NEWS vom 20.07.2009

Deutschland: 1.469 Infizierte, 630 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

20.07.2009 - Was ist da los? Das RKI meldet uns heute abschließend für den 17.07. (Freitag, 15 Uhr) einen Anstieg um 630 Fälle binnen 2 Tagen (letzte Meldung am 15.7.) Das RKI rätselt selber und gibt 3 Begründungen:

  1. Wegen einer technischen Umstellung sind 2 Tage zusammengefasst - für uns immernoch ein unnormal hoher Anstieg pro Tag
  2. Viele neue Fälle durch Reiserückkehrer aus Spanien - eher wahrscheinlich
  3. Keine Labordiagnose mehr bei Verdachtsfällen im unmittelbaren Umfeld von bestätigten Erkrankten. Angehörige werden einfach dazugezählt, da es kaum ein anderer Virus im Moment sein kann - ebenfalls als Begründung denkbar

Die aktuell 1.469 Fälle von Schweinegrippe in Deutschland verteilen sich wie folgt auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (522)*
Niedersachsen (319)*
Baden-Württemberg (160)*
Bayern (141)*
Hessen (68)*
Berlin (44)*
Schleswig-Holstein (38)*
Rheinland-Pfalz (35)*
Sachsen (33)*
Thüringen (26)*
Sachsen-Anhalt (20)*
Saarland (18)*
Brandenburg (17)*
Mecklenburg-Vorpommern (11)*
Hamburg (10)*
Bremen (7)*
* = neue Fälle hinzugekommen zwischen 15.7. und 17.7. 
Neue Fälle werden aus allen 16 Bundesländern gemeldet. Das gab es noch nie. Genauso wenig einen derart drastischen Anstieg. Von einem andauernden Trend will das RKI vorerst nicht sprechen. Die nächsten Zahlen (vielleicht morgen) werden zeigen, was wir davon halten müssen. Im Ausland angesteckt haben sich gegenwärtig 77 % der Fälle. Beachten Sie daher dringend vor allem auch im Urlaub die einfachen Schutz-Regeln, die eine Infektion mit den H1N1-Virus verhindern. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)



Grippeexperte verurteilt Schweinegrippe-Wahn

20.07.2009 - Dr. Tom Jefferson ist Grippe-Experte an der Cochrane Collabration und wertet wissenschaftliche Studien zu Grippeviren aus. Seiner Meinung nach wird die Schweinegrippe "systematisch überschätzt". Jahr für Jahr würden KKatastrophen durch Grippeviren vorausgesagt, die so nie eintreten. WHO, Gesundheitsbehörden, Pharmaindustrie und Virologen hätten eine riesige Maschinerie aufgebaut. Laut Jefferson sind andere Viren weitaus gefährlicher. Allerdings gibt es dagegen weniger Medikamente. Seiner Meinung nach begründet sich die Schweinegrippe-Hysterie von WHO und Pharmaindustrie vor allem darin: "Mit den anderen Erregern lässt sich kein großes Geld verdienen."  (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)



aktuelle Zahlen: 137.232 Infizierte in 146 Ländern, 779 Tote

Entwicklung Schweinegrippe

20.07.2009 - Auch wenn die WHO die Veröffentlichung aktueller Zahlen eingestellt hat, dringen Statistiken über die Presse, das ECDC und CDC zu uns. Demnach gab es 8.959 Neuinfektionen am Wochenende und 98 Todesfälle. Dramatisch entwickelt sich die Situation weiter in Südamerika, wo gerade Winter ist. So meldet allein Argentinien fast 50 neue Todesfälle. Erste Tote gab es neben Ägypten auch in China und Singapur (siehe Zahlen Tote). Die WHO bat die Nationen, Zahlen weiter zu melden, wenn ein neues Land betroffen ist. Dies taten 7 Länder, bei denen die Schweinegrippe erstmals registriert werden musste: Haiti und St. Kitts und Nevis in der Karibik, Belize und Surinam in Süd-Amerika, Georgien in Asien und der Sudan sowie Tonga in Afrika. Damit sind weltweit 146 Länder von Schweinegrippe betroffen - siehe Länderliste. Die WHO hat inzwischen bestätigt: Keine Pandemie in der Ausfzeichnung von Viren hat sich derart schnell um den Globus verbreitet, wie H1N1 2009. Sonst brauchten Viren mit pandemischen Potenzial mindestens 6 Monate um den Globus. (Text: © Kiwi Vision, Daten: WHO, CDC, ECDC)



