NEWS vom 17.08.2009

Deutschland: 12.120 Infizierte, 627 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

17.08.2009 - Eine neue Woche und weiterhin hat das RKI alle Hände voll zu tun. Nachträglich für Freitag meldet das Institut 627 Neuinfektionen. Dabei machen immer noch Reiserückkehrer den größten Teil aus (482 Fälle). 145 Infektionen ereigneten sich in Deutschland. So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (4.246)*
Niedersachsen (2.065)*
Baden-Württemberg (1.379)*
Bayern (1.088)*
Rheinland-Pfalz (724)*
Hessen (627)*
Berlin (298)*
Hamburg (248)*
Schleswig-Holstein (247)
Sachsen-Anhalt (210)*
Sachsen (208)*
Saarland (204)*
Brandenburg (194)*
Thüringen (177)*
Bremen (104)*
Mecklenburg-Vorpommern (101)*
* = neue Fälle hinzugekommen bis 14.08.2009, 15 Uhr
Morgen erwarten wir dann die Zahlen vom Wochenende inklusive ersten Meldungen für den heutigen Montag. Bleiben Sie gesund! (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)



Bayern: Wiesn ohne Busserl?

17.08.2009 - Was eine richtige Wiesn ist, da wird auch gebusselt, geschunkelt, umarmt und der Bierkrug herum gereicht - das alles im dichten Gedränge. Ist dies alles in Gefahr? Die Wiesn dürfte in diesem Jahr zum Paradies für die Schweinegrippe werden. Günther Dettweiler vom Robert-Koch-Institut empfielt häufiges Händewaschen, keine Küsschen, kein Niesen oder Husten in die Hand. Der Sprecher der Wiesn-Wirte, Toni Roiderer, hingegen erklärt: "Wir achten immer auf die Hygiene, von Seiten der Wirte gibt´s nichts zu verbessern." Einzig hilfreich wäre, wenn jeder seinen eigenen Bierkrug mitbringt und nicht jede fremde Frau geküsst wird. Das allerdings dürfte schwierig werden. Der Landesarzt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Peter Sefrin, empfielt, das sich die Besucher nicht mehr die Hände geben, nach jeder Berührung Händewaschen und beim Plaudern einen Mund- und Nasenschutz tragen. Gleichzeitig räumt er ein: "Das können sie dort gar nicht gewährleisten, das ist gar nicht vorstellbar." Vorerst ist kein Grund zur Panik. Klaus Kirchmann vom Münchner Kreisverwaltungsreferat sagte: "Das Oktoberfest findet statt. " Und auch das RKI sieht keinen Grund, Großveranstaltungen wie die Wiesn derzeit abzusagen. Erst bei einem eklatanten Anstieg der Erkrankungen werden Maßnahmen getroffen. Wiesn-Wirt Roiderer fügte hinzu: "Nach drei Maß sind die Viren eh tot". (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)



Berlin und Brandenburg: Unzureichend vorbereitet!

17.08.2009 - Eine Umfrage des Arbeitskreises Unternehmenssicherheit (AKUS) in den beiden Bundesländern ergab, das die Unternehmen nur zu 53 % auf die Schweinegrippe Pandemie vorbereitet sind. Dazu wurden 240 Unternehmen befragt, darunter unter anderem Konzerne, wie Siemens, Schering, die Deutschen Bahn oder die Deutsche Rentenversicherung. Immerhin haben 43 % sich mit Grippemitteln wie Tamiflu eingedeckt. 57 % halten Atemschutzmasken bereit. 77 % haben Desinfektionsmittel im Betrieb. Das jedoch fast die Hälfte der Unternehmen keine Strategie besitzt, wenn binnen weniger Tage der Großtteil der Arbeitnehmer wegen einer Grippeerkrankung nicht mehr arbeitsfähig ist, beunruhigt den Arbeitskreis. Die gesammte Wirtschaft könnte dann in einer Kettenreaktion zusammen brechen. Millionenverluste wären die Folge. Noch ist die Zeit, ein Kriesenmanagement auszuarbeiten. In unserer Linkliste finden Unternehmen sowie Arztpraxen dazu hilfreiche Broschüren in Form von Downloads, kostenlos natürlich. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)



