivation der vielen Freiwilligen sei mit "gewissen Hoffnungen" verbunden - das sagt Infektions-Mediziner Jakob Cramer. Vor allem ginge es um den Wunsch, von der sich rasch ausbreitenden Schweinegrippe verschont zu bleiben. Längst nicht alle Interessenten können am Test teilnehmen: "Wir gehen davon aus, dass wir nicht allen letztlich einen Termin bei uns anbieten können." Seit Montag nun wird getestet. Nicht nur in Hamburg, sondern auch in München und Würzburg. Das Ganze ist Teil einer weltweiten Studie. Erst wenn deren Testergebnisse vorliegen, gelangt der Impfstoff auch in den Umlauf. "Die Ergebnisse werden im Spätherbst vorliegen" - sagte Gerd-Dieter Burchard, Leiter der Hamburger Impfstudie. Viel Zeit, in der die Pandemie ordentlich in Schwung kommen kann. "Wir gehen davon aus, dass der neue Impfstoff gut verträglich und wirksam sein wird", sagte der Mediziner. "Gleichwohl muss man das beweisen." (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)

USA erwarten Zehntausend Tote im Herbst

11.08.2009 - Marc Lipsitch von der Harvard School for Public Health sagte gegenüber der Washington Post: "Man kann klar sagen, dass es Dutzende Millionen Krankheitsfälle geben wird, Hunderttausende Klinikeinweisungen und Zehntausende Tote". Das ganze wird für Herbst erwartet. Grund: Dann könnte der H1N1 Virus in einer Zweiten Welle das Land heimsuchen. Bereits bei seiner ersten Welle seit April tötete er 436 Menschen in den USA. Aktuell befinden sich 6.506 Menschen in den Hopitälern des Landes. Alle 50 Bundesstaaten sind betroffen. Vor gut 3 Wochen hörte das CDC auf, die Infektionen zu zählen. Bis dahin hatte man knapp 44.000 notiert. Das alles jedoch soll "gar nichts" gewesen sein, angesichts dem, mit was für Herbst gerechnet wird. Aber wieso? Die Menschen besitzen für diesen neuen H1N1 Virus noch keine Immunität. "Diese Epidemie wird sich schneller als normalerweise ausbreiten, weil die Bevölkerung anfälliger ist", sagte Lipsitch. Weiterhin befürchten Gesundheitsexperten, dass der bis jetzt recht milde Virus an Tödlichkeit zulegen könnte. Das war auch so bei früheren Pandemien passiert, wie beispielsweise der Spanischen Grippe 1918 bis 1920. Bei der jährlichen Grippe sterben in den USA 36.000 Menschen. Ob dies durch die Schweinegrippe tatsächlich übertroffen wird, werden wir sehen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel)

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