Ägypten: Erster Todesfall durch Schweinegrippe

20.07.2009 - Nach Regierungsangaben aus Kairo/Ägypten, ist am Sonntag eine 28-jährige an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Sie litt zudem unter Herzproblemen. Die junge Frau war drei Tage zuvor von einer Pilgerreise aus Mekka zurück gekehrt. Muslimische Gelehrte hatten genau vor einem Monat (20.06.) bereits überlegt, die diesjährige große Wallfahrt mit erwarteten 2 Millionen Menschen aufgrund der Schweinegrippe ausfallen zu lassen. Die große Pilgerreise ist im November 2009. Bis dahin ist es natürlich jedem Muslime möglich, Mekka zu besuchen. So hatte es auch die junge Ägypterin getan. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

NEWS vom 19.07.2009

Schweinegrippe: Deutsche nicht besorgt

19.07.2009 - Die Deutschen machen sich wenig Sorgen wegen der Schweinegrippe. Das ergab jetzt eine Umfrage der französischen Zeitung "Le Figaro". Ihr zufolge fühlen sich in Deutschland nur 14 % der Befragten durch die Krankheit "persönlich betroffen". Die Zeitung ermittelte Daten aus 19 Ländern. Der Durchschnitt der Länder ergab eine Besorgnis von 28 % der Befragten. Die Deutschen liegen also deutlich unter dem Durchschnitt. Chinesen (64 %) und Bolivianer (59 %) zeigten sich am meisten besorgt. Argentinier und Franzosen (je 41 %) folgten. Gar keine Sorgen machen sich scheinbar die Schweizer und die Niederländer (je 7 %) sowie die Österreicher (3 %). Diese geringe Besorgnis kann Ergebnis der guten Vorbereitung in den Ländern sein in Hinblick auf die Pandemie-Welle im Herbst. Gerade die Schweizer und Österreicher gaben mit 83 % und 75 % an, das sie das Gefühl haben, ihre Regierung sei gut vorbereitet. Die Deutschen empfinden zu 53 % so. Aus den Ländern mit den meisten Schweinegrippefällen kommen auch die größten Vorwürfe an die Regierung in Sachen Vorbereitung: USA (32 %), in Russland (28 %) sowie in Argentinien (14 %) und in Bolivien (12 %). Für die Studie wurden 18.550 Menschen befragt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

Lübeck: Uniklinik wegen Schweinegrippe dicht

19.07.2009 - Eben noch auf Mallorca, schon ist die Grippe wieder in Deutschland unterwegs und sorgt für Schlagzeilen. Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck wurde der Kreisaal und die geburtshilfliche Station für 24 Stunden aufgrund der Schweinegrippe geschlossen. So lange wird die Station desinfiziert. Der Virus wurde bei einer Frau nachgewiesen. Das Gesundheitsamt verhängte daraufhin die Isolation für Teile der Uniklinik. Krankenhäuser in Kiel und Hamburg versorgen solange die Patienten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Schweinegrippe bald Mallorca-Grippe?

