Meldungen vom 28.08.2009

Deutschland: 15.567 Infizierte, 308 Neu-Infektionen

Schweinegrippe Deutschland

28.08.2009 - Zum Wochenende meldet das RKI 308 Neuinfektionen mit Schweinegrippe für die letzten 24 Stunden in Deutschland. Noch immer machen Reiserückkehrer den größeren Teil der Fälle aus (185 Fälle). Inlandsinfektionen gab es 123. Todesfälle in Deutschland sind weiterhin noch nicht offiziell bestätigt. Das erste Bundesland meldet über 5.000 Infizierte. So verteilen sich die offiziell bestätigten Fälle auf die Bundesländer:
Nordrhein-Westfalen (5.002)*
Niedersachsen (2.403)*
Baden-Württemberg (2.163)*
Bayern (1.614)*
Rheinland-Pfalz (949)*
Hessen (767)*
Schleswig-Holstein (484)
Berlin (391)*
Hamburg (338)*
Sachsen (279)*
Sachsen-Anhalt (260)*
Brandenburg (257)
Saarland (220)*
Thüringen (205)*
Bremen (121)*
Mecklenburg-Vorpommern (114)
* = neue Fälle hinzugekommen bis 27.08.2009, 15 Uhr
Gezählt werden seit dem 15.7.2009 laborbestätigte Fälle sowie alle Erkrankten mit eindeutigen Symptomen aus dem Umfeld von laborbestätigten Fälle, auch ohne H1N1-Test. Die Zahlen von Freitag bis Sonntag werden erfahrungsgemäß Anfang nächste Woche veröffentlicht. Wir wünschen ihnen ein ruhiges Wochenende ohne Schweinegrippe. Bleiben Sie gesund! (Text: © Kiwi Vision, Daten: RKI)



Experte: "Verhältnismäßig glimpflich durch den Winter"

28.08.2009 - Der Viren-Experte John Oxford vom Royal London Hospital gibt zwar keine Entwarnung, aber nimmt Angst: "Wir müssten verhältnismäßig einfach durch den Winter kommen, ich glaube nicht, dass das Virus vorher mutiert." Dennoch ist auch er sich sicher, das es im kommenden Winter "mehr Menschen in den Krankenhäusern und mehr Tote" geben wird. Oxford verwies auf aktuelle Erfahrungen in Australien. Hier liegen inzwischen alarmierend viele gesunde Menschen auf Intensivstationen: "In einer Minute sind sie noch gut in einem Krankenhausbett aufgehoben, in der nächsten schon auf der Intensivsation" sagt Oxford. Der Australische Winter geht gerade mit über 100 Schweinegrippe Toten zu Ende. Eine Mutation wird es dann geben, wenn der Virus gut ein Drittel der Weltbevölkerung erfasst hatte. Dann muss er sich an "weniger empfängliche" Menschen ranmachen und mutieren. Damit rechnet der Experte jedoch nicht vor 2010. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AFP)



SV Heiligenkreuz kämpft gegen Schweinegrippe

28.08.2009 - Im Allgäu muss der Fußballclub SV Heiligenkreuz die Spiele der ersten und zweiten Mannschaft am Wochenende absagen. Vier Spieler der Kreisklasse haben Schweinegrippe, nachdem die Fußballer gemeinsam aus einer Flasche getrunken haben. Gute Besserung! (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)



Ärzte mehrheitlich gegen Schweinegrippe Impfung

Schweinegrippe Impfung

28.08.2009 - In einer Umfrage des Fachportals "Hippokranet" wurden 734 Mediziner zur Schweinegrippe Impfung befragt. 93 % hielten die Impfung für nicht nötig, da bisher in der Mehrzahl nur milde Verläufe registriert werden. Das RKI hingegen sieht in Hinblick auf die erwartete zweite Welle der Schweinegrippe ab Herbst einen dringenden Handlungsbedarf. Spätestens dann wird es auch eine Vielzahl an schweren Verläufe geben. Der Impfstoff soll ab Ende September zur Verfügung stehen. Lesen Sie alles Wichige zur Schweinegrippe Impfung hier. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Bild.de)

USA: Aufklärungskampagnen waren erfolgreich

28.08.2009 - In den USA waren Aufklärungskampagnen an Schulen erfolgreich, bei denen zu Hände waschen und desinfizieren aufgerufen wurde. Nachweislich gingen so die Fehltage von Schülern zurück. Auch in Deutschland gab es eine Studie in der Universitätsverwaltung und Stadtverwaltung von Greifswald. Hier wurden die Mitarbeiter im Rahmen einer Doktorarbeit aufgefordert, sich die Hände regelmäßig zu desinfizieren. Die Anwendung traf auf breite Zustimmung. Der Krankenstand konnte insbesondere im Bereich der Erkrankungen von Atemwegen und Magen-Darm-Trakt messbar gesenkt werden. Hygiene bleibt also ein wirksames Mittel gegen die Schweinegrippe. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Schweinegrippe belastet die Volkswirtschaft

