NEWS vom 30.04.2009
Lufthansaflüge nur noch mit Arzt an Bord
30.04.2009
Wie jetzt bekannt wurde, wird auf Flügen der Lufthansa von und nach Mexiko ab sofort immer ein Arzt an Bord sein. Der Flugverkehr von Deutschland nach Mexiko und umgekehrt bleibe aber erhalten. Frankreich fordert derweil die Aussetzung aller Flüge von und nach Mexiko. Diese Maßnahme geht Ulla Schmidt zu weit. Je nach weiterer Entwicklung hält sie es aber für notwendig. (Quelle: Spiegel)
10 Fälle in Deutschland, 10 in Spanien
30.04.2009
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bestätigte 3 neue Verdachtsfälle in Deutschland. Damit sei die Zahl auf 10 gestiegen, 3 haben sich als infiziert herausgestellt. In Spanien sind 10 Infizierte bestätigte. Besorgnis erregend dabei: Sowohl in Spanien wie auch in Deutschland sei je eine Mensch-zu-Mensch Ansteckung passiert. Alle anderen Verdachtsfälle waren Mexiko-Reisende. Stufe 5 im Pandemie Plan ist also gerechtfertigt. Die Mensch-zu-Mensch Ansteckung in Deutschland hat in Bayern stattgefunden. Neu infiziert ist eine Krankenschwester und ein Zimmernachbar des 37-jährigen Mexiko-Reisenden . (Quelle: Spiegel)
Robert-Koch-Institut: Kein Risiko
30.04.2009
RKI-Chef Jörg Hacker mahnt erneut, das alle 3 hierzulande nachgewiesenen Fälle einen Mexiko-Hintergrund hätten. Es seien bisher nur Mexiko-Reisende und deren Angehörige betroffen, nicht aber die Allgemeinbevölkerung. Eine rasche Mensch-zu-Mensch Ansteckung ist nicht gegeben. Stufe 5 im Pandemie-Plan sei dennoch angemessen, weil dadurch die Seuchenpläne der einzelnen Mitgliedsstaaten anlaufen könnten. (Quelle: Spiegel)
Es gilt Pandemie-Phase 5
30.04.2009
Die WHO hat Phase 5 des Pandemie Plans ausgerufen (siehe auch Pandemie-Plan). D.h., eine Pandemie wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Erkenntnisse zeigen, das der Virus eine große Zahl an Infektionen von Mensch zu Mensch verursacht. Dies geschieht jedoch noch nicht flächendeckend weltweit. Der Virus A/H1N1 ist dabei bereits sehr gut an den Mensch angepasst, so das ihm der schnelle Wechsel von Mensch zu Mensch besser gelingt.
Zum Vormittag werden sich die Gesundheitsminister aus 27 EU-Mitgliedstaaten treffen und Vorgehen sowie Bekämpfung innerhalb der EU abstimmen.
Wir empfehlen Ihnen unsere Ratschläge unter "Schutz" aufmerksam zu lesen und zu befolgen. Weiterhin haben wir Ihnen 10 Antworten auf die häufigsten Fragen in unseren 10 Tipps zusammengetragen.
Mexiko legt 5 Tage öffentliches Leben lahm
30.04.2009
Die mexikanischen Behörden reagieren nun mit drastischen Mitteln auf die hohe Zahl der Infizierten und erste bestätigte Todesfälle. Für 5 Tage wird das gesamte öffentliche Leben lahm gelegt: alle Unternehmen müssen die Arbeit nieder legen, deren Waren nicht zur Grundversorgung nötig sind. Aufrecht gehalten wird nur die medizinische Versorgung und Verkehrsverbindungen. Das ganze soll Menschenansammlungen verhindern. Öffentliche Gebäude, wie Parks, Museen und Schulen, bleiben bereits seit Dienstag (28.4.2009) geschlossen. (Quelle: Spiegel)
"Nicht ob, sondern wie viele sterben in Europa"?
