NEWS vom 20.08.2009

Schweinegrippe Behandlung und Therapie

20.08.2009 - Auf einer neuen Unterseite haben wir Ihnen den aktuellen Stand zusammengetragen für den Fall, das Sie sich mit Schweinegrippe infiziert haben. Wir beantworten darauf alle wichtigen Fragen:

Lesen Sie alle diese Informationen unter Schweinegrippe Behandlung!



Australien und USA testen Impfstoff an Kindern

20.08.2009 - In Australien will man bereits Mitte/Ende September mit ersten Impfungen anfangen. Die Tests sind bisher sehr zufriedenstellend verlaufen, so das es keine Probleme mit einer ersten Lieferung zum 31. August an die Australische Regierung geben wird - so Gesundheitsministerin Nicola Roxon. Aufgrund der Tests ohne Zwischenfälle wird nun auch an Kindern getestet. Diese sollen nach Regierungsplänen ebenfalls durchgeimpft werden. Weiterhin Schwangere, Behinderte und medizinisches Personal. Diese australischen Risikogruppen umfassen 21 Millionen Menschen. Auch die USA hat den Impfstoff bereits erfolgreich an 500 Freiwilligen getestet. Deswegen werden auch dort demnächst Kinder von 6 Monaten bis 17 Jahren in die Testreihen einbezogen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel.de)



Schweinegrippe kurbelt Absatz an

20.08.2009 - Nicht nur die Pharmaindustrie profitiert von der Schweinegrippe, sondern auch Medizinprodukte Anbieter. Vor allem Desinfektionsmittel und Hygieneprodukte, wie Mundschutz und Einmal-Handschuhe gehen weg, wie warme Semmeln. Wenn erst einmal die Impfdosen Deutschland erreichen, dann wird auch der Absatz von Spritzen und Kanülen nach oben schnellen. Die B. Braun Melsungen AG sagte dazu: "Wir haben von mehreren Bundesländern Anfragen erhalten". Zuständig für die Beschaffung von Medizinprodukten für den öffentlichen Bereich sind die Gesundheitsministerien der Länder. Unternehmen und Privatpersonen müssen sich selbst eindecken. Wir empfehlen für Großpackungen Mundschutz (50 Stück), Flüssigseife (3 Liter Kanister) oder Desinfektionsmittel (Spender mit 100 Tüchern) unseren Shop mit Schweinegrippe Zubehör. Natürlich sind auch kleinere Abpackungen für den Privatgebrauch erhältlich. Alles nur, so lange der Vorrat reicht und das dürfte spätestens ab Herbst eng werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärzte Zeitung)



Deutschland: 13.180 Infizierte, 350 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

20.08.2009 - Deutschland hat die meisten Schweinegrippe Infizierten in Europa! Nach der Veröffentlichung der neuen Zahlen für die letzten 24 Stunden des RKI liegt Deutschland nun mit 13.180 Fälle an der europäischen Spitze. Dies kann sich am Freitag wieder relativieren, da dann Großbritannien seine Zahlen für die Woche veröffentlicht. 350 Neuinfektionen registrierte das RKI. Darunter abermals 23 Reiserückkehrer und 77 autochthon erworbene Fälle (innerhalb Deutschlands). So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (4.519)*
Niedersachsen (2.225)*
Baden-Württemberg (1.628)*
Bayern (1.250)*
Rheinland-Pfalz (774)*
Hessen (657)*
Berlin (310)*
Hamburg (286)*
Schleswig-Holstein (247)
Sachsen (237)*
Sachsen-Anhalt (235)*
Brandenburg (206)*
Saarland (204)
Thüringen (186)*
Bremen (111)*
Mecklenburg-Vorpommern (105)*
* = neue Fälle hinzugekommen bis 19.08.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Das RKI stellte fest, das sich auch die in Deutschland erworbenen Infektionen immer weiter erhöhen. Ebenfalls wurde ermittelt, das die Labore immer öfter H1N1-Verdachtsfälle bestätigen. In der 31. KW waren es 8 % der untersuchten, in der 32. KW 15 % und in der 33. KW bereits 18 %. Scheinbar verdrängt der H1N1 Virus sämtliche anderen Viren und Erkältungskrankheiten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)

Tamiflu - Fluch oder Segen?

