NEWS vom 15.05.2009
Zweiter Fall in Polen
15.05.2009
Neuinfektionen mit H1N1 werden auch immer wieder aus Europa bekannt. So meldete Polen seinen zweiten Fall. Es handelt sich um einen 42-jährigen Mann, der sich zwei Monate lang in den USA aufgehalten hat. Er wurde nach seiner Rückkehr am Mittwoch mit leichten Symptomen in ein Krankenhaus gebracht. (Quelle: AP)
35 Länder: Malaysia bestätigt 1 Fall
15.05.2009
Die Schweinegrippe ist weiter auf dem Vormarsch in Südost-Asien. Am Vormittag wurde aus Malaysia der erste Fall bestätigt. Es handelt sich dabei um einen 21-jährigen Studenten, der erst kürzlich von einer USA Reise zurück gekehrt ist. 5 seiner Angehörigen wurde unterdessen in Quarantäne gebracht. Auch aus Thailand (2 Fälle) wurden Infektionen gemeldet und aus China (4 Fälle). (Quelle: AP)
Inkubationszeit von einem bis 7 Tage
15.05.2009
Experten haben die spanischen Fälle der Schweinegrippe genauer untersucht und konnten einen Zeitraum ermitteln, von Ansteckung bis Ausbruch der Grippe beim Menschen. Dieser Zeitraum variiert zwischen einem und 7 Tagen. Im Durchschnitt traten Symptome einer Grippe nach 3 Tagen nach der Ansteckung in Erscheinung. (Quelle: Ärzte-Zeitung)
Rekordanstieg von 1.023 Neuinfektionen seid gestern
15.05.2009
Am 20. Tag seit in Erscheinung treten der Schweine Grippe, veröffentlicht die WHO so hohe Neuinfektionen, wie nie zuvor. 1.023 Menschen haben sich neu mit dem Virus H1N1 angesteckt. Die Zahl der Infizierten weltweit stieg damit rasant auf 7.520 Menschen an (siehe Karte). Ein erster Fall wurde nun auch aus unserem Nachbarland Belgien gemeldet. Die meisten Neuinfektionen hatten die Gesundheitsbehörden aus den USA (+946), aus Kanada (+60) und aus Panama (+11) der WHO gemeldet. Neue Zahlen aus Mexiko liegen nicht vor. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Zahl weitaus höher liegt. Ein Wert um 10.000 Infizierte weltweit ist wahrscheinlich. In die Statistik der WHO fließen außerdem nur gemeldete Fälle ein. Wer eine Grippe zu Hause behandelt, fehlt in der Statistik und gefährdet unverantwortlich seine Mitmenschen. Gehen Sie also bitte bei Grippesymptomen zum Arzt. Nur wenn bekannt ist, wo sich der Virus verbreiten konnte, können auch Maßnahmen seitens der Behörden ergriffen werden. (Quelle: WHO)
Sommer 2009 der Schweinegrippe
15.05.2009
Jörg Hacker vom RKI bestätigte, das das Surveillance-Programm zur Schweinegrippe in jedem Fall den ganzen Sommer über aufrecht gehalten wird. Dazu gehört die Meldepflicht von Infektionen, Laboruntersuchungen von Virenproben und reger Austausch über neue Erkenntnisse der "Arbeitsgemeinschaft Influenza". Zufrieden gab er sich über die bisher ergriffenen Maßnahmen auf nationaler Ebene und deren positive Auswirkungen. Deutschland hat keine neuen Infektionen seit 4 Tagen. (Quelle: Ärzte-Zeitung)
USA: 4. Todesopfer, Schulen dicht
15.05.2009
Im New Yorker Stadtteil Queens bleiben ab sofort eine Grundschule und 2 Mittelschulen geschlossen. Mehrere hundert Kinder wiesen Grippesymptome auf (alles über die Symptome der Schweinegrippe). Sie wurden aufgefordert, 5 Tage zu Hause zu bleiben. 4500 Schüler betrifft die Schulschließung. Eine Infektion ist bereits bei 4 Kindern und einem Lehrer bestätigt. Der Gesundheitszustand sei leider kritisch. Unterdessen wurde bestätigt, dass die Todesursache einer Frau aus Arizona, die bereits vergangene Woche verstorben war, ebenfalls auf die Schweinegrippe zurückzuführen ist. Die USA hat somit ihr 4. Todesopfer. (Quelle: AP)
