NEWS vom 18.10.2009

Schweinegrippe nach Konfirmantenfreizeit

18.10.2009 - Seit Samstag hat sich die Zahl der an Schweinegrippe-Erkrankten im Ennepe-Ruhr-Kreis deutlich erhöht. 50 Teilnehmer einer Konfirmantenfreizeit aus Hattingen kehrten mit Krankheitssymptomen aus Husum in Schleswig-Holstein zurück. Das H1N1-Virus wurde bei der 3 der Jugendlichen nachgewiesen. An der Konfirmationsfreizeit nahmen 200 Jugendliche und Betreuer teil, so das die Zahl der an Schweinegrippe-Erkrankten sich noch erhöhen kann. Die Jugendlichen wurden nach ihrer Rückkehr noch im Reisebus von Ärzten untersucht und konnten anschließend nach Hause entlassen werden. Dort gilt dann Quarantäne, was bedeutet das Haus nicht verlassen und so wenig wie Möglich Kontakt zu den Familienangehörigen zu haben. Da noch Herbstferien sind hofft man, daß sich der Virus durch die Quarantänemaßnahmen nicht weiter verbreitet. (Text: © Kiwi Vision, Daten: derwesten.de)



NEWS vom 17.10.2009

Extra Impfstoff für Merkel und Co.

17.10.2009 - Einem Medienbericht zufolge sollen die Mitglieder der Bundesregierung mit einem Impfstoff ohne die umstrittenen Verstärker gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Der Sprecher der Bundesregierung bestätigt: "Wir haben 200.000 Dosen des nicht-adjuvantierten Impfstoffes Celvapan der Firma Baxter gekauft". Ärztevertreter sind empört und werfen der Bundesregierung "wissenschaftliche Falschaussagen" vor. Ein Skandal ist es für die Arzneimittelkommission und es wird schwer werden der Bevölkerung dies zu vermitteln. Noch immer ist man der Meinung, dass das Risiko den Nutzen überwiegt. Hoffen wir mal, dass für Kinder auch noch eine passende Lösung gefunden wird, damit es bei der Impfung von Kindern nicht zur Katastrophe kommt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel.de)



NEWS vom 16.10.2009

Großbritannien: Nächste Woche beginnt H1N1 Impfung

16.10.2009 - Es ist das europäische Land mit den meisten Schweinegrippe Toten (95) - Großbritannien. 290 Menschen liegen gegenwärtig mit Schweinegrippe in Krankenhäusern, 47 sogar auf Intensivstationen. Wieviele genau infiziert sind, konnte schon vor Wochen niemand mehr sagen. Zählungen wurden eingestellt. Ab kommenden Montag wird nun losgeimpft. "Der Stein wird kommende Woche ins Rollen kommen", verkündete Liam Donaldson, der höchste gesundheitspolitische Berater der britischen Regierung. Insgesamt 415.000 Dosen Pandemrix aus Dresden werden dann ausgeliefert. Diese gehen zunächst an Risikopatienten und medizinisches Personal. In der darauf folgenden Woche werden dann 4,4 Millionen weitere Pandemrix-Dosen an die niedergelassenen Ärzte verteilt. Dann ist auch in Deutschland der Beginn der Impfkampage gegen H1N1. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel.de)



Was wurde eigentlich aus Sascha P?

16.10.2009 - Als am 14. September der 20 jährige Kölner Sascha P. mit Schweinegrippe aus Mallorca zurück kam, musste er auf die Intensivstation. Der Fall machte Schlagzeilen und Deutschland bangte um sein Leben und fürchtete den ersten Schweinegrippe Toten - wir berichteten. Nun ist Sascha P. wieder gesund. Die Ärzte selbst hatten kaum Hoffnung nach Lungenversagen, Luftröhrenschnitt und künstlichem Koma. 21 Tage lag er auf der Intensivstation, insgesamt 4 Wochen im Krankenhaus. Sascha selbst: "Ich wäre fast an Schweinegrippe gestorben". (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)

