NEWS vom 21.09.2009
Schwerste Nebenwirkung bei Schweinegrippeimpfung möglich?
21.09.2009 - Ein Testpatient aus München äußerte sich öffentlich gegenüber dem Münchner Merkur über seine erschreckenden Erfahrungen mit der Schweinegrippe Impfung. Als Proband meldete sich der 40 jährige Münchner beim Ludwig-Maximilians-Universität und bekam eine erste Testimpfung sowie 250 Euro Aufwandsentschädigung. Nach seinen Schilderungen bekam er am 10. August die Impfung und schon nach wenigen Stunden stand ihm Schweiß auf der Stirn. "Ich fühlte mich völlig erschlagen. Am dritten Tag haben meine Nieren und mein Kopf geschmerzt und ich bekam Fieber. Dann hatte ich einen Hustenanfall – und das Waschbecken war plötzlich rot. Das war Blut!“ Für Axel Sch. ist klar: "Der Test ist unverantwortlich.“ Die Klinik notierte seine Erlebnisse nicht vollständig. Bisher war nur bekannt, das die Impfung im Verdacht steht, das Guillain-Barré-Syndrom oder Multiple Sklerose hervorzurufen. Kopfschmerzen und Schmerzen an der Einstichstelle werden ebenfalls bestätigt. Die heftige Reaktion bei dem Münchner könnte auf die beigemischten Wirkungsbeschleuniger (Adjuvansen) zurückzuführen sein. Sie regen das Immunsystem zu mehr Leistung an und somit kann mit weniger Impfstoff eine höhere Menge Impfdosen hergestellt werden. Im zugelassenen Impfstoff in den USA sind keine Adjuvansen enthalten. Den Bericht des Testkandidaten lesen Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Merkur Online)
Hebelt Schweinegrippe Grundgesetze aus?
21.09.2009 - Seit dem 11.6.2009 hat die Welt eine Pandemie, verursacht durch die Schweinegrippe. Bisher ist nicht viel davon zu merken. Aber was bedeutet der Status einer Pandemie eigentlich? Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Fall einer Pandemie oder Seuche geregelt. Was die wenigsten wissen: § 20 und § 32 halten echte Überaschungen für den Pandemiefall bereit. So steht im § 20 "Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe": (6) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt,...anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben. ... Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden." Zwangsimpfung ist also in Deutschland möglich. § 32 "Erlaß von Rechtsverordnungen" macht es noch einmal deutlich: " Die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz), der Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1 Grundgesetz), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Grundgesetz), der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 Grundgesetz) und des Brief- und Postgeheimnisses (Artikel 10 Grundgesetz) können insoweit eingeschränkt werden." Im akuten Fall einer Pandemie durch die Schweinegrippe können wir also massiv in unseren Grundrechten eingeschränkt werden und dies legal seit 2007. Seit dem gibt es das Infektionsschutzgesetz in Deutschland. Hoffen wir also, das davon nicht gebrauch gemacht werden muss und die Schweinegrippe weiterhin mild verläuft.
Deutschland: 19.207 Infizierte, 192 Neu-Infektionen
21.09.2009 - Für Freitag, den 18.9. bis 15 Uhr, wurden dem RKI nochmals 192 neue Infektionen mit Schweinegrippe gemeldet. Davon ereigneten sich 111 Ansteckungen innerhalb Deutschlands (57 %). Der sinkende Trend hält weiter an (siehe Grafik), da in den vergangenen Wochen die Mehrzahl der Infektionen durch Reiserückkehrer verursacht wurden und nun die Ferienzeit zu Ende ist. Gleichzeitig steigen seit Wochen die Inlandsinfektionen kontinuierlich an. Eine zweite Grippewelle mit dem H1N1 Erreger wird bereits im Oktober erwartet. Todesfälle in Deutschland sind weiterhin noch nicht offiziell bestätigt. So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (5.663)*
Baden-Württemberg (2.963)*
Niedersachsen (2.673)*
Bayern (2.248)*
Rheinland-Pfalz (1.160)*
Hessen (933)*
Schleswig-Holstein (606)*
Berlin (561)*
Hamburg (425)*
Brandenburg (369)*
Thüringen (360)*
Sachsen (347)
Sachsen-Anhalt (346)*
Saarland (253)
Bremen (154)
Mecklenburg-Vorpommern (146)
* = neue Fälle hinzugekommen bis 18.09.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Morgen erfahren wir die Zahlen vom Samstag und Sonntag abschließend für die 38 KW. (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)