28.08.2009 - Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) sieht in der erwarteten Pandemie-Welle eine Gefahr für die Volkswirtschaft. Selbst wenn Deutschland gut vorbereitet nur ein mittelschweres Geschehen erlebt, so erwartet man doch 100.000 Tote und 300.000 stationäre Behandlungen in den Krankenhäusern. Die Kosten belaufen sich dann zwischen 25 und 75 Milliarden Euro. Einmal direkt durch die Krankenhausbehandlungen, dann aber auch indirekt Aufgrund Verluste durch Fehlzeiten von Arbeitnehmern, eingeschränkte Produktivität und Einbußen in der Konsum- und Tourismusbranche. Prävention durch Hygiene ist also nicht nur ein gesundheitlicher Aspekt, sondern immer auch ein betriebs- und volkswirtschaftlicher. Betriebe werden seit Mitte Juli aufgerufen, Notfallpläne zu erarbeiten, um mit der Hälfte oder einem Viertel der Angestellten die Leistung aufrecht erhalten zu können. Bei der Erstellung solcher Pläne helfen ihnen unsere kostenlosen Checklisten aus der Linksammlung. (Text: © Kiwi Vision, Daten: Ärztezeitung)

Desinfektionsspender an öffentlichen Orten gefordert

28.08.2009 -  Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene fordert Desinfektionsmittel in Sprüh-Spendern auch an öffentlichen Orten. Axel Kramer, Präsident der Gesellschaft und Leiter am Uni-Institut für Hygiene und Umweltmedizin in Greifswald sagte: "Das Händedesinfizieren kann Ansteckungsketten wirksam unterbrechen und ist neben der Impfung die effektivste Maßnahme zur Infektionsvermeidung." Da Hände waschen nicht überall möglich ist (Öffentliche Verkehrsmittel), geht die Empfehlung zum Teil an der Lebenswirklichkeit vorbei. Desinfizieren sei nicht nur praktisch, sondern auch um ein vielfaches effektiver. Nach nur 30 Sekunden sind alle Viren und Bakterien tot. Es ist auch billiger, wie die benötigten 40 Sekunden Hände waschen mit warmen Wasser und Seife. Kramer sieht in den Sprüh-Spendern eine gute Alternative. Als öffentliche Orte, die sich eignen, denkt er an Schulen, Kindergärten, Verwaltungen, Betriebe oder Supermärkte. In Krankenhäusern sind die Spender bereits üblich. Auch er verwies auf die erwartete zweite Welle. Sie finden Desinfektionsmittelspender in unserem Shop mit Schweinegrippe Zubehör. Für unterwegs eignen sich Desinfektionstücher für die Handtasche. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

NEWS vom 27.08.2009

Vier Monate Berichterstattung zur Schweinegrippe

27.08.2009 - Heut vor 4 Monaten, am 27. April 2009, starteten wir mit unserer Berichterstattung zur Schweinegrippe in Deutschland und der Welt. Inzwischen waren weit mehr wie 500.000 Besucher bei uns zu Gast und informierten sich über die Neue Grippe. Unzählige Mails erreichten uns bisher und waren voller Lob. Wir belegen oft Platz 1 bei Google und haben so am Tag nicht nur viele Stammleser, sondern auch jede Menge neue Besucher. Mittlerweile zählt unsere Seite fast 120 Einzelseiten, voll mit News und Infos zur Schweine Grippe. Über 1.500 mal wurden wir von Ihnen bereits im Netz verlinkt. Darunter Spiegel, Bild, WDR, Twitter, viele Blogs und Foren. Dafür sagen wir Danke und versprechen, Sie auch durch die in Aussicht gestellte zweite Welle der Schweinegrippe mit unserer Berichterstattung zu begleiten. (Text: © Kiwi Vision)

Impfquiz - Wie gut wissen Sie bescheid?