Mehr Seife in Deutschlands Schulen gefordert

17.08.2009 - Alle Welt spricht aufgrund der Schweinegrippe von mehr Hygiene. Husten und Niesen soll man nicht mehr in die Hand sondern in die Armbeuge, so oft es geht die Hände waschen, die Hände möglichst aus dem Gesicht lassen und vieles mehr. An die Schulen des Landes wurden Informationsblätter versandt. Das RKI hät Flyer und Plakate mit den Hygiene-Regeln als Download oder zum Bestellen bereit. Wie aber soll allein Hände waschen an Schulen ordentlich realisiert werden, wenn nicht mal Seife vorhanden ist? Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) fordert mehr Seife auf Deutschlands Schultoiletten. Diese fehlt oft, da mit den Seifenstücken schnell Unfug gemacht wird. VBE-Landeschef Hubertus Kunz fordert: "Auf diese Dinge muss jetzt besonders geachtet werden, gerade mit Hinblick auf den Schulbeginn. Noch ist Zeit genug, dass die Hausmeister darauf achten könnten, die Toiletten ausreichend mit Seife zu bestücken." Auch der hygienische Zustand der Schultoiletten sei generell "ein Dauerthema". Er verwies nochmal darauf hin, das das Konjunkturprogramm der Bundesregierung die Chance dazu bietet "vorhandene Mißstände zu beseitigen". Wir halten in unserem Shop mit Zubehör für die Zeit der Schweinegrippe unter anderem 5 Liter Kanister Flüssigseife bereit. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

Kosten Schweinegrippe Impfung stehen fest

17.08.2009 - Der große Streit um die Finanzierung der Schweinegrippe Impfung wurde vergangene Woche beigelegt. Die Krankenkassen übernehmen die Impfung für 50 % ihrer Versicherten (35 Millionen Deutsche). Alle weiteren Impfungen werden aus Steuermitteln bezahlt. Bestellt wurden erst einmal Impfstoffe für 30 % der Bevölkerung (25 Millionen Deutsche). Diese Impfrunde bezahlen also vollständig die Krankenkassen. Zurecht fordern Sie nun, das die Kosten pro Impfung begrenzt werden. Die Bundesregierung legt die Kosten pro Person, die geimpft wird, auf 28 Euro fest. Darin enthalten sind 2 Impfungen, der Impfstoff und die Dienstleistung des "Picks". Damit entstehen den Krankenkassen dieses Jahr Zusatzkosten in Höhe von 600 Millionen Euro. Ob die Rechnung mit den 28 Euro aufgeht, bleibt abzuwarten. Da, wo die Gesundheitsämter die Impfung durchführen werden, mag es funktionieren. Überall dort, wo niedergelassene Ärzte oder Krankenhäuser den "Picks" verabreichen, dürften weitaus höhere Kosten entstehen. Es darf also weiter gestritten werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

aktuelle Zahlen: 177.457 Infizierte in 163 Ländern, 2.024 Tote

Entwicklung Schweinegrippe

17.08.2009 - Es ist absolut kompliziert geworden, an aktuelle Zahlen von Schweinegrippe Infizierten ran zu kommen. Die Länder der Erde wurden aufgefordert, nicht mehr Statistiken zu führen, sondern sich lieber um die Bekämpfung der Schweinegrippe zu kümmern. Aus diesem Grund sammelt die WHO auch keine Zahlen mehr. Einige Länder melden dennoch ihre Zahlen, allerdings an die 6 zuständigen WHO-Regional Büros. Wir haben uns dennoch die Mühe gemacht und die Zahlen aus aller Welt zusammen getragen. Sie finden die Länderliste der Infizierten hier. Diese Zahlen können allerdings nur noch begrenzt die aktuelle Situation darstellen. Die Zahlen der Todesfälle stimmt hingegend exakt. Diese Zahlen fordert die WHO weiter. Sie finden eine Liste aller Todesfälle hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO, CDC, ECDC)

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