20.08.2009 - Tamiflu und Relenza gelten als die einzig wirksamen Grippemittel, wenn man sich eine Influenza eingefangen hat. Mehrfach hat Tamiflu bereits versagt und nur Relenza konnte die Grippesymptome mildern. Bei Kindern wird die Einnahme von Tamiflu laut Hersteller eigentlich nicht empfohlen. Die EMEA hat jedoch am 8. Mai eine Sonderreglung getroffen, nach der Aufgrund der Schweinegrippe Pandemie auch Kindern Tamiflu gegeben werden darf (wir berichteten).
Das RKI warnte bereits mehrfach, das das Grippemittel immer nur auf ärztliches Anraten genommen werden darf und in keinem Fall vorsorglich. Anderenfalls käme es schneller zu mutierten, resistenten Virenstämmen gegen die dann auch kein Tamiflu hilft.
Bereits vor 2 Jahren hatten Schwedische Forscher auf noch ein ganz anderes Problem mit Tamiflu hingewiesen: Der menschliche Körper scheidet nämlich 90 Prozent des eingenommenen Tamiflus wieder aus. Einige Bestandteile des Medikaments sind dabei besonders resistent: "Sie überwinden die verschiedenen Reinigungsstufen von Kläranlagen und wandern im Prinzip direkt in deren Abwässer", sagt Jerker Fick, Chemiker an der nordschwedischen Universität Umeå. Studienleiter Björn Olsen warnt: "In infizierten Enten könnten so resistente Viren entstehen, die mit den Fäkalien in die Umwelt gelangen." Dies bestätigen jetzt auch Wissenschaftler an der japanischen Kioto-Universität. Sie fanden extrem hohe Konzentrationen von Tamiflu im Abwasser nach der letzten Grippewelle. Hier hatte jeder dritte Japaner Tamiflu eingenommen. Die Forscher malen ein Schreckensszenario: Was, wenn sich in Enten ein neuer Virus bildet, der auf den Menschen übertragbar ist (wie bei der Vogelgrippe) und der von vorn herein gegen Tamiflu resistent ist?
Und noch etwas wird bisher verschwiegen: Nach der Einnahme von Tamiflu kam es in Japan zu einer Reihe mysteriöser Selbstmorde. Deswegen ist dort das Medikament für Teenager bereits verboten. Auch in den USA berichtet man von Halluzinationen, Verwirrtheit und Krampfanfälle bei Kindern nach der Einnahme von Tamiflu. Im Beipackzettel steht nur etwas von Erbrechen (8%), Übelkeit (7,9%) und Bauchschmerzen (2,2%).
Inzwischen wird folgendes geraten: Tamiflu "sollte für die kleine Gruppe von Menschen reserviert bleiben, die ohne diese Behandlung lebensgefährlich erkranken würden und bei denen eine Anwendung medizinisch zwingend geboten ist." Das Mittel wirkt sowieso nur, wenn es binnen 2 Tage nach Erkrankung zum Einsatz kommt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: TAZ, med.blogger)

Erste Krankenkasse beantragt Beitragserhöhung

20.08.2009 - Gestern wurde die Rechtsverordnung zur Schweinegrippe Impfung verabschiedet, die die Kosten von 600 Millionen bis 1 Milliarde Euro den Krankenkassen anlastet. Heute wissen wir, das die erste Kasse eine Beitragserhöhung beantragt hat. Dabei wurde viel versichert, das es nicht zu Beitragserhöhungen kommen wird, weil der bestehende Gesundheitsfond die Mehrausgaben abdecken kann. Alles nur leere Wahlversprechen so kurz vor den Wahlen? Die erste Kasse, die erhöhen will, ist die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK). Die GBK zählt 30.000 Mitglieder. Diese sollen nun rückwirkend zum 1. Juli pro Monat 8 Euro mehr bezahlen. Unklar ist, ob der Betrag wieder runter gesetzt werden soll nach der Schweinegrippe. Dies sagte gestern GBK-Vorstand Helmut Wasserfuhr. Ulla Schmidt betont weiterhin optimistisch: "Nach unseren bisherigen Unterlagen haben die Kassen das an Überschuss auch in diesem Jahr." Der Sprecher des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Florian Lanz, erwiederte: "So, wie die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt ist, wäre wohl niemand überrascht, wenn im Laufe des Jahres weitere Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssten." Die Erhöhung der GBK ist vom Bundesversicherungsamtes (BVA) bereits genehmigt, so Josef Hecken, Präsident des BVA. Auch einzelne gesetzliche Krankenkassen sehen ihre finanzielle Lage nun kritisch und äußerten sich in Einzelfällen dahingehend, über Zusatzbeiträge nachzudenken. Sobald wir Genaueres erfahren, lesen Sie es hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Deutschland ist EU-weit Land mit meisten Neuinfektion