Aktuelle Todeszahlen: 157 Tote in Europa, 4.041 weltweit
21.09.2009 - Die Zahl der Schweinegrippe Toten ist weltweit weiter gestiegen. Spitzenreiter bleibt Brasilien mit inzwischen 899 Fälle (250 mehr, wie in der Vorwoche!). Zwei weitere afrikanische Länder sind hinzugekommen und melden erste Todesfälle: Mosambik und Namibia. Wissenschaftler auf der ganzen Welt sahen die Entwicklungen in Afrika von Anfang an mit größter Sorge. Viele der Länder auf dem afrikanischen Kontinent können sich nicht genügend Impfstoffe leisten. Oftmals ist die Gesund der Menschen nicht zufriedenstellend, so das eine Virusinfektion mit H1N1 sehr viel bedrohlicher verlaufen kann. In Europa werden inzwischen 157 Todesfalle aufgrund der Schweinegrippe gezählt. Deutschland, Österreich und die Schweiz melden bisher keine Toten. Alle Zahlen zu Schweinegrippe Toten finden Sie hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: CDC, ECDC, WHO)
Brandenburg: Kassenärztlichen Vereinigung empört
21.09.2009 - Nachdem bekannt wurde, dass niedergelassene Ärzte in Bremen für 4,08 Euro die Impfung verabreichen, finanziert aus dem Gesundheitsfond, liegen nun auch für Brandenburg Zahlen vor. Hier sollen die Ärzte für 4,50 Euro den Picks verabreichen. Schon wird heftige Kritik laut. KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming sieht "erheblichen Nachbesserungsbedarf" an der jetzigen Verordnung. Kein Arzt sei unter diesen Umständen verpflichtet, die Leistung zu erbringen. 4,50 Euro sind für Helming "völlig inakzeptable Dumpingpreise", zumal unklar ist, ob dieser Preis für eine oder zwei Impfungen gedacht ist. Allein die Sachkosten, beispielsweise für die Desinfektionsmittel vor dem Einstich, seien damit kaum zu bezahlen. Helming sagte: Im Zweifel müsse der Öffentliche Gesundheitsdienst die Impfungen vornehmen. Gut, das der Impfstoff noch nicht in Deutschland ist. So bleibt noch etwas Zeit, letzte Unklarheiten zu regeln. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Viele Schulschließungen in Deutschland erwartet
21.09.2009 - Nachdem Bundesweit in der Vorwoche überall das neue Schuljahr gestartet ist, erwarten Experten einen erneuten Anstieg der Schweinegrippe. Diese sei dann nicht mehr durch Urlaubsrückkehrer verursacht, sondern durch die Schulkinder. Es ist bekannt, das Kinder und Jugendliche Pandemien vorantreiben. Das ist auch das Ergebnis einer Untersuchung des Robert-Koch-Institutes. Bereits in den letzten zwei Wochen mussten Schulen in der Berlin und Brandenburg geschlossen werden. Grund: Schweinegrippe. Zusätzlich soll die bevorstehende Kaltwetterfront, die ab Wochenmitte angekündigt ist, den Virus vorantreiben. H1N1 findet ideale Bedingungen bei kühleren Temperaturen. Das hatte zu einem massenhaften Anstieg der Infektionszahlen in Südamerika geführt, als dort der Winter begann. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)
Deutschland überlegt Impfstoffspende an Entwicklungsländer
21.09.2009 - Nachdem in der Vorwoche die USA bekannt gab, einen Teil ihrer Impfstoffe an Entwicklungsländer zu spenden und aufrief, diesem Beispiel zu folgen, will sich nun auch Deutschland großzügig zeigen. Aus dem Bundesgesundheitsministeriums hieß es, das diese Option erwogen wird. Im Vorfeld signalisierte Deutschland bereits, das übrige, nicht abgerufene Impfstoffe an ärmere Länder weitergegeben werden. Ob nun zusätzlich Impfstoffe gekauft werden, um sie zu spenden werden wir sehen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)
Australien startet mit Impfung gegen Schweinegrippe
21.09.2009 - Nachdem Australien grünes Licht für den Impfstoff des Herstellers CSL gegeben hat, soll nun zügig mit den Impfungen gestartet werden. Dies teile Gesundheitsministerin Nicola Roxon in Canberra. Zuerst geimpft werden Schwangere, chronisch Kranke, Übergewichtige, Aborigines in entlegenen Regionen des Landes, behinderte Kinder auf Sonderschulen sowie Ärzte und Krankenpfleger. Australien zählt gegenwärtig 171 Tote. Die USA meldete, dass Mitte Oktober mit dem Impfen der Bevölkerung begonnen werden soll. Die Deutsche Regierung nannte noch kein konkretes Datum, war aber zuversichtlich für Mitte Oktober. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)
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