Münster: Sonderurlaub für Schwangere wegen Schweinegrippe

16.10.2009 - In der Stadt Münster wird Mutterschutz groß geschrieben und da mit dem Temperaturfall der letzten Tage auch die zweite Welle der Schweinegrippe erwartet wird, gab es jetzt bezahlten Sonderurlaub. Dieser gilt für Schwangere in Arzt- und Pflegeberufen. So wurden im Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup 5 Schwangere vom Dienst befreit. Personalchefin Marlene Schwenken dazu: "Die Frauen wären ja eh in den Mutterschutz gegangen. Wir hatten eh geplant, die Stellen zeitnah neu zu besetzen." In der benachbarten Zentralschule St. Hildegard für Pflegeberufe schaut man ganz genau, in welchen Abteilungen die zwei Schwangeren eingesetz werden, so Schulleiter Georg Uphoff. Am Franziskus-Hospital und im Ev. Krankenhaus Johannisstift dürfen die Schwangeren derzeit noch weiter arbeiten. Im Clemens-Hospital gibt es 7 Schwangere und Sprecherin Sonja Treß berichtet: "Vier von ihnen konnten wir in weniger bedenkliche Bereiche versetzen, drei Schwangere sind jetzt im bezahlten Sonderurlaub." In der Raphaelsklinik sind 3 Frauen aus dem Personal Schwanger und die Kollegen fangen den Mehraufwand ab. Von der Uni-Klinik berichtet Sprecher Stefan Dreising: "Wir mussten keine Frau nach Hause schicken. Aus den Ambulanz-Bereichen sind die schwangeren Mitarbeiterinnen auf Stationen gewechselt. Dort steht die Diagnose ja fest." (Text: © Kiwi Vision, Daten: Münstersche Zeitung)

Ärzteverband empfiehlt H1N1-Impfung für Kinder

16.10.2009 - Der Verbandspräsident Wolfram Hartmann vom Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät Kinder gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Besondere Empfehlung sprach er für Kinder mit Vorerkrankungen der Atemwege, Stoffwechselerkrankungen und Herzfehlern aus. Für die Zukunft forderte Hartmann die Regierung auf, verträglichere Impfstoffe für Kinder zu finden ohne Wirkungsverstärker oder Quecksilberverbindungen. "Hier hätte seitens der Regierung größerer Druck gemacht werden müssen", erklärte er. In der aktuellen Situation folgt Hartmann des empfehlung der Ständigen Impfkommision, die die zugelassenen Impfstoffe auch für Kinder als "sicher, wirksam und verträglich" einstufte. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

Mehrheit der Deutschen lehnt Schweinegrippe Impfung ab

16.10.2009 - Über die Hälfte der Deutschen ist nicht an der Schweinegrippe Impfung interessiert. Das ergab eine Umfrage des ARD-Morgenmagazin. Dabei befragte Inftratest 1.000 Bundesbürger am 13. und 14. Oktober. Demnach wollen sich 39 % der Deutschen auf keinen Fall impfen lassen. 27 % sind sich noch nicht sicher. 19 % werden sich wahrscheinlich den Impfschutz holen. Ganz sicher holen ihn sich 12 %. Impfstoffe wurden bereits für 50 % der Deutschen bestellt. Die Angst vor H1N1 ist ebenfalls nicht groß. So fürchten sich nur 4 % vor dem Virus und den Nebenwirkungen der Impfung. 14 % sind leicht verunsichert. 18 % gaben an, das sie sich nicht verunsichern lassen und 50 % der Deutschen läßt das ganze Thema kalt. Die Süddeutsche berichtete gestern, das für ein Interesse an der Schweinegrippe Impfung einfach die Panik fehlt. Die Schweinegrippe wird längst als mild und ungefährlich wahrgenommen. Gerade mal 2 Schweinegrippe Tote in Deutschland erschrecken nicht genug, um die sowieso schlechte Impfbereitschaft bei der Bevölkerung zu erhöhen. Vergleicht man die Schweinegrippe mit einer normalen Grippe, dann ist sie eher ein schwacher Husten. Im Grippewinter 1995/1996 starben immerhin 26.000 bis 31.000 Menschen. Solche Zahlen jedoch bleiben gegenwärtig bei der Schweinegrippe aus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

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