20.08.2009 - Die Deutschen sind Reiseweltmeister und genau das fällt ihnen seit knapp 6 Wochen mächtig auf die Füße. Kein anderes Land meldet derzeit so viele Schweinegrippe Neuinfektionen, wie Deutschland. Der Grund sind nach wie vor vor allem Reiserückkehrer. Mit insgesamt 12.830 Infizierten liegt Deutschland damit nur noch knapp hinter den offiziellen Zahlen von Großbritannien (12.903 Fälle). Das einzig Positive: Großbritannien zählt bereits 44 Todesfälle, Deutschland noch keinen einzigen. Damit dies noch lange so bleibt, gehen Sie bitte bei Anzeichen der Schweinegrippe zum Arzt und lassen sich behandeln. Mehrere Todesfälle von verschleppten H1N1-Infektionen sind bereits aus anderen Ländern bekannt geworden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: EDCD)

Hessen: Verhaltensregeln für Schüler

20.08.2009 - Das hessische Gesundheitsministerium gibt Schülern einfache Verhaltensregeln an die Hand. Diese gelten selbstverständlich auch in allen anderen Bundesländern. Angela Wirtz, Referatsleiterin für Infektionsschutz im Gesundheitsministerium Wiesbaden fasst die Regeln wie folgt zusammen:

Weitere Möglichkeiten, sich vor Schweinegrippe zu schützen, haben wir hier aufgelistet. Wirtz betonte weiterhin, dass kein Grund zur Panik bestünde. Man müsste mit der Grippe meist nicht ins Krankenhaus, sondern kann wie bei einer Erkältung zu Hause behandelt werden. (Text: © Kiwi Vision, Daten: ddp)

Ulla Schmidt zur Schweinegrippe Impfung

Schweinegrippe Impfung

20.08.2009 - Ulla Schmidt sagte gestern, nachdem das Bundeskabinett die Rechtsverordnung zur Schweinegrippe Impfung auf den Weg gebracht hatte, dies wird "die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik." Die Krankenkassen übernehmen für 35 Millionen Bundesbürger (ca. 42 % der Deutschen) die Kosten. Man rechnet jedoch mit einem Impfansturm, der über 42 % der Deutschen hinausgeht. Dafür wurde festgelegt, dass für jeden weiteren Impf-Interessierten Bund und Länder die Impfung aus Steuermitteln bezahlen. Zur Finanzierung wird ein Schweinegrippe-Fond aufgestellt. Hier hinein zahlt jede Krankenkasse einen Pauschalbetrag, der sich nach der Zahl ihrer Versicherten richtet. Sollte der Impfansturm wegbleiben und Geld übrig bleiben, wird es den Kassen zurückgezahlt. Ulla Schmidt lobte die Maßnahme: "Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz." Auch wenn derzeit die meisten Erkrankungen mild verlaufen, sei mit zunehmender Ausbreitung auch mit schweren und tödlichen Erkrankungen zu rechnen. Schmidt sagte weiter, es werde "niemand abgewiesen, der sich unbedingt vorher impfen lassen möchte". Sie betonte jedoch, dass nicht sofort für alle Menschen Impfstoff geliefert werden könnte. Sie bat um Verständnis, das besonders gefährdeten Personenkreisen der Vortritt gelassen wird - siehe Impfreihenfolge. Dazu gehören knapp 22,5 Millionen Menschen. Kinder sollen vorerst nicht geimpft werden, da die klinischen Studien noch nicht abgeschlossen sind. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)

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