27.08.2009 - In den letzten Wochen ist dauernd die Rede von der Schweinegrippe Impfung. Gleichzeitig wird seit Jahren die Impfmüdigkeit der Deutschen bemängelt. Wie gut kennen Sie sich mit Impfungen aus und haben Sie aufmerksam die Informationen zur Schweinegrippe Impfung verfolgt? Testen Sie ihr Wissen: zum Test. Viel Spaß! (Text: © Kiwi Vision, Daten: Spiegel.de)

Brüssel: EU einigt sich auf einheitliche Impfreihenfolge

27.08.2009 - In Brüssel einigte sich eine EU-Kommision auf eine Impfreihenfolge, die den Mitgliedsstaaten empfohlen wird (keine Pflicht). Sie ist ähnlich, wie die Deutsche Herangehensweise und sieht es als wichtigstes, Schwangere, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Menschen mit chronischen Leiden der Atemwege zuerst zu impfen. Forschungsergebnisse, nach denen man eine Pandemie nur eindämmt, wenn man die Kinder und ihre Eltern impft (wir berichteten), wurden nicht berücksichtigt. Schwangeren in Deutschland wird der Schweinegrippe Impfstoff erst gegeben, wenn ausgeschlossen werden kann, das die Impfung zu hohem Fieber führt. Dies könnte zu erheblichen Komplikationen führen. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Brasilien hat die meisten Schweinegrippe Toten

26.07.2009 - Sprach Anfangs alle Welt von der Schweinegrippe als Mexikanische Grippe, da sie dort ihren Ursprung nahm, hatten schnell die USA und Kanada das große Problem mit H1N1. Dann folgte Australien und als nächstes schnellten die Zahlen in Thailand, Japan und China nach oben. Doch dann kam der Winter auf der Südhalbkugel der Erde und Südamerikas Straßen waren leer, Schulen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. Der Winter auf der Südhalbkugel nähert sich seinem Ende und hinterläßt viele Schweinegrippe Tote. Inzwischen hat Brasilien die meisten zu verzeichnen: 557 Fälle. Die USA belegt nur noch Platz 2 mit 522 Toten. Die weiteren Plätze belegen Argentinien (439 Tote), Mexiko (179), Australien (132), Chile (128) und Thailand (119). In Europa zählt man 93 Tote insgesamt. (Text: © Kiwi Vision, Daten: AP)

RKI und PEI erwarten zweite schwere Welle

27.08.2009 - Gestern fand im Robert-Koch-Institut eine Pressekonferenz mit RKI Vizepräsident Reinhard Burger und dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Institut, Johannes Löwer. Das RKI schätzt die Situation der Schweinegrippe in Deutschland folgendermaßen ein:
Seit Anfang Mai sind in Deutschland knapp 15.000 Fälle von Schweinegrippe nachgewiesen worden. Dabei gab es ab Mitte Juli einen Anstieg der Fallzahlen auf wöchentlich 2.800 Fälle. Dies vor allem durch Reiserückkehrer. Seit Mitte August sind es in der Woche noch knapp 2.000 Neuinfektionen. Ein leichter Rückgang also, der aber kein Dauerhafter Trend sein wird, eher ein "vorübergehendes Tal". Ab Herbst könne sich die Fallzahl deutlich durch die kühleren Temperaturen erhöhen. Bisher sei zwar niemand an H1N1 gestorben, dennoch sind auch gesunde Menschen mit schweren Verläufen auf die Intensivstationen von Krankenhäusern eingewiesen worden. Dies betraf besonders viele Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Bisher hat der Virus sein Erbgut zum Glück nicht verändert.
Johannes Löwer vom PEI fasste die Erkenntnisse zum Schweinegrippe Impfstoff so zusammen:
An mehreren hundert Menschen sei in Deutschland die Impfung bereits getestet worden ohne Komplikationen. Daher wird er auch für Schwangere geeignet sein, obwohl an ihnen nicht getestet wird. Der Impfstoff besteht nur aus natürlichen Stoffen, wie Vitamin E, Polysorbat aus Getreide und Squalen aus Fisch- und Olivenöl. Der enthaltende Stoff Thiomersal, der Bakterienwachstum verhindern soll, enthält 12,5 Mikrogramm Quecksilber. Bei 96 Mikrogrammm pro Woche sei der Grenzwert. Eine deutliche Unterschreitung also.
Weiter bleibt wichtig, die einfachen Schutzmaßnahmen gegen die Schweinegrippe zu beachten. Dies betonten die Experten. (Text: © Kiwi Vision, Daten: dpa)

Ältere News

Hier können Sie zurück gehen zu älteren News >>>

oder Sie geben einen Suchbegriff ein und durchsuchen dieses Portal:




Die Informationen auf dieser Seite stammen von Presseagenturen und Informationsseiten aus dem Internet. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie Beschwerden haben, konsultieren Sie in jedem Fall ihrem Arzt.