19.07.2009 - Mehr und mehr Meldungen werden bekannt von erkrankten Reisenden, die auf der Balearen-Insel ihren Urlaub verbrachten. Zunächst hatten sich die Mallorcinischen Behörden noch verwehrt gegen die Deutsche Berichterstattung, nach der bereits aus 8 deutschen Bundesländern Meldunegn vorliegen über erkrankte Mallorca-Urlauber. Nun Melden die Spanischen Behörden selbst 17 Fälle auf Mallorca, 8 auf Ibiza und 1 auf Menorca. Alle Betroffenen sind auffallend jung, zwischen 18 und 40 Jahre alt. Am Donnerstag hatte der Tot einer jungen Nigeranerin auf Mallorca die Urlaubsregion in den Blick der Weltöffentlichkeit gerückt. Die junge Frau war an einer aggressiven Form der Schweinegrippe gestorben. Dies wurde auch so an die WHO in einer Sonermeldung weitergegeben. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

USA: 20.617 Infizierte und 263 Tote

19.07.2009 - Die USA haben in ihrem wöchentlichen Update erneut 3.371 Neuinfektionen binnen 1 Woche zu verzeichnen. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 52 Personen. nach wie vor ist die USA das Land mit den meisten Infizierten Weltweit. Der dramatische Verlauf in einem gut entwickelten Land kann für den Rest der Welt als Chance gesehen werden. Viele Forscher nutzen us-amerikanische Daten, um mehr über den H1N1 Virus herauszufinden. Auffallend ist zum beispiel, das vor allem junge Menschen, zwischen 5 und 50 erkranken und sterben. Völlig untypisch für eine Grippe. Solche Erkenntnisse liefert die Grippe-geplagte USA. Text: © Kiwi Vision, Daten: CDC)

NEWS vom 18.07.2009

China: Britische Schüler und Lehrer in Quarantäne

18.07.2009 - Das in China oft klare Linie gefahren wird, ist nichts Neues. Bereits Anfang Mai saßen Touristen in einem Hotel fest, weil dieses wegen einem Schweinegrippe Patienten komplett unter Quarantäne kam. Nun hat es eine britische Schulklasse erwischt, bei der die chinesische Regierung nicht mit sich reden läßt. 4 Schüler waren infiziert und kamen in eine Krankenhaus. Ihre 52 Mitschüler und Lehrer sind in ihrem Hotel isoliert worden. Die Gruppe war zu mehrwöchigen Sprach- und Kulturstudien nach China gekommen. Die Behörden aus Peking melden insgesamt 2.996 Infizierte und 1 Todesfall für China. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

Viren wandern am Geld um die Welt

18.07.2009 - Jeden Tag wechseln Milliarden Geldscheine weltweit ihren Besitzer. Und mit ihnen Viren. Bestimmte Viren können bis zu 17 Tage und länger an Oberflächen haften bleiben und überleben. Das haben Forscher am Universitätskrankenhaus Genf herausgefunden. Vom Schweinegrippe Virus H1N1 weiß man, das er zumindest 2 bis 8 Stunden ohne Wirt- zum Beispiekl an einem Geldschein - überleben kann (siehe H1N1-Erreger). Die Schweizer reagieren auf diese Forschungsergebnisse und so hält die Berner Kantonalbank (BEKB) Handschuh für alle Mitarbeiter im Pandemiefall bereit, die mit Geld zu tun haben. Weiterhin ist es wichtig, das die Mitarbeiter an den Kassen sich häufig die Hände waschen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Aggressiver Erreger hat Frau auf Mallorca getötet

18.07.2009 - Bisher verlief die Schweinegrippe meist mild. Auch 40 Grad Fieber und Gliederschmerzen fielen für die Behörden noch unter milde. Wichtig war vor allem, das vergleichsweise wenige Menschen bisher gestorben sind. Immer jedoch befürchteten Experten, das der Virus mutieren könnte und dann sehr viel aggressiver und gleichsam tötlicher verlaufen könnte. Dies scheint der Fall bei der Nigeranerin, die auf Mallorca verstorben ist. Die 33-jährige war kerngesund. Die Behörden Mallorcas meldeten diesen Fall deshalb an die WHO als außergewöhnlich. Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez sagte: "Wir sind sehr beunruhigt, denn bei bisherigen schweren Fällen war die Infektion durch andere zusätzliche Krankheiten verschlimmert worden. Sie war eine junge und gesunde Frau." Deutsche Behörden in acht Bundesländern registrierten seit Anfang Juli insgesamt rund 20 Erkrankte, die zuvor auf Mallorca gewesen waren. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

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