Experten beschließen Grippemittel Produktion
15.05.2009
Am gestrigen Donnerstag haben Experten und Mediziner der Pharmakonzerne in Genf die Grippemittelproduktion für die Schweinegrippe beschlossen. Die WHO hatte dazu eingeladen. Auf der 62. Weltgesundheitstagung kommende Woche wird Generaldirektorin Margaret Chan die Beschlüsse vorstellen. Auch wenn das Virus H1N1 bisher unberechenbar ist in seiner Wandlungsfähigkeit, muss schnellstens mit der Produktion eines passenden Mittels in ausreichender Menge begonnen werden. "Wenn wir nicht in ein H1N1-Mittel investieren, dann taucht das Virus vielleicht wieder in einer schwachen, gemäßigten oder katastrophalen Form auf, und wir haben absolut gar nichts", so David Fedson, früherer Professor für Medizin an der Universität von Virginia/USA. (Quelle: AP)
NEWS vom 14.05.2009
RKI bestätigt hohe Mensch-zu-Mensch Ansteckung
14.05.2009
Im Interview mit der Ärzte-Zeitung gab Jörg Hacker, Präsident des RKI, Auskunft über den A / H1N1 Virus. Er bestätigte, dass der Erreger sehr wandelbar sei, weswegen ihm eine schnelle Ansteckung von Mensch-zu-Mensch gelingt. Es sei nun an den Nationen der Welt dies durch die Umsetzung der geltenden Pandemie-Stufe 5 möglichst zu unterbinden. Einige Fragen bleiben dabei offen: Wieso die Grippe beispielsweise vor allem bei jungen Menschen auftritt? Oder wieso die Grippewelle ausgerechnet in Mexiko begann. Weiter weißt Hacker nochmals darauf hin, das Grippemittel nur nach ärztlicher Diagnose zu verabreichen sind, um keine Resistenz des Virus nicht zu riskieren. Das vollständige Interview befindet sich hier. (Quelle: Ärzte-Zeitung)
Bund gibt 90 Millionen für Grippemittel aus
14.05.2009
Die derzeitigen Grippemittel Einlagerungen betragen 9 Millionen Einheiten. Der Bund will diese Menge schnell aufstocken. Deswegen beantragte am Mittwoch das Gesundheitsministerium zusätzliche 90 Millionen Euro beim Finanzministerium. Als Begründung hieß es aus dem Bundestag, dass bei einer Verschärfung der Lage schnelles Handeln notwendig sei. Die Bundesreserven müssten dafür aufgestockt werden. (Quelle DPA)
Spanien hat 100 Infizierte
14.05.2009
Europas Rekord hält derzeit Spanien. Dort werden 100 Fälle von Schweinegrippe im Land meldete. Todesfälle blieben bisher aus. Das Hospital Carlos III in Madrid hat eigens 70 Betten für Infizierte zur Verfügung gestellt. Erste Fälle waren hier in Albacete bekannt geworden, danach aus Valencia und Alicante. Auch die sehr beliebte Urlaubsinsel Mallorca musste erste Fälle melden. (Quelle: spanien-bilder.com)
Immer neue Fälle in Mexiko, USA und Kanada
14.05.2009