30.04.2009
Die Europäische Kommission geht fest davon aus, das die Schweinegrippe in Europa zu Todesfällen führen wird - so EU-Generaldirektor für Gesundheit, Robert Madelin, am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters in Brüssel. Weiter sagte er: "Wir kennen nicht das Ausmaß der Pandemie. Aber Europa ist besser vorbereitet als jemals zuvor". Ein Impfstoff könne innerhalb von hundert Tagen in Europa zur Verfügung stehen. Demnach spricht er von Anfang August! Nun setzt man alles daran, die Zahl der Todesfälle in den kommenden Wochen so gering wie möglich zu halten. (Quelle: Reuters)
NEWS vom 29.04.2009
Bundeskanzlerin Merkel beruhigt Bevölkerung
29.04.2009
(Quelle: Reuters)
Experten warnen vor Panikmache
29.4.2009
Die Zahlen aus Mexiko wurden gestern herrunter korrigiert. Tatsache ist, das in Mexiko keine genauen Untersuchungen möglich sind. Nur 7 Todesfälle wurden bestätigt. Bei den übrigen 140 scheint es sich um Lungenentzündung zu handeln, die nichts mit Schweinegrippe zu tun hat.
Alexander Kekulé, Mikrobiologe an der Universität Halle, erklärt, das sich das Virus längst nicht so aggressiv verhält, wie Beispielsweise der Vogelgrippe-Virus H5N1 (mehr zur Vogelgrippe). Dieser Virus war höchst aggressiv, übertrug sich allerdings nicht so gut von Mensch zu Mensch. Nun scheint es genau anders herum: Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist gut, aber der Virus ist eher harmlos. Von geschätzten 1.000 Infizierten stirbt nur einer. Vor übereilter Panikmache warnt Kekulé, der das Bundes-Innenministeriums in Katastrophenfällen berät. (Quelle: Spiegel)
Erster Todesfall außerhalb Mexikos
29.04.2009
Behörden bestätigen den Tod eines 23 Monate alten Kindes in Texas/USA am Schweinegrippe-Virus. Zeitgleich fordert Frankreich nun von der Europäischen Union, das alle Flüge aus Mexiko ausgesetzt werden. (Quelle: Spiegel)
Arnold Schwarzenegger verhängt Notstand über Californien
29.04.2009
Der Gouverneur von Kalifornien Schwarzenegger verhängte am Dienstag, den 28.4.2009 nach rasantem Anstieg von Fällen (10 Bestätigt) den Notstand. Er mahnte dennoch zur Ruhe. Durch den Notstand könnten einfach nur schneller Gelder für die öffentliche Gesundheit aquieriert werden sowie die nötige Ausrüstung. In der USA zählt man aktuell 64 bestätigte Fälle. (Quelle: Spiegel)
Aktuelle Zahlen aus Mexiko - dem Ursprungsland
29.04.2009
159 sind in Mexiko bereits gestorben. Die WHO hat davon aber nur 7 Fälle als Folge der Schweinegrippe bestätigt. Die mexikanischen Gesundheitsbehörden haben bisher 2.498 Infektionen mit A/H1N1 gezählt. Davon sind 1.311 Patienten noch in Behandlung in Krankenhäusern. (Quelle: Spiegel)
Erster Verdacht in Österreich
29.04.2009
Eine 28-jährige Frau ist in Österreich mit hoher Wahrscheinlichkeit infiziert. Das sagte der Leiter des Wiener Universitäts-Institut Franz X. Heinz im ORF. (Quelle: ORF)
3 Deutsche Verdachtsfälle bestätigt
29.04.2009
Aus Süddeutschland wurden 2 Fälle der Schweineinfluenza bestätigt. Das gab das Robert-Koch-Institut bekannt. Es handelt sich dabei um einen Mann, Ende 30 und eine 37-jährige Frau. Ebenfalls ist der Virus bei einer Frau (22) in Hamburg bestätigt. Damit sind die ersten 3 Deutschen infiziert. Sie hatten sich alle auf einer Mexiko-Reise angesteckt. Die Gesundheitsbehörden checken jetzt das Umfeld der Patienten, während sich diese in Behandlung gefinden.
Aus anderen Bundesländern gibt es einzelne Verdachtsfälle, die aktuell untersucht werden.
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