Der Virus ist auf dem amerikanischen Kontinent scheinbar durch keine Maßnahmen zu stoppen. Auch am 19. Tag nach Ausbruch der Grippewelle infizieren sich täglich mehrere Hundert Menschen in Mexiko und USA. So veröffentlichte die WHO heute, das 387 Neuinfektionen in Mexiko gemeldet wurden und 343 in den USA. Mexiko hatte relativ schnell das öffentliche Leben lahm gelegt, um eine Epidemie zu vereiteln. Anfang der Woche war das Land aber zur Normalität zurück gekehrt. Wie sich nun heraus kristallisiert scheinbar zu früh. In den USA liegt die Zahl der Infizierten mittlerweile sogar höher (mit 3352), als in Mexiko (2446). Das dritt-größte Problem an Neuinfektionen hat derzeit Kanada (insgesamt 389). (Quelle: WHO)
6497 Fälle: 770 Neuinfektionen, 4 weitere Tote
14.05.2009
Auch wenn es ruhiger in der Deutschen Presse wird, ist die Gefahr der Schweinegrippe noch nicht vorüber. In den heutigen Zahlen der WHO wird beunruhigendes klar: 770 Neuinfektionen vom 13. auf den 14. Mai und weitere 4 Tote. Alle Toten stammen aus Mexiko, dem Ursprungsland der Epidemie. (Quelle: WHO)
NEWS vom 13.05.2009
Kostenlos nach Mexiko in Urlaub
13.05.2009
Mexikos Tourismusbranche muss aufgrund der Schweinegrippe mit Millionenverlusten klar kommen. Unzählige Flüge und Übernachtungen wurden in den letzten 2 Wochen storniert. 25 Hotels mussten bereits wegen Leerstand schließen. Auf eine eher ungewöhnliche Idee kamen jetzt Hoteliers in Cancun/Mexiko: Wer sich bei einem Mexikourlaub mit Schweinegrippe infiziert hat, kann bis zu 3x kostenlos Hotels besuchen. 5.000 Betten stehen dafür zur Verfügung. Dies gilt allerdings nur für Urlauber, die mindestens 8 Tage nach der Heimreise nachweislich an Schweinegrippe erkrankt sind. Also: Reiseunterlagen vom letzten Mexikourlaub an der Karibikküste aufbewahren sowie ärztliche Bescheinigung der Infektion mit Schweinegrippe und dann den Reiseveranstalter des Vertrauens ansprechen! Weiterhin werden demnächst Millionen US-Dollar in Marketing-Kampagnen fließen, um den Tourismus wieder anzukurbeln. (Quelle AFP)
Tamiflu und Relenza nur für Risiko-Infizierte
13.05.2009
Die WHO mahnte nochmals Gesundheitsbehörden und Ärzte der Welt, die Grippe Mittel Tamiflu und Relenza nur sparsam einzusetzen. Noch seien die Ressourcen begrenzt. Daher sei die Abgabe nur an Infizierte mit zusätzlichen Krankheiten oder bei Komplikationen ratsam. Die Todesfälle aus den USA hatten gezeigt, das dem A / H1N1 Virus bisher nur geschwächte Personen zum Opfer fielen. Bei allen anderen nahm die "Neue Grippe" einen milden Verlauf. Die Abgabe des Mittels an Schwangere sei wegen der Nebenwirkungen auf den Fötus nicht abschließend geklärt. (Quelle: AP)
Fast 6.000 Infizierte in 33 Ländern
13.05.2009
Keine Chance auf Entwarnung! Die Schweinegrippe ist in der dritten Woche in 33 Ländern nachgewiesen worden. 5.728 Infizierte sind den Behörden bekannt. Die Dunkelziffer mag weit höher liegen. Erste Fälle kommen nun auch aus Finnland (2) und Thailand (2). Weitere Fälle meldet China (+1), Kolumbien (+3), Guatemala (+2) und Panama (+14). In Europa ist ein besonders rasanter Anstieg aus England zu verzeichnen (+21 auf 68 insgesamt). Den traurigen Rekord hält Spanien mit knapp 100 Infektionen. In Deutschland hält sich die Zahl von 12 Infizierten weiterhin stabil. Einziger Trost: Keine neuen Toten. Verfolgen Sie die alarmierende Entwicklung auch auf unserer Karte. (Quelle: WHO)
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